Warum ein Logo Design Wettbewerb doch nicht so günstig ist

Warum ein Logo Design Wettbewerb doch nicht so günstig ist

Als ich im Frühling dieses Jahres mit dem Aufbau meines kleinen Einzelunternehmens angefangen habe, kam ich ziemlich schnell an den Punkt ein Logo dafür zu benötigen. Leider bin ich selbst in dieser Hinsicht wenig kreativ und auch nicht sonderlich künstlerisch begabt. Und leider habe ich auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis keinen Designer. Entsprechend schnell war mir klar, dass ich das Thema Logo Design kostenpflichtig outsourcen muss. Nach meinen Recherchen und meinem Verständnis sah ich für mich folgende drei Möglichkeiten dies zu tun:

  1. einen Designer bzw. eine Agentur, dessen Arbeiten man kennt oder der einem von Bekannten empfohlen wird, direkt beauftragen
  2. einen Logo Design Wettbewerb auf einer der einschlägigen Plattformen veranstalten
  3. über fiverr ein Design erwerben bzw. machen lassen

Ich habe mich für die zweite Variante entschieden, weil

  • die erste Variante mir zum damaligen Zeitpunkt einfach zu teuer war (auch wenn sich das wahrscheinlich in der Qualität widergespiegelt hätte)
  • die dritte Variante mir einfach zu günstig war (ich glaube dass gute Leistung auch entsprechend bezahlt werden muss und habe erwarte von einem Logo für 5 $ einfach nicht so viel…ich kann mich da aber sicher auch täuschen).
  • die zweite Variante von den Kosten her ein guter Kompromiss für mich war
  • und ich, sozusagen als kleiner Globalisierungsfan, den Gedanken mochte, dadurch ggf. auch Designern aus low income countries eine Chance zu geben

Es gibt inzwischen einige Plattformen, auf denen man Design Wettbewerbe veranstalten kann. Ich habe mich für 99designs entschieden. Erstens weil ein Bekannter von mir damit bereits Erfahrungen gesammelt hatte und weil in einschlägigen Blogs viel darüber berichtet wurde. Obwohl ich im Großen und Ganzen sehr gute Erfahrungen mit 99designs gemacht habe, würde ich mich heute wahrscheinlich für eine andere Plattform entscheiden…oder doch für die direkte Beauftragung eines Designers oder einer Agentur 😉

Ablauf eines Logo Design Wettbewerbs

Ein Design Wettbewerb bedeutet nichts anderes als dass ich in einer Ausschreibung kurz beschreibe was ich möchte, Designer ihre Vorschläge einreichen, ich einen Gewinner wähle und dieser den Zuschlag und entsprechend das Preisgeld erhält.

Für diejenigen, die etwas genauer wissen wollen, wie ein Design Wettbewerb bei 99designs funktioniert, liefert der folgende Abschnitt eine grobe Kurzerklärung:

Ich habe mich für ein Brand Identity Pack entschieden, welches neben dem Design eines Logos auch das Design für Visitenkarten, Briefpapier sowie ein Facebook-Titelbild enthält. Man kann zwischen vier Preispaketen wählen: Bronze, Silber, Gold und Platin. Ich habe mich, wieder aus finanziellen Gründen, für die günstigste Variante entschieden (immerhin trotzdem 499€). Angeblich bekommt man mehr Designvorschläge von besseren Designern je höherpreisig das Paket welches man kauft. Ich habe letztlich 150 Designs von 11 Designern bekommen (wobei in den 150 Designs auch alle einzelnen Revisionen enthalten sind).

Bei der Erstellung des Briefings wird man von 99designs recht gut unterstützt. Man kann aus 6 Beispiel-Logos drei auswählen, damit die Designer einen ersten Eindruck davon bekommen was einem gefällt und in welche Richtung ein Logo gehen könnte. Weiterhin kann man bevorzugte Farben angeben, mit standardisierten Schiebereglern die Werte des Produkts oder der Marke definieren (z.B. männlich/weiblich, seriös/verspielt, einfach/komplex usw.) sowie Beispiel-Logos zur Inspiration hochladen. Zusätzlich hat man dann noch die Möglichkeit den Designern unter sonstiges weitere Informationen mitzugeben.

Und damit kann der Wettbewerb dann auch schon starten. Die Designer reichen ihre Vorschläge ein und man kann diese mit Sternen bewerten um eine eigene Rangfolge festzulegen, Designs die nicht gefallen sofort löschen oder, nur sichtbar für den jeweiligen Designer, kommentieren und entsprechende Änderungswünsche äußern.

Nach einer Laufzeit von vier Tagen (die man aber auf Nachfrage bei 99designs auch verlängern kann) ist die Vorrunde zu Ende und man muss die Designs (und damit auch die Designer) wählen, mit denen man in der Finalrunde weiter arbeiten und die Designs finalisieren möchte. Die Finalrunde geht nochmal drei Tage. Am Ende der Finalphase muss man sich dann für das Gewinner-Logo entscheiden. Der Designer, dessen Design den Wettbewerb gewonnen hat, hat nun einige Tage Zeit, auch Designs für die Visitenkarten, das Briefpapier und das Facebook-Logo vorzulegen. Am Ende werden dann alle Dateien übermittelt und die Rechte übertragen und fertig ist das eigene Brand Identity Pack.

Was habe ich nun aus dem Design Logo Wettbewerb bei 99designs gelernt und was würde ich beim nächsten Mal anders machen?

Hier sind meine 7 learnings:

Learning #1: Briefing

Das Briefing funktioniert besser als gedacht. Vielleicht hatte ich einfach nur Glück und die Designer, die sich an meinem Wettbewerb beteiligt haben, haben mein Briefing gründlich gelesen…aber fast alle Entwürfe gingen in die Richtung, die ich mir vorgestellt und in meinem Briefing beschrieben hatte.

Learning #2: Kommunikation

Die Kommunikation mit den Designern klappt deutlich besser als gedacht. Das größte Problem waren natürlich die Sprachbarrieren, vor allem auf Seiten der Designer. An meinem Wettbewerb haben sich hauptsächlich Designer aus Indoniesen, Indien, Philippinen oder Marokko beteiligt. Aber trotz der nicht perfekten Englisch-Kenntnisse konnte ich meine jeweiligen Anmerkungen und Änderungswünsche gut vermitteln…auch wenn es manchmal zwei oder drei Nachrichtenwechsel dafür gebraucht hat.

Learning #3: Mit den Bewertungen der Designs während des Wettbewerbs sparsam umgehen

Was ich nicht wusste: alle Designer, die sich am Logo Design Wettbewerb beteiligen, sehen die eingereichten Entwürfe der anderen Designer und vor allem meine Sternchen-Bewertung dieser (das hat mir zumindest der eine Designer gesagt, nachdem ich ihn gefragt hatte, warum er meinen Favoriten zurück gezogen hat. Diese Möglichkeit haben die Designer nämlich auch, also ihre eigenen Entwürfe zurück zu ziehen). Das heisst, je höher ich ein Design bewerte, desto eher realisieren auch die anderen Designer was mir gefällt. Und dies führte bei mir leider dazu, dass sich, vor allem gegen Ende des Logo Design Wettbewerbs, die eingereichten Designvorschläge immer mehr ähnelten und keine wirklich neuen innovativen Designs mehr eingereicht wurden. In Zukunft würde ich deswegen nur wenig bewerten oder jeweils nur ein bis drei Sterne vergeben und den Designern mit sehr guten Designs nur direkt per Privatnachricht oder Kommentar mitteilen, dass mir die Entwürfe sehr gut gefallen. Damit erhöht sich, meiner Meinung nach, die Wahrscheinlichkeit, dass bis zum Schluss ganz unterschiedliche Arten von Designs eingereicht werden.

Learning #4: Die FAQ’s für Designer lesen

Das Logo für welches ich mich letztlich entschieden habe kombiniert zwei verschiedene Schriftarten. Irgendwann hab ich mich dunkel daran erinnert in den AGB’s von 99designs (oder den FAQs oder sonst wo) irgendwas mit Lizenzen an verwendeten Schriftarten gelesen zu haben. Deswegen hab ich den Designer gefragt, welche Schriftarten er verwendet hat. Er hat mir beide auch sofort genannt. Leider hab ich dies nur zur Kenntnis genommen und mit der Information in dem Moment nicht weiter gearbeitet, sondern erst nachdem der Logo Design Wettbewerb schon abgeschlossen und die Rechte übertragen waren. Die erste Schriftart meines Logos ist frei verfüg- und nutzbar. Die zugehörigen Webfonts sind für 10$ zu erwerben. Soweit so gut.

Die zweite Schriftart meines Logos ist leider nicht lizenzfrei. Die Schriftart kann man für 35$ erwerben, allerdings nicht die Web-Nutzung. Nun gut, stundenlanges googeln hat mich dann zu einer lizenz- und kostenfreien Schriftart geführt, die dieser sehr ähnlich sieht. Immerhin.

Erst beim Schreiben und nachrecherchieren für diesen Artikel bin ich über die FAQ für Designer gestolpert, in denen eigentlich geregelt ist, dass diese keine lizenzpflichtigen Schriftarten für Logos verwenden sollen oder dürfen. Beim nächsten Mal würde ich den Designer wieder während des laufenden Wettbewerbs fragen welche Schriftarten er verwendet und sofort überprüfen ob diese lizenzfrei sind. Sind sie es nicht, den Designer darauf hinweisen und auf die 99designs FAQs verweisen.

Learning #5: Verwendete Schriftarten auf die Existenz von Umlauten prüfen

Beide in meinem Logo verwendeten Schriftarten gefallen mir wirklich sehr gut und entsprechend möchte ich diese auch für meine Inhalte und Texte verwenden. Dies entspricht auch meinem persönlichen Empfinden für das Gesamtbild meines Produkts. Momentan sind meine Website und meine Inhalte allerdings in deutscher Sprache, die erste Schriftart wurde aber von einer Amerikanerin entworfen und was bedeutet das? Die Schriftart hat natürlich leider keine Umlaute :-/ Und das ist mir schon beim Formulieren der ersten Überschrift aufgefallen…natürlich kann man sich hier auch mit ae, oe und ue behelfen, aber wirklich schön sieht das nicht aus. Auf Nachfrage bei der Designerin wurde mir immerhin für 200$ eine Lizenz angeboten, mit welcher ich aus der Schriftart machen kann was ich will. Möchte ich aber im Moment nicht. Die zweite, in meinem Logo verwendete, Schriftart hat zwar Umlaute, allerdings werden diese beim umwandeln eines Pages-Dokuments in ein pdf nicht entsprechend umgewandelt, sondern sehen dann plötzlich aus wie eine ganz andere Schriftart. Naja, zum Glück gibt es für diese Schriftart ziemlich ähnlich aussehenden Ersatz mit dem ich dieses Problem umgehen kann. Aber nach dieser Erfahrung (und der Zeit die es mich gekostet hat) würde ich beim nächsten Logo Design Wettbewerb sofort die dort verwendeten Schriftarten auf Umlaute überprüfen bzw. den Designer, falls er eine eigene Schrift entwickelt drauf hinweisen, dass es im deutschen Alphabet Umlaute gibt…Natürlich nur wenn man die Schriftarten auch außerhalb des Logos verwenden möchte und in deutscher Sprache benötigt 😉

Learning #6: auf die Größe der übermittelten Dateien achten

Ich habe alle Dateien (also Logo, Visitenkarte, Briefpapier usw.) in allen wichtigen Formaten (jpg, pdf, eps, ai, psd,…) erhalten und war damit erstmal ganz glücklich. Und zwar genau so lange bis ich bei Flyeralarm stand, meine Visitenkarten drucken lassen wollte und man mir mitteilte, dass die Dateien nicht die richtigen Maße haben. Natürlich müssen diese etwas größer sein als das Standardformat von 85x55mm, da sie ja nach dem Druck auch noch geschnitten werden müssen und man dafür ja diesen kleinen extra Rand benötigt. Aber der Designer hat mir die Dateien für die Visitenkarte natürlich genau in 85x55mm erstellt. Da ich keine entsprechende Software besitze, musste ich diese Anpassung noch nachträglich von jemand anderem machen lassen. Klar, Flyeralarm bietet dies zu den entsprechenden Preisen auch an (knapp 25€) …oder man lässt dies über Fiverr machen (hier habe ich übrigens ganz gute Erfahrungen mit schnellen und einfachen Photoshop-Aufgaben gemacht). Falls ich wieder einen solchen Logo Design Wettbewerb starten würde, würde ich mir vorher Gedanken machen wo ich die Visitenkarten drucken lasse, welche Maße die Druckdaten haben müssen und dies dem Designer gleich entsprechend mitteilen.

Learning #7: Unter Facebook-Titelbild versteht wohl jeder was anderes

Ich habe mich unter anderem deswegen für das Brand Identity Pack und nicht nur einen reinen Logo Design Wettbewerb entschieden, weil es mir wichtig war, dass jemand, der Ahnung davon hat, ein Bild raussucht, welches ich entsprechend mit meinem Produkt verbinden kann und auf allen anderen Social Media Kanälen auch verwenden kann. Leider hat der Gewinner meines Logo Design Wettbewerbs dies etwas anders gesehen und das gelieferte Facebook-Cover war lediglich mein Logo mit einem Balken am oberen und unteren Ende, in welchem meine Email-Adresse und die URL meiner Webseite vermerkt waren. Dies alles wurde aber erst nach dem offiziellen Ende des Logo Design Wettbewerbs vom Designer erstellt. Eventuell hätte ich da dann vielleicht einfach dem Designer gegenüber drauf beharren sollen, dass ich mir hier ein “richtiges” Foto, welches in Bezug zu meinem Business steht, wünsche. Aber zu dem Zeitpunkt hatte ich dann auch keine Lust mehr nochmal nachzufragen und nachzufordern (unabhängig davon, dass ich auch nicht glaube, dass der Designer da wirklich etwas gutes geliefert hätte) :-/

Fazit

Ich glaube nach wie vor, dass ein Logo Design Wettbewerb über 99designs (oder eine andere Plattform) eine gute Möglichkeit ist, um für kleineres Geld an eine Auswahl an verschiedenen Designs zu kommen. Aber letztlich müsste man fairerweise die Zeit und den Aufwand dazu addieren, die man (zumindest beim ersten Mal) danach zusätzlich noch hat (so wie bei mir besonders viel Zeit in das googeln und ausprobieren mit den Schriftarten floss, die Suche nach einem Facebook Titelbild, die Nachbearbeitung der Maße der Dateien für den Visitenkartendruck) sowie den vermehrten Aufwand durch die Kommunikation in einer Nicht-Muttersprache für alle Beteiligten oder das ständige Rückmelden und Feedback geben für die einzelnen Vorschläge während der Laufzeit. Die ein oder andere Erfahrung ist sicher auch auf Fehler meinerseits zurück zu führen, aber wenn man Solopreneur ist und mit vielen unterschiedlichen Komponenten arbeitet, kann man auch nicht immer alles wissen oder berücksichtigen. Und schließlich lernt man ja auch (nur) aus Fehlern 🙂

Titelbild: Ariana Escobar via Unsplash (CC0 Public Domain Dedication)

8 Kommentare

  • Also, zu dem Problem mit den Nutzungsrechten von Schriften in einem Logo. Wenn die Schrift nur in dem Logo verwendet wird und nicht als Fließtext auf Deiner Seite, brauchst Du die Schrift nicht lizenzieren, dass muss nur der Designer für Dich.
    Aber da kommen wir gleich zu einem anderen Problem: kostenlose Schriften.

    Natürlich kann ich mir haufenweise kostenlose Schriften im Netz herunter laden, aber meistens sind diese von einer minderwertigen Qualität. Da gibt es zum Beispiel keinen passenden Fett- oder Kursiv-Schnitt dazu. Oder wichtige Sonderzeichen – womöglich sogar Umlaute, fehlen.
    Aber mindestens ist das Kerning mangelhaft, sprich, die Abstände zwischen den Buchstaben. Bei geschriebenen Texten ist es nämlich so, dass der Abstand zwischen den Buchstaben davon abhängig ist, neben welchem anderen Buchstaben das Zeichen steht. Ein "a" oder "o" rückt idealerweise zum Beispiel etwas unter den oberen Strich eines "T":
    Ta To
    Während der Abstand zum einem bauchigen Buchstaben größer sein muss:
    Ba Bo
    Das sieht zwar auf den ersten Blick enger aus, aber wenn Du die Buchstaben vergrößerst und vom hintersten Ende des T einen Strich nach unten ziehst, dann siehst Du, dass das a viel näher am rechten Rand das T steht, als am rechten Rand des B.
    Für solche Wortpaare gibt es keine Standardwerte, diese muss jeder Designer für alle Zeichenkombinationen aufwendig erstellen.
    Eine gute Schrift mit verschiedenen Schnitten (Bold, regular, light, kursiv Kapitälchen etc.) ist daher auch eine Arbeit, mit der ein Schriftdesigner durchaus zwei drei Jahre beschäftigt ist – ausschließlich und nicht als Hobby nebenbei.

    Aber das selbe Problem kommt ja mit den Designern, die über 99 Designs versuchen Geld zu verdienen. Angenommen Du bekommst 175 Designvorschläge. Wenn es einigermaßen gute Vorschläge sind, hat jeder Designer ca. 5 h
    Arbeit investiert. Da kommt zum Schluß jeder im Durchschnitt auf einen Stundenlohn von unter einem Euro!
    Ich finde, da muss man schon sehr skrupellos sein oder/und einen guten Verdrängungsmechanismus haben, um guten Gewissens hier seine Aufträge abzuwickeln – und Dein Anspruch, Designern in ärmeren Luandern eine Chance zu geben: tatsächlich globalisierst Du deren prekären Einkommensverhältnisse anstatt dass Du unsere sicheren Einkommensverhältnisse exportierst.
  • Hallo, Danke für den Beitrag. Nach dem Lesen von zum Teil diesen Beitrags und anderen habe ich dann auch einen Wettebewerb auf der Plattform gestartet.

    Besonders die ersten drei Tipps helfen sehr. Bei dem Briefing habe ich mir etwas mehr Mühe gegeben, und bin ab und zu mal drüber gegangen, um es auszubessern.

    Auch sollte man sich definitiv Zeit für die Kommunikation nehmen. Umso weniger Feedback man gibt, umso weniger Design-Vorschläge bekommt man auch.

    Auch habe ich, wie in diesem Beitrag erwähnt, die Bewertungen extra etwas niedriger vergeben. Das denke ich, lockt mehr Leute, als wenn man von Anfang an seine Favoriten, durch eine hohe Bewertung preisgibt. Hier habe ich auch ein wenig dazu geschrieben: http://www.yuhiro.de/unsere-erfahrung-mit-99designs/
    Danke nochmal für die Informationen.
  • Bei diesen Design-Wettbewerben fehlt einfach die ausführliche Auseinandersetzung mit deinem Projekt. Dadurch, dass nur ein Designer (der Gewinner) am Ende für die Arbeit bezahlt wird und alle anderen leer ausgehen, wird der Einsatz nie so hoch sein können, wie bei einem festen Kundenauftrag. Auch fehlt die Beratung durch den Designer. Mal ganz abgesehen davon, dass die Bezahlung für den Designer mehr als grenzwertig ist. Ich finde den Pizza-Vergleich von Stefan super. Genau dieses Problem gehen wir mit http://www.click-your-ads.com an und bieten einen Mittelweg zwischen Agentur und Freelancer. Wir hoffen, das mehr Kunden ein Bewusstsein dafür entwicklen, dass ein gutes, erfolgsversprechendes Design seinen Preis haben muss.
  • Danke für Eure Kommentare und Euer Feedback. Ich hatte im Nachgang auch eine intensive Diskussion mit einer mir bekannten Designerin über solche Plattformen und Wettbewerbe...und es gibt da sicher noch einiges an Verbesserungsbedarf.
  • Hallo Jenny.
    Ich habe mir kürzlich 11 Pizzas von 11 Pizzadiensten liefern lassen. Dann habe ich mir eine Pizza ausgesucht, diese nochmal zusätzlich belegen lassen und dann (weil ich das Premium Paket erworben hatte) auch noch einen Salat dazu gewünscht. Bezahlt habe ich dann die eine Pizza. Seltsamerweise wollten mir die anderen 10 Pizzadienste eine aufs Maul hauen, weil ich deren Leistung nicht bezahlen wollte. Komisch…
    Ganz ehrlich. Diese Design-Pitches sind eine Frechheit. Aber klar. Die vermeintlichen Designer machen das ja mit. Schlimm.

    Viele Grüße, Stefan
  • Hallo Jenny,
    danke für den Bericht! Als Designer habe ich mich schon gefragt, was 99Designs und Co so zu bieten haben, wenn man da mitmacht. Ich habe nichts gegen diese Plattformen und sehe sie nicht als ernsten Wettbewerb. Was mir aber schon Gedanken macht, ist dass in deinem Beispiel 11 Designer gegeneinander Antreten und am Ende nur eine etwas dabei verdient. Wobei 99Designs sicher auch noch einen erheblichen Teil für sich einstreicht.
    Das kann sich für den Designer eigentlich nur lohnen, wenn er Massenproduktion von Logos macht und auch hier nicht allzu viel Wert auf Urheberrechte legt. Wenn es schon bei der Schrift Probleme gibt, woher weist du, dass das Bildzeichen nicht geschützt ist oder aus einer Bilddatenbank stammt, die die Nutzung als Logo explizit ausschließt?
    Bei deinem Logo sehe ich da allerdings keine Probleme – das sollte passen!


    Viel Erfolg!
    Matthias
  • Ich habe kürzlich einen Test unter 6 Anbietern von Logo Design Wettbewerben für Vetalio durchgeführt, deshalb bin ich noch in der Materie.

    Zu Learning #1 kann ich nur sagen, dass hier der Prozess bei 99designs außerordentlich gut gelöst ist. Deshalb vermutlich die guten Ergebnisse.

    Zu Learning #3 hat 99designs eigentlich Abhilfe. Mit der sogenannten "Blind"-Funktion können die Entwürfe und Bewertungen für andere Designer unsichtbar gemacht werden. Momentan geht das allerdings nur über den Support und kann auch nicht mehr rückgängig gemacht werden.

    Auch in unserem Test war 99designs Testsieger, doch es gibt auch deutlich günstigere Alternativen mit ähnlichen Qualitäten.

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