Mit Trusted Content mehr Affiliate Provisionen verdienen

Mit Trusted Content mehr Affiliate Provisionen verdienen

Empfehlungen funktionieren, das ist kein Geheimnis. Egal, ob von Freunden, dem Steuerberater, oder dem näheren Umfeld. Menschen reagieren anders auf eine Produktempfehlung, wenn sie das Gefühl haben, dass andere, vertraute Personen damit bereits zufrieden sind.

Genau dieses Verhalten möchte ich in diesem Beitrag nutzen und auf Affiliate Programme anwenden, die typischerweise im Blogging Umfeld gerne genutzt werden, um Geld zu verdienen. Aber auch Nicht-Blogger können diese Effekte einfach nutzen und Affiliate Provisionen verdienen.

Alles, was dazu nötig ist, ist eine Themen-Nische und sogenannter Trusted Content.

Dieser Artikel ist eine Anleitung für ein Experiment, bei dem jeder sofort und ohne Kosten mitmachen, und die Effekte sogar messbar nachvollziehen kann, schon bevor eine Provision verdient wurde. Ziel ist es, mit Hilfe von Trusted Content bessere Empfehlungen auszusprechen um damit mehr Affiliate Provisionen zu verdienen.

Was ist Trusted Content?

Trusted Content ist zu einer Person thematisch passender Inhalt, der nicht aus eigener Feder stammt, und der von dieser Person empfohlen wird.

Ein Beispiel: Ich selbst schreibe häufig über Entrepreneurship. Leser (du z.B.), Freunde und Follower haben mich also vielleicht in der Schublade „Unternehmertum“ abgespeichert und sprechen mir eine gewissen Expertise zu (hoffentlich 😉 ). Empfehle ich jetzt z.B. einen Beitrag, der nicht von mir selbst verfasst wurde, der aber dennoch gut in den Themenbereich passt, dann wird mein Umfeld diesen Content als „trusted“ empfinden, weil ich ihn empfohlen habe. Wichtig sind eine hohe Relevanz für das Umfeld und eine zu meinem Profil thematisch passende Emfephlung.

Das klappt natürlich mit Experten auf allen Gebieten und Fachrichtungen. Ob Reiseempfehlungen, Kochrezepte, Sportarten, Filme… die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

Der Mechanismus des Empfehlungsmarketing ist nicht neu. Wie gut das bei Facebook klappt hatte ich hier bereits beschrieben. Der eine empfiehlt ein Produkt, ein anderer vertraut darauf und kauft es. Neu ist jedoch, dass es beim „Trusted Content“ um eine stark fachliche Ausrichtung geht und nicht um eine Erfahrung, die die Empfehlungsgrundlage bildet. Auch, weil ich aktuell an einem Tool für Empfehlungsmarketing schraube, ist das Thema derzeit spannend für mich. Denn wir wollen online Unternehmen dabei helfen, genau diesen Mechanismus bei Ihren treuen Nutzern nutzen zu können. Ich denke Affiliate Provisionen sind mittlerweile ein gängiges und etabliertes Modell für online Marketer, auf dem bereits ganze Brachen groß geworden sind.

Soziales Online Verhalten und die Affiliate Marketing-Welt ändern sich

Erst kürzlich habe ich bei den Facebook Ads den neuen Relevance Score für Anzeigen entdeckt. Der Relevance Score sagt aus, wie gut der Inhalt der Anzeige zur Zielgruppe passt.

Und ich denke genau dahin geht es in Zukunft immer mehr. Aus meiner Sicht eine wirklich tolle Entwicklung, denn jeder kann Experte sein und sein Wissen auch zu Geld machen. Wichtig ist, Experte zu sein, also eine hohe thematische Relevanz mitzubringen. Wie genau das funktioniert, zeigt das folgende Experiment. Die Idee dahinter lässt sich in verschiedensten Bereichen anwenden und soll keineswegs nur auf diesen Anwendungsfall beschränkt werden. Mein Ziel ist es, dass jeder die Schritte schnell nachmachen kann und schnelle Erfolge erzielt. Und so geht´s:

Schritt 1: Zielgruppe & fachliche Nische finden

Was macht dir besonders viel Spass? Womit beschäftigst du dich? Welche Inhalte teilst du regelmäßig bei Facebook, Twitter und co? Wofür kennt man dich?

Wenn du jetzt schon eine Antwort hast, dann hast du deine Nische vielleicht schon gefunden, in der du dich zum „trusted Experten“ entwickeln kannst. Wenn nicht, überlege, welches Thema dir „gut steht“ und wo du dir gerne eine Namen machen möchtest.

Schritt 2: „Trusted Status“ aufbauen

Einen „Trusted Status“ bedeutet, dass du dich wiederholt für ein bestimmtes Thema platzierst, und zwar da, wo deine Zielgruppe schlummert. Platziert bist du dann, wenn anderen Menschen, die dich nur wage kennen gelernt haben, dich mit diesem Thema in Verbindung bringen.

Um für ein Thema wahrgenommen zu werden, musst du dich auf dieses Thema einlassen und dich damit umgeben. Zum Beispiel kannst du einen Blog erstellen oder dein Facebook Profil nutzen, aber auch jeder andere Kanal funktioniert, z.B. Instagram, Youtube, in Foren oder wo auch immer du deine „Zielgruppe“ triffst. Wichtig ist, dass du deine Zielgruppe hier triffst.

Schreibe eigenen Content zum Thema (z.B. Online Marketing oder Pferde pflegen) und teile zum Thema passenden eigenen und fremden Content. Du kannst auch nur fremden Content teilen, was aber die Glaubwürdigkeit schwieriger aufbaut.

Wenn du keinen Blog hast oder starten willst, dann empfehle ich 2 oder 3 Beiträge bei Medium zu veröffentlichen (hier ist mein Profil bei Medium) und in regelmäßigen Abständen immer mal wieder zu teilen. Nach einer Weile (ein paar Wochen oder Monaten, je nachdem wie „trusted“ du bereits bist) werden deine Follower das Gefühl haben, dass sie in dir eine gute Quelle für relevanten Content zum Thema gefunden haben. Vielleicht bist du auch heute schon soweit. Wirf einfach mal einen Blick auf deine Timeline und frag dein Umfeld, welchen „Wunschberuf“ oder Themenschwerpunkt sie dir z.B. zuschreiben würden.

Nicht vergessen: Auch die Offline-Welt ist interessant, jedoch für dieses Experiment unbrauchbar.

Einen „trusted“ Status aufzubauen ist nicht ganz einfach. Sich Themen ausdenken kann jeder und macht keinen Experten aus. Das Gute ist aber, dass wir alle bereits in irgendwas gut sind. Es muss nicht immer Business-Kram sein. Auch Kochen, Mode und Reisen sind Themen, für die man „ge-trusted“ werden kann und bei denen es attraktive Affilitate Provisionen zu verdienen gibt.

Schritt 3: Produkte mit Affiliate-Programm finden, die deine Zielgruppe kaufen würden

Das Thema Affiliate ist fester Bestandteil im Online Marketing-Mix von Online Unternehmen. Das wohl bekannteste aller Affiliate Programme ist das von Amazon. Die Funktionsweise ist einfach: Man sucht sich ein Produkt, was andere kaufen würden, und teilt den Affiliate-Link. Z.B. habe ich meine Buchempfehlungen mit einem jeweils Amazon Affiliate-Link ausgestattet. Kauft jemand das Produkt oder etwas anderes (in dieser Session), bekomme ich als Empfehler (Affiliate) eine Provision. Bei Büchern über Amazon liegt die Provision meist irgendwo zwischen 6% und 10% vom Verkaufspreis.

Es gibt aber auch deutlich attraktivere Empfehlungsprovisionen. Softwareanbieter und Finanzprodukte (wie Versicherungen oder Bankkonten) sind meist auch mit attraktiven Provisionen unterwegs. Beispiele findest du in meiner Tool-Liste. Bei FastBill bieten wir z.B. 40% Umsatzprovision für eine erfolgreiche Empfehlung. Das sind 90€ für eine erfolgreiche Empfehlung von FastBill Plus und 24€ für eine Empfehlung von FastBill Complete.

Wenn du also in der Zielgruppe „Freelancer, Gründer oder kleine Unternehmen“ bereits mit einem gewissen Expertenstatus unterwegs bist, dann könnte FastBill eine attraktives Produkt für dieses Experiment für dich sein. Ich weiss, ich bin als Mitgründer von FastBill befangen. Aber ich finde es auch ein deutliches Beispiel, was gut funktioniert.

Du hast also dein Produkt und das passende Partnerprogramm gefunden? Gut! Weiter zu…

Schritt 4: Snip.ly Account anmelden

Snip.ly habe ich selbst vor ein paar Wochen entdeckt und ich finde den Mechnismus dahinter grandios. Man meldet sich z.B. per Facebook Connect an und kann direkt kostenlos loslegen, und zwar kostenlos.

Snip.ly ermöglicht es eine URL zu teilen und diese mit einem kleinen Snippet zu ergänzen. Dieses Snippet kann individuell gestaltet und mit einem Text, sowie einer Ziel-URL ergänzt werden, und wir am unteren Bildrand mit aufgerufen, sobald die Empfehlungs-URL aufgerufen wird.

Snip.ly Beispiel
Snip.ly Beispiel

 

Und so funktioniert´s:

Schritt 5: Snip.ly Empfehlung erzeugen

Du hast dein Produkt aus Schritt 3 gefunden. Gehe auf die Seite, die du empfehlen möchtest und erzeuge per Snip.ly einen Empfehlungslink. Reichere den Link mit deiner persönlichen Botschaft an und erhöhe so das Vertrauen. Wenn du das häufiger machst, empfiehlt sich auch die Chrome-Erweiterung für deinen Browser.

Das Ergebnis in meinem Beispiel kanst du hier anschauen: http://snip.ly/b86n

Snip.ly Screenshot
Snip.ly Screenshot

 

Snip.ly erzeugt ein Snippet auf der Zielseite, in dem du deine Botschaft mitteilen kannst. Eigentlich ist die Idee von Snip.ly eher fremden Content zu nutzen, um eigenen Content zu promoten. Ich finde jedoch den Anwendungsfall für Affiliates fast noch besser.

Hinweis: Leider untersützt Snip.ly aktuell keine Amazon Links.

Schritt 6: Link teilen und Empfehlungsprovisionen bekommen

Du hast den Trusted Status, die Zielgruppe, ein Produkt, welches du empfehlen kannst, und Snip.ly als Tool um erhöhtes Vertrauen auszusprechen. Gut, dann teile die Affiliate-URL in deiner Zielgruppe und warte ab, was passiert.

Snip.ly gibt dir übrigens auch den Click und Conversion Status zu jedem Link aus.

Snip.ly Dashboard Screenshot
Snip.ly Dashboard Screenshot

 

Mein Fazit

Empfehlungsmarketing funktioniert. Ich selbst lasse mir gerne Dinge empfehlen, und am FastBill Partnerprogramm sehe ich, dass sich damit prima aus Sicht eines Affiliates Geld verdienen lässt. In diesem Beispiel hier ist Snip.ly ein Werkzeug, und das FastBill Partnerprogramm ein Beispiel. Dahinter steckt aber mehr, nämlich der immer wichtiger werdende persönliche Bezug zwischen Menschen. Auf diese Weise können sich sowohl Empfehler / Kunden, als auch Online Unternehmer diesen Trend zu nutze machen.

Was hälst du davon? Würdest du Snip.ly nutzen um Affiliate Empfehlungen auszusprechen? Welche anderen Ideen hast du, um bessere Empfehlungen auszusprechen?

Update 7.3.: Habe hier etwas zur Rechtssprechung bei der Nutzung von Snip.ly gefunden.

 

Titelbild von Pedro Ribeiro Simões | License: CC BY-SA 2.0

8 Kommentare

  • […] habe“, „Der Elefant im Online-Shop: Wie kleine Webdesign-Fehler die Kunden verschrecken“ oder „Mit Trusted Content mehr Affiliate Provisionen verdienen“ liefern dir tiefe Einblicke, die du dir für dein eigenes Business zu nutze machen […]
  • Das ist ein interessanter Tipp, werde ich auch mal ausprobieren. Nachteilig ist halt, dass Amazon-Links nicht unterstützt werden. Vielleicht ändert sich das ja doch noch.
  • Hi Christian, die Idee dahinter finde ich genial - allerdings ist es natürlich total blöd, dass snip.ly die Amazon-Links sperrt :-/ Wenn man nicht gerade sein eigenes Startup mit Abo-Modell hat, bleiben nicht so viele Affiliate-Möglichkeiten übrig. Und ich wette, bei zanox, affilinet und Co. wird das von den meisten Programmen aus auch verboten sein. Davon abgesehen müsste man wohl, um genug Traffic auf die Affiliate-Seite zu ziehen, viele, viele geteilte Links mit snip.ly erstellen, was recht aufwändig ist. Und dann ist die Frage ob sich das noch lohnt. Aber es ist einen Versuch wert, z.B. auf die Tools-Seite oder die Buchtipps-Seite auf dem eigenen Blog zu verlinken, das werde ich mal probieren. Viele Grüße, Katharina
  • Moin Christian,

    es kann sein das ich es übersehen habe, aber könnte man mit Snip.ly auch als Unternehmen empfehlen? Beispielsweise: "letsseewhatworks empfiehlt Fastbill!"?

    Beeste Grüße, Christoph
  • Hey Christian,
    Sniply finde ich jetzt tatsächlich interessant und werde es gleich ausprobieren. Sieht auf den ersten Blick echt klasse aus.

    Was mir gerade beim Lesen deines Artikels aufgefallen ist: es wiederholen sich einige Worte und einige Sätze sind nicht ganz rund formuliert. Schau da nochmal drüber bzw. lass nochmal Korrektur lesen ;) Es liest sich so, als wäre der Artikel total übermüdet entstanden.

    LG
    Julia
  • Hi Christian,

    wieder ein schöner Artikel! Danke dir.

    Gruss
    Jan
  • Hallo Christian,

    danke für den interessanten Beitrag und die ausführliche Einführung in sniply.
    Das habe ich umgehend ausprobiert und werde das auch für mich nutzen. :)

    Grüße
    Christian

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