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Was ist SEO? Der Guide für mehr Besucher von Google und Co.

Was ist SEO? Die wichtigsten Kriterien, um bei Google mehr Traffic für deinen Blog oder deine Website zu bekommen.
SEO Guide

Wer ein Online Business aufbaut, der wird früher oder später mit dem Thema SEO konfroniertiert. Aber was ist SEO und wie kann ich das "machen"? In diesem Beitrag möchte ich dir die Grundlagen vermitteln und dir zeigen, wie du SEO in deinen Blogger Alltag einbaust und so mittel- bis langfristig mehr Besucher auf deine Website bekommst.

Was ist SEO?

SEO steht für Suchmaschinenoptimierung (englisch: Search Engine Optimization, kurz: SEO) und beschreibt eine Reihe von Maßnahmen, die das Ziel verfolgen, mit dem eigenen Inhalt bessere organische (kostenlose) Suchpositionen bei Google (und anderen Suchmaschinen) zu erreichen.

Die Herausforderung: Es gibt Millionen von Website und egal, worüber du schreibst, jemand anderes hat das Thema bestimmt ebenfalls bereits beschrieben ausführlich. Je beliebter der Suchbegriff, desto höher der Wettbewerb. Je höher der Wettbewerb, desto schwieriger ist es, gute Platzierungen in den Suchergebnisse zu erreichen. Um dennoch vor dem Wettbewerb möglichst weit oben zu erscheinen, gibt es Kniffe und Möglichkeiten, die die Positionen bei Google positiv beinflussen. Denn Google (und andere) mag Inhalte, die

  • aktuell,
  • relevantent,
  • mehrwertstiftend, und
  • gut strukturiert (lesbar) sind.

Das sind idealerweise Texte, die Suchenden möglichst die beste Antwort auf die Frage geben, die hinter der Sucheingabe vermutet werden. Die beste Antwort ist dabei die,

  • mit der inhaltlichen / fachlichen besten Antwort (Qualität des Beitrags),
  • die am besten sturukturiert ist (OnPage optimiert ist),
  • und viel Vertrauen durch Verlinkungen genießt (OffPage optimiert ist).

Dieser Text hier soll z.B. die passende Antwort auf die Frage Was ist SEO? liefern. Um wirklich erfolgreich SEO zu betreiben, sind alle drei Maßnahmen gleichermaßen wichtig. Es reicht nicht, einfach nur einen Blog zu erstellen und gute Texte zu schreiben. Eine Website braucht ebenso Vertrauen durch Backlinks. SEO ist also in Teilen auch eine Art Sales-Job, mit dem Ziel, dass die eigenen Inhalte möglichst auch auf anderen Seiten verlinkt (referenziert) werden.

Warum ist SEO so wichtig?

Ganz einfach: SEO bringt vermeintlich kostenlose Leser auf die eigene Website. Ganz kostenlos ist das nicht (denn die Zeit für Texte erstellen kostet ja auch Geld), aber zumindest muss nicht jeder Klick bezahlt werden. Wenn ich z.B. nach "TShirts bestellen" bei Google suche, finde ich weiter oben und rechts zunächst Werbeanzeigen. Laut dem Google Keyword Planner kostet ein Klick auf eine dieser Anzeigen aktuell zwischen 0,85€ und 3,50€ (pro Klick!).

Direkt darunter kommen die SEO-optimierten Artikel. Die oberste Position kann damit rechnen, ca. 60% aller Suchanfragen an der Stelle kostenlos abzugreifen. Alle andere darüber zahlen für jeden Klick.

SEO Platzierungen bei Google
SEO Platzierungen bei Google

Gute Blog Artikel müssen also nicht nur gut strukturiert, spannend formuliert und schön aufbereitet sein, sie müssen vor allem gefunden werden.

Wer sollte SEO "betreiben"?

SEO ist - unabhängig vom Geschäftsmodell - essenziell für alle, die online Menschen erreichen wollen. Klar ist es schön, wenn Leute meine Texte lesen. Richtig wertvoll wird es aber, wenn ein Besucher in irgendeiner Form auch Kunde wird und mir Umsatz einbringt. Klassische Modelle sind der Verkauf eines eigenen Produktes (z.B. Dienstleistung, Kleidung, Software, Kurse, Tee usw.) oder aber auch Affiliate Marketing, wo die Empfehlung zu Produkten von anderen vergütet wird. Egal wie, ein konstanter Besucherstrom ist die Basis damit ein wirksamer Marketing Kanal für jede Form von Online Geschäftsmodell. Wie wertvoll das ist, visualisieren Anbieter wie z.B. Sistrix.de in Form eines Indexes, der sich aus einer Kombination aus der Menge an Suchanfragen, dem Werts der Keywords, und der jeweiligen Platzierung bei Google errechnet. So sieht das z.B. beim SEO Musterschüler aboutyou.de aus:

SEO Entwicklung
SEO Entwicklung bei aboutyou.de

Was genau das in Wert bedeutet, zeigt diese Darstellung:

SEO Wert
Der SEO Wert ist klar erkennbar

Würde aboutyou.de seinen organischen SEO Traffic durch Anzeigen kaufen wollen, wäre dafür monatlich ein Budget von 4,52 Mio Euro erforderlich. Den Erfolg hat About You nicht nur gut strukturierten Inhalten zu verdanken, die für fast 1Mio Keyword ranken, sondern auch den über 1Mio Links von 6360 Domains, die auf die Seite verlinken. Das erzeugt Authorität bei Google!

Wer jetzt noch fragt "Was ist SEO?", der sollte erkennen, dass es bei SEO vor allem um den Aufbau eines Marketing Kanals geht, mit dem sich richtig gutes Geld verdienen lässt. Deshalb darf und sollte SEO auch gerne Geld und vor allem Zeit kosten dürfen. SEO ist ein Job, wenn man es richtig machen will!

Was ist SEO aus Sicht von Google genau?

Google hat sich auf die Fahne geschrieben, seinen Nutzern möglichst wertvollen Content zu bieten. Wertvoll ist dieser Content dann, wenn ein Suchender alle gestellten Fragen beantwortet bekommt. Je besser Google davon ausgeht, dass ein Text die Fragen eines Besuchers beantwortet, desto höher wird dieser in den Suchergebnissen angezeigt (zumindest ist das ein Faktor). Das ultimative Ziel ist der Platz Nr. 1 auf der Search Engine Result Page (SERP), also der Suchergebnisseite bei Google. Denn diese Artikel bekommen den allermeisten Traffic (rund 60%). Danach wird es schnell irrelevant und ab Seite 2 kann man davon ausgehen, dass kaum noch Besucher den Weg auf die eigene Website finden, wie diese Grafik zeigt:

Screenshot: Sistrix
Screenshot: Sistrix - Klickwahrscheinlichkeiten in den Google SERPs

Um Texte überhaupt für eine Ergebnisdarstellung zu berücksichtigen, werden diese permanent mit Hilfe von Crawlern (kleine Roboter im Internet) gecrawlt (durchsucht). Der gefundene Inhalt einer Website wird dann anhand vieler (nur bedingt öffentlicher Kriterien) von Google bewertet und in den Google Index und damit in die SERP einsortiert. Der Platz, auf dem sich eine Website in dieser Ergebnisliste einreiht, nennt sich Ranking​.

Das Ranking ist variabel und wird ­ anhand vieler Kriterien ­stetig (mehrfach täglich) neu durch Google bewertet. Ein Text, der heute also garnicht im Index ist, kann sich morgen schon auf der ersten Seite der Suchergebnisse befinden (auch wenn das eher selten so schnell passiert). Deshalb lohnt es sich, regelmäßig auch bestehenden Content zu überarbeiten und dafür zu sorgen, dass er besser wird, aktuell bleibt und so im Ranking steigt. Um den Prozess zu beschleunigen, könntest (solltest) du die Texte auch bei Google zur Indexierung über die Google Search Console einreichen.

Welche SEO Maßnahmen helfen konkret?

Google bewertet eine URL (uniform resource locator, also der Link, bzw. die Internet-Adresse eines Textes, z.B. lsww.de/was-ist-seo ) bei jedem Crawling mit über 200 Ranking ­Faktoren. Einige davon sind

  • Geschwindigkeit der Seite
  • Einmaligkeit des Textes / Plagiate
  • Keyword Dichte
  • Inhalt der Google Snippet-Metadaten
  • Alter, Taxonomie, Inhalt, Ablaufdatum und Historie der Domain
  • Verhalten der User auf der Website (Verweildauer, Absprungrate)
  • Social Signals (Verbreitung des Inhalts in den sozialen Netzwerken)
  • Technische Architektur einer Website
  • Vollständigkeit des Inhalts
  • Sinnhaftigkeit und Sprachstil des Inhalts
  • Umfang des Inhalts
  • Variabilität des Inhalts
  • Semantik des Inhalts
  • Linkprofil der Seite
  • Sicherheit der Website (Verschlüsselung)
  • Darstellbarkeit auf mobilen Geräten (z.B. Schriftgröße oder Platz, der von Bannern eingenommen wird).
  • ....

Um es pragmatisch zu halten, möchte ich mich zunächst auf die drei wichtigsten SEO Kategorien und Maßnahmen konzentrieren, die auch jeder SEO Anfänger gut und schnell beherzigen kann:

  1. Keyword Recherche
  2. OnPage-SEO
  3. OffPage-SEO

Keyword Recherche

So kannst du die richtigen Keywords finden

Jede Suchmaschinenoptimierung baut auf einem Keyword ​oder einer Keyword-Phrase, bzw . einem semantischen Zusammenhang auf. Ein Keyword bzw. die Keyword Phrase ist der Suchbegriff​, den ein Nutzer bei Google eingibt und für uns SEOs der Begriff ist, unter dem wir mit einem Text (oder eine Seite) gefunden werden wollen. Es gibt also immer zwei Parteien: Den Suchenden und den Content Produzenten, der die Antwort gibt. Dazwischen steht Google und führt beide idealerweise zusammen.

Ein gutes Keyword ist eines, was möglichst häufig von Nutzer gesucht wird und zu dem es idealerweise keinen besonders hohen Wettbewerb gibt. Zumindest für Blog-Neulinge wird es sonst sehr schwer. Gute SEO Texte aus Federn von SEO-Profis sind lang, ausgefeilt und haben jede Menge Backlinks. Je weniger im angestrebten "Keyword-Markt" los ist, desto eher lassen sich auch als Blog-Anfänger in einer bestimmten Nische sehr gute Rankings erzielen.

Die SEO Optimierung beginnt deshalb schon mit der Auswahl der passenden Themen und Keywords. Damit das kein Blindflug ist, gibt es kostenpflichtige Tools wie ahrefs.com, aber auch gute kostenlose Keyword Tools. Diese helfen, Keywords und Keyword Phrasen zu finden, die häufig bei Google gesucht werden. Ziel von SEO ist es, Inhalte zu erstellen, die Menschen gerne lesen wollen und Google gut verstehen kann.

Beispiel

Das Keyword "TShirt bedrucken" hat laut ahrefs.com z.B. 1.000 Suchanfragen in Deutschland und einen mittleren Wettbewerb. Insgesamt errechnet die Software ein Traffic Potenyzial von 36.000 Besuchern im Monat, da weitere Rankings durch verwandte Suchanfragen möglich (wahrscheinlich) sind.

SEO Analyse eines Keywords mit ahrefs.com
Analyse eines Keywords mit ahrefs.com

Zwei Ansätze für eine effektive Keyword Recherche

Um ein passendes Basis Keyword zu finden gibt es zwei Methoden:

  1. Keyword first: Man sucht gezielt nach Keywords in einem sehr allgemeinen, übergeordneten Themenfeld, die ein hohes Suchvolumen bei niedrigem Wettbewerb aufweisen. Je nach Ergebnis legt man dann die Thematik des Textes fest und schreibt drauf los. Diese Herangehensweise wird besonders gerne bei SEO ­"Angriffen" auf Wettbewerber genutzt. Mit Software (s. oben) wird analysiert, welche Keywords der Wettbewerber nutzt, um gute Rankings zu erzielen. Entsprechende Suchbegriffe werden dann "übernommen" und versucht, besseren Content zu schreiben und mehr Backlinks aufzubauen. Es gibt nun mal nur einen Platz 1 in den SERPs. Daher könnte man SEO auch als eine Art strategische, digitale Kriegsführung betrachten.
  2. Topic first​: Man sucht sich zuerst ein Thema, zu dem man Lust und Muse hat regelmäßig gute Inhalte zu schreiben. Nicht selten sind das auch Hobby-Themen, wie z.B. Pferde, Reisen, Fotografie, usw. Eine gewissen Leidenschaft für ein Thema ist auf jeden Fall hilfreich, sowohl was fachliche Expertise als auch was das Durchhaltevermögen angeht. Ich selbst schreibe z.B. über Themen rund um Online Business, weil ich mich ohnehin tagtäglich in meinen Unternehmen und Projekten damit beschäftige und ich den Themenbereich (inkl. SEO ;-)) super spannend finde! Ist das Thema irgendwann gefunden, wird nach Keywords innerhalb dieses Themenkomplexes gesucht und der Text an diesen Keywords ausgerichtet.

Beispiel

Nehmen wir an, wir betreiben eine Website über Wein und möchten einen Artikel schreiben. Nach der Keyword first Methode ​würden wir im Google Keyword Planer “Wein” eintippen und nach einem passenden Keyword suchen. Ist ein Keyword gefunden, würden wir drauf los schreiben und auf gute Rankings hoffen. Alternativ lassen wir eine Software über eine Konkurrenz­ Website laufen und schauen uns gut rankende Keywords ab.

Nach der Topic first Methode​ würden wir uns z.B. erst auf das Thema “Trockene Rotweine aus Spanien” festlegen und dann nach entsprechenden Keywords suchen. Letzterer Ansatz führt meist zu sogenannten Long ­Tail­ Keywords.

Short-Tail- & Long-Tail-Keywords

Bei SEO Keywords unterscheidet man zwischen Short­-Tail­ Keywords und Long­-Tail­ Keywords. Short­-Tail­-Keywords führen meist zu ungenauen, allgemeinen Ergebnissen und liefern nur schwer das gewünschte Resultat für den Nutzer.

Long­-Tail­-Keywords haben den Vorteil, dass sie sehr spezifisch sind und die Suchintention klarer ist. Diese sind meist längere Suchphrasen und werden nicht ganz so häufig wie die Short-Tail-Keywords gesucht. Dafür ist der Wettbewerb in den Ergebnislisten meist nicht groß und die Chance auf ein Rankings in den vorderen SERP Plätzen auch als kleiner Blog, größer. Ein paar Beispiele zur Verdeutlichung:

Short­-Tail­-Keywords:

  • Autoreifen kaufen
  • Weinsorten
  • Koffeingehalt

Long­-Tail­-Keywords:

  • Autoreifen kaufen Hamburg Wandsbek
  • Weinsorten Spanien rot trocken
  • Koffeeingehalt schädlich Schwangerschaft

(Oder auch "Was ist SEO?" oder "was sind Longtail-Keywords" vs. einfach nur "SEO")

Wie erkennt Google Keywords?

Google erkennt nicht mehr nur noch einzelne Keywords, sondern semantische Zusammenhänge. In einer Semantik kommen weitere Suchbegriffe vor, die häufig in Kombination mit dem verwendeten Haupt­-Keyword verwendet und/oder gesucht werden. Für Wein könnte diese Semantik vereinfacht so aussehen:

Unter den in der Semantik enthaltenen Suchbegriffen gibt es dann weitere Verknüpfungen, die wiederum untereinander verknüpft werden. Der Einfachheit halber wurden diese in dem Bild ausgelassen.

Zu sehen ist auch, wie Google ein Long­-Tail­-Keyword in einem Text ausliest und dieses in allen möglichen Variationen im Suchfeld­ passend zusammensetzt. Die im Google Index​ erfassten Long­-Tail­-Keywords könnten also so oder so ähnlich aussehen:

  • Wein Deutschland Mosel
  • Mosel Wein
  • Wein Deutschland
  • Wein Mosel
  • ...

Unterschiedliche Keywords, die aber alle vermutlich dasselbe suchen und zum gleichen Ergebnis führen.

Inhaltlich relevante Texte schreiben

Da Google nicht nur stumpf ein Keyword ausliest und bewertet, ist es vor allem wichtig, relevanten und qualitativ hochwertigen Content zu erstellen. Einer, der ein Thema gut umfasst aber nicht mit Worthülsen unnötig in die Länge zieht.

Wer z.B. einfach nur Texte mithilfe von KI Software umschreiben lässt und keinen echte Mehrwert bietet, den wird Google vermutlich nicht belohnen und weit oben in den SERPs platzieren. Viel wichtiger ist die inhaltliche Relevanz und die Frage, ob alle potentiellen Fragen zu einem Thema gut beantwortet werden.

Früher war es erforderlich, für möglichst jedes Keyword eine URL, bzw. den passenden Content zu haben. Wer schneller mehr Content zur allen möglichen Keywords veröffentlichte, der gewann das SEO-Spiel. Heute ist das zum Glück anders. Viel wichtiger als eine Breite Masse an Keywords ist die Qualität und die Zusammenhänge von Inhalten auf einer Seite. Sistrix.de hat das z.B. auf Basis der Wettbewerber Airbnb.de und HomeToGo.de ganz gut analysiert. Obwohl Airbnb viel mehr URLs im Google Index hat, ranken die wenigeren Artikel von hometogo.de deutlich besser und sorgen für eine fast doppelt so hohe Gesamtsichtbarkeit in den Google SERPs.

Screenshot: Sistrix Studie Airbnb vs. HomeToGo
Screenshot: Sistrix Studie Airbnb vs. HomeToGo

Für die Praxis bedeutet das aber noch etwas viel Wichtigeres: Auch kleine Seiten haben eine echte Chance auf sehr gute Rankings, sofern die Qualität des Contents stimmt.

So findest du Long-Tail-Keywords und semantische Zusammenhänge

Um möglichst gute SEO Rankings mit viel Traffic zu bekommen, sollte sich ein Text also neben dem Haupt­-Keyword auch an Long­-Tail-Keywords und semantischen Zusammenhängen ausrichten. Diese zu finden ist manchmal eine echte Herausforderung. Hier sind einige Ansätze, die dabei helfen:

Autosuggest nutzen

Tippe den Suchbegriff in das Google Suchfeld ein und schaue, welche Begriffe per Autosuggest von Google vorgeschlagen werden.

SEO Autosuggest

Durch das Verändern der Curser Position lassen sich weitere Keywords ermitteln:

Ein weiterer Tipp ist, einen Suchbegriff in das Google Suchfeld einzugeben und zu schauen, welche vorgeschlagenen Suchbegriffe ganz unten am Ende der Google Ergebnisseite angezeigt werden.

Zusätzlich kannst du schauen, welche Keywords die Konkurrenz verwendet. Das geht im kleinen Umfang auch ohne spezielle Software. Nimm dir einfach die Zeit und lies die ersten paar Absätze der Seiten auf Platz 1 und 2. Dann bekommst du meist schon ein gutes Gefühl dafür, was Google als qualitativen Content zu diesem Keywords anerkennt. Gleichzeitig ist die Wahrscheinlichkeit, dass du mit dieser Methode auch schon Recherche betreibst, sehr hoch. Du schlägst also zwei Fliegen mit einer Klappe.

💡
Tipp: Nutze hierfür einen anonymen Browser, damit die Ergebnisse nicht durch deine bisherigen Suchanfragen verfälscht werden.

Sind SEO Tools sinnvoll?

Ganz klareres JA! SEO Tools haben in jedem Fall ihre Daseinsberechtigung, auch wenn diese Geld kosten. Wer SEO richtig machen will, spart sich mit SEO Tools einfach viel Zeit und bekommt Einblicke, die so anders kaum möglich wären. Dies sind ein paar Angebote, die ich selbst teilweise nutze:

Wenn du erstmal ohne Budget startest, es gibt auch kostenlose Keyword Tools.

Schreibe für Menschen (und für Maschinen)

Es gab mal Zeiten, da wurden Texte von SEOs (Menschen, die SEO Content erstellen) vor allem für Suchmaschinen geschrieben. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei und Google ist mittlerweile so schlau, dass es auf die "inneren Werte" ankommt.

Gute SEO Texte sind vor allem für Menschen geschrieben und können auch von Maschinen verstanden werden. Sie beantworten alle eventuellen Fragen, die zu dem Keyword oder der Phrase gesucht werden könnten. Je nach Komplexität des Themas sind das gerne auch mal mehrere tausend Wörter, die es braucht, um ein Thema vollständig und gut abzudecken (Dieser Text hier hat z.B. mehr als 4000 Wörter).

Die Textlänge allein ist aber nicht alles. Der Text muss gut strukturiert und gut lesbar sein (z.B. mit Zwischenüberschriften und einem Inhaltsverzeichnis). Auch die Schriftgröße und die Ladezeit der Website haben Einfluss auf das gesamte Nutzererlebnis, und zwar auf allen Geräten, auf denen der Content angeschaut werden könnte. Und das sind mittlerweile vor allem Smartphones.

Google indexiert Seiten seit 2019 im Mobile First Index. Ohne hier zu technisch werden zu wollen bedeutet das, dass Suchanfragen vor allem auf dem Handy getätigt werden und Inhalte entsprechend vor allem dort gut aussehen müssen, um bei Google SEO Erfolge zu erzielen.

So schreibst du gute SEO Texte

Bevor du anfängst deinen SEO Text zu erstellen, sollten folgende Grundlage Dinge auch im Schlaf beherrscht werden:

1. Nicht kopieren oder zu stark inspirieren lassen!

Weder im wörtlichen Sinne, noch inhaltlich. Guter SEO Content ist einmalig, unterhaltsam, selbst geschrieben und liefert jede Menge Wissen. Google liebt solche Texte, die sich mit einem bestimmten Thema befassen und offenbar von Menschen geschrieben wurden, die sich damit selbst beschäftigt haben.

Werde also selbst Experte und gebe dein Wissen in einem Text, bzw. in vielen Texten auf deinem Blog weiter. Referenzierungen gehören zu einem guten SEO Text übrigens auch dazu. Allerdings würde ich empfehlen nicht auf direkte Wettbewerber-Texte zu verlinken mit denen du um die Platzierungen bei Google kämpfst.

Plagiate können ausserdem dazu führen, dass nicht nur deine Rankings komplett aus dem Google Index verschwinden (dank einer manuellen Maßnahme von Google), sondern auch deine ganze Domain kann über den Digital Millenium Copyright Act (DMCA) per Takedown aus dem Internet verschwinden. Das ist ein wirksames Mittel für Website Klone, die wirklich im großen Stil klauen. Wenn deine Seite geklont wird (egal in welcher Sprache der geklaute Inhalt übersetzt wurde), kannst du die Entfernung selbst hier beantragen. Das habe ich mit geklauten Inhalten selbst auch schon mehrfach erfolgreich gemacht. Mehr zum DMCA kannst du hier bei Wikipedia nachlesen.

Sei selbst das Original mit deinen SEO Texten!

2. Biete Mehrwert​!

Google will vor allem Mehrwert liefern! Mehr Nutzen für Nutzer. Reiner Text ist daher nicht mehr ausreichend. Ein guter SEO Text beinhaltet z.B. auch Bilder (vielleicht auch Videos, Audiodateien, usw.) und alles, was dem Leser das Thema besser erklärt! Hier darf man gerne kreativ werden, um am Ende alles in einer Struktur aufzubereiten.

3. Alles muss einfach konsumierbar bleiben (Länge vs. Experience)

Die Text­länge eines guten SEO Textes (also mit guten Rankings) hat selten weniger also 1500 Wörter. Nach einer Analyse von Backlink.co im Jahr 2016 hat der durchschnittliche Seite 1 Content 1890 Wörter. Irgendwo anders habe ich gelesen, dass ein durchschnittlicher Nr. 1 Text mehr als 3000 Wörter hat (Quelle weiss ich nicht mehr). In jedem Fall sollte klar sein, dass ein guter SEO Text nicht in 30 Minuten geschrieben ist und viel Arbeit bedeutet.

Neben der Aneignung von Wissens ist eine weitere große Herausforderung die Texte nicht nur einfach nur lang zu machen, sondern vor allem gut lesbar. Struktur ist das A und O. Nur so bleiben die  Leser nach dem Klick in der Google Ergebnis Liste auch auf der Seite. Scrolltiefe und Verweildauer sind wichtige Ranking-Faktoren! Beim der Suchmaschinenoptimierung wird zwischen OnPage SEO und OffPage SEO unterschieden.

OnPage SEO

Texte schreiben ist das eine. Aber du kannst auch Maßnahmen auf deiner eigenen Seite (on page) ergreifen, um dem Text mehr "Hinweise" für Google übergibst. Das sind die wichtigsten Faktoren der OnPage Suchmaschinenoptimierung:

1. Keyword-Dichte

Sie wird in Prozent gemessen und liegt idealerweise zwischen 1% ­und 2%​. Das heißt aber nicht, dass ein Keyword im Wortlaut in 100 Wörtern ein bis zwei Mal vorkommen muss. Vielmehr sollte dieser Wert als Richtwert für die Verwendung des von Long -Tail­-Keywords in Kombination mit dem Haupt­-Keyword gesehen werden.

Beispiel: Es ist absolut vertretbar, dass in 100 Wörtern nur einmal das Haupt­-Keyword “Wein” vorkommt, wenn dafür aber auch zusätzlich die Long-­Tail-Keywords “Weinbau in Deutschland” und “Rebsorten in der deutschen Weinkultur” vorkommen.

2. Keyword Verteilung im Text

Wichtig ist bei SEO auch, dass die Keywords über den gesamten Text natürlich verteilt​ sind. Das bedeutet, dass sie nicht im übermäßigem Anteil am Anfang oder Ende eines Textes vorkommen, sondern regelmäßig in natürlichen Abständen verwendet werden.

3. Stop-Worte nicht groß berücksichtigen

“in”, “von”, “und”, “auf”, etc. sind sogenannte Stop-Worte​. Diese werden von den Google Bots vermutlich einfach überlesen, um Keyword­ Semantiken besser erkennen zu können. Wenn also das Keyword “Wein Deutschland” ist, kannst du z.B. auch “Wein aus Deutschland” sagen. Wie gesagt, schreibe für Menschen, nicht für Maschinen.

4. Überschriften und Nummerierungen verwenden

Auch die Struktur und Positionierung von Überschriften dürfen in diesem SEO Guide nicht fehlen. Platzierung und Hierarchie der Überschriften im Text sind entscheidend (H1 bis H4). Im besten Fall gibt es auch ein Inhaltsverzeichnis, um dem Leser und Google die Struktur noch besser aufzuzeigen. Falls du Wordpress nutzt, geht das z.B. mit Plugins wie diesem. Je höher die Hierarchie der Überschrift im Text ist, desto wichtiger ist sie für die Suchmaschine. Auch hier hilft ein Beispiel:

<h1>Tolle Weine aus Deutschland</h1> wäre z.B. der Titel eines Artikels. Dieser ist sehr relevant für Google und MUSS das Haupt-Keyword enthalten. Eine H1 Überschrift sollte auch nur einmal im Text vorkommen, nämlich ganz oben im Titel.

<h2>Warum Weine aus Deutschland so gut schmecken</h2> wäre dann eine Zwischenüberschrift innerhalb des Textes. H2 Überschriften Bereiche beschreiben Themen, die Bausteine und relevant für die H1 Headline sind. Auf ca. 1000 Wörter sollten ca. zwei bis vier H2 Überschriften entfallen.

So kann es weiter gehen bis H3 und H4 Überschriften. Sie schaffen Struktur für Mensch und Maschine.

5. Nicht zu lange Absätze schreiben

Versuche die Absätze innerhalb einer Überschrift nicht zu lang werden zu lassen. Irgendwann verliert der Leser sonst den Lesefluss und bricht ggf. ab. Google merkt und analyisiert das, und straft das ggf. mit schlechteren Rankings ab.

Es wird zwischen internen Links (im eigenen Blog) und ausgehenden Links (auf anderen Seiten) unterschieden. Diese Links sind idealerweise Links zu relevanten und erklärenden Inhalten, die den eigenen Text anreichern und dem Leser weiteren Mehrwert stiften. Idealerweise sind das Deeplinks, die also direkt zu passenden Inhalten auf der Zielseite linken und nicht nur zu deren Startseiten. Links können auch nicht nur zu anderen Artikeln gehen, sondern dürfen genau so gerne Hinweise zu Fotos, Produkten, Videos, etc. sein.

Zusätzlich sollten Links auf vertrauenswürdige Seiten zeigen. Sogenannte Trusted Links gehen z.B. zu großen Magazinen (wie t3n.de), Lexika (wie Wikipedia) oder seriöse Fachpublikationen (wie z.B. die Artikel hier auf LSWW ;-) )

Am besten setzt du immer da einen ausgehenden Link, wo er einen wirklichen Mehrwert für den Nutzer hat. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Einfach ganz natürlich. Auch interne Verlinkungen zu passenden Beiträgen auf dem eigenen Blog sind wichtig. Je mehr guten Content du auf deinem Blog hast, desto mehr Link-Möglichkeiten bieten sich an. Eine gute Möglichkeit ist auch am Ende des Blogs eine Liste mit "Das könnte dich auch interessieren" Beiträgen zu verlinken.

Links können mit einer bestimmten Beziehung (Relation) versehen werden, um Google Informationen mitzugeben, die nicht auf den ersten Blick im Text sichtbar werden. Standardmäßig sind Links sog. Do-Follow Links. D.h. der Link wird von Google für die Bewertung der Rankings berücksichtigt und die verlinkte Seite wird relevanter (und erhält dadurch nicht selten bessere Rankings). Wenn ein Link allerdings bezahlt wird und deshalb gesetzt wird (z.B. weil er direkt oder indirekt bezahlt wurde), dann sollte unbedingt ein No-Follow Relations-Attribut hinterlegt werden. In dem Fall ist der Link zwar klickbar, die verlinkte Seite wird dadurch allerdings keine SEO-Vorteile haben und der Google Bot dem Link nicht folgen. Ein No-Follow Attribut sieht dann z.B. so aus:

<a href="https://kwfinder.com" target="_blank" rel="nofollow">KWFinder.com</a>
  • https://kwfinder.com ist das Linkziel
  • target="_blank" sagt, dass der Link in einem neuen Fenster geöffnet werden soll
  • rel="nofollow" sagt, dass der Google Bot diesem Link nicht folgen soll.

Im September 2019 hat Google übrigens die zwei neuen Link Attribute UGC (user generated content) und SPONSORED eingeführt und damit auch neue Möglichkeiten für Paid-Links geschaffen. Mehr dazu kannst du hier nachlesen.

Wenn du mich fragst, was SEO ist, denn ist das vor allem der Aufbau von relevanten Backlinks, eine Aufgabe, die ausserhalb der eigenen Seite stattfindest (deshalb: off page). Das ist der - wie ich finde - schwierigste Teil wirksamer SEO Maßnahmen. Denn bei dieser Maßnahme ist man auf Dritte angewiesen, die meine eigenen Texte idealerweise aus einem natürlichen Verhalten heraus auf deren Blogs und Websites verlinken. Auch die Quelle, die den Link setzt, ist dabei entscheidend. Denn Backlink nicht gleich Backlink. Je höher die Domain Autorität ist, desto wertvoller ist auch der "Link Juice", der durch den Backlink mit an den eigenen Text und die eigene Seite übergeben wird. Ein Backlink von spiegel.de ist z.B. wertvoller als von ichfangegeradeerstan.de.

Backlinkaufbau sollte ebenfalls strukturiert betrieben werden und genau so hohe Priorität haben, wie der das Erstellen von Texten. Sobald dein Blog die ersten guten Rankings hat, kommen typischerweise auch schnell SEO Agenturen oder Freelancer mit Anfragen nach "Kooperationen" und Angeboten von "kostenlosem Content" auf dich zu, wenn sie dafür "nur" einen DoFollow Backlink bekommen. Andere versuchen diesen Verstoß gegen Google Richtlinien nicht mal zu verschleiern und fragen direkt, was ein solcher Backlink kostet.

💡
Wichtig: Bitte unbedingt die Finger von gekauften DoFollow Links lassen, denn dieses Vorgehen verstößt gegen die Google Richtlinien und kann dazu führen, dass deine Seite am Ende gar nicht mehr gefunden wird.

Backlinks sind die harte Währung für SEOs. Sie passieren zwar manchmal einfach so, aber der strukturierte Aufbau gehört einfach mit dazu. Zum Beobachten von Backlinks nutze ich selbst gerne das Tool ahrefs.com. So sieht das z.B. für LSWW aus (mit der alten Domain letsseewhatworks.com, die mittlerweile lsww.de ist):

SEO mit Ahrefs
Ahrefs.com Dashboard

Zum Zeitpunkt des Screenshots gab es demnach 338 Domains, die auf  letsseewhatworks.com verlinkten. Davon kommen von immerhin 258 Domains die wichtigen DoFollow Links. Wieviele das genau sind, und von wo nach wo diese linken, ist nicht Teil des Screenshots, kann aber ebenfalls im Detail mit diesem Tools ausgelesen werden. Das macht die Beobachtung von Backlinks einfach und hilft auch, neue Backlink Quellen zu finden. Zum Backlink Aufbau haben sich für mich folgende Maßnahmen ganz gut etabliert:

  • Gastbeiträge anbieten (macht nicht jeder, aber richtig gute Texte nehmen viele Blogger gerne an)
  • Interviews geben (schriftlich oder per Podcast. Besonders letzteres ist derzeit im Trend)
  • Kommentar Funktionen nutzen, zumindest auch schonmal um auf die aufmerksam zu machen.
  • Eine Zielgruppe aufbauen und per Newsletter oder Facebook Gruppe regelmäßig auf neue Inhalte hinweisen. Vielleicht sind Blogger dabei, die künftig einen Text verlinken wollen.
  • Andere passende Blogs verlinken und drauf hinweisen (zuerst etwas geben). Nicht selten kommt irgendwann ein Link zurück. Nett fragen hilft himmer ;-)

Was ist SEO? Ein Fazit

SEO ist komplex und auch der Grund, warum dieser SEO Guide doch recht lang geworden ist. Ohne SEO geht allerdings nicht viel im Internet, ausser man möchte für seinen Traffic bezahlen. Besonders SEO Neulinge sollten diesen (oder andere) SEO Guides gerne öfters lesen und die wichtigsten Punkte daraus verinnerlichen. SEO ist nichts, was man mal ein Wochenende macht. SEO ist Dauerthema und funktioniert vor allem mittel- bis langfristig (Jahre).

Wer neu als Blogger anfängt, der muss zwar Geduld mitbringen, aber hat durchaus die Chance auch gegen die großen Seiten mitzuhalten. Wo die nämlich durch kurze Texte und breite Themenstreuung verlieren, bleibt eine Chance für sehr gute Nischenblogs. Auch heute kann man noch super mit einem Blog anfangen und mit SEO Wissen, Disziplin und Durchhaltevermögen zu einer richtig erfolgreichen Seite mit viel Traffic kommen. Das geht übrigens auch mit Homepage Baukästen oder Shopsystemen.

Aktuelle Inhalte sind wichtiger denn je. Aktive Blogger fassen (relevante) Texte mindestens alle 3-6 Monate einmal an, um Google zu signalisieren, dass er aktuell ist.

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