Wie du eine Manuelle Maßnahme von Google los wirst oder gar nicht erst bekommst

Wie du eine Manuelle Maßnahme von Google los wirst oder gar nicht erst bekommst

Wenn Google einen Rundum-Schlag macht, dann richtig. Vor einigen Wochen hat der Suchmaschinen-Monopolist mal wieder eine Qualitätsoffensive gestartet und vielen Websites eine sogenannte Manuelle Maßnahme verpasst. Dies bewirkt, dass die betroffenen Websites in den Google Suchergebnissen schlechter platziert oder (im schlimmsten Falle wie bei Teliad und Rankseller) gar nicht mehr gefunden werden. Dieser Schritt wurde sogar offiziell bei Twitter angekündigt.

Als ich selbst vor einigen Wochen bei Facebook mitteilte, dass ich mit einem meiner Projekte betroffen war, haben sich erstaunlicherweise einige Menschen bei mir gemeldet, denen es ähnlich ergangen ist. Das lässt darauf schliessen, dass es hier einen systematischen Rundumschlag gab, und es sich nicht gezielt einzelne Eingriffe handelt. Mit diesen Personen habe ich mich in den folgenden Wochen dann darüber ausgetauscht, welche Dinge jeweils im eigenen Projekt geändert wurden, und wann die erneute Überprüfung (der Reconsideration Request) zur Freischaltung geführt hat.

Teilweise waren bis zu 7 Anläufe nötig, in meinem Fall waren es 3, bis es endlich geklappt hat.

Ich selbst habe aus diesen Erfahrungen mehr darüber gelernt, worauf es Google angekommt und wie man sich am besten verhalten sollte, damit dies nicht mehr passiert. Die große Google-Monopol-Dikussion möchte ich an dieser Stelle nicht führen, sondern eine konstruktive Diskussion führen, was funktioniert hat und was nicht. Let´s See What Works…

Was genau ist eine manuelle Maßnahme und warum kann es jeden treffen?

Die manuelle Maßnahme ist eine Strafe, die  von Google aufgrund eines Verstoßes gegen die Qualitätsrichtlinien (quasi das Gesetz des Internets) auferlegt wird. Der Zweck dieser Richtlinien ist kein Geheimnnis: Google arbeitet seit Jahren an der Mission, SPAM aus dem Internet zu verbannen und qualitativen Inhalt besser sichtbar zu machen. Das Problem: Die zu Google´s Anfangszeiten eingeführten Mechnismen um Qualität zu bewerten sind heute scheinbar nicht mehr (ausschliesslich) ausreichend. Denn viele SEOs – also Menschen die daran arbeiten die organische Sichtbarkeit zu verbessern – kennen die Mechanismen und setzen diese gezielt ein, um für eigene oder fremde Projekte die Sichtbarkeit zu erhöhen. Das ist per se kein Verbrechen, aber es kommt auf die Art und Weise an, wie man an das Thema ran geht. Tut er es falsch, wird eine manuelle Maßnahme verhängt und der Traffic bricht ein. Wenn wir ehrlich sind, ist diese Konsequenz für kein Webprojekt tragbar und würde zum Stillstand gleich kommen.

Dabei diese Mission von Google eigentlich nachvollziehbar. Jeder, der etwas bei Google sucht, der möchte möglichst qualitative Inhalte geboten bekommen.

Je passender der Content und je höher der Pagerank (Qualitätsindikator für eingehende Links), desto qualitativer ist auch der Inhalt.

Neben dem Offensichtlichen (Content Qualität und Link-Regeln) beinhalten die Qualitätsrichtlinien aber noch weit mehr als dies. Folgende Dinge sind z.B. explizit verboten:

  • unnatürliche Links (z.B. gekaufte Links durch Gastbeiträge)

  • Cloaking (Inahlte in einem Link suggerieren, die nicht dahinter stecken)

  • Duplicate Content, usw.

 

Eingehende vs. ausgehende unnatürlich Links

Es gibt eingehende und ausgehende Links. Wer auf deine Seite von aussen linkt, tut das i.d.R. aus eigener Motivation. Darauf hast du erstmal keinen Einfluss. Das einzige was du machen kannst, ist sie im Auge zu behalten und bei Bedarf den entsprechenden Webmaster zu bitten, bestimmte Links zu entfernen/verändern, wenn du das Gefühl hast, dass diese Links von sehr schlechter Qualität sind. Hast du damit keinen Erfolg bleibt dir aber immer noch das Disavow Tool von Google, um einzelne Links für ungültig zu erklären. Versuche mit den eingehenden Links so gut es geht Ordnung zu halten, um die weiße Weste deiner Seite zu bewahren.

Wenn du selber bloggst, dann hast du auch Einfluss auf die Links, die du selbst setz. Fällt hier ein unnatürliches Muster auf, folgt eine manuelle Maßnahme aufgrund unnatürlich ausgehender Links.

Das war auch der Grund der umgreifenden aktuellen manuellen Maßnahme, von der viele betroffen waren. Google erkennt anhand der Links, die du von deiner Seite auf andere Seiten setzt, ein Muster und prüft dieses ggf. durch Menschenhand. Der Algorithmus hat an dieser also versagt, deshalb wird manuell eingegriffen.

Das sind z.B. Gastbeiträge, die Do-Follow Links mit bestimmten Keywords auf Zielseiten verlinken, wo der Content ggf. mehr nach Keyword und weniger nach gutem Content aussieht. Das Tauschgeschäft Text gegen Link ist also etwas, dem Google hier ganz explizit vorbeugen will.

Was viele nicht wissen: Nicht nur gekaufte Links, sondern auch Links für die ein sonstiger Gegenwert geboten wird, sind verboten. Das kann z.B. auch ein Kasten Bier, der Textinhalt selbst (typisch für Gastbeiträge) oder ein dauerhaft kostenloses Produkt sein.

 

Was du tun kannst, um eine manuelle Maßnahme wieder loszuwerden

Bleiben wir bei dem Problem mit den ausgehenden Links. Du kannst dafür sorgen, dass Google deine Links richtig interpretiert, bzw. Links von denen du denkst, dass sie nicht Mehrwert-bringend erscheinen, gar nicht erst beachtet werden. Zu diesem Zweck gibt es das <nofollow> Mark-Up. Findet Google dieses Tag in einer gesetzten URL, wird die „Linkpower“ deine URL nicht mitgegeben. Der Link funktioniert dann zwar bei Klick, aber der Linkjuice bleibt bei dir. Eine wichtige Grundlage für die jetzt folgenden Praxiserfahrungen.

 

Nicht alle Links sind schlecht!

Auf keinen solltest du pauschal alle Links auf no-follow setzen. Ich habe das in meinem Blog versucht und wurde darauf hin nicht freigeschaltet. Erst, als ich Affiliate Links und Links zu Affiliate-Netzwerken mit dem nofollow-Tag versehen hatte, hat´s geklappt. Diese Erfahrung deckt sich auch mit denen der anderen Betroffenen.

 

Praxiserfahrungen: Welche Links müssen als <nofollow> markiert werden, um die Manuelle Maßnahme loszuwerden?

Ich habe mit mit ein paar Menschen in den letzten Wochen intesiv darüber ausgetauscht. Das Ergebnis lässt sich dann aber doch recht einfach zusammenfassen. Diese Links wurden entfernt oder mit dem no-follow Tag versehen:

  • Affiliate Links (z.B. von Amazon)

  • Footer Links (z.B. „Hier geht’s zu unserem Partnerprogramm“ oder „gehosted bei“)

  • Links zu Partnern (z.B. Pressespiegel, Blogroll, Friends)

  • offensichtliche Werbe-Links (z.B. Gastbeiträge, sponsored Posts)

Gefühlt sind es aber vor allem die Affiliate Links und die Links zu Affiliate Plattformen, die hier der Grund waren.

Am offensichtlichsten waren wohl aber Gastbeiträge. Eine fehlende <nofollow> Markierung kann hier schnell als vorsätzlicher Verstoß gedeutet werden. Und das ist ebenso verboten, wie das Verkaufen von do-follow-Links. Wer reine „Reichweite“ mit dem Text selbst weiterhin verkaufen kann, der kann das gerne tun. Es gibt auch Magazine, wie das aus eigener Erfahrung gut funktioniert.

Tool-Tipps, wie du deine Links im Nachgang anpassen kannst

Bestehende Links von <dofollow> auf <nofollow> zu setzen ist eine weitere effektive Maßnahme zur Penalty-Vorbeugung, die aber ohne die richtigen Hilfsmittel sehr viel Zeit frisst. Deshalb gibt´s hier einige WordPress Plugins, die dir dabei helfen können diesen händischen Schritt zu beschleunigen:

 

Warum dann nicht einfach alle Links auf <nofollow> setzen?

Ganz einfach, weil Google das wiederum auch nicht mag. Es würde als Abwertung deiner Seite interpretiert werden und ist nicht zielführend. Wer nicht nach aussen linkt, der schwimmt in seinem eigenen Saft. Ähnlich wie bei wissenschaftlichen Arbeiten spricht es für Qualität, wenn man die eigenen Inhalte hier und da mit Quellen belegt. 

 

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Du bist noch nicht von einer manuellen Maßnahme betroffen? Gut so! Aber bedenke, dass es dich jederzeit treffen kann sofern du dich nicht an die Regeln hälst. Bezahlter Linkaufbau ist verlockend.

Versuche von Anfang an nach den Google Regeln zu spielen. Kaufe und verkaufe keine von deiner Website ausgehenden (dofollow) Links und setze nur dann keine <nofollow> Links, wenn du wirklich glaubst, dass es für den Leser einen Mehrwert bringt und nicht nach Werbung aussieht. Im Zweifel vergib lieber ein <nofollow> Tag – für deine Leser ändert sich dadurch nichts.

Die Grundregel lautet:

Mach’ mit Qualität auf dich aufmerksam!

 

Also produziere

  1. qualitativen, Mehrwert-bringenden Content und mache
  2. damit auf dich aufmerksam.

 

Die einzige Chance, wie du dauerhaft einer manuellen Maßnahme durch Google entgehst ist, dass du immer Nutzer-generierten Content produzierst, dich dafür nicht bezahlen lässt und nicht für Suchmaschinen schreibst. Der schöne Nebeneffekt: durch die dadurch entstehende Relevanz deiner Themen wirst du öfters aufgegriffen und auf thematisch passenden Seiten verlinkt. So steigerst du nebenbei noch deine Reichweite.

Die Zeiten von 500-Wörter-3%-Keyword-Dichte-Texten sind damit vorbei. Ich selbst sehe dem übrigens sehr positiv entgegen und freue mich jetzt mit (hoffentlich) gutem Content einen Namen bei Google machen zu können. Eine Chance, die jeder jetzt ergreifen sollte. Google ist dann auch auf deiner Seite!

 

Was hast du gemacht um die manuelle Maßnahme zu beenden?

Wenn du momentan von einer manuellen Maßnahme betroffen bist beherzige meine Tipps und du wirst den Antrag auf Aufhebung der manuellen Maßname bestehen. Noch ein Tipp: Es lohnt sich Matt Cutts zu folgen. Der Kopf des Webspam-Teams von Google postet regelmäßig Tipps und Änderungen der Qualitätsanforderungen an deinen Content.

Hast du noch weitere Tipps oder Erfahrungen? Dann rein damit in die Kommentare!

Bild: Based on a photo by bionv

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