Selbstständig machen: Tipps und Ideen
für deine berufliche Unabhängigkeit

Erfahre, wie du die selbstständig machen kannst und welche typischen Fehler du vermeiden solltest.

Sich selbstständig machen ist für viele Menschen der Weg in die berufliche Unabhängigkeit. Die Selbstständigkeit ermöglicht dir selbst zu entscheiden, wann und woran du arbeiten möchtest. Ganz gleich, ob du kreativer Künstler, Digitaler Nomade, virtueller Assistent oder Journalist sein möchtest. Wer sich traut sich selbstständig zu machen, gestaltet seinen eigenen Weg. Hier stellen wir dir Ideen vor, mit denen du dich selbstständig machen kannst und geben Tipps, damit auch alles klappt. Wo möchtest du anfangen?
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Selbständig machen: Wo anfangen?

Die Idee sich selbstständig zu machen ist vielleicht schon im Kopf. Aber wo und wie soll ich genau anfangen? Darüber möchten wir in diesem Beitrag schreiben und dir Inspirationen und Wege aufzeigen, wie du zur beruflichen Unabhängigkeit kommst. Fest steht, dass es wohl nie "den perfekten Zeitpunkt" gibt und fest steht auch, dass es nicht den "einen goldenen Weg" gibt. Für jeden verläuft Weg in die Selbständigkeit anders, denn jeder steckt in einer anderen Lebenssituation.

Die gute Nachricht ist jedoch: Du bekommst heute Unterstützung an allen Ecken und Enden. Es gibt staatliche Förderungen, Unternehmen ermöglichen immer häufiger den Weg über die nebenberufliche Selbstständigkeit, viele Software-Tools und Communities wie Facebook Gruppen helfen, in der Selbstständigkeit Fuß zu fassen. 

Wer sich selbstständig machen will, muss entscheiden, wo er anfängt. Hier ein paar Beispiele:

Nebenberufliche Selbstständigkeit

Für die meisten Deutschen ist das der gewählte Weg. Knapp 500.000 nebenberufliche Gründungen gibt es jedes Jahr in Deutschland. Der Vorteil liegt auf der Hand: Wer sich nebenberuflich selbständig macht, der steht weiterhin zumindest auf einem festen Standbein. Solange der Arbeitgeber hier mitmacht, steht einem solchen Start nichts im Wege.

Der Nachteil wird jedoch dann deutlich, wenn das Business erstmal angelaufen ist. Denn wer sich selbstständig machen will, der braucht vor allem Zeit. Im besten Fall schaffst du es mit der nebenberuflichen Selbstständigkeit dir so viel Einkommen zu erzeugen, dass du den Hauptjob problemlos kündigen kannst. Falls der Weg zu weit ist, musst du früher oder später ins Risiko gehen und entweder vom Gesparten Budget leben oder mit weniger auskommen als zuvor. Eine Rücklage ist grundsätzlich immer gut. Ich empfehle ein paar tausend Euro beiseite zu legen, damit du auch mal den ein oder anderen Monat ohne stabiles Einkommen auskommst.

Hauptberufliche Selbstständigkeit

Wer sich in Vollzeit Selbständig machen will, der geht "All In". Allerdings ist auch dieser Schritt in Deutschland zumindest garnicht so risikoreich, wie man meinen mag. Das soziale Notfall-Netz (das Arbeitslosengeld) hilft da schon sehr und sollte dich zumindest auch in schlechten Zeiten noch gut schlafen lassen. Wer aus der Arbeitslosigkeit heraus gründet, der kann auch den Gründungszuschuss versuchen zu beantragen, um in den ersten Monaten ein stabiles Einkommen zu haben. 

Der Vorteil ist die Zeit: Dein Tag hat 24 Stunden, von denen du einen Großteil für den Aufbau deiner Selbstständigkeit stecken kannst. Du hast vollen Fokus und wirst nicht abgelenkt. Wer es ernst meint und schnell zum Ziel will - einem erfolgreichen Business - der sollte diese Option vorziehen.

Als Gewerbe oder Freiberufler selbstständig machen?

Wer sich als Freiberufler selbstständig machen kann, der wird von der Gewerbesteuer befreit. Das klingt attraktiv, aber diese Entscheidung hängt vor allem davon ab, welche Beruf zu ausüben möchtest. Nicht jede Selbstständigkeit eignet sich für die Form Freiberufler. Freiberuflich selbstständig können z.B. Rechtsanwälte, Schauspieler oder auch Notare sein. Aber auch Journalisten, Fotografen oder Künstler können Freiberufler sein. Die Tätigkeit als Freiberufler muss dem Finanzamt gemeldet und anschliessend per Erfassungsbogen erfasst werden. 

Fällt dein Plan der Selbstständigkeit nicht unter die freien Berufe, musst du bei deinem zuständigen Gewerbeamt ein Gewerbe anmelden. Das klingt komplizierter, als es ist, denn auch hier handelt es sich nur um ein knappes Formular, in dem du deine Tätigkeit beschreibst. Dort kannst du ebenfalls erfassen, ob du dich haupt- oder nebenberuflich selbstständig machen willst. Aber keine Sorge. Wenn du dich gerade erst selbstständig machst und als Einzelunternehmer tätig wirst, hast du einen Freibetrag von 24.500€. Liegen deine Gewinne (grob: Einnahmen - Ausgaben) pro Jahr darunter, werden keine Gewerbesteuern fällig. 

Wenn du im Team gründest oder die Haftung nicht persönlich tragen willst, lohnt es sich möglicherweise eine Kapitalgesellschaft zu gründen (UG oder GmbH, aber auch AG). Kapitalgesellschaften müssen zwar ab dem ersten Euro Gewerbesteuern zahlen, ersetzen allerdings die persönliche Haftung mit der Höhe des Stammkapitals. Eine UG entspricht der Struktur einer GmbH, kann aber auch schon mit 1€ Stammkapital gegründet werden (GmbH braucht 25.000€, davon 50% in Cash).

Egal für welche Form du dich entscheidest, die Anmeldung beim Gewerbeamt ist erforderlich. Ist diese erledigt, bekommst du innerhalb von 2 Wochen Post vom Finanzamt mit der Aufforderung zur steuerlichen Erfassung. Eine Frage fragt auch nach deinem erwarteten Gewinn für die nächsten Monate und Jahre. 
Mein Tipp: Lieber tief stapeln oder gleich einen Gewinn von 0€ planen. Denn so vermeidest du unnötig hohe Steuervorauszahlungen, die deine Liquidität vielleicht nur unnötig belasten. Dies ist allerdings eine Schutzmaßnahme, damit du nicht später in unerwartete Nachzahlungen läufst. Es ist daher extrem wichtig, dass du ab Tag ein deinen Finanzen im Blick behältst.

Wie funktioniert die Buchhaltung?

Buchhaltung, Steuern, Steuerberater... alles unbeliebte Wörter, wenn man sich doch eigentlich nur selbstständig machen will. Leider kommst du aber nicht drum herum. Die gute Seite ist aber, dass es mittlerweile tolle Lösungen für wenig Geld gibt, die dir die meisten, nervigen Aufgaben abnehmen und die Buchhaltung zum Kinderspiel machen. Aber was genau bedeuetet eigentlich Buchhaltung? Ganz umfasst die Buchhaltung für Selbstständige folgende Tätigkeiten gemeint:


1. Rechnungen schreiben

Der schönste Teil in der Selbstständigkeit, denn hier bekommst du Geld. Rechnungen sind letztlich Dokumente, auf denen du erfasst, was du geleistet oder verkauft hast, und welche Preis du dafür verlangst. Auf den Betrag für deine Leistung (den Nettobetrag) rechnest du die fällige Mehrwertsteuer hinzu und erhältst so den Bruttopreis, den der Kunde bezahlen muss. Falls du z.B. als Kleinunternehmer startest, musst du an der Stelle keine Steuern ausweisen. Ist die Rechnung erstellst, verschickst du Sie an deinen Kunden und wartest auf die Überweisung.

Mein Tipp zum Rechnungen schreiben: Nutze von vorn herein eine Software wie FastBill (die nutze ich auch), mit der du deine Rechnungen erstellst und auch einfach die Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren einhalten kannst (selbst, wenn du in ein paar Jahren nicht mehr Selbstständig bist). FastBill gibt es schon für rund 8€ / Monat. Hier findest du die Preisübersicht.

2. Belege sammeln

Selbstständig machen bedeutet nicht nur Einnahmen zu erzeugen, sondern in den meisten Fällen aus Ausgaben. Belege sind Rechnungen von Dritten oder Zahlungsnachweise, die du ebenfalls in er Buchhaltung sammeln und archivieren musst. Wie auch bei den Rechnungen ist es wichtig die Zahlungen ebenfalls im Blick zu behalten und jederzeit zu wissen, welche Belege du bereits bezahlt hast, und welche noch offen sind. 

Belege können klassische PDF (oder gar Papier-) Rechnungen sein, aber genau so auch Taxi Quittungen, Hotelbelege, Bewirtungsbelege, oder im Falle von Online Käufen in den USA vielleicht sogar nur ein PDF Ausdruck von der PayPal Zahlung. Wichtig ist, dass anhand des Dokuments die Ausgabe im Falle einer Steuerprüfung nachvollzogen werden kann. Möchtest du die gezahlte Steuer geltend machen (zurück fordern), dann ist es erforderlich, dass das Dokumente eine ordentliche Rechnung nach §14 UstG ist. Mit FastBill kannst du übrigens auch deine Belege erfassen und archivieren. Für die Erfassung unterwegs gibt es sogar eine App.

3. Zahlungen im Blick behalten

Wenn du dich selbstständig machen willst, brauchst du auch Bankkonten, über die du deine Zahlungen ausführst. Um nicht mit deinen Privatausgaben durcheinander zu kommen, ist es empfehlenswert hierfür gleich ein separates Konto anzulegen. Wenn du digital arbeitest, solltest du auch eine Kreditkarte haben (die meisten Online Tools, vor allem ausserhalb Europas) akzeptieren nämlich nur Kreditkarten als Zahlungsmittel. Auch ein PayPal Konto kann nicht schaden. Jedes Konto ist ein separates Konto und muss überwacht werden. Zahlungsbewegungen auf jedem Konto müssen den Rechnungen oder Belegen zugeordnet werden. Auch hier kann FastBill helfen. Du kannst dort deine Bankkonten gleich mit verknüpfen und bekommst sogar automatisch Vorschläge, falls es mal einen Treffer zwischen einem Beleg und einer Zahlung gab. Sehr einfach!

4. Monatsabschluss

Schritte 1. bis 3. sind genau genommen noch nicht die Buchhaltung, bzw. nur ein kleiner Teil davon, oder auch die "vorbereitende Buchhaltung". Wenn ein Buchhalter oder ein Steuerberater von Buchhaltung spricht, ist damit z.B. die Kontierung gemeint, also die fachliche Kategorisierung einer Einnahme oder Ausgabe. Das passiert in der Regel zum Monatsabschluss, wo jede Zahlung und jeder Beleg einzeln durchgegangen und einem Sachkonto zugeordnet wird.

Der Monatsabschluss dient auch dazu die für das Finanzamt fälligen Steuern zu ermitteln und dort hin zu melden. Für ein Einzelgewerbe reicht hier eine Einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR). Bei Kapitalgesellschaften ist hierfür eine Umstatzsteuervoranmeldung erforderlich.

Egal welchen Weg du wählst, FastBill unterstützt dich auch hier. Du kannst die Meldung entweder selbst abgeben oder über deinen Steuerberater machen lassen. Falls du die Meldung selbst abgeben willst, stellt das Finanzamt das Portal Elster Online dafür zur Verfügung.  Wenn du noch den passenden Steuerberater suchst, schau mal hier.

Hier kannst du mehr über die Grundlagen der Buchhaltung lernen.

Selbstständig machen: Die besten Ideen

Der Entschluss dich selbstständig machen zu wollen steht fest, aber du weisst noch nicht genau wie? Bevor du dir im Detail überlegst, womit du dich selbstständig machen willst, lohnt es sich zunächst über die Art des Geschäftsmodells Gedanken zu machen. 

Modell: Zeit gegen Geld
Das Modell "Zeit gegen Geld" ist für viele Neu-Selbstständige besonders attraktiv, denn du legst einen Stundenlohn fest und bekommst diesen ab der ersten Stunde. Der Nachteil an diesem Modell ist die fehlende Skalierbarkeit. Dein Tag hat nicht mehr als 24 Stunden. Bist du also voll ausgelastet, sind deine Gewinnmaximierungshebel nur noch der Stundensatz. Wer groß hinaus will, braucht also ein anderes Modell...

Modell: Produkt gegen Geld

Bei diesem Modell wirst du nicht für deine Zeit vergütet, sondern für dein Produkt. Deine Kunden kaufen dein Produkt unabhängig von der Zeit, die du tatsächlich rein gesteckt hast. Der Vorteil: Du verdienst auch Geld, wenn du nicht "arbeitest". Der Nachteil: ein Produkt verkauft sich nicht von alleine. Meist ist der Weg bis zu einem erfolgreichen Verkaufskanal sehr lange. Zeit, die du vorab investieren musst, ohne zu wissen, ob es jemals zurück kommt. Daher ist dieses Modell zwar ebenfalls attraktiv, für viele, die sich selbstständig machen, aber erst der zweite Schritt.


Um zu starten, überlege dir, was du gut kannst, und verkaufe z.B. deine Expertise als Freelancer. Eine besonders beliebte Form der Selbstständigkeit, vor allem bei Menschen, die durch Berufserfahrung oder eine Ausbildung eine besondere Expertise haben. Das können Designer, Programmier oder auch Coaches jeder Art sein. Du einen Stundenlohn fest und rechnest nach geleisteter Zeit ab. 

Noch mehr Risikominimierung kannst du durch feste Vereinbarungen mit deinem Auftraggeber schaffen. Es ist nicht unüblich, dass feste Zeitkontigente vereinbart werden, meist auch über Monate hinweg. Falls du das machst, achte nur darauf, dass du nicht nur einen Kunden hast von dem du weisungsabhängig bist, sondern mehrere. Bei einem Kunden agierst du nämlich schnell wie ein fester Angestellter und erfüllst den Tatbestand der Scheinselbstständigkeit. Um das zu umgehen, machst es Sinn deine Arbeit und Zeit auf mehrere Kunden zu verteilen. Das streut nicht nur das Scheinselbstständigkeitsrisiko, sondern auch das unternehmerische Risiko. Sagt dir ein Kunde ab, hast du immer noch den zweiten Kunden, der dir weiterhin Einkommen beschert. Sich als Freelancer selbstständig machen ist vielleicht die einfachste und ehrlichste Form der Selbstständigkeit. 

Falls du jetzt noch nicht so richtig weißt, wo du anfangen sollst: Hier sind einige Inspirationen, mit denen du dich vielleicht selbstständig machen kannst:

Programmierer

Wenn du programmieren kannst, ist das schon ein recht sicheres Pferd. Programmierer werden wie Sand am Meer gesucht. Die meisten Firmen im Wachstumsstadium haben in der Regel nicht die Geduld um auf feste, interne Mitarbeiter zu warten. Bis dahin (und das kann Monate oder Jahre dauern), werden gerne auch freie, selbständige Programmierer angeheuert. Programmierer verdienen überdurchschnittliche Stundenlöhne und können sich einfach für Monate in Projekte "verkaufen". Wenn du das programmieren erst noch lernen willst, könntest du das z.B. mit einem Udemy-Kurs lernen.

Virtueller Assistent

Ein virtueller Assistent hat gegenüber einem "richtigen Assistenten" die Eigenschaft, dass dieser virtuell arbeitet. Das ist besonders für die spannend, die sich selbstständig machen um einer ortsunabhängigen Arbeit nachzugehen. Hier kannst du mehr über diesen Job lernen. Typische Aufgaben von virtuellen Assistenten sind z.B. die Betreuung von Social Media Kanälen, das beantworten von EMails, Recherchearbeiten, Präsentationen bauen, usw.
Um einen Job als virtuelle Assistenz zu finden, lohnt es sich z.B. in Facebook Gruppen von Digitalen Nomaden zu suchen oder auch auf diversen Plattformen. Hier findest du eine gute Übersicht.

Webdesigner

Um dich als Webdesigner selbstständig machen zu können, musst du natürlich ein paar Grundkenntnisse mitbringen. Allerdings ist es nicht (mehr) erforderliche wirklich programmieren zu können. Die meisten Websiten lassen sich einfach mit Baukastensystemen erstellen und bieten teilweise auch schon vorgefertigte Designs. Du könntest dich z.B. in Chimpfy oder Jimdo rein fuchsen und deine Fähigkeiten dann an dritte verkaufen, die keine Zeit dafür haben. Für Wordpress Fans gibt es auch tolle Themes und Theme Baukästen (hier findest du einige), die du anhand eines eigenen Tests am besten erlernst und dein Wissen anschliessend anbietest.

Coach

Als Coach gibst du deine Expertise weiter und hilfst Menschen mit einem bestimmten Problem. Coaches haben meist ein sehr breit gefächertes Portfolio, denn sie stellen sich auf die konkreten Herausforderungen des Kunden ein. Ob du bei Lebensentscheidungen, Trennungen, Liebeskummer, Selbstständigkeit, Beruflichen Herausforderungen, etc. hilfst... am Ende ist es deine Entscheidung. Wenn die persönliche und emotionale Schiene nicht so dein Ding ist, kannst du auch einfach fachlich coachen. Du kannst anderen etwas beibringen, z.B. kochen, eine Sportart, ein Spiel... die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Sobald du etwas gut kannst, überlege dir allerdings, wo du deine Zielgruppe erreichst. 

Online Händler

Der Online Händler verkauft physische Produkte, ohne diese aber zwingend selbst in der Hand halten zu müssen. Entscheide, ob du ein eigenes Produkt kreieren möchtest (White Label) oder ob du bestehende Marken verkaufst. Sobald du einen Gewerbeschein hast, bekommst du bei Großhändlern auch einen Händlerrabatt, der deine Marge ist.

Deine Kunst ist es, den Zugang zu Kunden aufzubauen. Wenn du ganz am Anfang stehst, lohne es sich ggf. mit Plattformen anzufangen, auf denen sich bereits einige Kunden tummeln (z.B. eBay oder Amazon). Etwas längerfristig, dafür aber mit mehr Marge, geht es mit einem eigenen Shop

Dropshipper

Dropshipper sind Online Händler ohne eigene Produkte. Sie verkaufen Produkte (ebenfalls wie Online Händler), kaufen den Bestand allerdings nur ein, wenn es auch einen Verkauf gab. Unternehmen wie Oberlo.com (ein Shopify Unternehmen) hat sich darauf fokussiert und den chinesischen Großhändler AliExpress angebunden. Der Vorteil: Du brauchst kein Lager und muss auch keine hohen Kosten für einen Erstbestand ausgeben. Der Nachteil: Du hast keine Möglichkeit der Qualitätskontrolle und muss in Kauf nehmen, dass der Versand aus China 1. 2-4 Wochen dauert und 2. auch gerne mal beim Zoll festhängen bleibt. 
Wenn du unbedingt Dropshipper werden willst, empfehle ich mit Deutschen Unternehmen eine Lösung zu erarbeiten und vor allem auf die Qualität zu achten. Verkaufe nur das, was du selbst auch kaufen würdest (zu den Konditionen, die du selbst anbietest).

Texter

Es gibt vermutlich kein Unternehmen, für das Google kein relevanten Marketingkanal sein kann. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach SEO Textern. Da Produkte nicht nur über Google gesucht werden, sondern auch über Amazon, gibt es mittlerweile Agenturen, die auch darauf fokussiert haben (Amazon SEO). 
Die besten Werbung, um dich als Texter selbstständig zu machen, ist selbst viele Texte zu schreiben und z.B. auf deinem eigenen Blog zu veröffentlichen. Wenn du schneller zum Ziel kommen willst, biete deine Dienste z.B. bei twago oder upwork an. 

Übersetzer

Wenn du mehrere Sprachen gut sprichst, kannst du dich als Übersetzer selbstständig machen. Viele Unternehmen suchen z.B. Unterstützung für die Internationalisierung. Übersetzer werden gerne regelmäßig und langfristig eingestellt, was zum Start ebenfalls ein attraktiver (sicherer) Weg sein kann. Kunden findest du ebenfalls bei twago oder upwork. Ich empfehle auch hier eine Website zu erstellen, auf der du ein paar deiner Arbeiten und Referenzen präsentierst.

Partyplaner

Parties sind dein Ding? Super! Warum dann nicht einfach als Partyplaner selbstständig machen? Ob Hochzeiten, Geburtstage oder Firmenevents. Gefeiert wird gerne und viel. Da die meisten Menschen nicht regelmäßig eine größere Veranstaltung planen, sind viele offen für Unterstützung. Bau dir ein Netzwerk aus Räumlichkeiten, Fotografen, Catering Unternehmen und DJs auf, und du hast schon fast alles, was es für einen gelungenen Partyabend brauchst.

Fotograf / Videofilmer

Fotografieren und Videos schneiden will gelernt sein. Viele wollen es, aber nur wenige können es wirklich gut. Wenn Video oder Foto-Bearbeitung vielleicht schön länger dein Hobby war, dann könnte das jetzt die beste Gelegenheit sein, dich selbstständig zu machen. Wenn du dich selbst erst noch fortbilden willst, buch dir einen Kurs wie diesen. Mit dem Wissensvorsprung bietest du deine Dienste im Freundeskreis an. Wenn du Reisen willst, könntest du dich auch auf Surf-, Kitesurf oder Instagram-Shootings spezialisieren. Jeder freut sich über gute Fotos, besonders im Urlaub. Suche dir eine Gruppe von Surfern am Strand und frag einfach, ob sie dich für eine Pauschale buchen wollen. Wenn du lieber gefunden werden willst, solltest du auf jeden Fall ein gutes Instagram Profil pflegen und dich z.B. bei Cherrydeck anmelden. Hier findest du eine Anleitung für Instagram, falls du da noch nicht aktiv bist.

Café & Foodruck-Besitzer

Du warst schon immer ein begeisterter Koch oder Hobby Gastronom? Dann überleg doch mal, ob du dich mit einem Café oder eine Restaurant selbstständig machen willst. Wenn es nicht gleich ganz so groß sein soll, könnte ein Foodtruck die Einstiegslösung sein. Das ist auch ein toller Weg, um dein Geschäftsmodell und deine Küche zu validieren. Bei eBay werden auch gebrauchte Foodtrucks verkauft.

DYI Produkte bauen

Du hast ein geschicktes Händchen und bastelst gerne? Warum nicht damit selbstständig machen? Wer kreativ ist und tolle, einmalige Produkte verkauft, kann damit auch später noch ein Imperium aufbauen. Marktplätze wie DaWanda und Etsy sind deine Spielwiese. Dort kannst du auch prima recherchieren, was andere für ähnliche Produkte in deiner Wunschkategorie anbieten. Tipp: Sobald deine Produkte online sind, versuche ein paar Freunde oder die Familie davon zu überzeugen dir etwas abzukaufen und eine Bewertung zu hinterlassen. "Social Proof" macht immer Sinn und zeigt potentiellen anderen Käufern, dass sie bei dir die beste Qualität bekommen, die sie bekommen können.

Städte & Erlebnis Guide

Wenn du dich in deiner Gegend gut auskennst und Gäste und Touristen herumführen willst, dann mache dich doch als Guide selbstständig. Informiere dich in deiner Stadt, welche Lizenzen und Qualifikationen dafür erforderlich sind und wo du deine Dienstleistung bewerben darfst. Häufig gibt es Abteilungen für das Stadtmarketing, die dich ggf. gerne in ihre Kartei mit aufnehmen. Wenn du auf eigene Faust Kunden gewinnen willst, könntest du Plattformen wie Airbnb nutzen, auf der Kunden mittlerweile nicht nur Wohnung buchen können, sondern auch Erlebnisse. Ob Workshops, Kunst, Natur, Sport... die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

Vermieter werden

Die klassische Airbnb-Variante geht natürlich auch. Hast du eine Wohnung oder ein Haus, kannst du dieses bei Airbnb vermieten. Achte jedoch darauf, dass du die rechtlichen Erfordernisse einhältst und ggf. Lizenzen einholst. Diese sind von Stadt zu Stadt und von Land zu Land unterschiedlich. Wenn das Objekt nicht dirt gehört, kläre vorher auch unbedingt mit deinem Vermieter, ob diese Form der Vermietung/Untervermietung für ihn ok ist.

Wenn jedoch am Ende der Plan steht und deine Wohnung in einer bei Touristen beliebten Gegend liegt, kannst du mir Airbnb etwa das 2-3-fache von deiner Miete an Gewinn erzielen. Wenn du also einen Monat vermietest, kannst du von dem Gewinn 2-3 Monate die Miete bezahlen. Das ist ideal für alle, die selbst gerne reisen und sich damit ihren Lifestyle verdienen können. Auch, wenn der Lifestyle hier im Vordergrund steht, ist es ein Einkommen und muss mindestens in der Einkommenssteuererklärung berücksichtigt werden. 

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