Mein Amazon Februar 2016 Bericht: 36.071,83€

Mein Amazon Februar 2016 Bericht: 36.071,83€

Jeden Monat schreibe ich einen detaillierten Bericht auf LetsSeeWhatWorks.com, in dem ich mit euch teile, was ich genau über Amazon verdient und wie ich das erreicht habe. Das Ziel ist es, bis Ende Q2 2016, einen stabilen Reingewinn von 1000€ pro Tag zu erwirtschaften. Dabei sind die Zahlen eigentlich nebensächlich, was wirklich wichtig und lehrreich für dich ist, sind die Lektionen dabei, die ich gelernt habe. Jeden Monat versuche ich mich in neuen Methoden und Strategien, manches davon funktioniert, manches davon nicht. In beiden Fällen bin ich glücklich dich an meiner Reise teilhaben zu lassen, damit du etwas davon für dein Business mitnehmen kannst.

Da bin ich wieder – leider um eine Woche verspätet. Entschuldigt bitte. Mit einer Nasennebenhöhlenentzündung denkt und schreibt es sich etwas schwer 😉 Der Januar Post hat ja mal mächtig eingeschlagen. DANKE für die ganzen Kontaktanfragen und Feedbacks (positiv wie konstruktiv).

WICHTIGE GOING-ONS IM FEBRUAR 2016

KUNDENSERVICE IN HELPSCOUT AUSGEGLIEDERT

Es ist sehr wichtig, dass ihr eure Antwortzeiten bei Amazon unter 24 Stunden haltet – auch am Wochenende. Da mir beim Nachrichten-System von Amazon schon einmal die eine oder andere Nachricht untergegangen ist, entschied ich mich alle Support-Nachrichten in Helpscout zu integrieren. Dieser Schritt kann zum Beispiel sinnvoll sein, wenn ihr den Kundenservice an eine andere Person abgeben und dieser nicht den vollen Zugriff auf euren Seller Account geben wollt.

Wie sende ich die Supportmails AN HelpScout

Zu allererst solltet ihr eine extra E-Mail-Adresse für den Kundenservice anlegen. Am besten nehmt ihr etwas wie support@ oder kontakt@. Diese fügt ihr dann, nicht wie viele vermuten unter Einstellungen > Benachrichtigungen, sondern unter Einstellungen > Informationen zum Verkäuferkonto > links oben auf Ihr Verkäuferprofil und dann E-Mail-Adresse für Kundenservice: und  Antwort-E-Mail-Adresse für Kundenservice: ein.

Meldet euch bei Helpscout an und legt eine neue Mailbox an. Danach bekommt ihr eine Incoming Email Adress, die ähnlich wie diese hier aussieht „support.1111111aaaaaaa111111@helpscout.net„.
Danach geht ihr zu eurem E-Mail-Provider und teilt ihm ganz freundlich mit, dass er alle eingehenden E-Mails an die Helpscout E-Mail-Adresse weiterleiten soll. Und das war schon die ganze Magie.
Wenn ihr nun eine E-Mail aus Helpscout beantwortet, müsst ihr noch die Helpscout-Antwort-Adresse bei Amazon verifizieren (da bekommt ihr eine E-Mail) und die Sache läuft. Da ihr auch die „Antwort-E-Mail-Adresse für Kundenservice:“ mit eurer Support-Mail-Adresse versehen habt, wird dem Kunden auch diese angezeigt und nicht die kryptische Helpscout-Adresse.

Diese Vorgehensweise funktioniert auch mit jedem anderen Ticketsystem wie z.B. Zendesk. Ich präferiere Helpscout, da es von der Usability einfacher ist.

AMZCON – die erste Amazon Konferenz am 8.4. in Köln

Am 8.4. steigt in Köln die erste Amazon Konferenz in Deutschland. Trutz, der Veranstalter hinter der AMZCON, hat mich eingeladen auf der Konferenz einen Vortrag zu halten. Unter dem Titel „Wie ich über Amazon 1000€ Gewinn am Tag machen will – 5 Learnings & Strategien“ werde ich euch ein paar Insights verraten. Ich werde dort 1-2 „Insider-Tipps“ präsentieren, die hier in den Blogposts noch nicht zur Sprache kamen.

Es lohnt sich definitiv vorbei zu schauen. Es wird 2 Floors geben. Einen Anfänger- und ein Experten-Floor. Dabei sind Gil von Privat Label Journey, Kai von KAVAJ (mehrere Millionen Umsatz im Jahr auf AMZ) und jede Menge weiterer spannender Speaker vertreten.

Ich habe euch einen 10% Gutschein klar gemacht, wenn ihr euch noch ein Ticket sichern wollt.

Hier gehts zur AMZCON ( 10% auf das Einsteigerticket mit LMAMZCON )

PROBLEME UND LESSONS LEARNED

OUT OF STOCK + LANGE EINBUCHUNGSZEITEN

Mein größter Feind hat wieder zugeschlagen – „Out-Of-Stock“. Folgendes Szenario: Die Ware eines Produktes ist Ende Januar fertig produziert und steht zur Abholung einer Spedition bereit. Wie im letzten Blogpost schon erwähnt, ist das mit den Speditionen und Amazon so ein Ding. Die Spedition ruft beim jeweiligen Amazon Warenlager an und erfragt einen Anlieferungstermin. Leider kann dieser irgendwann (!) sein und darauf habt ihr keinen Einfluss. Ich habe zwei Wochen gewartet bis meine Ware dann letztendlich bei Amazon ankam. Zuerst wurde die Ware zu spät abgeholt und dann hat es über 1,5 Wochen gedauert bis die Spedition bei Amazon anliefern konnte. Und das war noch nicht alles. Ein Streik im Leipziger Lager hat das Thema nochmals um einige Tage verzögert. Insgesamt führten die Verzögerungen zu einem Umsatzausfall von einem knappen Monat, Best-Seller Badge weg, Crash in den Salesrängen – super ärgerlich!

Jetzt kann man natürlich sagen: „ja Lars – dann bestell doch das nächste mal früher!“
Leider ist das nicht ganz so einfach, denn:

  • als „UG“ habe ich bei meinem Produzenten immer noch den Status erst Cash, dann Ware
  • (noch) besitze ich nicht in genug Eigenkapital um große Mengen (vor) zu produzieren (zur Erinnerung, ich habe dieses Projekt mit ca. 1.500€ gestartet)
  • wie oben geschrieben sehen wir, dass selbst wenn die Ware rechtzeitig produziert wird, es immer noch massive Verzögerungen in der Anlieferung und Einbuchung der Ware bei Amazon geben kann.

Meine Lösung FÜR SUPER SCHNELLEN VERSAND ZU AMAZON

Okay – da würde ich leider zu viel aus dem März spoilern. Da müsst ihr euch leider noch etwas gedulden 😉

Für alle meine Newsletter-Abonnenten werde ich die Lösung vorab kommendes Wochenende per Mail versenden.

NEGATIVE BEWERTUNGEN

Das einzig unschöne und nicht kontrollierbare an Amazon ist das Thema Bewertungen – dessen bin und war ich mir schon von Anfang an bewusst. Bei meinem ersten Produkt wurden die paar wenigen 1-Sterne Bewertungen durch die hilfreich / nicht hilfreich Funktion nach oben gerankt. Wir reden hier nicht von „5 von 7 Personen finden diese Bewertung hilfreich“ – wir reden von „60 von 70 Personen finden diese Bewertung hilfreich“. Ich habe über 100 Produkte aus meiner Kategorie geprüft und kein Seller hat solche Summen an Klicks. Jede Person, welche auf Amazon registriert ist, kann hier auf JA oder NEIN drücken. Jeder könnte sich somit massiv Bewertungen nach unten ranken. Ich weiß nicht warum das hier jemand gemacht hat – eventuell auf Grund des Blogposts und / oder ein Konkurrent sich ein Spaß erlaubt. Ich werde eine Lösung für dieses Problem finden und berichten.

Ich will hiermit noch einmal stark betonen und für dieses Thema sensibilisieren. Ihr habt auf die Bewertungen keinen Einfluss und Amazon schützt diese wie Ihre eigenen Augäpfel. Die Prozesse dauern Monate, um sich von solch einem Dämpfer zu erholen. Ein Konkurrent kann euch also von heute auf Morgen den Laden dicht machen, denn sehr viele negative Reviews, weniger Trust und Conversion = weniger Sales. Schaut mal auf den .com Marketplatz was da teilweise abgeht.

Darum predige ich immer: Nutzt Amazon als Motor um euer Business zum Laufen zu bringen, aber ruht euch nicht auf dem „passiv income“-Gedanken aus. Baut eigene eCommerce Strukturen, ein eigenes Fulfillment und ein eigenes Marketing auf, um im Falle von ausbleibenden Amazon Sales diese kompensieren zu können.

Die Zeiten dER „Single-Launches“ sind vorbei

Den ganzen Monat habe ich versucht, eines meiner Produkte in einer sehr stark umkämpften Kategorie (100-300 Sales am Tag) langfristig als Bestseller zu platzieren. Nach Single-Launches mit 200-300 Units innerhalb 24 Stunden falle ich nach 2-3 Tagen wieder auf die Ausgangsposition zurück. Mein Gefühl ist, dass Amazon genau prüft, ob ein Produkt nur kurzfristig einmal geboostet wird, oder ob die, im Launch-Fall simulierte, „Nachfrage“ auch langfristig besteht. In Amerika soll Amazon den Algorithmus schon in diese Richtung angepasst haben. Im kommenden Monat werde ich das Thema weiter beobachten und eventuell im nächsten Blogpost tiefer thematisieren bzw. meine Lösung präsentieren.

INCOME BREAKDOWN (FEBRUAR 2016)

Durch die Out-Of-Stock Thematik und dem negativen Review Rückschlag ist mein Monatsumsatz auf 36.071,83€ gesunken

Detailauswertung:

Durch die eingetragene Umsatzsteuer ID + MwSt. Umstellung konnte ich trotzdem ein besseres Ergebnis als im Januar erzielen. Der durchschnittliche Reingewinn im Februar betrug somit 475,92€ pro Tag.

Auch wenn das Gesamtumsatz-Ergebnis schlechter war als das im Januar, demotiviert mich dieser Monat überhaupt nicht, denn ich sehe, dass auch wenn es mal „schlecht“ läuft ein paar Euros bei rüberkommen.

NEXT STEPS

SCALE IT!

Das was mich aufhält, um noch schneller und größer wachsen zu können ist fehlendes Kapital. Da dieses Projekt gebootstraped ist, kann ich lediglich mit einem Teil des Reingewinnes pro Monat in neue Produkte investieren. Leider benötige ich oft große Teile dieses Geldes um neue Nachbestellungen vorzufinanzieren.
Dieser Schritt wird nicht mehr Teil der Blogpost Reihe werden, aber ich verrate ihn euch trotzdem.
Wir sind gerade dabei alle Unterlagen fertig zu machen, um uns mit möglichen Geldgebern über Kapital in Höhe von 50.000€ bis 250.000€ zu unterhalten. Ein Weg wird auch der zur Bank sein. Geplant ist, es zusätzlich über die KFW Förderung zu versuchen, da ich ja schon Zahlen vorzuweisen habe. 15 Produkte stehen auf meiner Watchlist, mein Amazon Launch Blueprint steht und ich muss eigentlich nur noch aufs Knöpfchen drücken – eine schöne aber auch nervenaufreibende Situation. Vor Allem, da ich suuuuuuuuuper ungeduldig bin.

AUSBAU DER KANÄLE „AUßERHALB VON AMAZON“

Dieser Monat hat deutlich gezeigt, wie wichtig es ist Vertriebskanäle außerhalb von Amazon weiter auf- und auszubauen. Ich verkaufe ja schon über meine eigenen Shops und Vertriebspartner, werde diese Bereiche in den kommenden Wochen und Monaten jedoch weiter massiv ausbauen.

Verhandlungen mit meinem Lieferanten

Um die Out-Of-Stock Problematik besser in den Griff zu bekommen muss ich mit meinem Lieferanten die Zahlungsbedingungen verhandeln. Zahlung auf Rechnung mit 7-30 Tagen Zahlungsziel Ist das Ziel. Stay tuned!

Das wars für diesen Monat 🙂 Ich hoffe ihr konntet etwas mitnehmen.

Bei Fragen erreicht ihr mich unter:

7 Kommentare

  • […] Nr. 5 ist fertig und wartet darauf gelaunched zu werden. Nur leider ist das, wie im letzten Blogpost schon erwähnt, nicht mehr so einfach wie es überall propagiert wird. Der klassische Single […]
  • […] Diese Artikelart erfordert viel Arbeit und du musst auch bereit sein einiges von deinem Projekt preiszugeben. Da Case Studies meist über einen längeren Zeitraum laufen werden sie häufig als Artikelserie veröffentlicht. Im Rahmen der aktuell laufenden Nischenseiten-Challenge geben Veranstalter Peer Wandiger und seine Mitstreiter tolle Einblicke in ihre Projekte: Während manche hier nicht einmal die Branche nennen, veröffentlichen andere exakte Zahlen und Taktiken. Wenn dich dieses Thema anspricht, solltest du unbedingt mal ein paar Artikel auf nischenseiten-guide.de lesen. Natürlich sind Case Studies auch in anderen Bereichen sehr beliebt. Ein schönes Beispiel findest du hier: https://de.letsseewhatworks.com/mein-amazon-februar-2016-bericht/ […]
  • Ganz auf die Schnelle etwas zu Deiner Anlieferproblematik. Welchen Logistikpartner hattest Du? Nimm Dachser! Kostet ein ganz klein wenig mehr; die bekommen aber bevorzugt schöne Anlieferslots.
  • Hi Lars,
    wieder mal eine super interessante Monatsübersicht.
    Ich bin auch echt gespannt was deine Lösung für den super schnellen Versand zu Amazon ist. Wird ja dann eine sicherlich tolle 'Oster-Lektüre' werden.
    Die ganze Bewertungs-Funktion von Amazon ist aus Kundensicht genial. Für dich als Händler kann es leider ziemlich in die Hose gehen. Das hat mir schonmal das Genick gebrochen und mein ganzes Amazon-Business über den Jordan geschickt...
    Beim Verkauf von 'Standard-Handelsware' (nicht selbst produzierten Waren) gibt oder gab es teilweise folgenden 'Effekt': Du bist als Händler eine gewisse Zeit der einzige Anbieter und wenn deine Ware richtig erfolgreich läuft, bietet Amazon selbst diese Artikel günstiger an und botet dich als Händler aus.
    Hast du davon schon gehört oder Erfahrungen gemacht? Oder siehst du diese Gefahr in deinem Fall als eher gering an, da du eine eigene Produktlinie verkaufst, die nicht einfach so von Anderen gehandelt werden kann?

    Beste Grüße
    Jens
  • Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, hat Amazon sogar die Suppliments vom Vendorprogramm ausgeschlossen, da man rechtlich als Händler zunächst Anlaufstelle von Juristen wäre. So gesehen müsste Lars auf der sicheren Seite sein.
    Ich freue mich aber, dass Lars eine nicht unkritische Position gegenüber Amazon FBA eingenommen hat. Er wurde nämlich gerne als leuchtendes Beispiel für passives Einkommen per FBA propagiert.
    Ich finde es auch gut, dass er klar schreibt, dass die Zeit der 'Single-Launches' vorbei ist. Es wäre ja auch zu einfach.
    Es erinnert mich ein wenig an 'alte Googlezeiten', wo man mit skalierbaren Tricks nach vorne kam, nach einigen Updates aber dafür sogar bestraft wurde. Man sollte also ruhig etwas Vorsicht walten lassen, wenn man in die 'Trickkiste' greifen möchte.
    Beim Thema Finanzierung bin ich mal sehr gespannt, da Suppliments relativ wenig beleibare Substanz und einige Risiken haben, aber das ist ja scheinbar nicht mehr Bestandteil dieser Story.
    Trotzdem toll, dass Du hier so offen über Deine Bemühungen und Erfolge berichtest hast. Vermutlich hast Du Dir aber auch ein paar Neider geschaffen, die im Bewertungsbereich Mist machen.
    Viel Erfolg weiterhin.
  • Hallo Lars,
    wieder ein Klasse Bericht ! Du sprachst einmal von einem EXCEL Makro was du dir zwecks besserer Übersicht gebastelt hast. Wurde dies schon veröffentlich ? Würde mich riesig darüber freuen. Gruß Eric

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