Warum du deinen Wettbewerb ignorieren solltest

Warum du deinen Wettbewerb ignorieren solltest

Wer eine Geschäftsidee hat, der hat auch meist eine Befürchtung:

 

“Wie kann ich meine Geschäftsidee schützen, sodass niemand sie kopiert?”

 

Eine Aussage, die mir in den letzten Monaten und Jahren 100-fach untergekommen ist und für mich nicht so richtig nachvollziehbar ist.

 

Hier ist warum…

 

Gerade in Zeiten von Startups und Crowdfunding stellen sich viele Gründer und Initiatoren die Frage nach der Geheimhaltung der eigenen Geschäftsidee. Schnell kommen dann die Juristen und BWL-studierten Gründer mit Vertraulichkeitserklärungen, Patenten, Geschmacks- bzw. Gebrauchsmustern oder gewerblichen Schutzrechten um die Ecke und empfehlen jegliche Vereinbarung schriftlich zu fixieren – zu unrecht wie ich finde, und sogar schädlich für das Vorankommen eines Projektes, wie ich in den letzten Jahren gelernt habe.

 

Die Idee haben vielleicht viele, aber die Umsetzung kannst du einmalig machen

 

Die initiale Geschäftsidee ist immer nur die Spitze des Eisbergs. Bevor sie wirklich in deinem Kopf entsteht, reift sie im Unterbewusstsein heran. Eine Idee ist ausserdem immer nur der Anfang einer unternehmerischen Reise und nie von jetzt auf gleich ausgereift.

Aber warum fühlen wir uns regelrecht verfolgt von denen, die die eigene Idee kopieren könnten? Kommt wirklich niemand sonst auf die Idee, die dir jetzt gerade im Kopf herum schwirrt?

Nimm einfach an, dass deine Idee schon 1000 andere Menschen hatten, aber du der einzige bist, der es jetzt wirklich macht. Dann hast du am Ende immer noch gewonnen, oder?

Und selbst wenn du wirklich der einzige bist, dann behalte folgendes im Hinterkopf:

“Wenn deine Idee so gut und einfach kopierbar ist, dann wird es auch jemand früher oder später tun. Mach dich also unkopierbar in der Umsetzung, anstatt ein Geheimnis zu bewahren!”

Ich glaube daran, dass es gut ist möglichst früh mit anderen Menschen über Ideen und Geistesblitze zu sprechen, zu diskutieren, sie zu entwickeln und zu validieren. Der Wettbewerb sollte einfach ignoriert und eine Orientierung an ihm möglichst ausgeschlossen werden.

 

Warum behaupte ich das?

Die Konkurrenz schläft nicht, das ist klar. Aber sollte deine Idee wirklich so einfach kopierbar sein, dann hast du nicht zu Ende gedacht. Sobald du dich in einem attraktiven Markt befindest, wird der Wettbewerb folgen.

Warum frühes Mitteilen so wichtig ist:

1. Feedback

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Im Context deiner Idee heisst das, du bist vielleicht so überzeugt von deiner Geschäftsidee, dass du sie nicht ausreichend von allen Seiten beleuchtest. Ist sie realisierbar? Was ist, wenn …? Wie ist meine Zielgruppe? Wird das Produkt wirklich jemand kaufen? Adressiere ich echte Probleme?

Fragen über Fragen, die man sich im Eifer des Gefechts oft vergisst zu beantworten. Das ist menschlich, kann jedoch fatale Folgen haben. Vom völlig illusorisch verfassten Businessplan, bis hin zum fertigen Produkt, was keiner kauft, ist alles möglich.

Besprichst du dich mit Freunden oder Bekannten und lässt sie an der Idee teilhaben, minimierst du diese Risiken auf ein Minimum. Noch besser: Nicht mit Freunden reden, sondern mit Menschen, die echtes Feedback geben.

Warum? Weil sie deine Idee von Außen betrachten und viel sachlicher an die Dinge herangehen können. Sie sind nicht emotional an die Idee gebunden und reden sich auch nichts schön.

Hier wirst du schnell merken, ob du nach ein paar Minuten Gespräch mit einer Vorbestellung oder ein paar Fragezeichen nach Hause gehst.

 

2. Pitchen üben

Eine der höchsten Disziplinen im Anfangsstadium einer Ideengründung ist der perfekte Pitch. Vielleicht hast du alle Ecken und Winkel deiner Idee bereitgelegt, kannst diese aber nicht in 1-3 Sätzen vermitteln und auf den Punkt bringen? Schlecht, denn genau darum geht es beim Pitch… beim ersten erklären, später auf der Website, im Pitchdeck für Investoren und letztlich auch deinen späteren Kunden gegenüber.

Durch frühes Mitteilen der Idee habe ich immer gelernt, worauf es bei einer Idee im Konkreten ankommt. Diese Teil habe ich dann herausgenommen und meinen 1-Satz-Pitch formuliert.

 

3. Wachstum und Reife

Viele Köche müssen nicht immer den Brei verderben. Lass dich vom Feedback inspirieren und deine Idee dadurch reifen.

In der Realität stellt sich immer wieder heraus, dass ein Team komplexere und bessere Ideen und Projekte hervorbringt als eine Einzelperson. Das liegt an der Diversität der menschlichen Denkensweise. Jeder denkt anders, hat eigene Erfahrungen gemacht und kann aus ihnen schöpfen. Deshalb funktionieren Startup Weekends auch so gut.

Und wenn alle Stricke reißen und deine Geschäftsidee keiner Validierung stand hält, dann halte es einfach mit den Worten von Albert Einstein:

 

„Wenn eine Idee am Anfang nicht absurd klingt, dann gibt es keine Hoffnung für sie“

Aber der Wettbewerb….?!?

Nachdem wir nun wissen, warum es wichtig ist eine Geschäftsidee mit anderen zu besprechen, anstatt sie zu schützen, betrachten wir nun den Wettbewerbsaspekt. Zunächst gilt eine Grundregel, die sich in 99% der Fälle anwenden lässt:

 

Wo keine Wettbewerb ist, da ist auch kein Markt!

 

Der mögliche Fall, dass ein noch nicht entdeckter Markt für deine Geschäftsidee existiert ist zwar gering, aber er existiert. Versuche deshalb deine Idee so gut es geht zu formen und zu formulieren, damit du deinen Markt genau bestimmen kannst.

Tummeln sich bereits einige kleinere Player in deinem Markt, ist es ggf. sogar ein guter Zeitpunkt einzusteigen. Den Markt haben auch andere erkannt.

Exkurs:

Wer möchte und kein BWL studiert hat, der kann sich an dieser Stelle gerne einmal mit den BWL Grundlagen der Wettbewerbstheorie nach Michael E. Porter beschäftigen. Im Wesentlichen geht es hier um Abgrenzung vom Wettbewerb durch Kostenführerschaft, Differenzierung, oder Fokussierung. Nicht jede Variante ist für jeden Unternehmer anwendbar. Wer z.B. Amazon durch Kostenführerschaft unterbieten will, der kommt schnell an seine Grenzen.

 

Wettbewerb ist gut, Sättigung ist schwierig

 

Sollte dein Markt schon vom Wettbewerb entdeckt und schlimmstenfalls gesättigt worden sein, mache nicht den Fehler und orientiere dich zu sehr an ihm. Versuche stattdessen deine Nische zu finden.

Warum du deinen Wettbewerb ignorieren solltest:

 

Wenn du einem Wettbewerber folgst, dann wirst du immer nur hinterher laufen!

 

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es ok ist in einen Markt einzutreten, in dem es Wettbewerb gibt. Es ist ok sich zu orientieren und kurz nach rechts und links zu schauen. Aber es ist NICHT OK, den Wettbewerb kopieren zu wollen.

Es gibt einen Fehler, den die meisten Gründer machen wenn Sie an Wettbewerbsdifferenzierung denken: Sie beschränken die Abgrenzung auf ein paar Features oder ein konkretes Produkt.

Dein Alleinstellungsmerkmal (USP) muss aber an viel mehr Ecken sichtbar sein. Sei anders, sein einmalig, sei besonders in dem was du tust, und wie du es tust.

 

Meine Erfahrungen bei FastBill

Nicht selten bin ich in den letzten Jahren im Internet über Vergleichstabellen gestolpert, die FastBill und ein paar Wettbewerber verglichen haben. Das Ergebnis sah nahezu immer gleich aus: Eine Tabelle, oben mit Namen, in der Mitte mit Funktionen und am Ende mit einer Preis-Zeile.

Und rate mal: Die Tabelle war fast immer gleich. Jeder hatte so gut wie alle Häckchen gesetzt und am Ende war es ein Euro Preisunterschied, der über Sieg oder Niederlage entschieden haben.  

Genau so wenig, wie diese Tabellen irgendwem helfen, hilft diese Art der Wettbewerbsbetrachtung (also nur auf Basis von Preisen und Funktionen) bei der Gestaltung eines Gesamterlebnisses.  Wäre das die Grundlage für einen Markteintritt, hätte ich weder FastBill, noch diesen Blog hier gründen dürfen. Es gab auch vorher schon Software, mit der man Rechnungen schreiben konnte, und Blogs rund um Unternehmertum gab es auch schon.

Wer den Satz “Das gibt es ja schon” zu hören bekommt, der muss mehr über alternative Differenzierung nachdenken und sich absetzen und diese Vorzüge herausarbeiten. Manchmal liegen diese nicht immer an der Oberfläche, sondern zeigen sich im Detail.

Nicht abschrecken lassen, sondern anders und besser machen!

 

So setzt du dich trotz gleichem Produkt vom Wettbewerb ab

Wie funktioniert die Differenzierung vom Wettbewerb am besten? Eine pauschale Antwort ist – wie in so vielen Fällen – schwer bis unmöglich. Einige Ansatzpunkte gibt es aber dennoch:

  • Gestalte dein Business möglichst eigen. D.h. du solltest versuchen allem was du tust deine persönliche oder andere Note zu verleihen und es so einzigartig zu machen. Deine Kunden kaufen nicht nur ein Produkt, sondern ein Gefühl oder ein Erlebnis. “Popcorn im Kino ist super, zu Hause auf der Couch aber langweilig.” Dasselbe Produkt, ein anderes Erlebnis.

  • Am Ende entscheidet die Mischung aus Marke, Produkt und Service. Sorge dafür, dass deine Besonderheit das erste ist, woran die Kunden denken (Marke) und enttäusche Sie nicht, wenn du sie gewonnen hast (Produkt und Service).

  • Du bietest exakt das selbe Produkt an wie ein Wettbewerber? Dann versuche es anders anzubieten. Andere Headlines, andere Bilder, andere Ansprache, andere Ort. Nur weil du dieselben Schuhe trägst heißt das nicht, dass du den selben Weg gehen musst.

 

Erfolgsbeispiele – So kann’s gehen

Diese Erfolgsbeispiele bekannter Firmen zeigen, wie sie durch ihre Andersartigkeit für Aufsehen gesorgt und Umsatz erwirtschaftet haben:

Amazon – Der Fokus auf die Vereinfachung des Checkouts und die Beschleunigung des Zustellvorgangs waren damals einmalig (und sind es in dem Umfang heute noch). Amazon ist u.a. durch diese Besonderheiten zu weltweiten Nummer 1 des Onlinehandels geworden.

Zalando – Vom Garagenhandel zum Konsumgiganten in 5 Jahren. Niemand hätte geglaubt, dass der Start eines Unternehmens mit kostenlosen Retouren funktionieren würde. Anfangs schrieb Zalando auch noch rote Zahlen doch im letzten Quartal folgte dann der Break-Even-Point, beim einem Umsatzvolumen von knapp 2 Mrd. Euro im letzten Jahr.

Notebooksbilliger – Auch hier lag der Fokus, neben einem außerordentlich guten Beratungsangebot, auf der schnellen Auslieferung der Ware. Ich selbst habe mal Abends um 18 Uhr online einen PC bestellt. Am nächsten morgen war die Lieferung noch vor mir im Büro. Ein Erlebnis, an das ich heute noch denke.

Airbnb – Wer hätte im September 2007 jemals daran gedacht seine Wohnung im Internet kurzfristig an Fremde unterzuvermieten? Mit dem Community-Marktplatz für Ferienwohnung kam dann im Oktober damals die Revolution. Niemand hat daran geglaubt, aber mit der von Airbnb aufgebauten Vertrauensbasis in der Community ist es seit nun fast 7 Jahren ein profitables Unternehmen.

 

Kurz gefasst

Es bringt in den seltensten Fällen etwas seine Geschäftsidee schützen zu lassen oder sie hinter dem Berg zu halten. Suche lieber das Gespräch mit deinem Umfeld und validiere deine Idee. So kannst du sie weiterentwickeln und von allen Seiten beleuchten. Und sobald du dich dazu entschlossen hast deine Geschäftsidee in die Tat umzusetzen mache nicht den Fehler und laufe dem Wettbewerb nach. Nutze deine Zeit lieber um die Besonderheit für dein Business zu formulieren und mache Dinge anders, denn nur so fällst du auf.

Deine Meinung dazu? Rein damit in die Kommentare!

Titelild (CC BY-SA 2.0) by Mary Crandall

20 Kommentare

  • Ich liebe deinen Evergreen einfach! Jedesmal aufs neue inspirierend zu lesen.
    Die Angst vor dem Wettbewerb ist oft unbegründet groß. Gar keine Konkurrenz zu haben wäre hingegen eine wirklich beängstigende Vorstellung. Es lohnt sich, das mal in Gedanken durchzuspielen, um mal die Perspektive zu wechseln: http://www.startworks.de/fuerchte-keine-konkurrenz/
    Liebe Grüße, Matthias
  • Danke für diese Sicht der Dinge. Ich kann dieser nur teilweise zustimmen.
    Kopiert wird nur, was erfolgreich ist. DAS heißt es zu "schützen", nicht die Idee ansich. Als innovativer Vorreiter holt man sich zunächst nicht nur einmal eine blutige Nase, um eine Idee - oder auch später Produkte - auf dem Markt zu etablieren. Das ist die eigentliche Arbeit. Sobald die Idee und/oder das Produkt auf dem Markt akzeptiert und der Erfolg sichtbar ist, bedarf es deutlich weniger Zeit und Geld, ein Konkurrenzprodukt aufzusetzen. Ein Start-up, das eben diese intensive Vorarbeit geleistet hat kommt nun schnell unter die Räder, kommt ein Erbsenzähler eines großen Unternehmens auf die Idee "Na dann machen wir das eben auch". Hier erst wird der Sinn oder Unsinn von Patenten und Schutz des geistigen Eigentums sichtbar.
    Auch die Formulierung "Wo keine Konkurrenz, da kein Markt" stimmt nur temporär-partiell.
    Wir konnten mit unseren berührungslos gelagerten Werkzeugspindeln nicht nur existierende Märkte ohne Konkurrenz erfolgreich bearbeiten, sondern diese Märkte teilweise sogar generieren.
    Wie unser alter Freund Stephen Hawking eben sagte: "ALLES ist relativ"
  • Hi Christian, nur mal so als Frage: Woher hast du die Info, dass Zalando mittlerweile profitabel ist? Gerade eben kam bei frontal 21 ein Bericht über Oliver Samwer und da hieß es, Zalando würde immer noch fette rote Zahlen schreiben. Der von dir verlinkte Artikel scheint ebenfalls eher zu untermauern, dass Zalando immer noch nicht profitabel ist. LG, Katharina
  • Hey Katharina, ich verweise auf diesen Artikel: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/zalando-macht-gewinn-13052142.html

    Dort steht "Der Online-Modehändler Zalando nähert sich der Gewinnzone. Im zweiten Quartal 2014 seien schwarze Zahlen erreicht worden, sagte Vorstand Rubin Ritter an diesem Freitag.
    Es sei bereits das zweite Mal gewesen, dass in einem Quartal Gewinne erzielt wurden. Für das gesamte erste Halbjahr stehe damit voraussichtlich eine schwarze Null, kündigte Ritter an: „Die Entwicklung im zweiten Quartal ist sehr positiv, da wir sowohl anhaltend starkes Wachstum als auch eine starke Verbesserung der Marge verzeichnen.“
  • Hi Christian,

    was hältst du davon, wenn wir (alle die daran Interesse haben) via letsseewhatworks.com etwas umsetzen, dh. von der Idee bis zur Realisierung.....jeder kann seinen Beitrag leisten und am Ende steht ein Unternehmen, das lebensfähig ist ;-)
  • Klingt gut. Wie genau stellst du dir das vor? Die Herausforderung wird sein alle Ideen zusammen zu bringen, wenn jeder mitmachen soll. Auch muss geklärt werden, wer wie in welcher Form beteiligt ist.... nicht ganz einfach.

    Besser fänd ich, wenn einzelne Leser z.B. in Form von Gastbeiträgen hier ihre Erfahrungen teilen.
    Möchtest du?
  • Hi Christian,

    du hast es echt spitze auf den Punkt gebracht, war richtig gut zu lesen, danke! Dein Beispiel in dem Du beschreibst, wie du Fastbill mit anderen Anbietern vergleichst hat mir besonders gut gefallen. Das kenne ich von smooster auch. Ich glaube hier besteht oft das größte Risiko die Flinte ins Korn zu schmeißen, da man sich von dem Vergleichsergebnis verunsichern lässt.

    Du hast seit drei Blogartikeln in deiner Blog-Übersicht auf der Startseite Bilder mit eingebaut, mich würde interessieren, hat das bei dir auch zu hören Klick-Zahlen geführt?

    Viele Grüße

    Sebastian
  • Hey Sebastian,

    werde in einem der kommenden Artikel über die Verwendung und Auswirkungen von Bilder in Texten schreiben.
  • Hi Christian,
    danke für diesen großartigen Artikel! Das ist genau das, was ich auch immer predige, nur hatte ich noch nicht die Zeit, es so gut zu formulieren. Die Leute vergessen gern, dass es bei einer starken Marke mehr auf das Erlebnis ankommt, als auf die technischen Details eines Produkts.

    LG, Matthias
  • Hi Christian!
    Danke für diesen motivierenden Artikel!!
    Liebe Grüße
    Elmar
  • Hi Christian,

    wiedermal ein super Beitrag! In den meisten Punkten stimme ich dir voll zu aber ich würde vielleicht noch ein wenig unterscheiden in welcher Phase sich das Unternehmen gerade befindet und was für eine Art Produkt es anbietet oder anbieten möchte.

    Wenn sich das Unternehmen z.B. gerade erst im Aufbau befindet und das Produkt noch gar nicht existiert würde ich persönlich wohl eher dazu ein wenig Verschiegenheit tendieren. Nicht nur wegen dem möglichen Wettbewerber, sondern auch weil man oft nur schwer abschätzen kann ob es am Ende tatsächlich klappt mit dem Produkt. Objektives Feedback würde ich mir in dieser Phase wohl eher von Personen holen denen ich vertraue. Je näher ich dem tatsächlichen Launch komme würde ich diesen Kreis dann Schritt für Schritt erweitern.

    Auch die Art des Produkts spielt meiner Meinung nach eine Rolle. Ist es relativ leicht kopierbar (siehe StudiVZ vs. Facebook)? Dann würde ich wohl eher wieder etwas vorsichtiger sein.

    Ich denke immer wieder an die Brüder Samwer deren ganzes Geschäftsmodell nur darin besteht erfolgreiche Startups aus Übersee zu "kopieren" - so z.B. auch Zalando - und dann zu verkaufen. Oft an den, der die Idee hatte. Nicht dass das schlecht wäre, der Erfolg gibt ihnen Recht. Aber ein gewisses Mass an Vorsicht ist sicherlich auch nicht ganz falsch.
  • Hi Markus,

    GERADE am Anfang in der Ideenphase solltest du aus meiner Sicht über dein Thema reden. Damit meine ich nicht, dass du gleich darüber bloggen oder eine Website bauen solltest, aber es wichtig wichtig Feedback zur Idee zu bekommen.

    Ich selbst spreche relativ viel mit Menschen über meine Ideen... nur so kann ich frühzeitig Feedback bekommen und entscheiden, ob ich diese wirklich irgendwann umsetzen will.
  • Schöner Artikel und sehr aufschlussreich. Ich kann diese Herangehensweise nur bestätigen. Gutes Beispiel aus dem analogen Leben: Der Berliner Street Food Thursday in der Markthalle Neun war der erste Street Food Markt in Berlin. Viele Copycats sind seitdem auf den Zug aufgesprungen.
    Dass der SFT der Pionier ist, hat sich aber in den Köpfen der Menschen festgesetzt. Immer wenn man in der Presse, oder aber in den sozialen Netzwerken etwas über ein neues Street Food Event liest, fällt gleichzeitig der Name des Originals. Allerbestes Gratis-Marketing!
  • Schöner Text! Hab mir ehrlich gesagt schon einmal Gedanken darüber gemacht und deswegen sogar schon Ideen verworfen. Gefällt mir gut zu wissen, dass das wahrscheinlich der falsche Ansatz bzw. Angst an falscher Stelle war.

    Übrigens glaube ich sogar, dass Kommunizieren mit der eigenen Idee nicht nur dabei hilft, sie weiterzuentwickeln und Tipps von anderen zu erhalten, sondern auch dabei, sie bekannt zu machen. Wenn du eine gute Idee hast, wird sie Leute interessieren, sie werden sie weiter erzählen und sich an dich erinnern.

    Blogge auf jeden Fall weiter! :) Du sprühst ja geradezu vor fantastischen Ideen!
  • Hi Jürgen,
    vielen Dank für´s Feedback. Die Themenliste ist bereits lang und wird immer länger...
    Aber jetzt nach einigen Wochen kann ich auch sagen, dass mit das Bloggen seht viel Spass macht und ich allein deshalb auch weiter machen werde.
  • Wie wahr!
    Ich hatte anfangs auch immer die Sorge, dass irgendjemand meine bzw. im Team unsere ach so tolle Ideen kopieren könnte.
    Und ich habe es mittlerweile auch etliche Male von angehenden Gründern gehört: "Ich kann noch nicht so über unser Projekt sprechen, wir sind noch nicht am Markt. Wenn jetzt plötzlich ein Wettbewerber kommt, oder sogar Facebook, die unsere Idee kopieren....."
    Alles unberechtigte Sorge!
    Denn auf der anderen Seite habe ich bislang auch noch von keinem Fall erfahren, wo jemand seine Idee frühzeitig rausposaunt hat, und ihm dann andere damit am Markt zuvor gekommen sind.
    Die Vorteile des Öffentlich-machen des eigenen Vorhabens überwiegen definitiv.

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