Warum ich als Gründer aus meinem Startup Recommend.to aussteige

Warum ich als Gründer aus meinem Startup Recommend.to aussteige

Vor über 2 Jahren hatte ich mit meinem FastBill-Mitgründer René Maudrich die Idee, ein einfaches und smartes Empfehlungstool zu entwickeln, was unseren Kunden bei FastBill ermöglichen soll, andere Kunden zu werben. Heraus gekommen ist das Startup Recommend.to, in dem ich zunächst Gründer, dann Geschäftsführer und letztlich Berater war.

Vor wenigen Tagen habe ich beschlossen, aus diesem Projekt ganz auszusteigen. Ich möchte diesen Schritt und die Erfahrungen aus den letzten 2 Jahren zum Anlass nehmen darüber zu schreiben und vor allem herausarbeiten, warum es in diesem Fall nicht wie geplant funktioniert hat. Manchmal bedeutet “Unternehmertum”, dass etwas nicht funktioniert wie geplant. Diese Geschichte ist ein gutes Beispiel dafür. Alle Ansichten dazu sind – wie immer – subjektiv. Es geht hier nicht um das Erheben von Vorwürfen, sondern um eine rationale Bewertung von dem, was für mich schief gelaufen ist.

DIE IDEE

Die Idee ist nach wie vor gut. Eine gute SaaS Lösung für einfaches und unkompliziertes Empfehlungsmarketing mit hoher Kundenaktivität ist immer noch nicht verfügbar, vor allem nicht in Deutschland oder in der EU. Wenn es um Empfehlungsmarketing geht, dann sehe ich auch einen Wandel im Markt. Affiliate-Netzwerke werden es immer schwerer haben. Nicht mehr die Masse an Empfehlern ist wichtig, sondern allein die Qualität zählt. Unternehmen brauchen “echte” Multiplikatoren und Promoter, die aus Überzeugung und Loyalität empfehlen, nicht eine Masse an Bloggern, die einen Bannerplatz zu vergeben haben.

Bereits heute empfehlen vielen Menschen täglich Produkte oder Leistungen, auch ohne dass sie dafür entlohnt werden. Das Gefühl etwas Gutes weiterempfohlen zu haben reicht meist schon aus. Genau hier sollte Recommend.to anknüpfen. Die Idee war es, durch smarte Anreize diesen Effekt zu erhöhen. Die Aktivität von Empfehlern sollte zum einen erhöht werden, die Abwicklung dieses Prozesses (bis zur Auszahlung) wollten wir automatisieren. Natürlich funktionierte das alles nicht von Tag 1, aber nach und nach. Die Vision war es ein Tool zu erschaffen, was das Kundenwachstum dauerhaft erhöht.

Das Ziel: Wachstum dauerhaft erhöht
Das Ziel: Wachstum dauerhaft erhöht

DAS TEAM

Als Geschäftsführer von FastBill war es René und mir nicht möglich die Zeit aufzubringen, um selbst ein ganz neues Startup aufzubauen. Diese Erkenntnis hatte ich bereits, als ich diesen Blog hier gestartet habe. Wir brauchten also ein Team, welches unsere Idee auf die Straße bringt, d.h. den operativen Geschäftsalltag meistert.

Die Suche begann vor etwa einem Jahr. In dieser Zeit hatte ich mit 7 oder 8 potentiellen Kandidaten aus meinem Netzwerk gesprochen. Dass die Suche nach einem Mitgründer nicht so einfach ist, hatte ich (ebenfalls zu diesem Projekt) bereits hier beschrieben. Um es plakativ zu machen, verwende ich an dieser Stelle immer gerne den Vergleich zu einer Beziehung. Ein Mitgründer zu haben ist wie eine Beziehung einzugehen. Man durchlebt Höhen und Tiefen, feiert Erfolge und durchlebt Niederlagen. Man vertraut sich und findet am Ende einen Kompromiss, immer.

Ein hoher Anspruch, aber ich war mir am Ende recht sicher, dass wir uns mit dem gefundenen Team dahin entwickeln könnten. Irgendwo startet ja auch mal jede Beziehung. Und irgendwann ist die rosa-rote Brille abgelegt und man muss der Realität ins Auge schauen. Soweit so gut. Wir hatten ein Team (Jonathan, David, René und ich), also legten wir los.
David fing an das Produkt zu bauen, und Jonathan lief auf alle Pitching-Events in Hamburg um die Idee zu streuen und schon bald ein Minimum-Viable-Product bei den ersten Kunden einbauen zu können. Hier ist übrigens ein Beispiel, was wir Marketing-seitig gemacht haben.

DAS STARTUP

Für mich war die Rolle des passiven Mitgründers neu. Bisher habe ich immer selbst alles gemacht. Es dauerte daher nicht lange, bis die Rollenverteilung im Team immer unklarer wurde. Uns selbst gegenüber, aber vor allem gegenüber potentiellen Investoren. Unser Ziel war es nicht mehr zu bootstrappen, sondern einen Investor zu finden und den Aufbau gleich auf einem bestimmten Level zu starten.

Ich glaubte daran, dass René und ich hier das Ass im Ärmel sein könnten, weil wir ja bereits schon einmal bewiesen haben, dass wir ein Startup aufbauen können. Ausserdem hatte ich mittlerweile ein recht großes Netzwerk, aus dem man doch sicher irgendwas machen könnte. Und drittens haben wir selbst schon so viele Dinge im Startup-Alltag gelernt, die wir hier gewinnbringend nutzen könnten. Das perfekte Setup also.

Das glaubten auch alle anderen im Team, aber dennoch mussten operative Entscheidungen getroffen werden. Jeder im Team stand bereits auf eigenen Beinen im Berufsleben und hatte bereits gewisse Erfahrungen gemacht. Diskussionen gehörten daher dazu, was gut ist. Aber es gab auch Diskussionen, bei denen mussten wir tatsächlich den Kompromiss suchen, weil wir uns nicht alle einig waren. Auch das ist ok.

Die erste größere Diskussion hatten wir über die Verteilung der Anteile im Unternehmen (den Cap-Table). Noch bevor die Firma gegründet war, wurde bereits viel über das Thema gesprochen. Meine und Renés Meinung dazu war jedoch immer, dass eine Idee erstmal nichts wert ist und wir überhaupt erst einmal irgendetwas schaffen sollten, bevor wir über Anteile sprechen sollten. Meine idealistische Vorstellung war es ein Team zu haben, was mehr oder weniger gleich viel an Zeit und Aufwand nach den jeweiligen Möglichkeiten investiert, um eine Ausgangssituation zu schaffen, über die wir dann später reden könnten. Deshalb wollte ich immer fair und gleichverteilt starten mit 25% für jeden der vier Gründer starten. Und so liefen wir erstmal weiter.

DIE HERAUSFORDERUNGEN IM STARTUP ALLTAG

Ich ging eine ganze Weile davon aus, dass dieser Ansatz ok für alle war. Der erste Gegenwind kam, als wir anfingen zu pitchen. Zwar war es kein großes Problem Termine zu bekommen und Pitchdecks in Umlauf zu bringen, aber es wunderte schon viele Investoren, warum ich da sitze und die Idee vortrage, und nicht das Gründerteam. Die Rollen waren nicht klar!
Ich ging davon aus, dass ich Gründer bin, aber halt nur nicht operativ tätig werden kann. Offenbar sahen das die meisten aber anders. Diese Konstellation passte offenbar in kein Schema. Zu dumm …

Mein Learning: Es ist gut Berater mit Netzwerk und Erfahrungen im Team zu haben, aber der Kern ist und bleibt das operative Team.

Also pitchte fortan immer mehr Jonathan (der CEO). David (der als CTO dabei war) versuchte bei den wichtigsten Gesprächen mit dabei zu sein. René und ich nahmen auf den Folien schließlich die Rolle der Berater ein.
Als wir im Mai 2015 die Firma als UG anmeldeten, hatten wir diese neue Rollenbetrachtung bereits berücksichtigt und sind von den gleichverteilten 25% abgewichen. Das operative Team sollte jeweils 30% halten, René und ich als „nicht operativ tätige Gründer“ jeweils 20%.

Damit ist die Mehrheit im operativen Team. Ein Signal für das Team aber auch für Investoren. Für mich ein Kompromiss, den man in einer guten Beziehung eingehen kann.

Learning: Auch wenn die Anteile zu Beginn nichts wert sind, muss im Team bereits klar sein, wie die Zukunft aussieht.

Nachdem wir vom Notar kamen und die Firma gegründet war, sollte es also mit Vollgas losgehen. Aber wir diskutierten erneut. Dieses Mal u.a. über die Zeit, die jeder investieren sollte. Und auch Geld als Kompensation, falls jemand nicht ausreichend Zeit aufbringen konnte. Das, was bis hierher geleistet wurde, war nicht mehr Teil der Verhandlung, ein weiterer Diskussionspunkt.

Auch die Rollenverteilung war nach der formellen Gründung noch nicht 100% geklärt, zu meiner Überraschung. Daher versuchten wir erneut den Kompromiss zu finden. Wir hatten ja bereits Fahrt aufgenommen und es lief eigentlich ganz gut.

Um die Entwicklung noch zu beschleunigen und formelle Kosten (z.B. für den Steuerberater) zu decken, gab ich der Firma sogar ein kleines Darlehen. Mein Ziel war es, dass das Team schnell ans Ziel kommen kann: Ein Produkt zu bauen, was von Kunden genutzt wird. Ich erklärte mich sogar bereit (trotz meiner neuen passiven Rolle), die Geschäftsführung in der UG mit zu übernehmen, um formelle Dinge selbst schnell mit erledigen zu können (z.B. ein Konto eröffnen).

DAS PRODUKT

Die Idee – wie sie oben beschrieben ist – macht Sinn, ist aber nicht konkret genug um sie einfach abzuarbeiten. Zwar konnten wir in einem ersten MvP-Test bei FastBill erkennen das Empfehlungsmarketing funktioniert (siehe Showcase Ergebnis hier). Doch mussten wir noch viele offene Fragen klären, damit wir fokussiert weitermachen konnten. Wer ist die Zielgruppe? Welche Funktionen machen wir zuerst? Sollte das Produkt kostenlos sein und sich über ein Freemium Modell schnell verteilen? Oder sollten wir versuchen ein, zwei größere Kunden zu gewinnen, für die wir (eher mittelfristig) eine tolle Lösung bauen und dafür von Anfang an Geld verdienen?

Auch an dieser Stelle gingen die Meinungen im Team auseinander. René und ich hatten beides bereits gemacht und kannten die Vor- und Nachteile beider Varianten. Eine Standard SaaS wie z.B. FastBill braucht halt lange Zeit, bis man davon leben kann. Wenn der einzelne Kunde nur ein paar Euro im Monat bezahlt, braucht man eine Menge davon, die erstmal erreicht werden müssen. Auf der anderen Seite haben wir mit FastBill Automatic auch schon ein Produkt gebaut, bei dem wir teilweise Tage und Wochen an Zeit in jeden Kunden investieren, um individuelle Anforderungen umzusetzen und eine perfekte Abrechnungslösung zu bieten. Das muss sich auch im Preis widerspiegeln. Mit ein paar Euro pro Kunde kommt man hier nicht weit (das erwartet ein Kunde auch nicht). Dieses Modell ist nicht besser oder schlechter, sondern einfach anders.

Learning: Einigkeit über die Strategie im Gründerteam ist die Grundvoraussetzung über jeden nächsten Schritt.

René und ich hatten dazu geraten, den Weg über die Masse zu gehen. Wir wollten ein Tool zu bauen, was vielleicht im Funktionsumfang noch überschaubar ist, aber dafür von jedem einfach und unkompliziert genutzt werden konnte, und zwar im Self-Service. Dies wurde ebenfalls im operativen Team heiß diskutiert. Entgegen meiner Meinung wurde beschlossen ein Test-Projekt für große Kunden zu starten, um deren Anforderungen besser kennenzulernen.

Als wir uns nach einer weiteren Diskussionen im Team darauf einigten, dass René und ich sogar nur noch jeweils noch 10% halten sollten, um die Akquise von Venture Capital einfacher zu machen, gaben wir dem operativen Team 100% die Zügel für alle weiteren Entscheidungen in die Hand. Eine wirklich schwere Entscheidung für mich. Nicht nur wurde an Wegen gearbeitet, die von meiner ursprünglichen Vision abwichen, ich war auch nur noch mit 10% an dem Unternehmen beteiligt, in dem ich mich wenige Monate zuvor noch als Mitgründer gesehen habe. Am Ende haben sich alle auf diesen Deal eingelassen, denn damit sollte der Weg endgültig frei sein, damit das Team Vollgas weitermachen kann.

VOLLE POWER MIT NEUEM SETUP

Bis hier hin war die Reise schon spannend. Von der Idee, über das Team, bis zum Beraterdasein. Jonathan pitchte wie wild und David arbeitete fleißig am Produkt. Für mich hatte sich aber mittlerweile einiges geändert. Ich war Berater und kein Gründer mehr. Ich wurde mal um eine Meinung gefragt, gestaltete aber nicht mehr mit. Am Ende habe ich diese Rolle für mich angenommen, auch wenn ich das von Anfang nicht so geplant hatte. Auf der anderen Seite halte ich aber 10% an einem Unternehmen, was vielleicht bald viel mehr Wert hat und für das sich andere Menschen jeden Tag ins Zeug legen. Das ist die Perspektive, die sonst wohl Investoren haben.

In den kommenden Tagen wurde viel gepitcht und am Ende sogar mit Erfolg. Wir erhielten zwei Angebote von Inkubatoren, von dem ein Angebot angenommen wurde.

Es war an der Stelle nicht mehr wichtig für das Team, ob René oder ich diese Entscheidungen so mitgetragen hätten. Am Ende wurden Entscheidungen gefällt, die ich selbst teilweise anders getroffen hätte. Aber gut, wenn es denn trotzdem klappt, warum nicht… Im Team muss man Entscheidungen mittragen und Kompromisse finden.

WARUM ICH JETZT AUSSTEIGE

Es gab mehrere Punkte, an denen ich einen Kompromiss eingegangen bin. Aber irgendwann kommt der Punkt, an ich mich selbst frage, wie weit ich von meinem Ziel abgewichen bin.

Ich habe für mich festgestellt, dass es leider nicht geklappt hat. Meine Rolle war anders, meine Shares waren anders, aber vor allem war mein Einfluss anders als erwartet. Am Ende hielt ich nur noch 10% an einem Startup, was Wachstumsstrategien verfolgte, die ich so nicht gegangen wäre. Mein Einfluss war nicht mehr da, also hatte ich die Wahl zwischen “aussitzen und schauen was passiert” oder “aussteigen”.

Da ich nicht der Typ fürs Aussitzen bin, habe ich mich für “aussteigen” entschieden. Ich möchte meine Energie lieber auf das lenken, was ich selbst mitgestalten kann. Die Rolle als Berater war neu für mich und hat mir in dem Fall noch mal bestätigt, dass ich selbst lieber der Gründer bin, der mitgestaltet. Was nützt es mir in einem Unternehmen mit zu mischen, wenn ich nicht immer 100% dahinter stehen kann? Also steige ich aus.

Zudem kommt, dass mir die Rolle des Beraters nicht schmeckt. Ich möchte lieber selbst den Weg mitgestalten, oder zumindest vorgeben.

Learning: Nicht jeder ist Gründer. Nicht jeder ist Berater oder Investor.

Begünstigt wurde meine Entscheidung übrigens auch noch durch weitere Faktoren, wie z.B. eine drohende Namensklage (wir durften unseren Namen nicht mehr verwenden) und auch der Ausstieg eines der operativen Teammitglieder. Eigentlich erstmal nichts Tragisches. Solche Dinge passieren als Unternehmer und können überwunden werden. In der jetzigen Phase und mit meiner neuen Rolle kann ich dazu aber wenig beisteuern, auch, wenn ich die ursprüngliche Idee nach wie vor für sinnvoll halte. Ob ich es selbst noch mal irgendwann in der Konstellation mit René angehe? Wir werden sehen. Aktuell fokussiere ich mich voll und ganz auf FastBill und den Kaffeeverkauf bei Happy Coffee.

UND JETZT? WIE GEHT ES WEITER?

Ich steige aus, das Projekt wird ohne mich weitergeführt. Jonathan, der bisher als CEO an Bord war, ist bereits dabei das Team neu zu formieren. Mit dem Microsoft Accelerator im Rücken stehen die Chancen gut und ich drücke ihm die Daumen, dass er bald einen neuen CTO findet. Bei Interesse kann man ihn hier anschreiben. Sein Aufruf für einen neuen CTO findest du hier.

So ärgerlich das klingt, ich entscheide rational an dieser Stelle. Ich hatte ein Ziel, das jetzt nicht mehr erreicht werden kann. Das bedeutet aber nicht, dass das Projekt oder das Unternehmen jetzt gescheitert ist. Es bedeutet lediglich, dass für mich der Punkt gekommen ist, an dem ich nicht mehr sehe, wie ich noch etwas zum Erfolg beitragen kann. Und ohne das macht es für mich keinen Sinn mehr dabei zu sein. Ich möchte etwas aufbauen, selbst eine Richtung vorgeben.

Am Ende ist der Versuch ein Unternehmen zu starten immer ein Experiment, bzw. eine Wette. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Diese Art der Konstellation war neu für mich. Ich habe gelernt, dass man nicht alle Zügel in der Hand halten kann, wenn man sich an einem Unternehmen beteiligt. Ich habe auch gelernt, dass man nicht einfach jemand Dritten ins Boot holen kann, und erwarten kann, dass er oder sie die eigenen Ideen so annimmt, wie man es selbst für richtig hält. Investor oder Berater zu sein bedeutet „machen zu lassen“. Das habe ich jetzt gelernt. Und es ist nicht meine Wunschrolle.

Ich möchte noch mal ausdrücklich sagen, dass ich hier niemandem einen Vorwurf mache, sondern teile lediglich meine Erfahrungen und Learnings aus dieser Reise. Ich habe laut getrommelt, als es auf den Aufbau dieses Projektes ging. Deshalb teile ich auch gerne an dieser Stelle die Kehrseite. Ich glaube, dass es wichtig ist, auch diese Seiten des Gründertums kennenzulernen, gerade wenn etwas mal nicht so funktioniert wie geplant. Bestimmt werde ich beim nächsten Mal einige Dinge anders machen. Aber für jetzt ist für mich das Experiment „Recommend.to“ hier zu Ende. Ich drücke Jonathan und dem Projekt die Daumen, dass es erfolgreich weitergeht.

21 Kommentare

  • Sehr offen geschrieben! Danke Christian. Ich finde, dass das Thema Cap-Table/Anteile-Verteilung/Einsatz und Erwartungen von einzelnen Gründern insgesamt eher zu wenig in Gründerszene beleuchtet und innerhalb von Startups (!!!) eher ungern angegangen werden, wobei es am Ende entscheidend auf die Motivation auswirkt. Bin gespannt wer hier welche Erfahrungen mit Co-Foundern gemacht hat. Vielleicht wird sich sogar ein weiteren Post zu dem Thema lohnen ;) Was denkt ihr? Bzgl. dem Concept bin ich der gleicher Meinung, Empfehlungsmarketing ist ein Trend.
  • […] Gründe für meinen Ausstieg bei Recommend.to hatte ich bereits in diesem Beitrag dargestellt. Am Ende wurde vom Team ein Weg beschlossen, den ich nicht weiter mitgehen wollte. […]
  • Hey Christian,
    Hut ab! Gute Analyse und sauberer Cut. Das hätten wahrscheinlich die wenigsten (mich eingeschlossen) so durchziehen können. Aber manchmal ist es einfach besser loslassen zu können...
    Viele Grüße
    Oli
  • Hallo Christian, hab Dank für Deine Gedanken. Ich habe vor ein paar Monaten ein bisschen ähnliches erlebt. Allerdings ist das neue Unternehmen in meinem Fall schon sehr früh zerbrochen - zum Glück noch vor größeren Investments und der eigentlichen Gründung. Wir haben zwar einiges an Zeit investiert aber recht schnell festgestellt, dass eine Unternehmensgründung aufgrund unterschiedlicher Sichtweisen bezüglich Rechtsformerfordernissen, Firmennamen und der Notwendigkeit oder Überflüssigkeit von Logodesign und papierener Broschüren für mehrere Tausend Euro zur Akquise, sinnlos ist. Insofern bin ich glimpflich davon gekommen. Eine wertvolle Lernerfahrung war es für mich dennoch, genauso wie Dein Bericht für mich Lernimpulse beinhaltet. Danke dafür.

    Herzliche Grüße

    Victoria Stübner (www.ganz-einfach-lernen.de)
  • Glück gehabt! Bei solchen Grundsatzdiskussionen ist es gut schnell eine Entscheidung zu treffen. Danke, dass du hier deine Erfahrung teilst.
  • Hey Christian ... Danke für das Teilen Deiner Gedanken ... zugegeben war ich sehr überrascht, zu lesen, dass Du aussteigst ... ich finde es gut, dass Du analysierst und lernst ... eine Idee nicht weiter zu verfolgen, nachdem man einmal angefangen hat, ist schwer ... aber ich finde auch den Spruch auf dem Shirt gut ... I'm a lover, not a liker ... insofern ... lasse das gute stehen, für das großartige :) ... alles gute
  • Danke Pierre. Ich glaube es gibt noch Shirts. Vielleicht mach Jonathan dir nen Sonderpreis. Sprich in einfach mal an ;-)
  • Danke für das Teilen deiner Erfahrungen - auch wenn sie wie in diesem Fall negativ sind. Viel Erfolg weiterhin!
  • gehört halt auch irgendwie dazu. Kein Unternehmer macht NUR gute Erfahrungen. Leider schreiben aber viele nicht darüber.
  • Sehr guter Artikel. Vielen Dank für's Schreiben. Ich denke auch, zu wissen was man will ist meistens wichtiger als die Umstände in die man gerät. Ich erlebe zwar (wieder Mal) gerade das Gegenteil, aber es zählt der Blick auf die lange Sicht der Dinge und wie nachhaltig man sich sein Ding aufbaut das man nach vorne treiben will. Du bist für mich ganz klar ein Gründer mit nem gehörigen Schuß Solopreneur und Digital Nomad Energie. Da ist keine Zeit für lange Verhandlungen über Verträge, Rollen und Zahlen. Shrug it off!
  • ;-) Mal sehen wohin die Reise noch führt. Solopreneur passt aber wohl bei einem Mitgründer und 30 Mitarbeitern nicht ganz, oder? Was Ehrenfried wohl sagen würde?
  • moin christian, mit hohem interesse habe ich gerade die story verschlungen und kann deine beweggründe gut verstehen. um das neue team zu schützen bzw. über eine öffentlichkeit wie diese nicht zu schwächen, hätte ich die story vermutlich aber zu einem sehr viel späteren zeitpunkt gebracht. whaterever, freue mich über die vielen learnings und insights und das nächste gespräch mit dir über kaffee, APIs oder gründergeist ;)
  • Danke für das Feedback. Ja, ist schwer es allen gleich recht zu machen. Ich habe aber auch bewusst versucht kein "bashing" hier zu betreiben, sondern mein Learning hieraus zu ziehen und zu teilen. Ich habe selbst laut getrommelt, also ziehe ich einen klaren Strich für mich.
    Auf der anderen Seite schreibe ich ja auch "Die Idee ist nach wie vor gut und das Problem nicht gelöst". Ich glaube, dass das Projekt es immer noch lösen kann, halt nur ohne mich. Und dass der Ansatz funktioniert, zeigen ja auch die öffentlichen Showcase Ergebnisse. Vielleicht ist das jetzt die Aufmerksamkeit, die den Schub nach vorne bringt. Aber ja, ich freu mich auch auf das nächsten Bierchen...
  • Hey Christian, Respekt für den offenen Umgang mit Eurer Story! Oftmals wird so etwas ja eher stillschweigend gemacht. Und ich denke, der Artikel birgt wirklich eine ganze Reihe von Learnings, die sich lohnen vor dem Start neuer Projekte zu durchdenken. Viel Erfolg bei Deinen weiteren Projekten!
  • Hey Christian, danke für die Offenheit. Der Artikel hat mich auch nochmals im Abschluss einer meiner Initiativen bestätigt, die bald vom Netz geht. Und ja, es ist so wahr und wichtig sich immer die Frage zu stellen: Why am I doing it? Und nicht nur: what's in it for me?
  • Freut mich zu hören. Jeder Mensch ist irgendwie anders motiviert. Wer für sich aber weiß, was er will, der kann solche Entscheidungen dann auch einfacher treffen. Viel Erfolg bei deiner Entscheidung.

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