Selbstständig machen: Tipps und Ideen für deine berufliche Unabhängigkeit

Selbstständig machen: Tipps und Ideen für deine berufliche Unabhängigkeit

Sich selbstständig machen ist für mich und viele andere Menschen der beste Weg in die berufliche Unabhängigkeit. Ich selbst habe diese Schritt vor rund 10 Jahren nie bereut, auch wenn der Weg (gerade in den ersten Jahren) manchmal holprig war. Die Selbstständigkeit ermöglicht es mir selbst zu entscheiden, wann und woran ich arbeiten möchte. 

Egal, ob kreativer Künstler, Digitaler Nomade, virtueller Assistent, Surflehrer oder Journalist... ich kann und könnte alles sein (das sind nur Beispiele, trifft nicht alles zu). Fakt ist aber, wer sich traut sich selbstständig zu machen, der gestaltet seinen eigenen Weg. Dieser Beitrag soll eine Einführung das Thema Selbstständig geben und dir mit Tipps und ein paar Geschäftsideen weiter unten helfen die ersten Schritte zu machen. 

Ich will mich selbständig machen, aber wo und wann anfangen?

Fest steht, dass es wohl nie "den perfekten Zeitpunkt" gibt und auch steht fest, dass es nicht den "einen goldenen Weg" gibt. Für jeden verläuft Weg in die Selbständigkeit anders. Das hängt z.B. von der individuellen Lebenssituation, den Fähigkeiten und den Vorlieben ab, in der man sich gerade befindet. Lass dich nicht von irgendwelche Hürden abschrecken, sondern versuche stattdessen aus deiner Situation das beste zu machen und deine Umstände so gut es geht zu deinem Vorteil zu nutzen. 

Du hast z.B. kein Investitionskapital oder keine Ahnung von Programmieren? Kein Problem. Starte einfach mit dem, was du hast. Das können deine Kontakte und wenig Freizeit neben deinem richtigen Job sein. Viele kleine Schritte führen auch zum Ziel. 

Die gute Nachricht ist auch: Du bekommst heute Unterstützung an allen Ecken und Enden. Es gibt staatliche Förderungen, Unternehmen ermöglichen immer häufiger den Weg über die nebenberufliche Selbstständigkeit, viele Software-Tools und Communities wie Facebook Gruppen helfen, in der Selbstständigkeit Fuß zu fassen. Schau auch unbedingt mal in unserer Facebook Gruppe vorbei und tausche dich dort mit anderen Selbstständigen aus. 

Du musst auch nicht gleich alles auf eine Karte setzen, sondern kannst z.B. einen relativ risikofreien Weg über eine nebenberufliche Selbstständigkeit gehen. Das sind deine Optionen: 

Option 1: Nebenberuflich selbstständig machen

Für die meisten Deutschen ist das der gewählte Weg. Knapp 500.000 nebenberufliche Gründungen gibt es jedes Jahr in Deutschland. Denn der Vorteil liegt auf der Hand: Wer sich nebenberuflich selbstständig macht, der steht weiterhin zumindest auf einem festen Standbein. Solange der Arbeitgeber hier mitmacht, steht einem solchen Start nichts im Wege.

Der Nachteil wird jedoch dann deutlich, wenn das Business erstmal angelaufen ist. Denn wer sich selbstständig machen will, der braucht vor allem Zeit. Die Kunst ist es, sich mit der nebenberuflichen Selbstständigkeit so viel Einkommen zu schaffen, dass der Hauptjob problemlos gekündigt werden kann. Falls der Weg zu weit ist, musst du früher oder später ins Risiko gehen und entweder vom gesparten Budget leben oder mit weniger auskommen als zuvor. Eine Rücklage ist grundsätzlich immer gut. Ich empfehle ein paar tausend Euro beiseite zu legen, damit du auch mal den ein oder anderen Monat ohne stabiles Einkommen auskommst.

Vorteile der nebenberuflichen Selbstständigkeit:

  • Wenig Risiko

Risiken der nebenberuflichen Selbstständigkeit:

  • Zu wenig Zeit und Fokus für die Gründung
  • Ergebnisse (Umsätze) brauchen länger (was zu Motivationsverlust führen kann)
  • Zu später Absprung vom Hauptjob (aus Angst oder Bequemlichkeit)

Wenn du schneller zum Ziel kommen willst und deine Lebensumstände es erlauben, empfehle ich dir "All In" zu gehen.

Option 2: Hauptberuflich selbstständig machen

Wer sich in Vollzeit selbstständig machen will, der setzt sich automatisch auch mehr Druck aus. Die Uhr tickt und das Ersparte schrumpft von Tag zu Tag mehr. Ich persönlich finde den Schritt dennoch empfehlenswert, denn diese Druck lehrt dich, worauf es beim Unternehmertum ankommt. Es geht darum schnell zu testen, Ergebnisse zu messen und ggf. zu verwerfen, wenn etwas nicht funktioniert. Ein Gründer mit wenig Spielgeld ist gezwungen sich sehr gut zu überlegen, was er jeden Tag macht, um am am nächsten Tag mehr Geld zu verdienen. Auch wenn Druck manchmal unangenehm ist, er kann den Weg zum erfolgreichen Business enorm beschleunigen und zwingt zu Fokus und Disziplin. Sicher, dafür muss man auch irgendwie der "Typ" für sein. Ich selbst habe meine "All in" Strategie nie bereut.

Risiko? In Deutschland gibt es kaum Grund "Existenzängste"  

Wer sich in Deutschland selbstständig machen will, der setzt sich eigentlich nur einem geringen Risiko aus. Selbst, wer plant sich hauptberuflich selbstständig zu machen, für den ist die Fallhöhe danke staatlicher Programme und durch das soziale Umfeld relativ gering. Denn es gibt:

  • Arbeitslosengeld 1 (staatlich): Wer zuvor in einem "richtigen" Job gearbeitet hat, der bekommt bis zu einem Jahr ausreichend Geld und Unterstützung, um sich einen neuen Job zu suchen.
  • Gründungszuschuss (staatlich): Wer aus der Arbeitslosigkeit heraus eine Selbstständigkeit aufbauen will, der kann auch den Gründungszuschuss versuchen zu beantragen, um in den ersten Monaten ein stabiles Einkommen zu haben.
  • Elterngeld (staatlich): Ähnlich wie das Arbeitslosengeld, gibt es das Elterngeld, ohne dafür täglich irgendwo hin zu müssen. Klar, ist die Zeit für das Kind reserviert. Ich kenne aber auch viele Gründer, die diese Zeit genutzt haben, um ein Business zu starten.
  • Friends & Family: das hängt natürlich stark vom sozialen Umfeld ab und die Familie kann man sich nicht aussuchen, aber es sollte in der Risiko-Bewertung durchaus mal mit bewertet werden.
  • Arbeitslosengeld 2 (staatlich): Wenn du nach einem Jahr (oder in der Zeit deines Anspruches auf das ALG1) keinen Job findest und auch kein erfolgreiches Business gestartet hast, dann musst du in Deutschland in der Regel dennoch nicht auf der Strasse leben. Das ALG2 ist das soziale Fangnetz in Deutschland und sorgt zumindest für das Allernötigste.
Ich will damit nicht sagen, dass das alles empfehlenswerte Wege sind. Es sind aber ganz objektiv betrachtet Auffangnetze, die bei der persönlichen Risikobewertung für einen Schritt in die Selbstständigkeit berücksichtigt werden sollten. Im Vergleich zu anderen Ländern ist es damit in Deutschland wirklich schwer sehr tief zu fallen. 

Es braucht kein Geld, es braucht nur Zeit

Dein Tag hat 24 Stunden, von denen du einen Großteil für den Aufbau deiner Selbstständigkeit stecken möchtest. Programm wie das ALG1 oder der Gründungszuschuss bringen im Vergleich zur nebenberuflichen Selbstständigkeit den Vorteil, dass du vollen Fokus auf dein Business legen kannst und nicht abgelenkt wirst. Wer es ernst meint und schnell zum Ziel will (und es sich irgendwie leisten kann/möchte) - einem erfolgreichen Business - der sollte diese Option vorziehen. 

Ist die Entscheidung zum "ob" gefällt, muss das "wie" geklärt werden.

Als Firma, Gewerbe oder Freiberufler selbstständig machen?

Wer sich selbstständig machen will, kann das z.B. als Freiberufler, Gewerbe oder an Angesteller in der eigenen Kapitalgesellschaft machen. Alle Unternehmens haben ihre Vorteile und Nachteile. Eine detaillierte Übersicht findest du auch hier.

Freiberufler

Wer sich als Freiberufler selbstständig macht, der wird von der Gewerbesteuer befreit. Das klingt attraktiv, aber diese Entscheidung hängt vor allem davon ab, welche Beruf zu ausüben möchtest. Nicht jede Selbstständigkeit eignet sich für die Form "Freiberufler". Freiberuflich selbstständig können z.B. Rechtsanwälte, Schauspieler oder auch Notare sein, aber auch Journalisten, Fotografen oder Künstler. Die Tätigkeit als Freiberufler muss dem Finanzamt gemeldet und anschliessend per Erfassungsbogen erfasst werden.

Gewerbe

Fällt dein Plan der Selbstständigkeit nicht unter die freien Berufe, musst du bei deinem zuständigen Gewerbeamt ein Gewerbe anmelden. Das klingt komplizierter, als es ist, denn auch hier handelt es sich nur um ein kurzes Formular, in dem du deine Tätigkeit beschreibst. Dort kannst du ebenfalls erfassen, ob du dich haupt- oder nebenberuflich selbstständig machen willst. Einen wirklichen Nachteil bringt das für Neu-Selbstständige eigentlich auch nicht, denn wenn du dich gerade erst selbstständig machst und als gewerblicher Einzelunternehmer tätig wirst, hast du einen Freibetrag von 24.500€. Liegen deine Gewinne (grob: Einnahmen - Ausgaben) pro Jahr darunter, werden keine Gewerbesteuern fällig. 

Kapitalgesellschaft

Wenn du im Team gründest oder die Haftung nicht persönlich tragen willst, lohnt es sich möglicherweise eine Kapitalgesellschaft zu gründen (z.B. eine UG oder GmbH, aber auch AG). Kapitalgesellschaften müssen zwar ab dem ersten Euro Gewerbesteuern zahlen, ersetzen allerdings die persönliche Haftung mit der Höhe des eingezahlte Stammkapitals. Eine UG entspricht der Struktur einer GmbH, kann aber auch schon mit 1€ Stammkapital gegründet werden (GmbH braucht 25.000€, davon mindestens 50% in Form von liquiden Mitteln auf dem Bankkonto).

Lesetipp:

Egal für welche Form du dich entscheidest, die Anmeldung beim Gewerbeamt ist immer erforderlich. Ist diese erledigt, bekommst du innerhalb von zwei Wochen Post vom Finanzamt mit der Aufforderung zur steuerlichen Erfassung. Eine Frage fragt auch nach deinem erwarteten Gewinn für die nächsten Monate und Jahre.

Mein Tipp: Lieber tief stapeln oder gleich einen Gewinn von 0€ planen. Denn so vermeidest du unnötig hohe Steuervorauszahlungen, die deine Liquidität vielleicht nur unnötig belasten. Sei dir allerdings bewusst, dass dies ist eine Schutzmaßnahme vom Finanzamt ist, damit du nicht später in unerwartete Nachzahlungen läufst. Es ist daher extrem wichtig, dass du ab Tag ein deinen Finanzen im Blick behältst. Steuern zahlst du letztlich auf Basis der tatsächlich erwirtschafteten Umsätze und Gewinne. Die Angabe bei der steuerlichen Erfassung ist davon unabhängig und würde nur eine regelmäßige Vorauszahlung bedeuten, die aber ggf. wieder an dich zurückgezahlt werden, wenn die tatsächlich erwirtschafteten Gewinne geringer sind.

Wie funktioniert die Buchhaltung?

Buchhaltung, Steuern, Steuerberater... alles unbeliebte Wörter, wenn man sich doch eigentlich nur selbstständig machen will. Leider kommst du aber um dieses Thema nicht drum herum. Die gute Seite ist aber, dass es mittlerweile tolle Lösungen für wenig Geld gibt, die dir die meisten, nervigen Aufgaben abnehmen und die Buchhaltung sehr einfach machen. 

Linktipps:

Die Beiträge solltest du auf jeden Fall irgendwann durchlesen. Hier aber die Kurzform, was Buchhaltung für Selbstständige bedeutet: 

1. Rechnungen schreiben

Der schönste Teil in der Selbstständigkeit, denn hier bekommst du Geld. Rechnungen sind letztlich Dokumente, auf denen du erfasst, was du geleistet oder verkauft hast, und welche Preis du dafür verlangst. Auf den Betrag für deine Leistung (den Nettobetrag) rechnest du die fällige Mehrwertsteuer hinzu und erhältst so den Bruttopreis, den der Kunde bezahlen muss. Falls du z.B. als Kleinunternehmer startest, musst du an der Stelle keine Steuern ausweisen. Ist die Rechnung erstellt, verschickst du Sie an deinen Kunden und wartest auf die Überweisung.

2. Belege sammeln

Selbstständig machen bedeutet nicht nur Einnahmen zu erzeugen, sondern in den meisten Fällen aus Ausgaben. Belege sind Rechnungen von Dritten oder Zahlungsnachweise, die du ebenfalls in er Buchhaltung sammeln und archivieren musst. Wie auch bei den Rechnungen ist es wichtig die Zahlungen ebenfalls im Blick zu behalten und jederzeit zu wissen, welche Belege du bereits bezahlt hast, und welche noch offen sind.

Belege können klassische PDF (oder gar Papier-) Rechnungen sein, aber genau so auch Taxi Quittungen, Hotelbelege, Bewirtungsbelege, oder im Falle von Online Käufen in den USA vielleicht sogar nur ein PDF Ausdruck von der PayPal Zahlung. Wichtig ist, dass anhand des Dokuments die Ausgabe im Falle einer Steuerprüfung nachvollzogen werden kann. Möchtest du die gezahlte Steuer geltend machen (zurück fordern), dann ist es erforderlich, dass das Dokumente eine ordentliche Rechnung nach §14 UstG ist. 

3. Zahlungen im Blick behalten

Wenn du dich selbstständig machen willst, brauchst du auch Bankkonten, über die du deine Zahlungen ausführst. Um nicht mit deinen Privatausgaben durcheinander zu kommen, ist es empfehlenswert hierfür gleich ein separates Konto anzulegen. Wenn du digital arbeitest, solltest du auch eine Kreditkarte haben (die meisten Online Tools, vor allem ausserhalb Europas) akzeptieren nämlich nur Kreditkarten als Zahlungsmittel. Auch ein PayPal Konto kann nicht schaden. Jedes Konto ist ein separates Konto und muss überwacht werden. Zahlungsbewegungen auf jedem Konto müssen den Rechnungen oder Belegen zugeordnet werden. Auch hier kann FastBill helfen. Du kannst dort deine Bankkonten gleich mit verknüpfen und bekommst sogar automatisch Vorschläge, falls es mal einen Treffer zwischen einem Beleg und einer Zahlung gab. Sehr einfach!

Falls du noch ein Bankkonto suchst, hier ein paar Tipps für moderne Lösungen:

4. Monatsabschluss

Schritte 1. bis 3. sind genau genommen noch nicht die Buchhaltung, bzw. nur ein kleiner Teil davon, oder auch die "vorbereitende Buchhaltung". Wenn ein Buchhalter oder ein Steuerberater von Buchhaltung spricht, ist damit z.B. die Kontierung gemeint, also die fachliche Kategorisierung einer Einnahme oder Ausgabe. Das passiert in der Regel zum Monatsabschluss, wo jede Zahlung und jeder Beleg einzeln durchgegangen und einem Sachkonto zugeordnet wird. 

Nichts verstanden? Keine Sorge! Hier findest du alles nochmal in Ruhe erklärt.

Der Monatsabschluss dient auch dazu die für das Finanzamt fälligen Steuern zu ermitteln und dort hin zu melden. Für ein Einzelgewerbe reicht hier eine Einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR). Bei Kapitalgesellschaften ist hierfür eine Umstatzsteuervoranmeldung erforderlich. Mehr dazu findest du hier im Guide.

Selbstständig machen: Die besten Ideen

Der Entschluss dich selbstständig machen zu wollen steht fest, aber du weisst noch nicht genau wie? Bevor du dir im Detail überlegst, womit du dich selbstständig machen willst, lohnt es sich zunächst über die Art des Geschäftsmodells Gedanken zu machen.

Modell: Zeit gegen Geld

Das Modell "Zeit gegen Geld" ist für viele Neu-Selbstständige besonders attraktiv, denn du legst einen Stundenlohn fest und bekommst diesen ab der ersten Stunde. Der Nachteil an diesem Modell ist die fehlende Skalierbarkeit. Dein Tag hat nicht mehr als 24 Stunden. Bist du also voll ausgelastet, sind deine Gewinnmaximierungshebel nur noch der Stundensatz. Wer groß hinaus will, braucht also ein anderes Modell...

Lese- und Hörtipps:

Modell: Produkt gegen Geld

Bei diesem Modell wirst du nicht für deine Zeit vergütet, sondern für dein Produkt. Deine Kunden kaufen dein Produkt unabhängig von der Zeit, die du tatsächlich rein gesteckt hast. 

Der Vorteil: Du verdienst auch Geld, wenn du nicht "arbeitest". 

Der Nachteil: ein Produkt verkauft sich nicht von alleine. 

Meist ist der Weg bis zu einem erfolgreichen Verkaufskanal sehr weit. Zeit, die du vorab investieren musst, ohne zu wissen, ob es jemals zurück kommt. Daher ist dieses Modell zwar ebenfalls attraktiv, für viele, die sich selbstständig machen, aber erst der zweite Schritt.

Die häufige Praxis: Ein gemischtes Modell

Um zu starten, überlege dir, was du gut kannst, und verkaufe z.B. deine Expertise als Freelancer. Eine besonders beliebte Form der Selbstständigkeit, vor allem bei Menschen, die durch Berufserfahrung oder eine Ausbildung eine besondere Expertise haben. Das können Designer, Programmier oder auch Coaches jeder Art sein. Du einen Stundenlohn fest und rechnest nach geleisteter Zeit ab.

Mit der Zeit könntest mehr Risikominimierung du durch feste Vereinbarungen mit deinem Auftraggeber erreichen. Es ist nicht unüblich, dass feste Zeitkontigente vereinbart werden, meist auch über Monate hinweg. Falls du das machst, achte nur darauf, dass du nicht nur einen Kunden hast von dem du weisungsabhängig bist, sondern mehrere. Bei einem Kunden agierst du nämlich schnell wie ein fester Angestellter und erfüllst den Tatbestand der Scheinselbstständigkeit. Um das zu umgehen, machst es Sinn deine Arbeit und Zeit auf mehrere Kunden zu verteilen. Das streut nicht nur das Scheinselbstständigkeitsrisiko, sondern auch das unternehmerische Risiko. Sagt dir ein Kunde ab, hast du immer noch den zweiten Kunden, der dir weiterhin Einkommen beschert. Sich als Freelancer selbstständig machen ist vielleicht die einfachste und für viele ehrlichste Form der Selbstständigkeit.

Hast du deine Kunden und den Markt durch deine Arbeit gut kennengelernt, kannst du dir ein wenig Freiraum schaffen und z.B. ein Produkt entwickeln.

15 Geschäftsideen, mit denen du dich selbstständig machen könntest

Falls du jetzt noch nicht so richtig weißt, wo du anfangen sollst: Hier sind einige Inspirationen, mit denen du dich vielleicht selbstständig machen kannst.

Programmierer

Wenn du programmieren kannst, ist das schon ein recht sicheres Pferd. Programmierer werden wie Sand am Meer gesucht. Die meisten Firmen im Wachstumsstadium haben in der Regel nicht die Geduld um auf feste, interne Mitarbeiter zu warten. Bis dahin (und das kann Monate oder Jahre dauern), werden gerne auch freie, selbstständige Programmierer angeheuert. Programmierer verdienen überdurchschnittliche Stundenlöhne und können sich einfach für Monate in Projekte "verkaufen". Wenn du das programmieren erst noch lernen willst, könntest du das z.B. mit einem Udemy-Kurs lernen.

Virtueller Assistent

Ein virtueller Assistent hat gegenüber einem "richtigen Assistenten" die Eigenschaft, dass dieser virtuell arbeitet. Das ist besonders für die spannend, die sich selbstständig machen um einer ortsunabhängigen Arbeit nachzugehen. Hier kannst du mehr über diesen Job lernen. Typische Aufgaben von virtuellen Assistenten sind z.B. die Betreuung von Social Media Kanälen, das beantworten von EMails, Recherchearbeiten, Präsentationen bauen, usw.

Tipps:

Webdesigner

Um dich als Webdesigner selbstständig machen zu können, musst du natürlich ein paar Grundkenntnisse mitbringen. Allerdings ist es nicht (mehr) erforderliche wirklich programmieren zu können. Die meisten Websiten lassen sich einfach mit Baukastensystemen erstellen und bieten teilweise auch schon vorgefertigte Designs. Du könntest dich z.B. 

rein fuchsen und deine Fähigkeiten dann an dritte verkaufen, die keine Zeit dafür haben. Für Wordpress Fans gibt es auch tolle Themes und Theme Baukästen (hier findest du einige), die du anhand eines eigenen Tests am besten erlernst und dein Wissen anschliessend anbietest.

Coach

Als Coach gibst du deine Expertise weiter und hilfst Menschen mit einem bestimmten Problem. Coaches haben meist ein sehr breit gefächertes Portfolio, denn sie stellen sich auf die konkreten Herausforderungen des Kunden ein. Ob du bei Lebensentscheidungen, Trennungen, Liebeskummer, Selbstständigkeit, Berufliche Herausforderungen, etc. hilfst... am Ende ist es deine Entscheidung. Wenn die persönliche und emotionale Schiene nicht so dein Ding ist, kannst du auch einfach fachlich coachen. Du kannst anderen etwas beibringen, z.B. kochen, eine Sportart, ein Spiel... die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Sobald du etwas gut kannst, überlege dir allerdings, wo du deine Zielgruppe erreichst.

Online Händler

Ein Online Händler verkauft physische Produkte, ohne diese aber zwingend selbst in der Hand halten zu müssen. Entscheide, ob du ein eigenes Produkt kreieren möchtest (White Label) oder ob du bestehende Marken verkaufst. Sobald du einen Gewerbeschein hast, bekommst du bei Großhändlern auch einen Händlerrabatt, der deine Marge ist.

Deine Kunst ist es, den Zugang zu Kunden aufzubauen. Wenn du ganz am Anfang stehst, lohne es sich ggf. mit Plattformen anzufangen, auf denen sich bereits einige Kunden tummeln (z.B. eBay oder Amazon). Etwas längerfristig, dafür aber mit mehr Marge, geht es mit einem eigenen Shop.

Lesetipps

Dropshipper

Dropshipper sind Online Händler ohne eigenes Produkte. Sie verkaufen Produkte (ebenfalls wie Online Händler), kaufen den Bestand allerdings nur ein, wenn es auch einen Verkauf gab. Unternehmen wie Oberlo.com (ein Shopify Unternehmen) hat sich darauf fokussiert und den chinesischen Großhändler AliExpress angebunden. 

Der Vorteil: Du brauchst kein Lager und muss auch keine hohen Kosten für einen Erstbestand ausgeben. 

Der Nachteil: Du hast keine Möglichkeit der Qualitätskontrolle und muss in Kauf nehmen, dass der Versand aus China 1. 2-4 Wochen dauert und 2. auch gerne mal beim Zoll festhängen bleibt.

Wenn du unbedingt Dropshipper werden willst, empfehle ich mit Deutschen Unternehmen eine Lösung zu erarbeiten und vor allem auf die Qualität zu achten. Verkaufe nur das, was du selbst auch kaufen würdest (zu den Konditionen, die du selbst anbietest).

Auch hier gibt es einen Kurs auf Udemy. Das hier scheint aktuell der beliebteste zu sein.

Texter

Es gibt vermutlich kein Unternehmen, für das Google kein relevanten Marketingkanal sein kann. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach SEO Textern. Da Produkte nicht nur über Google gesucht werden, sondern auch über Amazon, gibt es mittlerweile Agenturen, die auch darauf fokussiert haben (Amazon SEO).

Die besten Werbung, um dich als Texter selbstständig zu machen, ist selbst viele Texte zu schreiben und z.B. auf deinem eigenen Blog zu veröffentlichen. Wenn du schneller zum Ziel kommen willst, biete deine Dienste z.B. bei twago oder upwork an.

Blogger

Wenn Schreiben deine Leidenschaft ist und du für ein bestimmtes Thema brennst, dann erstelle doch deinen eigenen Blog. Aber Achtung, der Aufbau eines Blogs ist sehr langwierig und kann Jahre in Anspruch nehmen. Wenn es allerdings dann funktioniert, lassen sich damit auch attraktiven Umsätze machen. Ein Zwischenschritt könnte sein, dass du dich bei einem bereits existierenden, großen Blog bewirbst, z.B. als freier Autor.

Lesetipps:

Übersetzer

Wenn du mehrere Sprachen gut sprichst, kannst du dich als Übersetzer selbstständig machen. Viele Unternehmen suchen z.B. Unterstützung bei der die Internationalisierung. Übersetzer werden gerne regelmäßig und langfristig eingestellt, was zum Start ebenfalls ein attraktiver (sicherer) Weg sein kann. Ich empfehle auch hier eine Website zu erstellen, auf der du ein paar deiner Arbeiten und Referenzen präsentierst.

Partyplaner

Parties sind dein Ding? Super! Warum dann nicht einfach als Partyplaner selbstständig machen? Ob Hochzeiten, Geburtstage oder Firmenevents. Gefeiert wird gerne und viel. Da die meisten Menschen nicht regelmäßig eine größere Veranstaltung planen, sind viele offen für Unterstützung. Bau dir ein Netzwerk aus Räumlichkeiten, Fotografen, Catering Unternehmen und DJs auf, und du hast schon fast alles, was es für einen gelungenen Partyabend brauchst.

Fotograf / Videofilmer

Fotografieren und Videos schneiden will gelernt sein. Viele wollen es, aber nur wenige können es wirklich gut. Wenn Video oder Foto-Bearbeitung vielleicht schön länger dein Hobby war, dann könnte das jetzt die beste Gelegenheit sein, dich selbstständig zu machen. Mit dem Wissensvorsprung bietest du deine Dienste im Freundeskreis an. Wenn du Reisen willst, könntest du dich auch auf Surf-, Kitesurf oder Instagram-Shootings spezialisieren. Jeder freut sich über gute Fotos, besonders im Urlaub. Suche dir eine Gruppe von Surfern am Strand und frag einfach, ob sie dich für eine Pauschale buchen wollen. Wenn du lieber gefunden werden willst, solltest du auf jeden Fall ein gutes Instagram Profil pflegen.

Linktipps:

Café & Foodruck-Besitzer

Du warst schon immer ein begeisterter Koch oder Hobby Gastronom? Dann überleg doch mal, ob du dich mit einem Café oder eine Restaurant selbstständig machen willst. Wenn es nicht gleich ganz so groß sein soll, könnte ein Foodtruck die Einstiegslösung sein. Das ist auch ein toller Weg, um dein Geschäftsmodell und deine Küche zu validieren. Bei eBay werden auch gebrauchte Foodtrucks verkauft.

DYI Produkte bauen

Du hast ein geschicktes Händchen und bastelst gerne? Warum nicht damit selbstständig machen? Wer kreativ ist und tolle, einmalige Produkte verkauft, kann damit auch später noch ein Imperium aufbauen. Marktplätze wie Etsy sind deine Spielwiese. Dort kannst du auch prima recherchieren, was andere für ähnliche Produkte in deiner Wunschkategorie anbieten. Tipp: Sobald deine Produkte online sind, versuche ein paar Freunde oder die Familie davon zu überzeugen dir etwas abzukaufen und eine Bewertung zu hinterlassen. "Social Proof" macht immer Sinn und zeigt potentiellen anderen Käufern, dass sie bei dir die beste Qualität bekommen, die sie bekommen können.

Städte & Erlebnis Guide

Wenn du dich in deiner Gegend gut auskennst und Gäste und Touristen herumführen willst, dann kannst du dich auch als Guide selbstständig machen. Informiere dich in deiner Stadt, welche Lizenzen und Qualifikationen dafür erforderlich sind und wo du deine Dienstleistung bewerben darfst. Häufig gibt es Abteilungen für das Stadtmarketing, die dich ggf. gerne in ihre Kartei mit aufnehmen. Wenn du auf eigene Faust Kunden gewinnen willst, kannst du z.B. auch bei Airbnb jetzt auch Erlebnisse anbieten. Ob Workshops, Kunst, Natur, Sport... die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

Vermieter

Die klassische Airbnb-Variante geht natürlich auch. Hast du eine Wohnung oder ein Haus, kannst du dieses bei Airbnb vermieten. Achte jedoch darauf, dass du die rechtlichen Erfordernisse einhältst und ggf. Lizenzen einholst. Diese sind von Stadt zu Stadt und von Land zu Land unterschiedlich. Wenn das Objekt nicht dirt gehört, kläre vorher auch unbedingt mit deinem Vermieter, ob diese Form der Vermietung/Untervermietung für ihn ok ist. Wenn jedoch am Ende der Plan steht und deine Wohnung in einer bei Touristen beliebten Gegend liegt, kannst du mir Airbnb etwa das 2-3-fache von deiner Miete an Gewinn erzielen. 

Linktipps:

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