Mobile Only in der Praxis: Wenn plötzlich das Smartphone das einzige Arbeitsgerät ist

Mobile Only in der Praxis: Wenn plötzlich das Smartphone das einzige Arbeitsgerät ist

Theoretisch kann ich mein Business auch komplett vom Smartphone aus führen. Aber geht das auch wirklich in der Praxis? Im Mai 2018 wurde ich zu diesem Live-Experiment gezwungen. 12 Tage musste ich aufgrund einiger Umstände auf mein MacBook verzichten. Der Bildschirm war defekt, der nächste Apple Store brauchte angeblich 10 Tage für die Reparatur, allerdings hatte ich nur 7 Tage bis zum nächsten Flug. Nachdem ich zum Wochenende nach Portugal flog, konnte ich dort erst Montags zum Apple Repair Service und erhielt letztlich nach insgesamt 12 Tagen Zwangspause meinen Laptop zurück.

Es kann jedem und jederzeit passieren

Spätestens seit diesem Vorfall weiss ich: Es kann jedem und jederzeit passieren. Trotz der schlechten Nachricht fühlte ich mich allerdings auf diesen Ernstfall gut vorbereitet. 

  • Ich setze seit Jahren bei allen Anwendungen als Cloud Software (wenn das möglich ist).
  • Ich nutze diverse Cloud Speicher für Bilder, Kontakte, usw (iCloud, Dropxbox, Google).

Datenverlust war tatsächlich meine geringste Sorge. Seit ich als Digitaler Nomade durch die Welt ziehe musste ich damit rechnen, dass ein Gerät mal verloren oder kaputt geht. Das ist für mich auch ein Grund, warum ich nur Apple Produkte nutze: Es gibt quasi überall auf der Welt Apple Shops und ich kann in 10 Minuten ein iCloud Backup einspielen und sofort mit einem neuen Gerät da weitermachen, wo ich aufgehört habe. 

Viel spannender war für mich die alltägliche Arbeitsfähigkeit auf Mobilgeräten. Denn hier bin ich auch im Jahr 2018 tatsächlich teilweise an technische Grenzen gestoßen. In diesem Beitrag möchte ich darüber berichten, was in meiner "mobile only" Zeit gut funktioniert hat und was nicht. 

Sicher mag mein Fall ein Extremfall gewesen sein. Für viele ist der "mobile only" Ansatz aber auch zu einer Art Arbeitsphilosophie geworden. 

Wer arbeiten auf dem Laptop als Freiheit bezeichnet, der muss sich mal vorstellen nur mit einem Smartphone den ganzen Tag am Schreibtisch zu sitzen. 

Ohne Laptop bewege ich mich viel mehr und sitze nicht den ganzen Tag am Schreibtisch. Daher eine Erkenntnis schon vorweg: Der Mobile-Zwang hat für mich auch tatsächlich positive Auswirkungen gehabt. In der Zeit, in der ich ausschliesslich mobil arbeiten musste,

  • hatte ich mehr Fokus, weil weniger "Lärm" auf dem Bildschirm ist (es passt einfach nicht so viel nebeneinander auf dem Screen),
  • war ich effizienter, weil ich fokussierter war,
  • war ich effektiver, weil tippen auf dem Smartphone schwieriger ist (vergleiche mal deine eMails, die du auf dem Handy tippst mit denen am Laptop). Also habe ich wirklich nur das nötigste gemacht.

Mobile First reicht nicht mehr überall aus

Wer sich in den letzten Jahren mit Software- oder Website-Entwicklung beschäftigt hat, der wird den Begriff "mobile first" bereits gut kennen. Dahinter steckt, dass

  1. immer mehr Menschen ein Smartphone besitzen, und
  2. diese immer mehr mehr Zeit am Smartphone verbringen. 

Studien darüber gibt es viele im Internet. Hier will ich aber nicht auf die Nebenwirkungen eingehen, sondern lediglich den Trend hin zu Mini-Computern in der Hosentasche festhalten. Denn genau das sind Smartphones mittlerweile.

Obwohl Google selbst, Fachmagazine und Berichte wie dieser hier da draussen im Internet kursieren, vernachlässigen viele Websitebetreiber immer noch die Mobilfähigkeit ihrer Websites oder ihres Shops.

Klar muss man differenzieren. Nicht jeder Anwendungsfall macht auf dem Smartphone so richtig Sinn. Viele SaaS-Tools z.B. sind für die Desktop Nutzung optimiert. Für einige einzelne Anwendungsfälle gibt es dann eine App. Bei FastBill z.B. habe ich noch keinen Kunden getroffen, der seine Rechnung tatsächlich auf dem Smartphone in der U-Bahn erstellt. Unterwegs einen Beleg mit der Scan App* zu erfassen macht hingegen wirklich Sinn.

Schau in deine eigenen Analytics Account!

Bereits seit 2015 hat Google den mobile Index eingeführt um Websites nach Eignung für die Darstellung auf Smartphones zu indexieren. 2018 hat Google angekündigt Websites künftig nur noch nach dem Mobile Index zu ranken. Wer also als Websitebetreiber eine tolle Desktop-Darstellung hat, aber auf dem Smartphone versagt, der wird in Zukunft mit schlechteren SEO Rankings und weniger Besuchern rechnen können. Immerhin kommen mehr als 50% aller Google Anfragen bereits über das Smartphone. Ein Blick in die Praxis kann jeder machen. Bei einigen meiner Projekte sieht das laut Google Analytics derzeit so aus:

LetsSeeWhatWorks.com / Content

  • 50% Desktop
  • 45 Mobile
  • 5% Tablet

HappyCoffee.org / Shop

  • 59% Mobile
  • 31% Desktop
  • 10% Tablet

Meerdavon.com / Content

  • 54% Mobile
  • 37% Desktop
  • 9% Tablet

Wenn ich die Ergebnisse anschaue, gibt es eine Korrelation zwischen Mobile Nutzung und SEO Rankings. 

Je mehr Traffic durch organische Suchen bei Google auf die Website kommen, desto höher der Anteil an Mobilgeräten.

Lesetipp: So kannst du ein SEO Audit schnell und einfach selbst machen

Mobile Only ist die Zukunft Gegenwart

Die Gegenwart heißt "mobile only". Sprach- oder Gestensteuerung lasse ich an der Stelle bewusst mal weg. Denn Wege, das Internet zu nutzen, gibt es auch abseits von großen und kleinen Bildschirmen bereits jetzt schon viele (ich freue mich jetzt schon auf einen Update Beitrag im Jahr 2022 ;-) ).

Zwischen SaaS-, Shop- und Blogbereibern können sich SaaS Hersteller aus meiner Sicht am ehesten Zeit lassen. Solange es Desktops, Labtops mit großen Bildschirmen und Arbeitgeber mit Büros gibt, werden Menschen weiterhin davor sitzen und arbeiten. Wer als Shopbetreiber oder Blogger heute allerdings noch keine mobil-optimierte Website hat, der ist längst überfällig. 

Tool-Tipp: Wenn dein Argument "mangelnde Ressourcen" sind, wechsle auf einen Websitebaukasten wie Jimdo oder Chimpify (nutzt auch LetsSeeWhatWorks). Oder installier dir ein schönes, fertiges Wordpress Theme*.

Der Praxistest: Wie gut haben meine Anwendungen in der Mobile Only-Praxis funktioniert?

Mobil macht Sinn, das wissen wir jetzt. Aber wie weit ist die Praxis wirklich? In meinen 12 Tagen Mobile Only-Zwang habe ich mein eigenes Nutzungsverhalten beobachtet und gezwungermaßen meine täglichen Abläufe auf Mobile-Only-Tauglichkeit getestet. 

Es folgen meine Erkenntnisse. Pro Anwendung habe ich einen typischen Anwendungsfall betrachtet und (falls es das gab) auch den Grenzfall festgehalten, wo ich an die Grenzen gestoßen bin.

Hinweis 1:

Bei der Bewertung der Mobile Only-Fähigkeit habe ich ausschliesslich kritische Anwendungsfälle bewertet. Das sind solche, die nicht warten können.

  • Beispiel für einen kritischen Anwendungsfall: Gehalt überweisen und Kaffee für´s Lager nachbestellen
  • Beispiel für einen nicht kritischen Anwendungsfall: Blogbeitrag veröffentlichen

Hinweis 2:
Das ist (eine Auswahl) meines persönlichen Setups an Tools. Wer weitere Tools bewerten will, gerne in die Kommentare damit!

Hinweis 3:
Ich bin Apple Fanboy. Ich nutze ein iPhone X und habe mir 2 Tage nach dem Vorfall ein iPad dazu gekauft um meine externe Tastatur damit nutzen zu können. Meine Bewertung basiert also auch auf der Verfügbarkeit von iOS Apps und einer Tastatur. Ob du ein iPad noch "mobile" nennen willst, ist dir selbst überlassen.

Anwendungen, die schon gut mobil funktionieren

Slack, Skype, Messenger | Kommunikation 

Diese Tools nutze ich, um per Chat oder Telefon mit dem Team in Verbindung zu bleiben. Seit Jahren laufen alle Apps zuverlässig auf meinem Telefon. Auch zu Desktop-Zeiten habe ich diese meistens schon nur mobil genutzt.

E-Mail | Kommunikation

Ich nutze 4 E-Mail Adressen aktiv. Diese rufe ich per iPhone ab und typischerweise auch per Mail-App auf dem MacBook. Auch, wenn alles ging, war gerade längere Mails auf dem Smartphone zu schreiben schon nervig. Besser hat es mit dem iPad und einer externen Tastatur geklappt. Jeder moderne eMail Provider bietet auch schöne Webinterfaces an (die ich per Browser auf dem iPad aufgemacht hatte). Die Konten erst auf einem neuen Gerät einzurichten ist nicht nötig. (Ich nutze u.a. AllInk* als eMail Provider)

Google Docs | Texte schreiben und Kalkulationen

Hier schreibe ich Beiträge (z.B. für Dritte) und hüte einige Zahlen und Kalkulationen (z.B. Bestandsplanungen und ROI Berechnung für Happy Coffee). Für alle Anwendungen wie Spreadsheet oder Docs gibt es auch separate mobile Apps für besseres bearbeiten. Alles theoretisch kein Problem. Das Bearbeiten großer Tabellen geht zwar auch, wenn auch mit viel scrollen. Bequemer ist das auf jeden Fall auf dem Desktop. 

Lesetipps:

FastBill* | (vorbereitende) Buchhaltung

FastBill ist das zu Hause für all meinen Papierkram. Hier schreibe ich Rechnungen, erfasse meine Belege und gleiche Zahlungen auf meinen Konten ab. Der Prozess ist bis hin zur Übergabe an den Steuerberater zu 95% automatisiert. Per Belegimporter werden die meisten Belege (z.B. von Facebook, Google, Mailchimp und Co.) automatisch erfasst und im Tool abgelegt. Ich nutze FastBill Premium, wo ein FastBill Assistent meine Belege erfasst, vorkontiert und mit Zahlungen abgleicht. Belege unterwegs können per Scan App erfasst werden. 

Grenzfall: Die Übermittlung der Daten aus FastBill per DATEV Schnittstelle an den Steuerberater. Die Schnittstelle zu DATEV erfordert eine Verifizierung per Smartphone App (Smart Login). Dafür muss ein QR Code auf dem Bildschirm mit der Smartphone Kamera gescannt werden, d.h. ich brauche ein zweites Gerät. Mit dem iPad als Zweitgerät geht das.

Chimpify* | Blog

Chimpify ist eine Wordpress Alternative, die ich selbst nutze um den Blog LetsSeeWhatWorks zu betreiben. Ich finde das Tool deutlich besser und performanter als Wordpress, auch wenn es bei der Mobilfähigkeit im Backend noch hapert (Frontend ist perfekt!). Meine Anwendungsfälle auf dem Handy waren vor allem Traffic Zahlen prüfen und mal auf einen Kommentar antworten. Wenn ich das Smartphone quer halte funktioniert´s. Bei Hochkant-Haltung bekomme ich einen Hinweis, dass ich ein größeres Gerät nutzen soll. Da ich während meiner Mobile Only-Phase auch schreiben wollte, habe ich das iPad mit Tastatur verwendet. Das hat super geklappt! Bei Wordpress (nutze ich für andere Blogs) funktionierte der Teil bereits etwas besser. Auf die Tastatur hatte ich aber auch da nicht verzichten wollen.

Shopify* | Shop & Magazin

Ich nutze Shopify um Kaffee auf HappyCoffee.org zu verkaufen und das zugehörige Kaffee-Magazin mit 2500 Besuchern am Tag zu betreiben. Ausserdem rechne ich mehr als 300 Abos über Shopify und ReCharge ab. Shopify hat eine mobile App und öffnet selbst Drittanwendungen per Iframe. Alle von mir genutzten Drittapps sind auch mobile optimiert und haben super funktioniert. 

Beispiel Anwendungsfälle: Kunde schreibt, dass eine Abo-Bestellung auf heute vorgezogen werden soll. Kunde fragt, wo sein Paket bleibt.

Texte für das Magazin schreiben ist mit dem iPad ebenfalls kein Problem. Man könnte damit sogar auch mal an dem Template rumschrauben. 

Grenzfall mit der Smartphone App: Bestellungen können dort aus irgendeinem Grund nicht storniert werden (Stand Mai 2018). Dafür musste ich per Browser in die Webansicht.

Zendesk | Support E-Mails

Zendesk ist eine SaaS Anwendung und verfügt auch über eine mobile App, die laut Support allerdings erstmal nicht weiterentwickelt wird (Stand Juni 2018). Die aktuelle App reichte mir jedoch aus, um Anfragen von Kunden zu sehen und diese zu beantworten. 

Grenzfall mit der Smartphone App: Ich habe es nicht geschafft Dokumente an den Kunden zu schicken. Ich konnte z.B. eine Rechnung auf meinem Smartphone downloaden, allerdings hat es mir die App nicht ermöglicht das Dokument dort einzufügen. Auch hier musste ich auf die Desktop Variante per iPad zurückgreifen.

Billbee* | Rechnungen für Shop Bestellungen

Billbee nutze ich, um automatisiert Rechnungen für meine Kaffee-Verkäufe zu erstellen und diese an Kunden zu verschicken. Die Anwendung funktioniert eigentlich komplett automatisiert im Hintergrund (Rechnungen erstellen, Paketlabels für das Lager erzeugen, Rechnung versenden und Rückmeldung der Trackingnummer an das Shopsystem), aber es gibt Anwendungsfälle, in denen ich doch mal rein muss, wie z.B. 

  • Kunde benötigt eine Rechnungskorrektur (andere Adresse), oder
  • Kunde will die Rechnung nochmal zugeschickt haben.

Billbee kann zwar auf dem Smartphone aufgerufen werden, die Bedienung ist aber nicht wirklich darauf ausgelegt. Fall 2 habe ich mit dem Smartphone hinbekommen. Für Fall 1 musste ich zum iPad greifen.

MoneyMoney & HASPA App | Banking

Mein FastBill Account ist zwar mit meinem Bankaccount verbunden und perfekt, um eingehende Zahlungen mit Belegen und Rechnungen abzugleichen. Überweisungen hingehen nur mit dem Smartphone auszuführen (z.B. Gehaltszahlungen) war eine echte Herausforderung. 

Mit Apps wie MoneyMoney oder Outbank konnte ich keine Überweisung auf dem Handy ausführen. Nach ein wenig Recherche habe ich herausgefunden, dass die HASPA (Hamburger Sparkasse) tatsächliche ein Verfahren für mobile Überweisungen anbietet (Push Tan Verfahren). Nach Umstellung auf eine TAN App hat es dann funktioniert. Das vorherige SMS-TAN Verfahren benötigt leider 2 Geräte. Mit der TAN App ging es dann sogar nur auf dem Smartphone.

Social Media

Ob Facebook oder Instagram, alles kein Problem. Die Apps wurden ja quasi für die Mobile Only Nutzung erfunden!

Dinge, die für mich Mobile Only nicht funktionierten

In meiner Zwangs-Mobile-Only-Zeit gab es tatsächlich auch Fälle, für die ich keine mobile Lösung gefunden hatte.

Podcast schneiden (mit GarageBand)

Mittlerweile weiss ich, dass es Apps wie Ferrite oder Shure gibt. Darauf werde ich beim nächsten Desktop Blackout auf jeden Fall zurückgreifen. Für diesen Zeitraum hatte ich das Podcasten einfach ausgesetzt. War nicht kritisch für mich.

Videos schneiden (mit iMovie)

Ich habe diverse Apps auf dem iPhone und iPad probiert (z.B. von GoPro oder DJI Go 4). Leider habe ich keine einzige App gefunden, wo per Smartphone oder iPad einen externen Song hochladen konnte. Der Schnitt selbst (nur Bilder) hat bei vielen Apps allerdings gut geklappt.

Screencasts aufnehmen (mit Screenflow)

Auf dem LSWW Youtube Kanal veröffentliche ich u.a. regelmäßig Video Tutorials zu diversen Tools. Das ging so auf dem Smartphone leider nicht. Unterm Strich ist das vermutlich auch der einzige Anwendungsfall, für den es aufgrund der Displaygröße nie eine gute mobile Lösung geben wird.

Mein Fazit zu Mobile Only: 97% geht schon! 

Die meisten (kritischen) Anwendungsfälle im Alltag gehen schon super mobile only! Mehr, als ich erwartet hatte. Vieles hat zwar nicht so richtig bequem funktioniert, aber nahezu alle kritischen Anwendungsfälle konnte ich ausschliesslich mit dem Smartphone erledigen.

Für die restlichen 3% und etwas mehr Bequemlichkeit habe ich mir mit dem iPad eine gute Lösung geschaffen (gibt´s bei eBay gebraucht neu für 200€). Als Backup Gerät eine super Lösung für mich, vor allem in der Kombination mit der externen Apple Bluetooth Tastatur.

Ganz auf mein MacBook möchte ich aktuell aber dennoch nicht verzichten. Denn Bequemlichkeit ist mir wichtig. Und Screencasts möchte ich auch nicht verzichten. 

Mein Tipp an alle Leser ist dennoch, sein Setup mal durchzugehen und sich auf den Ernstfall vorzubereiten. Cloud Synchronisierung von Bildern, Kontakten, etc. sind Pflicht. Auch auf E-Mails und Passwörter sollte man immer und überall Zugriff haben. Besonders bei der Buchhaltung sollte niemand mehr eine lokale Lösung nutzen. Fehlende Belege bei einer Steuerprüfung werden vom Finanzamt geschätzt. Nachzahlungen sind damit eigentlich garantiert.

Wenn du selbst schon mobile only arbeitest oder du Grenzen gefunden hast, schreib diese gerne in die Kommentare! Ich bin sehr neugierig.

14 Kommentare

  • Wie ich den Urlaub vorbereite:
    - Kopien aller wichtigen Daten online stellen
    - Ganz kleinen USB-Stick mit Passwörtern in den Geldbeutel legen. Der ist natürlich verschlüsselt.
    - Bei meiner Mutter liegt daheim aber auch noch ein USB Stick. Denn kann Sie mir mit Fedex Overnight senden, wenn ich irgendwo sein sollte, wo das Internet ganz langsam ist um große Daten runter zu laden. Dort sind auch Dinge drauf, die ich auf dem Mini-USB-Stick im Geldbeutel nicht drauf habe, z.B. Installationsdateien für Programme
    - Sicherstellen, dass ich unterwegs genug Geld hätte, um einen Laptop spontan zu kaufen (Kreditkartenlimit)

    Falls man in einem typischen europäischen Urlaubsgebiet ist, kann man eventuell auch heimfliegen, einkaufen oder Ersatzgerät holen und wieder hinfliegen. Das kann stressfreier sein, als sich wochenlang mit schlechter Hardware zu quälen. Von den Kanaren kommt man spontan meist für je 50-100 Euro nach Deutschland und zurück.
  • Hey Sandra,

    macht alles Sinn! Ich habe auch immer mehrere Kreditkarten dabei. Uns meist ist ein Ausflug in Land mit Apple Stores nicht so weit weg.
  • Hallo Christian,

    sehr schöner Artikel und Deine Erfahrung kann ich nach zwei Jahren iPad/iMac-Kombi voll bestätigen.

    Wenn Du irgendwann noch einmal einen Versuch mit Video-Bearbeitung auf dem iPad/iPhone unternehmen willst oder musst, kann ich LumaFusion empfehlen. Die App lässt nur noch wenige Wünsche offen.

    Viele Grüße,
    Thyra
  • Hallo Christian,

    ein toller Artikel mit vielen interessanten Erkenntnissen.
    Mobile First scheint also doch nicht nur ein Marketingschlagwort zu sein ;-)

    Das Bloggen hat ja anscheinend gut geklappt. Hast du dabei auch Beiträge mit Fotos oder Videos veröffentlicht, die du an den Beitrag anpassen musstest? Ging das am Handy/Tablet auch gut?

    Viele Grüße
    Stephan
  • Hey Stephan,

    die Bilder habe ich tatsächlich an einem Leihgerät bearbeitet. Dabei ging es nur um´s vergrößern. Komprimieren lassen sich Bilder auch prima unterwegs z.B. mit tinyjpg.com .
  • Hi Christian,
    interessanter Bericht und spannendes Experiment - wenn auch ungewollt. Ich habe auch schon länger mit dem Gedanken gespielt, mir ein iPad zuzulegen, um künftig unterwegs das Macbook zuhause lassen zu können. Ich denke, ich werde den Versuch mal wagen. Mit dem iPhone X mache ich bisher auch schon sehr vieles unterwegs, mir war aber dennoch nicht bewusst, dass sich schon so vieles mobile-only erledigen lässt. Ich bin gespannt, was in den nächsten Jahren auf uns zukommt...

    P.S.: Ich schließe mich dem Timo an: ich fand deinen Vortrag in Porto ebenfalls super, sehr inspirierend!
  • Hey Nina,

    danke dir für das Feedback, Nina.
  • Hi Christian, dein Blogartikel hat mir sehr gut gefallen. Mit dem IphoneX hat man tatsächlich einen Minicomputer in der Tasche, mit dem schon echt eine Menge möglich ist. Ich liebe die heutige Zeit ...mit sämtlichen Cloudlösungen und Automatisierungsmöglichkeiten.

    Liebe Grüße aus aktuell Hamburg,

    Timo

    PS: Wir haben uns in Porto bei CC kurz auf dem Flur mit Thomas Jakel unterhalten. Dein Vortrag war echt super. Mach weiter so 🙂
  • Hey Timo,

    danke dir für das Feedback. Freut mich sehr. Schade, dass wir in Porto nicht mehr Zeit hatten. Müssen wir nachholen irgendwie...
  • Bezüglich Hardware-Reparatur ist man mit Geräten für Businesskunden eventuell besser aufgehoben. Bei HP zum Beispiel gilt die vor-Ort-Garantie weltweit. Am nächsten Arbeitstag ist ein Techniker mit Ersatzteilen vor Ort, der das Gerät repariert. (Ob das wirklich auch irgendwo in der Wüste funktioniert, kann ich aber nicht sagen.)

    Je nach eingesetzter Software ist eine eigene "Cloud" praktisch, sprich ein gemieteter Server, auf dem man per Remotedesktop arbeitet. Dort hat man alle Daten abgelegt, es wird für das Backup gesorgt und wenn einem ein Gerät abhanden kommt, gelangen keine Daten in falsche Hände.

    Der Remotedesktopclient läuft auf Windows, macOS, Android und iOS (und eine inoffizielle Variante auf Linux). Auf Windows und macOS werden lokale Drucker zum Server verbunden. Als Tablet nimmt man besser eines mit Android, da iOS keine Mausunterstützung bietet. Mit Tastatur und ohne Maus zu arbeiten stelle ich mir nicht sehr komfortabel vor. Das Tablet steht dann ja auf dem Tisch und man muss den Arm heben, um den Touchscreen zu bedienen.

    Mit einem eigenen Server kann man mit jedem Gerät arbeiten, notfalls auch an einem Terminal im Internetcafé. Da der Bildschirm live übertragen wird, ist eine stabile Internetverbindung notwendig. Es braucht nicht viel Bandbreite, aber es sollte keine Unterbrüche geben (sonst friert der Bildschirm immer wieder ein). Für das Arbeiten im Zug oder im Flieger eignet sich eine lokale Lösung mit Synchronisation (wie OneDrive oder Dropbox) besser.
  • Hey Meinrad,

    alles gute Punkte, macht rational betrachtet alles Sinn. Nen lokalen Drucker brauch ich nicht und einen lokalen Standort, wo ich den Server mit der eigenen Cloud aufstellen kann, habe ich auch nicht (ausser bei Mutti im Keller). Ich fühle mich wohler, wenn die Server, die ich nutze, in sicheren Rechenzentren stehen.

    Was kostet so ein Business Service denn bei HP? Weisst du das? Apple bietet gegen Aufpreis auch Leihgeräte an. Wer aber einen richtigen Apple Store in der Gegend hat (gibt es in Portugal nicht), der kann sich einfach ein neues Gerät kaufen und dieses innerhalb von 14 Tagen wieder gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgeben (hab ich so in einem Apple Store bestätigt bekommen). Ich konnte das nur wegen dem Flug nicht machen.

    Was das iPad angeht: Kommt auf den Anwendungsfall an. Für Blogtexte und EMails reicht das Touchpad völlig aus.
  • Hallo Christian

    Habe mich wohl etwas missverständlich ausgedrückt: mit eigenem Server meinte ich einen gemieteten Server in einem Rechenzentrum (Azure, Amazon, Hetzner...). In Muttis Keller ginge zwar, aber man will sich ja nicht um defekte Festplatten etc. kümmern, wenn man unterwegs ist und ein normales DSL erfüllt auch nicht unbedingt die Anforderungen bezüglich Verfügbarkeit. Von Schutz vor Feuer, Wasser etc. ganz abgesehen...

    Wobei Deine Arbeitsweise eigentlich noch ein Stück fortschrittlicher ist: ein Server in der Cloud ist nur quasi ein ausgelagerter PC. Du arbeitest tatsächlich unabhängig von einzelnen Systemen. Also statt einen Server zu mieten und eine Buchhaltungssoftware zu installieren, beziehst Du die Buchhaltung schon als Dienst. Wenn man es kann, ist das mit weniger Aufwand verbunden. (Für mich käme es im Moment nicht in Frage, da ich auf "traditionelle" Software angewiesen bin.)

    Bei den besseren Business-Geräten von HP (zum Beispiel EliteBooks) sind drei Jahre internationaler vor-Ort-Service dabei. Die Verlängerung auf vier Jahre schlägt dann aber mit ca. 150 Euro zu Buche.
  • Hey Meinrad,

    ja, das macht Sinn. Ich hatte nur die Protonet Box im Kopf, die man sich ja tatsächlich zu Hause hinstellen sollte. Und ja, ich bin 98% mit SaaS Tools unterwegs (vor allem Buchhaltung! ). Was noch nicht mit SaaS geht ist Sketch/Photoshop (Canva reicht da nicht), iMovie und Screencast Tools... und Banking. Der Rest geht schon komplett im Netz.

    Danke für die Infos zu HP.

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