Warum ein Sabbatical der beste Start in die Selbständigkeit ist

Warum ein Sabbatical der beste Start in die Selbständigkeit ist

Die meisten Menschen nehmen ein Sabbatical, um sich ihren lang ersehnten Traum einer Weltreise zu erfüllen. Eine Weltreise hört sich nicht nur spannend an, sondern ist vor allem durch unvorhergesehene und teils herausfordernde Situationen, Selbstmanagement und sogar Angstbewältigung gekennzeichnet. Selbstverständlich gehören auch Selbstbestimmung, Genuss, Freiheit und Unabhängigkeit dazu. Eine Erfahrung, die ich selbst in den letzten Wochen und Monaten machen durfte, und die ich genutzt habe, um mein eigenes Business catchAwish.de zu starten.

Viele dieser Outcomes bzw. Eigenschaften habe ich erst während meiner Auszeit erlernt und werde sie nicht mehr missen wollen. Ein Sabbatical legt für viele Menschen den Grundbaustein in die Selbstständigkeit. Man sagt nicht ohne Grund, dass ein Sabbatical und insbesondere eine Weltreise Menschen verändert.

Was also eine Weltreise mit Enterpreneurship zu tun hast, will ich Dir in den folgenden 5 Punkten erläutern:

Ich habe im Sabbatical gelernt (auf Meine Intuition) zu vertrauen

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ravelers lernen stets neue Menschen mit unterschiedlichem Background kennen. Sei es als Mitreisende oder locals. Bei der Fülle an Menschen, die Du kennen lernst, spürst Du schnell mit wem Du weitereisen willst, wem Du vertrauen kannst oder wen Du am liebsten nie wiedersehen möchtest. Das berühmte Bauchgefühl fängt an mit Dir zu kommunizieren und wird zu deiner Intuition. Du entwickelst dein persönliches Gespür für dich und andere Menschen, welches von enormer Wichtigkeit für eine angestrebte Selbstständigkeit ist, sei es bei der Auswahl von Mitgründern, Partnern oder Angestellten, oder einfach beim Netzwerken.

Ich lernte die Grenzen Meiner Komfort Zone kennen

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ravelers sind ständig neuen und vor allem unerwarteten Situationen ausgesetzt. Im Sabbatical musst Du manchmal Situationen aushalten, die unangenehm sind, vor denen Du Angst hast oder auf die Du schlicht und ergreifend keine Lust hast. Vor allem aber lernst Du die Situation zu überstehen, generierst vermutlich neue Strategien, machst das beste draus und spürst, dass deine Komfort Zone sich verändert. Es geht gar nicht darum seine Komfort Zone zu vergrößern, sondern um seine persönlichen Grenzen überhaupt erst kennen zu lernen. Nur wer seine persönlichen Grenzen kennt, kann diese versetzen und auflösen. Das Sabbatical bietet eine perfekte Lernumgebung dafür. Du wirst schnell merken, dass Du viel weitergehen kannst als Dir bislang bewusst war. Als Unternehmer kann eine unangenehme Situation bereits bei der Akquise von Kunden entstehen. Jeder, der bereits Erfahrungen bei der Kundenakquise gemacht hat weiß, dass Akquise mit viel Durchhaltevermögen und vor allem mit „über seinen eigenen Schatten springen“ zu tun hat. Klinkenputzen ist nicht jedermanns Sache aber unabdingbar für einen erfolgreichen Businessaufbau.

„Sometimes you have to do what you don’t like to get to where you want to be (Tori Amus)“.

Ich habe gelernt zu entscheiden

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s gibt Menschen, denen fallen Entscheidungen schwer. Travelers hingegen müssen sich täglich entscheiden, angefangen vom Essen, Übernachtungsmöglichkeiten, nächste Destination etc. Kleine Entscheidungen aber auch welche, die einem Angst machen z.B. ein Trip in den Dschungel, Tauchen oder der bekiffte Tuktuk Fahrer, der dich zur nächsten Elekto Party fahren will.  Bei Entscheidungen geht es nicht darum richtig zu entscheiden. Vielmehr geht es darum es einfach zu tun. Hast Du dich mal unsinnig entscheiden, lernst Du aus dieser Entscheidung und wählst beim Nächsten Mal einen anderen Weg. Ohne Entscheidungen, keine Veränderung, ohne Veränderung, kein Fortschritt und ohne Fortschritt, kein Business.

„Action is the foundational key to all success (Pablo Picasso)“.

Ich lernte zu verhandeln

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er kennt nicht, das nervige Handeln auf Reisen? In der Selbständigkeit geht es sicher nicht wie auf einem Jahrmarkt zu aber wer schon des Öfteren erfolgreich verhandelt hat, lernt sukzessive den Wert der Ware besser einschätzen. Im Grunde genommen weißt Du bereits bevor die Verhandlung losgeht, wie hoch dein zu leistender Beitrag für einen erfolgreichen Geschäftsabschluss sein soll.  Ebenso lernst Du deine Bedürfnisse besser kennen, wieviel ist es Dir wert, dass ein bestimmtes Bedürfnis gestillt wird? Der Weg in die Selbstständigkeit ist mit einigen Stolpersteinen verbunden, die sich jedoch ganz gut outsourcen lassen – sofern dein Bedürfnis es verlangt.  Die Kombination aus dem Wert der Ware und deinem Bedürfnis, lässt dich aussichtsreicher in die Verhandlung einsteigen und Du läufst nicht Gefahr deine Entscheidungen zu bereuen.

Ich lernte Selbstbewusst zu sein

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elbstbewusstsein ist die Summe aller vorangegangen Eigenschaften. Als Traveler im Sabbatical lernst Du Dir und anderen Menschen zu vertrauen, lernst mit Risiken und Herausforderungen umzugehen, lernst zu entscheiden, lernst Chancen zu erkennen, lernst Fehlertolerant zu sein und lernst dich schneller nach Rückschritten zu erholen. Die Zuversicht in „alles wird gut“ und die Überzeugung in deinen Fähigkeiten und deiner Person drückt sich im selbstsicheren Auftreten aus.

Es muss nicht jeder deine Idee gut finden aber Du musst von deiner Idee überzeugt sein. Selbstbewusstsein festigt dein Mindset, erleichtert Verhandlungen, überzeugt auch andere und reißt mit. Selbstbewusstsein ist also nicht einfach angeboren, sondern glücklicherweise erlernbar.

Reisen macht mutig und vor allem kreativ! Mut brauchst Du, um den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Kreativität hilft Dir deine Ideen weiter auszubauen, Chancen zu erkennen und neue Impulse zu verarbeiten. Die Kombination ist unschlagbar und erfolgsversprechend.

Vor einer Woche habe ich also mein Business catchAwish gelauncht. Wie erfolgsversprechend dieser Schritt war, wird sich zeigen.

„Nobody talks of enterpreneurship as survival, but that’s exactly what it is“  (Anita Roddick / Founder of The Body Shop)

Ich werde meine Erfahrungen mit meinem jungen Start-up hier teilen, schau’ also öfters vorbei, sei live dabei und falls Du Fragen oder Anregungen hast, schreib sie mir gerne in die Kommentare. Ich freu mich auf dein Feedback.

Deine Saddia

 

10 Kommentare

  • So habe ich das noch gar nicht betrachtet. Bei mir war es aber auch so, dass ich nach einem Australien Aufenthalt und einer Asienreise mein Unternehmen gegründet habe. Wobei es auch viel geholfen hat in Australien bei einem Entrepreneur zu leben, der bereits sein drittes Unternehmen führt. Aber auch in Südostasien zu sehen, wie die Menschen als Mikrounternehmer sich durchs leben schlagen. Wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg bei Deinem Start-Up Saddia.
  • Hey Mihael,
    lieben Dank für die Wünsche! :-) Ich glaube, mir hat das Sabbatical gezeigt, dass sich so viel, so schnell, in so kurzer Zeit verändern kann. Ich wollte schon seit Ewigkeiten ein Sabbatical machen, hatte mich nur nicht getraut - Karriereknick, ich komm nicht wieder in den Job rein, bringt mir das überhaupt was etc? Ich war schon super stolz, dass ich das überhaupt endlich mal beantragt hatte :-) Ja und plötzlich schien alles so einfach bzw. dieser Schritt es "einfach mal zu tun" tat gar nicht weh. Wahrscheinlich ist das jetzt auch einfach meine Basis, "einfach machen" - im Schlimmsten Fall ist es falsch gewesen, na und, dann mach ich eben nochmal anders :-) LG Saddia
  • Hallo Saddia,
    was Du im Hinblick Sabbatical, Neuausrichtung und Herausforderungen beschrieben hast, können wohl alle verstehen, nachvollziehen und auch bestätigen. Da sprichst Du wohl vielen aus der Seele oder machst hungrig auf ein Sabbatical.
    Ich habe allerdings immer nur ' Micro-Sabbaticals ' gemacht.
    Was ich allerdings (noch) nicht verstehe, ist die Geschäftsidee von catchAwish.
    Wie soll am Ende Geld verdient werden?
  • Hallo Michael,
    erst ein mal entschuldige bitte für die späte Rückmeldung. Offensichtlich funktioniert die Notification noch nicht richtig und ich hab es leider gar nicht mitbekommen, dass ein Kommentar hinterlassen wurde :-( Aber nun zu deiner Frage: Zu allererst ist meine Geschäftsidee mein Herzensprojekt. Ich hab "das Geld verdienen" gar nicht in den Vordergrund gestellt, ich will tatsächlich so viel wie möglich erleben und alles nachholen was ich so lange hinter dem Schreibtisch verpasst habe :-) Aber klar, Ziel ist es natürlich möglichst viele Menschen für ein MIcroadventure zu begeistern und dann eigene Produkte/Microadventure anzubieten.. :-) Wie wäre es mit Wildcamping, Wie wäre es mit Party like Gatsby, wie wäre es mit x?Y?z? :-) Also stay tuned für die ersten Produkte :-) LG, Saddia
  • Hey, das finde ich toll geschrieben. Dein Weg zu den wichtigen Kompetenzen im Gründer-Dasein!
  • Hey Christoph,
    besten Dank, das freut mich sehr :-) Ich hab' vorher 10 Jahre als Unternehmensberaterin gearbeitet, deshalb bin ich nicht bei Zero gestartet aber den Feinschliff hab ich definitiv durchs Reisen bekommen...und vor allem das wichtigste überhaupt: MUT :-)
  • Cool - bin auch via Sabbatical in meine Gründung von webZunder.com eingestiegen :) Das war die Chance aus "Corporate" auszusteigen und einen neuen Start hinzulegen. Dabei bin ich rückblickend dankbar, was ich zuvor gelernt habe und dass ich einen verständnisvollen Chef hatte (der selbst auch schon mal gegründet hatte).
  • Hey Dirk,
    coole Website und tolles Angebot :-) Und ja, Du hast vollkommen recht - ich kenne tatsächlich niemanden, der nach seinem Sabbatical der alten Company treu geblieben ist. Entweder geht man seinen eigenen Weg oder startet einen anderen corporate Job. Egal für was man sich entscheidet, es ist auf jeden Fall mit Change und damit Fortschritt verbunden.

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