4 Wege, wie du deine Blog-Reichweite mit Micropayment zu Geld machst

4 Wege, wie du deine Blog-Reichweite mit Micropayment zu Geld machst

Bloggen wird immer beliebter, und das ist gut so. Als ich selbst im Januar 2014 damit angefangen habe, stand für mich von vorne herein fest, dass ich diesen Blog nicht nur nutzen möchte um Reichweite zu erzielen, sondern auch um früher oder später damit Geld verdienen zu können. Zumindest sollten die Kosten für meinen Outsourcing Ansatz damit gedeckt werden.

Wer mit dem Bloggen einmal angefangen hat und es bis zu einer kritischen Leser-Masse durchhält, dem stehen mehrere Möglichkeiten offen dieses Ziel zu erreichen. Denn ist der Traffic erst einmal vorhanden, lassen sich verschiedene Modelle anwenden: z.B. ein eigenes Produkt, Vorträge, Dienstleistungen oder sonst was.

Besonders attraktiv scheint die Methode als Affiliate ohne eigene Produkte – nur durch Empfehlungen – Geld zu verdienen. Ich selbst mache das aktuell bei Happy Cofffee mit einem Affiliate Shop so. Als „Zwischenlösung“ ist das super. Wenn ich irgendwann doch wieder eigene Produkte verkaufen möchte, kann ich auf der bestehenden Reichweite einfach aufbauen.

Die Währung im Internet heisst Traffic

Bisheriger Trend: digitale Produkte

In den letzten Monaten beobachte ich viele Blogger, die wie z.B. Conni Biesalski mit einem kostenpflichtigen eBook für digitale Nomaden oder mit einem Online Kurs für Blog Anfänger gute Umsätze macht.

Nachdem ich selbst damals (sehr früh) auf dieser Seite hier einen Membership Bereich probierte und damit scheiterte, habe ich mich kürzlich mal wieder erneut auf die Suche nach neuen Möglichkeiten der Blog-Monetarisierung begeben. Und siehe da, es scheint sich derzeit ein echter Trend um Micropayment und Paywalls zu entwicklen.

Grundsätzlich finde ich es absolut gerechtfertig, dass jemand seinen Influencer Status nutzt um damit Geld zu verdienen. Denn kein Blogger mit großer Reichweite hat das von heute auf morgen geschafft. Vielmehr stecken Jahre an Zeit und Wissen in einem Blog, ehe man als erfolgreicher Blogger wahrgenommen wird. Das Ergebnis mag im Einzelfall zwar einfach aussehen, aber so ist es nicht. Das wird jeder Blogger bestätigen können.

Mit Micropayment und Paywalls zur schnellen Blog-Monetarisierung

Der Nachteil an digitalen Produkten wie eBooks ist, dass es recht lange dauert bis das Ergebnis vorliegt. Wird das Produkt dann einmal gekauft, hat der Kunde keine Chance noch mehr Geld auszugeben, es sei denn es gibt irgendwann ein weiteres Produkt.

Warum also nicht das Naheliegende nutzen? Es liegt in der Natur eines Bloggers einfach zu bloggen, und zwar regelmäßig. Mit neuen Tools wollen nun verschiedene Micropayment Anbieter dafür sorgen, dass Blogger wie du und ich Geld mit Blogtexten verdienen können.

Eine kurze Recherche hat mich auf 4 Anbieter aufmerksam gemacht, von denen ich aktuell einen im Test habe. Alle Lösungen verfolgen das Ziel bestehende Reichweite zu nutzen, um entweder noch mehr Reichweite durch Shares zu gewinnen, oder Geld zu verdienen.

Micropayment Anbieter im Vergleich

1. Pay or Share

Pay or Share ist ein Anbieter aus Hamburg, der leider noch nicht sehr viele Informationen auf der Website hat. Der Name erklärt´s aber schon ganz gut: zahle oder teile. Die Wahl bleibt beim Leser. Das Team von PayOrShare hat hier einen Demo-Shop eingerichtet, bei dem man sich den Ablauf mal anschauen kann. 

Auffallend ist, dass die Share-Buttons gut im Vordergrund stehen. Der Shop-Context im Demo-Shop zeigt auch, dass man nicht nur Texte, sondern auch weitere Inhalte wie z.B. Coupon Codes in Shops anbieten kann. Der Effekt: Besucher sparen Geld, wenn Sie ein Produkt in Ihrem Sozialen Netzwerk teilen. Wer das nicht möchte, der muss seine Zahlungsdaten hinterlegen und statt zu teilen bezahlen. Letzterer Teil war für mich aus der Demo jetzt leider erstmal nicht erkennbar.

Screenshot PayOrShare Demo https://magento.payorshare.de/coupon-share
Screenshot PayOrShare Demo https://magento.payorshare.de/coupon-shareW

2. Pay with a Tweet

Pay with a Tweet ist ebenfalls ein Unternehmen aus Hamburg. Nicht mehr ganz so jung und eingeschränkt auf Social Shares, mit denen man bezahlen kann. Der Name spricht zwar von „Tweet“, aber es geht im Prinzip auch jedes andere Netzwerk.

Wer PWAT mal ausprobieren möchte, kann das kostenlos tun. Bezahltarife gehen ab 49€ los… da muss man es allerdings schon ernst meinen und den Status als Hobby Blogger verlassen haben.

Screenshot PayWithATweet.com
Screenshot PayWithATweet.com

3. Laterpay

Laterpay aus München habe ich selbst aktuell im Test hier im Blog. Die Ergebnisse, meine Erfahrungen und meine Umsätze, die ich seit Einführung vor einer Woche mit Laterpay gemacht habe, findest du weiter unten im Artikel. Im Gegensatz zu den anderen Anbietern geht es bei Laterpay nur darum Geld zu verdienen, und nicht um Shares.

Screenshot laterpay.net
Screenshot laterpay.net

Das Besondere: Erst lesen, später bezahlen. Auch hier ist der Name super gewählt. Ohne eine Anmeldung bei Laterpay kann man als Leser zunächst einen Artikel oder Teile davon kaufen. Erreicht man nach einigen Tagen oder Wochen die Grenze von 5€, wird eine Anmeldung erzwungen. Erst dann müssen Zahlungsdaten für den Micropayment Dienst hinterlegt werden und Laterpay verteilt den Umsatz an die Blogs. Richtig, die Blogs…denn Laterpay ist ein Netzwerk. Nicht nur der Umsatz auf der eigenen Seite zählt, sondern auch der Laterpay-Umsatz auf anderen Seiten.

Obwohl das Unternehmen erst seit Ende 2014 ein WordPress Plugin auf den Markt gebracht hat, nutzen bereits bekannte Seiten wie Gutjahr.biz und die Hamburger Morgenpost das neue Zahlungssystem.

Kosten: für 15% des Umsatzes übernimmt Laterpay alle Abwicklungsmechnismen.

Um bei Laterpay teilnehmen zu können, muss ein 3-seitiger Akzeptanzvertrag und eine Ausweiskopie nach München geschickt werden. Kosten entstehen ausser der Briefmarke erstmal keine. Das WordPress Plugin gibt´s kostenlos im WordPress Plugin Store. Alles relativ umkompliziert, wie ich finde.

4. Neoreach

Neoreach ist das einzige Startup aus den USA hier im Vergleich. Und auch die Funktionsweise ist anders. Nicht der eigene Content soll monetarisiert werden, sondern Content von anderen Anbietern. Der Ablauf funktioniert wie folgt: Man meldet sich an, verbindet all seine Social Profile und hinterlegt Tags mit Interessen, die zum eigenen Profil passen.

Obwohl ich insgesamt 9 zueinander passende Interessen (mit Autocomplete) gewählt habe, bekomme ich aktuell keine Kampagnen vorgeschlagen. Offenbar ist SaaS, Entrepreneurship und Marketing noch nicht umfangreich genug vertreten. Schade eigentlich. Falls es aber irgendwann doch passende Kampagnen gibt, wäre das eine super Möglichkeit, das eigenen Profil um fremden Content zu ergänzen, und dafür auch noch Geld zu bekommen. Soweit die Theorie.

Screenshot Neoreach Account
Screenshot Neoreach Account
  • Meine Erfahrungen und Umsätze nach einer Woche Laterpay

Vor genau einer Woche habe ich Laterpay als Paywall hier im Blog eingeführt. Die Anmeldung verlief recht unkompliziert. Nach ein paar Tagen bekam ich vom Gründer Felix meine Zugangsdaten. Auch, wenn hier und da noch ein paar Verbesserungen am System vorgenommen werden müssen, wird die Hauptaufgabe schon sehr gut erfüllt.

Nachdem ich im Plugin Dashboard Einstellungen zu Appearance und Pricing festgelegt hatte, entschloss ich mich den Artikel aus der letzten Woche zu wichtigen Marketing KPI als ersten Artikel mit einem Preisschild zu versehen. Aus reiner Willkür entschied ich mich für 0,99 Euro.

Laterpay Dashboard
Laterpay Dashboard

Grundsätzlich bietet Laterpay auch an alle Artikel auf einmal mit einem Preis zu versehen. Auch lassen sich nur bestimmte Kategorien mit einem Pricing versehen, falls gewünscht. Wenn kein eigener Teaser gewählt wird, nimmt das Tool automatisch die ersten 60 Wörter eines Artikels.

PPU, SIS und Time Passes

Es muss nicht die „pay later“ Variante sein. Ab einem Preis von 1,50€ kann man auch auf SIS (Single Sale) setzen. In dem Fall muss sich der Käufer sofort anmelden und seine Zahlungsdaten hinterlegen. Neben den Einzelartikelverkäufen kann man auch problemlos einen Time Pass anbieten, der alle Artikel für einen bestimmten Zeitraum kostenlos schaltet.

In einem Beitrag selbst lassen sich die globalen Einstellungen als dem Dashboard für das Pricing problemlos überschreiben. Auch automatisierte dynamische Preise sind möglich.

Laterpay Einstellung im Beitrag
Laterpay Einstellung im Beitrag

4 Artikel im Test

Folgende 4 Artikel habe ich mit einem Testpreis ausgestattet. Nur einen davon gab es noch nie kostenfrei, den aktuellsten.

1. Die wichtigsten Marketing KPI für Online Unternehmer (0,99€, einen Tag auch mal 1,50€)

2. Wie ich mit nur einer Stunde 1500 Wörter blogge (0,50€)

3. Provisionen verdienen per Affiliate Shop (0,19€, Paywall wurde wieder entfernt)

4. Die geheime Traffic Quelle, die kaum einer nutzt (0,29€)

 

Umsätze nach einer Woche und 80 bezahlten Klicks

Laterpay Dashboard im WordPress Backend
Laterpay Dashboard im WordPress Backend

 

 

Etwas über 50€ habe ich (theoretisch) verdient. Denn tatsächlich geflossen ist noch nichts. 

Der meiste Umsatz entfällt auf den Artikel „Marketing KPI„. Die Frontend Ansicht zeigt den aktuellen Status:

Frontend Ansicht "Marketing KPI"
Frontend Ansicht „Marketing KPI“

 

In den ersten beiden Tagen kam durch meinen Newsletter und Facebook Posts etwa 27€ der Käufe zustande. Die andere Hälfte generierte ich mit Paid Traffic von Facebook.

Von 5% auf 11% Conversion mit Paid Traffic

Nachdem der erste Traffic-Schub nach 2 Tagen abgeklungen war, erhöhte ich Preis auf 1,50€ und stellte für einen Tag auf das SIS Modell um. Der einzige Kauf, der an dem Tag zustande kam, war allerdings mein eigner Testkauf. Auch, weil die Anzeige im Frontend-Dashboard nicht geklappt hatte, habe ich es am Folgetag wieder zurück auf 0,99€ gestellt. In den ersten Tagen kam ich auf eine Conversion von 5%, die später auf 3% herunter ging (insg. 481 Besucher, 1300 Pageviews). Der Traffic ist etwa 30% weniger als „normal“, vermutlich weil aufgrund der Paywall weniger geteilt wurde.

Um weiterhin Traffic auf die Seite zu bekommen, habe ich eine Werbung bei Facebook geschaltet, für die ich aktuell 0,25€ pro Website-Klick bezahle. Die CTR von 1,8% zeigt, dass die Anzeige auf jeden Fall besser performen könnte. Für diesen ersten Test aber völlig ok.

Performance der Facebook Werbung für den Artikel "KPI Dashboard"
Performance der Facebook Werbung für den Artikel „KPI Dashboard“

Laut Anzeige im Frontend-Dashboard konvertiert der Artikel am heutigen Testtag mit 11%.

Rechne ich das Beispiel zu Ende, kosten mich 100 Klicks bei Facebook 25€. Bei dem aktuellen Preis und der Conversion würde ich damit knapp 11€ Umsatz machen. Davon gehen noch mal 15% an Laterpay Gebühren ab, sobald der Umsatz wirklich gemacht wurde. Der Plan geht also noch nicht auf. Der Artikel müsste 150% teurer sein, damit sich das lohnt ODER die Anzeige muss mindestens doppelt so gut performen. Auf Tagesbasis ging die Rechnung zwar heute auf (3€ Ausgegeben, 5€ verdient), aber skalieren lässt sich das vermutlich noch nicht.

Wie gesagt, hier ist keine Optimierung in die Anzeige geflossen. Ich bin aber sicher, dass da noch Luft nach oben.

Wie geht´s weiter?

Ich werde Laterpay vorerst weiter nutzen. 50€ zu verdienen mit einem Post ist bei meinem aktuellen Traffic (150 bis 200 Besucher pro Tag) völlig ok, selbst wenn es nur 30€ wären, die ich ohne Werbung damit verdient hatte. Rechne ich das hoch, dann komme ich auf vielleicht 200€ pro Monat mit Laterpay. Damit kann ich erstmal leben. Ich denke, es lässt sich so in den kommenden Monaten eine Niveau erreichen, bei dem mein Plan mit der Refinanzierung des Blogs aufgeht.

Darüber hinaus bleibt auch der Longtail abzuwarten. Die Tests bei den anderen Artikeln haben eine Conversion von 4% oder 5% gezeigt. Der Preis hatte darauf offenbar keine Auswirkung. Laut Richard Gutjahr erzielte er mit einem Artikel die Hälfte seines Umsatzes im Longtail innerhalb von 5 Monaten.

Auch spannend finde ich, dass keine einzige Beschwerde kam und sich nur 4 von 800 Newsletter Lesern abgemeldet haben. Ich hab mir vorgenommen nicht alle Artikel gleich zu bepreisen und den Content auch nicht immer komplett zu verdecken, sondern eher selektiv heran zu gehen und nur einzelne Informationen zum Kauf anzubieten.

Nicht alles ist rosig: Die Nachteile

Ein großer Nachteil an jeder Paywall ist, dass auch Google die Inhalte nicht sehen kann. Deshalb habe ich z.B. auch den Artikel „Provisionen verdienen per Affiliate Shop“ wieder freigegeben. Eine pauschale Sperrung nimmt jede SEO Power, und dieser Artikel rankt bereits gut. Für den kurzen Test war das jedoch gut geeignet.

Auch verpasst man durch die Paywall vermutlich Leser, die einfach nicht bezahlen möchten. Das ist ok, wer aber nur auf Reichweite setzt, schneidet sich hier ins eigene Fleisch.

Für mich ist es durchaus auch ok auch für Blog-Werbung Geld zu bezahlen, wenn denn Umsätze auf der anderen Seite dafür herauskommen. die höher als die Ausgaben sind. Mit dem Pricing und auch mit Werbeformen werde ich deshalb weiterhin experimentieren.

Spannend wird sicherlich die Zeit, wenn erste echte Auszahlungen zu erwarten sind (also Leser bei 5€ landen). Ich bin gespannt, wie hoch die tatsächliche Auszahlungsquote sein wird.

Mein Fazit

Ich denke Laterpay ist eine wirklich tolle Sache, auch wenn es sich erst noch in der Blogshäre etablieren muss. Es wird eine Zeit dauern, bis es „normal“ geworden ist für guten Content zu bezahlen. Macht aber absolut Sinn. Ich selber zahle gerne kleine Beträge für gute Inhalte.

Falls du selbst Blogger bist, möchte ich dich hiermit aufrufen selbst Laterpay mal auszuprobieren. Je größer das Netzwerk ist, desto höher wird die Akzeptanz unter den Lesern sein. Bin gespannt, wie deine Erfahrungen sind und ob du auf SEO Power verzichten würdest, wenn ihr dafür Geld verdienen könnt.

 

Photo by Oliver Symens | License: CC BY-SA 2.0

28 Kommentare

  • Guter Beitrag. Bin gerade selber nach einer Lösung für eine einzelne Webseite da kommt dieser Artikel gerade richtig. Hat sich seit dem erstellen dieses Posts am 2015-02-24 etwas getan im Bezug auf die Auszahlung oder deinem weiteren Testen des Services?
  • Hi Christian,

    super interessanter Artikel. Hatte diese Verdienst-Modell bisher er nur bei Internetauftritten der klassischen Printmedien gesehen ... den Transfer für den Bloggerbereich aber bisher noch nicht vollzogen ;-)

    Bisher "vermarkte" ich meine Artikel nur über die VG-Wort. Hier gibt es je nach Anzahl der Aufrufe im Jahr im Folgejahr eine entsprechende Ausschüttung. Hierzu muss man sich bei der VG Wort anmelden, seine Artikel mit einer Zählmarke versehen und für reichlich Leser sorgen ... wer genaueres wissen möchte kann dies gerne im zugehörigen Artikel nachlesen: http://finanzielle-freiheit-passives-einkommen.eu/vg-wort-passives-einkommen-fuer-blogger/

    Gruß
    Anton
  • Hi Christian, hast du LaterPay jetzt bei allen den o.g. Artikeln entfernt? Viele Grüße, Katharina
  • Gut aufgepasst ;-) Ja, aber ggf. nur temporär. Ich habe ein paar technische Umstellungen gemacht und noch ein paar Sachen vor, wo Laterpay teilweise aktuell nicht geklappt hat (z.B. in der mobilen View). Deshalb habe ich es vorerst wieder ausgebaut.
    VG
    Christian
  • […] Deinen Blog mit Micro-Payment monetarisieren bei Letsseewhatworks.com. Christian Häfner über die Möglichkeiten, wie sich Blogposts zu Geld machen lassen. In den USA ist diese Methode durchaus üblich, bei uns noch nicht. Keine Angst! Kommt für mich nicht in Frage. Aber vielleicht für dich? […]
  • Ein sehr informativer Artikel mit ganz wichtigen Tipps und Hinweisen. Das wird einigen sicherlich eine sehr große Hilfe sein.
  • Hallo Christian,

    ich für meinen Teil hatte jetzt mit den 99 Cent weniger ein Problem. Aber ich gebe meinen Vorrednern auf jeden Fall recht, dass man nur verkaufen kann, wenn man bereits eine gewisse Vertrauensbasis geschaffen hat. Eine Monitarisierung auf diesem Wege ist meiner Meinung nach durchaus machbar, wenn zwischen guten gratis Content hin und wieder bezahlter "Premium" Content eingestreut wird. Bei Richard Gutjahr hat es ja auch recht gut funktioniert. Fand die Ergebnisse auf jeden Fall interessant, danke dafür! Mich würden vor allem auch die Longtail Ergebnisse interessieren. Wäre es hier möglich irgendwann einen Einblick von Dir zu erhalten?

    Viele Grüße
    Peter
  • […] Deinen Blog mit Micro-Payment monetarisieren bei Letsseewhatworks.com. Christian Häfner über die Möglichkeiten, wie sich Blogposts zu Geld machen lassen. In den USA ist diese Methode durchaus üblich, bei uns noch nicht. Keine Angst! Kommt für mich nicht in Frage. Aber vielleicht für dich? […]
  • Hallo Christian,

    sehr interessanter Beitrag und Benjamin hat eigentlich schon das meiste gesagt, was ich auch schon gedacht habe.
    Ich habe jetzt aber auch schon mal einen Artikel von Dir gekauft. Mein Gedankengang im O-Ton danach war dann aber auch etwa dieser: "Hmm...da habe ich jetzt 0,99cent für den Rest des Artikel gezahlt und viele Bücher werden via Amazon-Kindle oft schon für 4,90- angeboten. Das ist im Verhältnis, wenn man das hochrechnet ja fast teurer als ein Buch zu kaufen..."

    Ich würde das vielleicht nicht unbedingt bei allen Beiträgen, sondern nur bei den super großzügigen, die fast schon selbst ein Ebook sein könnnten, machen und mit dem Preis vielleicht noch einen Tick runter gehen...
    Ist halt eine ganz schöne "Finetuning-Geschichte" mit viel Testerei, da die meisten Leser bei Blogs eben Gratis-Content erwarten...

    Bin auf Deine Ergebnisse gespannt!

    Viel Erfolg und LG
    Tobias
  • Die Anmerkungen und die Idee gefallen mir.
    In der Tat, die "meisten Leser bei Blogs erwarten Gratis-Content …" und deswegen bin ich auch an den Erfahrungen interessiert.

    Beste Grüße

    Ralph
  • Hallo Christian,

    ein interessanter Artikel. Ich habe den Bezahl-Teil jetzt erstmal überlesen, werde aber, nachdem ich den Kommentar hinterlasse habe, noch mal hochspringen.

    Grundsätzlich bezahle ich für die Bildung gerne. Seien es Bücher, die meistens noch recht günstig oder gar kostenlos (Bücherei) sind oder Video-Kurse bis hin zu Seminaren und Konferenzen. Ich betrachte das als Investition. Wenn das Wissen, welches ich dadurch erlange, mich oder mein Business voranbringt, dann lohnt sich das. Was sind 99 Cent, wenn ich dafür erfahre, wie ich mehr Traffic erzeuge oder wie ich einen Blog monetarisiere.

    Wenn ich nicht bereit bin, dafür zu bezahlen, dann nur, weil ich mir davon keinen Mehrwert verspreche. Die Frage, die sich dann aus einem derartigen Experiment ergeben kann ist, hat man in der Vergangenheit tatsächlich Mehrwert geboten. WOOLTEN die Leser tatsächlich den Content oder war das Verweilen auf der Website eher Zeitvertreib oder Unterhaltung.

    Man könnte auch polarisieren und sagen, wenn der Leser nicht bereit ist zu zahlen, dann ist der Content eh nichts für Ihn. Dann kann er auch die Website verlassen. Zugegeben etwas scharf formuliert. Aber der Gedanke spricht mich irgendwie an. Ist wie in jedem Unternehmen. Mit welchem Kunden (Lesern) möchte man arbeiten. Will man viele verschiedene Leser oder will man die wenigen Leser, die tatsächlich für das Thema brennen, davon profitieren und dann auch dafür bezahlen.

    Ich habe in der Vergangenheit mit paywithatweet gearbeitet. Und habe so meine Tools an den man gebracht. Ich habe das Gefühl, dass es meine Bekanntheit gesteigert hat und auch für mein Ranking ganz gut war. Immerhin kursieren diverse Links im Netz, die auf meine Seite verweisen. Der Text wurde dabei regelmäßig von den Verteilern geändert. Als Alternative gab es jedoch noch die Möglichkeit, die Vorlage via PayPal zu erwerben. Und interessanterweise haben dies auch viele getan. Ich hatte jedoch keinen Festpreis, sondern dies über den Spenden-Button umgesetzt. Der Leser konnte also frei wählen, wie viel er bezahlen möchte. PayWhatYouWant (PWYW). So erfuhr ich, was den Leuten meine Tools wert sind. Eine MEGA-Erkenntnis, auf der ich dann später meinen Festpreis aufbaute. PWYW kann ich sehr empfehlen.

    Wenn Du Interesse an der Thematik hast oder Dich gerne austauschen magst, kannst Du mich gerne kontaktieren.

    VG Pierre
  • Ich bin generell der Meinung das man mit diesen Methoden die User eher abschreckt und im Grunde das genaue Gegenteil bewirkt. Ich bin nicht bereit für Blog Content zu bezahlen, sei er noch so gut. Und zu etwas gezwungen möchte ich auch nicht werden. Vorallem wenn ich das erste mal auf so eine Seite stoße. Wenn Du einen guten Blog Content hast und das ist er hier, guten Traffic usw., dann kannst Du doch mit Affliate Links wahrscheinlich viel mehr verdienen. Ich meine nicht einfach irgendwelche Links, sondern Links die dem User dann auch einen Mehrwert zum jeweiligen Thema bringen. Z.B. ein Buch Tipp im Text. Beispiel: bei 1000 Besucher Laterpay: 10% vielleicht die bezahlen? macht also 100€. Die anderen 90% kommen vermutlich nie wieder.(Ich habe mir auch ernsthaft überlegt ob ich den Newsletter abbestelle, da mir nicht vollständige Artikel keinen Mehrwert bieten). Mir wären dort 50€ lieber die ich über Affliate verdiene und dafür wächst meine Gemeinschaft schneller = in der Zukunft höhere Einnahmen. Natürlich, wenn Dir das schnelle Geld wichtig ist, dann kannst Du vermutlich kurzfristig mit Afterpay Erfolg haben. Aber ich behaupte langfristig wird sich das eher negativ auswirken.
  • Da geht's mir ähnlich. Ich möchte auch nicht für Blog-Artikel zahlen und war beim letzten Artikel ziemlich irritiert, als da plötzlich ein Aufruf zum Bezahlen auftauchte. Ich hab dann erstmal wieder weg geklickt und ernsthaft befürchtet, dass LetsSeeWhatWorks in Zukunft nicht mehr interessant für mich ist.
    Die Frage ist, ob es hier nicht generell Zeit für einen Kulturwandel ist. Nicht nur Blogger möchten gerne von etwas leben, auch Verlage und Journalisten möchten gerne etwas verdienen. Wenn es sich mit der Zeit etabliert, dass hochwertige Inhalte auch ein bisschen was kosten und es komfortable Bezahl-Systeme gibt, wird das vielleicht in paar Jahren ganz normal sein.
    Mit der Musikindustrie war das ja auch lange Zeit ein Trauerspiel, bis Apple und Amazon attraktive Musik-Stores etabliert haben.
  • Boah, wieviel ist das wert - das weiß ich eben erst *nach* dem Klicken. Ich lese ja erst ein paar Monate Deinen Blog, und deshalb "ist das alles" was Du an Vertrauensvorschuss bei mir hast. Und wieviel ist dieser wert? Wenn ich den Betrag nachher noch ändern kann darf da gerne 1 Euro stehen. Wenn nicht würde ich maximal 10 Cent "anklicken" - aber mit dem "schlechten" Gefühl daß ich z.B. nicht weiß wie aufwändig der Bezahlprozess dann ist und da wieder eine neue Bezahlmethode auf mich wartet auf die ich sehr gerne verzichten würde. Komischerweise fällt mir bei dem Thema "Vertrauensvorschuss" gerade Pat Flynn ein den Du ja sicher kennst. Der macht das irgendwie noch anders, da würde ich bei einem Euro "ohne Nachverhandeln und ohne mit der Wimper zu zucken" 1-2x pro Monat klicken, aber das ist jetzt eine Gefühlssache, da müsste ich noch mehr in mich gehen... hoffe das hilft Dir trotzdem weiter! Weiterhin viel Erfolg! Und Danke daß Du auch mal neue Ideen aufwirst und ausprobierst! Deinem Blognamen bleibst Du treu :-)
  • Jawoll Geld-zurück bei Nichtgefallen (bzw eine Abänderung des Betrags!) finde ich klasse. Dann hätte ich auch geklickt ;-)
  • Wie hoch wär denn deine Schmerzgrenze? Bis zu welchem Betrag hättest du ohne Bedenken geklickt?
  • wenn ich das bei laterpay richtig verstanden habe, zahlt ma ja effektiv erst ab €5. alles davor ist quasi gratis, zumindest bis man diese cliff erreicht hat. da vermutlich noch nicht all zu viele leute ihr laterpay guthaben ausgekostet haben, "klickt es sich leichter". ob das dann auch noch so ist, wenn wirklich geld an laterpay überwiesen werden muss, bezweifle ich.

    Ich lese deinen blog gerne, aber du wirbst ja auch regelmäßig für deine anderen Projekte. auch wenn es nicht zu aggressiv ist, würde ich es doch als content marketing für Fastbill, Happy Coffee und recommend.to (und dich selbst als z.B. Redner bei Veranstaltungen) kategorisieren. Ich finde, es ist ein fairer Deal, dass deine Leser dich nicht monetär für deinen Aufwand entschädigen, sondern stattdessen diesen Projekten Aufmerksamkeit und damit auch Bekanntheit schenken. Der Gegenwert für dich ist aus meiner Sicht um einiges größer als ein paar hundert Euro im Monat durch eine Paywall zu verdienen.
  • Also ich muss sagen, dass ich auch erst gezögert habe. Ich war mir nicht sicher, ob ich wirklich für den Artikel zahlen soll. Nachdem ich deinen Blog aber schon länger lese, konnte ich mir ja sicher sein, dass der Inhalt top ist... diese Erfahrung hat mir die Entscheidung quasi abgenommen! Ob ich das aber als "neuer" Leser bei einem Blog machen würde, wüsste ich ehrlich gesagt nicht, aber ich denke eher Nein.
    Es ist aber wirklich immer spannend zu lesen, wenn du so offen über deine Experimente schreibst, weiter so :)
  • Hey Christian,

    Gerade die Variante mit dem Social Share finde ich nach wie vor sehr attraktiv. Das Problem daran liegt meiner Meinung nach gerade am Anfang. Wenn man noch keine große Leserschaft hat, ist der Bedarf bestimmte Artikel zu lesen für den potentiellen Leser noch sehr gering. Das heißt, man baut eine Schranke ein, die Leser abschrecken kann.
    Aber sobald man eine Treue Leserschaft hat, kann das durchaus sinnvoll sein.

    Wobei ich für meinen Teil auch sagen muss, dass ich den Artikel hier nicht zuende gelesen habe - weil ich dafür bezahlen muss. Ich finde es ok, wenn du über Produkte oder Werbung an mir verdienst. Aber bei direkter Bezahlung für einen Webseitentext, sperrt sich etwas in mir. Finde ich gerade ganz spannend, weil ich das so gar nicht gedacht hätte. Eine spannende Erkenntnis für meine eigene Blogstrategie auf http://www.serial-entrepreneurship.de.

    Danke und vielen Gruß

    Benjamin
  • Danke für das Feedback Benjamin. Ich bin der Meinung, dass Mehrwert-bringende Inhalte auch kosten dürfen. Wenn ich eine Zeitung oder ein Buch kaufe, was ich lesen möchte, dann ich das Bezahlen ja auch ok. Die Frage der Akzeptanz ist auch für mich noch nicht final geklärt. Deshalb bleibt es vorerst ein Experiment.

    Ist für dich der Preis in diesem Fall hier zu hoch, oder generell die Tatsache, dass dafür gezahlt werden muss?
  • Hallo Christian,
    ein interessantes Experiment, das gut zu deinem Blog passt. Ich bin gespannt, wie hoch die Akzeptanz noch ist, wenn die ersten Leser tatsächlich zur Kasse gebeten werden. Erst dann wird sich zeigen, ob das Prinzip wirklich funktioniert. Für uns Blogger wird sich dadurch leider trotzdem nicht viel ändern, dass die Anfangszeit eine Durststrecke ist, bis man einen nennenswerten Bekanntheitsgrad erreicht hat.
    Viel Erfolg! Matthias
  • Danke dir! Aber stell dir vor, du schreibst einen Artikel, der jedem 2. Besucher jetzt schon auf deinem Blog 1€ Wert ist. Würde das reichen? Was meinst du ist die Mindestreichweite, die man haben sollte?
  • Genau daran liegt häufig die Krux.
    Zwischen Kaufbereitschaft und erfolgtem Kauf liegen oft Welten.
    Dennoch bin ich auch der Meinung: "Um neue Ufer zu erreichen, muss man das alte Ufer loslassen."
    Sprich, wenn wir Blogger Geld verdienen wollen mit unserem "Hobby", dann sind solche neuen Möglichkeiten das "Boot zu neuen Ufern".

    Ralph
  • Ein vortrefflicher Artikel, wie man mit seinem Baby, äh … Blog, Geld verdienen kann.

    Beste Grüße

    Ralph

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