Instagram Bots in 2020: Wie Instagram aktuell die Regeln ändert & was dagegen wirkt

Instagram Bots sind umstritten, aber auch beliebt. Das zeigt auch die Leserstatistik: Der Beitrag mit einer Übersicht an Bots wurde bereits mehr als 100.000 Mal aufgerufen.

Ich selbst habe seit Anfang 2019 ebenfalls für ca. 6 Monate getestet, was mit Bots möglich ist. Zunächst habe ich mit dem Self-Service-Bot GetInFame angefangen. Im Frühjahr 2019 bin ich für ein paar Wochen auf den Full-Service-Bot InstaReichweite.de (Heute SocialAvocado) umgestiegen. In diesem Artikel möchte ich dir einen kurzen Überblick darüber geben, was in diesen Wochen alles passiert ist und wie ich aktuell mit Bots und Instagram umgehe.

Sind Instagram Bots den ganzen Stress noch wert?

Von mir gibt es dafür immer noch mehr JA als NEIN. Ich sehe, dass mein verwendeter Account nicht nur wuchs, sondern auch tatsächlich Umsatz erzeugen kann. Bots sind - wenn man nicht gerade prominent ist oder andere Reichweitenkanäle hat - derzeit einer der wenigen Wege, um einen Account auf die Überholspur zu führen. Ein Bot kann hier ein super Werkzeug sein. Wer eine Marke aufbauen will, der muss wachsen.

Wichtig dabei ist allerdings der Umgang mit potentiellen Followern. Ich selbst lasse den Bot nicht kommentieren und schreibe auch keine Direktnachrichten mehr an neue Follower. Der Follow/Unfollow Mechanismus und auch regelmäßiges Liken funktionieren hingegen sehr gut und führen dazu, dass mehr und mehr relevante Follower und potentielle Kunden unserem Profil folgen und sich mit unserer Marke beschäftigen. Warum das so wichtig ist, habe ich hier aufgeschrieben

Seit Mai 2019 ändert Instagram die Regeln, aber wie?

Nachdem mehrere meiner Accounts bei einem alten Service (den es jetzt nicht mehr gibt) alle im Frühjahr 2019 jeweils für 2 Wochen gesperrt wurden, habe ich seit Anfang Mai den Service InstaReichweite/SocialAvocado im Einsatz. Nur 4 Wochen später kam der nächste Rückschlag. Der Account wurde zwar nicht gesperrt, aber die Reichweite ging deutlich zurück. Offenbar hat ein großes Update des Algorhithmus bei Instagram hat erneut dazwischen gefunkt. Auch bei Youtube gab es ein paar Videos von diversen Experten dazu, z.B. das hier oder auch hier

Nachdem der Rückgang auffällig wurde, schrieb mir das das Team von SocialAvocado folgendes:

"Die Reichweite ist aktuell bei extrem vielen Nutzern nach unten gegangen, das ist bei einem Algorithmusupdate normal, weil sich alle Nutzer immer erst einmal an die neuen "Umstände" gewöhnen müssen und hat mit unserem Service in dem Fall nichts zu tun - es betrifft alle kleineren Accounts, egal ob sie einen Service wie unseren benutzen, oder ihr Wachstum "von Hand" erzeugen möchten.

Es ist nach einem Algorithmusupdate gerade jetzt umso wichtiger deinen Content nicht unverändert zu lassen, sondern zu überarbeiten und stetig Content zu liefern, um Deine Community zur Interaktion zu animieren. Das ist nach jedem Algorithmusupdate, neben einer optimalen Passung der Zielgruppenaccounts essentiell.

Wie Du weist, dient unser System dazu, Dich bei anderen Nutzern sichtbar zu machen. Allerdings können wir nicht beeinflussen, dass die User Deine Inhalte auch liken und deinem Account folgen."

Ein paar Tage später (Mitte Juni) folgte dann ein weiteres Update:

"Aktuell stellt Instagram den Algorithmus Stück für Stück um, sodass alle Nutzer weltweit sich hier erstmal wieder anpassen müssen.

Dies geschieht meistens 1x pro Jahr und hat nachhaltige Änderungen im Nutzerverhalten zur Folge. Instagram veröffentlicht nie, welche Änderungen genau getroffen werden.

Das aktuelle Update beinhaltet auch einen weltweiten, vorübergehenden Followblock, von dem sehr viele User betroffen sind, daher kann auch die Resonanz auf Beiträge vorübergehend sinken. Bitte prüfe, ob du auch von dem Followblock betroffen bist, indem du 1-2 Accounts über die App folgst. Wenn du betroffen bist, sollte eine Blockierungsmeldung erscheinen. Bitte gebe uns dann entsprechend Rückmeldung."

Der hier genannte Followblock hielt bei mir etwa 2 Wochen an. In dieser Zeit konnte ich keinen neuen Accounts folgen. Danach ging es wieder. Kommunikation mit dem Support gab es keine in dieser Zeit. 

Instagram mag Interaktion (na klar!)

Offenbar springt der Instagram Algorithmus momentan am meisten auf sehr stark interaktive Beiträge an. Also viele Stories, Umfragen, Gewinnspiele, Live-Schaltungen wenn möglich und die Postings mit tollen, interaktiven Texten zu aktuellen Themen. Interaktive Inhalte fördern die Follower eben zum Interagieren an, dadurch entsteht auch mehr Reichweite. Das ist natürlich keine Neuigkeit, aber in dem Zusammenhang mit Bots nicht unwichtig.

Auch inhaltlich wollten wir einen Schritt weiter gehen. Statt hier und da mal irgendein Bild zu posten, haben seit ein paar Wochen regelmäßige Stories und Bilder. Für die Fotos haben wir sogar für ein Wochenende eine Fotografin gebucht und so viele neuen Bilder gemacht, um bis Ende des Jahres locker damit durch zu kommen. Da wir selbst keine teure Ausrüstung und auch keine Ahnung von Fotografie haben, ist das eine gute Lösung für uns, mit der wir wohl auch erstmal in den kommenden Monaten und Jahren fahren werden.

Auch spannend scheinen Themen zu sein, bei denen die Follower das Gefühl haben mitreden zu können und bei alltäglichen Entscheidungen dabei zu sein. Zumindest machen genau das viele große Influencer, indem sie Umfragen machen (in den Postings, aber auch in den Stories). Das erhöht die Interaktionsrate, was dann wieder auch positiv für die Reichweite und am Ende die Followerzahl ist!

Ebenfalls wichtig ist bei stagnierendem Wachstum beim Einsatz von Bots, dass regelmäßig Zielgruppenaccounts ausgetauscht werden. Das sind die Accounts, mit deren Followern der Bot interagiert (z.B. denen folgt). Die zu finden erfordert, dass man sich früher oder später mit der Zielgruppe und dem Wettbewerb auseinandersetzt. 

Mittlerweile läuft der Bot wieder: 500-1000 neue relevante Follower pro Monat

Jetzt, etwa 6 Wochen nach dem großen Update, funktioniert der Bot wieder auf Normalniveau. Da InstaReichweite/SocialAvocado nicht direkt von 0 auf Vollgas schaltet, dauert der Gewöhnungsmodus ca. 2 Wochen. In der Zeit fängt der Bot sehr langsam an und nimmt erst nach und nach Fahrt auf. Alles andere würde vermutlich dazu führen, dass der Account doch wieder rechts schnell gesperrt wird.

Was auch besonders ist, ist dass die Scripte des Bots nur auf Rechnern laufen, die mit einem echten mobilen Handynetz online sind. Kein mobiler Proxy, sondern eine Vielzahl an Telefonen, die neben den Computern liegen. In Österreich gibt es wohl schon einige SIM Karten, die unlimitierte Bandreite per SIM Karte zu annehmbaren Kosten anbieten. 

In Summe klappt das aktuell recht gut. Der Service kostet rund 100€ brutto / Monat. Wenn du möchtest, probier ihn hier gerne aus. Für einen privaten Influencer Account ist das zwar viel Geld. Als wirksame Maßnahme, um eine Marke auszubauen, finde ich den Preis absolut vertretbar.

Fazit: Bots sind nur ein verlängerter Arm des Menschen hinter dem Account

Zumindest würde ich das aktuell so stehen lassen. Ein Bot kann nie alleine laufen. Ich habe gelernt, dass es besonders wichtig ist, dass ein Instagram Account von echten Menschen mit einer spannenden Story bedient wird. Es ist ein Fenster "behind the scenes", das Follower zu potentiellen Kunden macht, wenn sie sehen, wer oder was wirklich dahinter steckt. 

Seit Mitte 2019 nutze ich selbst übrigens keinen Bot mehr. Grund dafür ist, dass ich mich in meinem täglichen Workflow erstmal weniger um Bilder, sondern um andere Aufgaben kümmern wollte. Ob und wann ich ggf. wieder auf Bots zurückgreife, weiss ich nicht.



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2 Kommentare

  • "Seit Mitte 2019 nutze ich selbst übrigens keinen Bot mehr. Grund dafür ist, dass ich mich in meinem täglichen Workflow erstmal weniger um Bilder, sondern um andere Aufgaben kümmern wollte. Ob und wann ich ggf. wieder auf Bots zurückgreife, weiss ich nicht."

    -> Etwas verwirrt. Nutzt du persönlich keine Bots mehr, sondern SocialAvocado "bedient" die für dich, oder nutzt du überhaupt keine Bots mehr?

  • Hey Vladimir,

    so war es mal eine Weile. Derzeit nutze ich aber tatsächlich nichts.

Was denkst du?