Lars Müller 2018: Amazon nehme ich nur noch um Geld zu verdienen

Lars Müller 2018: Amazon nehme ich nur noch um Geld zu verdienen

(Hinweis: meine Tonspur (Christian) wurde aufgrund einer fehlerhaften Aufnahme während des Interviews nachträglich erneut vertont)

Vor knapp 3 Jahren hat Lars Müller das Statement "Wie ich über Amazon 1000€ Gewinn am Tag machen will" hier bei LSWW raugehauen und damit eine Welle losgetreten, die bis heute nachschwingt. Alle Beiträge aus der Challenge findest du unten verlinkt.

Zeit für ein Update. Ich wollte wissen, was Lars Müller heute macht, was ihn antreibt und wie sich seine Unternehmen entwickelt haben. In einem 1-stündigen Podcast haben Lars und ich über damals und heute gesprochen. Das waren unsere Themen.

Von der Eigenmarke zum 7-stelligen Handelsimperium

Für die 1000€-am-Tag-Challenge hatte Lars Müller damals ein eigenes Produkt mit Hilfe von Amazon FBA verkauft. Seine Strategie hat er mittlerweile geändert und damit ein hoch-7-stelliges Handelsimperium aufgebaut. Statt Eigenmarken über Amazon aufzubauen verkauft er nun Handelsware.

Amazon nehme ich nur noch um Geld zu verdienen.

Macht Amazon heute überhaupt noch Sinn? Als erfahrener Amazon Händler verrät Lars im Podcast Interview, wo er nach wie vor einen attraktiven Sweetspot für Amazon Seller sieht und wie er diesen selbst besetzt. 

Lass´ Amazon Lars Müller´s Sorge sein

Neben dem eigenen Seller- und Handels-Business bietet Lars mit Amzprotect.de mittlerweile einen Service für Unternehmen an, die sich selbst nicht um Amazon als Verkaufskanal kümmern wollen. Wie teuer das ist und was alles möglich ist, verrät Lars ebenfalls im Interview. 

Wer nicht ganz bei Null mit Amazon anfangen will und ein funktionierendes Amazon Seller Business von Lars kaufen möchte, kann das ventures.doinglean.com tun.

Es geht auch ohne Amazon

Er selbst hat ausserdem eine neue Produkt-Nische entwickelt, für die Amazon derzeit aufgrund fehlender Nachfrage kein sinnvoller Vertriebskanal ist. 

Wir müssen zuerst Aufklärung betreiben, um Nachfrage zu erzeugen

Deshalb setzt Lars Müller nicht mehr nur ausschliesslich auf Amazon. Im Interview verrät er, wie seine Strategie aussieht.

Vom Seller-Business zum Startup-Ökosystem

solidmind team 2

Lars Müller und sein Team Solidmind 2018

Warum nur ein Business betreiben, wenn man auch viele haben kann? Lars sagt:

Ich bin super gut daran ein Projekt initial auf die Strasse zu bringen.

Und das stimmt. Denn mittlerweile betreibt er mehrere Unternehmen mit unterschiedlichen Teams. Lars hat mir verraten, was ihn motiviert und welche Vision er mit seinen Unternehmen verfolgt. Wir sprechen über 

  • Teamkultur und Teamaufbau
  • Emoji-Pflicht
  • Meetup-Strukturen in einem Unternehmen, das zu 100% remote funktioniert
  • wie es ist mit der Freundin zusammen zu arbeiten

Auch seine neuen Unternehmen sind Teil der Diskussion. Lars Müller ist legaler Cannabis Patient in Deutschland und Teil des Teams hinter cannabiskongress.de, dem größten Online-Kongress im deutschsprachigen Raum zum Thema medizinisches Cannabis & Cannabidiol.

Darüber hinaus ist er Teil des Blockchain Ventures fitleap.io.

Das kann größer werden als alles, was ich bisher gemacht habe

Zu guter letzt gibt es noch wertvolle Erfahrungen und Tipps von Lars Müller für alle, die gerade noch am Anfang stehen

Linktipps

Case Studies

1000€ FBA Challenge

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9 Kommentare

  • Lahrs kann sich sehr, sehr gut verkaufen. Aber ansonsten scheint es viel heiße Luft zu sein. Wer immer redet, muss irgendwann auch mal liefern: und da ist bislang wenig gekommen. Es wird immer von disruptiven Ideen gesprochen, NEM die den Markt verändern wird und und und...aber: geliefert wurde hier bislang nichts.

  • Hey Marianne,

    ich denke hier MUSS niemand etwas liefern. Und es gibt schon jeden Menge Ergebnisse, die man sehen kann. Was lässt dich zweifeln? Was denkst du wurde noch nicht geliefert?
  • Ich verfolge die Entwicklung von Lars schon fast drei Jahre und finde es spannend, was er in der Zeit recht umtriebig auf die Beine gestellt hat. Da habe ich mir bei zwei Tassen Cappuccino, tatsächlich das ganze Interview angehört und nun hierzu ein paar Cappuccino-GEDANKEN gemacht.
    Die Gedanken, die er in dem Interview teilt, sind für einen jungen Mann extrem reif.
    Er ist ja auch ein echter 'Sympathie-Bolzen' der ein gewisses Charisma ausstrahlt. Mit Gloria habe ich mich auch mal recht nett und lange auf dem Rhein unterhalten, ohne zu wissen, wer sie ist. (Erst am Ende habe ich dann auch Lars kurz getroffen)
    Lars ist in meinen Augen ein echter Unternehmer-Typ, der seinen eigenen Gedanken freien Lauf lässt und seine Ideen konsequent in Taten umsetzt. Das finde ich bewundernswert.
    Vielleicht muss er aber auch noch begreifen, dass es nicht nur um kurzfristige Projekte im Leben geht, die man weiter gibt, wenn sie nicht mehr Spaß machen.
    Kinder wären z.B. ein langfristiges Projekt, wo man langfristig Verantwortung trägt und Zeit und Energie aufwenden muss.
    Kinder sind aber die beste und sinnvollste Investition, die man in seinem Leben tätigen kann.
    Aber, alles zu seiner Zeit.😄
    Wenn aber so viele Ding offen nach außen getragen werden, werde ich immer etwas skeptisch.
    1.000 Euro am Tag zu verdienen, das schaffen nur die wenigsten. Ich habe es bisher noch nicht dauerhaft geschafft.
    Frau Merkel z.B. wäre auch froh, obwohl die sich aus Geld nicht viel macht.
    https://www.sueddeutsche.de/karriere/gehaeltervergleich-in-deutschland-ackermann-schluckt-sie-alle-1.975186-7
    Daher bin ich bei dieser 1.000 Euro-Geschichte eher skeptisch gewesen, und nach dem Interview bin ich es noch mehr.
    Wie viel Substanz steckt den überhaupt in dem Projekt mit Amazon FBA, das hier so groß abgefeiert wurde. Plötzlich nicht mehr interessant? (Auch Bastian von Officeflucht verfolgt plötzlich neue Ziele)
    Eigenmarke ist doch eigentlich der große Wurf, (an dem ich mich nun auch versuche), um alle Dinge möglichst selbst zu steuern.
    Ja, ich bin ein Skeptiker, bei dem Gedanken in eine zu große Abhängigkeit von Amazon ( bei uns nur 20%) zu geraten und kann nur jedem raten zu diversifizieren.
    Ich bin der Freund von objektiven Zahlen und gucke gerne hinter die Fassaden. Bilanzen von Gmbh sind recht gute Orientierungspunkte,
    Aber da ist nichts, was da eigentlich sein müsste.
    Gerne gucke ich mir dann auch die Domains mit ein paar SEO-Tools an, um ein Gespür für Traffic zu bekommen und die Entwicklung abschätzen zu können.
    Da ist ebenfalls so gut wie nichts. (mit einem solchen Shop wird man nicht reich und erfolgreich)
    Kürzlich hat Lars in Hamburg (PLD) einen Vortrag über den US-Markt gehalten und wurde dort als der USA-Fachmann gefeiert.
    Was noch?
    neues Marketingkonzept mit Handelswaren, Fremdmarken-Marketing, NEM, Bitcoin, Canabis, Digitaler Nomade, Firmengründer auf Zypern.
    Ich bin im Online-Business mit 61 Jahren ein alter Mann und mag diesen Typ und seine Art.
    Trotzdem bleiben in meinem Kopf diese Fragen.
    Ein Tausendsassa?
    Schein oder Sein?
    Geht nicht alles auch eine Nummer kleiner?

    Auf jeden Fall ein gutes Interview mit gut gestellten Fragen. (mein waren allerdings nicht dabei)
  • Hi Christian,
    wieder ein schöner Podcast. Ich werde langsam ein Fan.
    Ja, das mit dem "Denglisch" ist mir auch aufgefallen, okay- oder muss ich "in Ordnung" sagen;). Zum Eigentlichen:
    Die Wiederverkäufer-Geschichte find´ich spannend. Da hätte es gerne noch was tiefer gehen können. Hier meine Frage - eher an Lars gerichtet:
    Angenommen, ich habe eine Marke, unter der ich Produkte auf amazon verkaufe. Jetzt sagt mir Lars: Hey, ich kaufe dir deine Produkte ab und du erhälst 90% deines Profits. Und ich erstelle auch die Rechnungen und mache Werbung für dich. dafür hast mit amazon nichts mehr zu tun. Das tue ich exklusiv für dich.
    Wenn ich dir Exklusivrechte einräume, will ich auch bestimmte Umsätze sehen, oder? Gibt es also Zielvereinbarungen bzgl Umsatz/ Absatz? Ansonsten verkümmert womöglich meine Marke auf amazon und ich kann nichts dagegen tun. Oder du sagst mir nach 3 Monaten: HEy, wir haben deine ware noch nicht komplett verkauft, deshalb kann ich dir noch nicht wieder neue Ware abkaufen. Niemand räumt doch einem Händler Exklusivvertriebsrechte ein ohne Zielvereinbarung, oder?

    Was passiert z.B. bei Nichterreichung?
    Hast du bei dem Geschäftsmodell nicht wieder das gleiche Problem wie bei der Eigenmarke: Ich muss diesen Monat xy Stück verkaufen, damit ich rechnungen bezahlen kann und den Vertrag einhalte.
    Danke,

    Viele Grüße,
    Tim


  • Hi Tim,

    bei einem kleinen Startup oder einer Private Label Marke sollte es wahrscheinlich wirklich in die Richtung gehen, wenn man sich nicht gerade kennt und es die eigenen Kumpels sind.

    Bei größeren Marken sieht das anders aus und es geht oft gar nicht um die bestimmten Umsätze. Ich selbst arbeite seit 1,5 Jahren mit einer Kosmetikmarke zusammen, die einfach das Problem hatten, dass Amazon Händler deren Preise so arg gedrückt haben, dass DM, Müller, Kaufland und Co. nachgezogen sind. Für die war Amazon eher ein Dorn im Auge. Wenn man aber bei einer solchen Marke ums Eck kommt und einfach nur Exklusivität fordert, klappt das nicht - keine Hochzeit beim ersten Date. Das geht nur mit Vertrauen, einer persönlichen (fast schon freundschaftlichen) Beziehung und mehr tun, als ein klassicher Händler - auch außerhalb von Amazon wie z.B. Aufbau eines Onlineshops.
    Die wollen weder eine Zielvereinbarung, noch direkt an Amazon verkaufen.. und ihren Preis konstant halten, damit der klassische Einzelhandel das ebenfalls tun kann. Für die ist es daher besser, sie sorgen für Exklusivität und stoßen bestehenden Händlern vor den Kopf, als das Premiumprodukt zu verramschen.. wenn man dann aber dennoch monatlich die Umsätze steigert, freuen die sich natürlich trotzdem.

    Viele Grüße,
    Philipp




  • Ich freue mich stets über neuen Content und schätze die Möglichkeit, einen kleinen Einblick in Unternehmerleben zu erhalten. Deine angenehme Art, die Gespräche zu moderieren sind hier ausschlaggebend. Danke hierfür!
    Lars Müller ist ohne Frage umtriebig und wird seine Erfolge haben.
    Im Laufe dieses Podcasts ist mein Interesse und die Faszination für Lars Müller‘s Geschäfte gewichen. Meinen Kopf werde ich jedoch nicht schütteln- es schmerzt immer noch vom Zuhören.
    Über sich selbst in der 3. Person zu sprechen erinnert mich an einschlägige Parodien über Despoten und Monarchen. Wer dies ganz selbstverständlich in einem Podcast tut, ist ernsthaft gefährdet, jegliche Bodenhaftung zu verlieren.
    Ist er nun einfach nur „pumped“ oder schon „stoned“? Eine Aneinanderreihung von Anglizismen und Hohlphrasen, Plattitüden und das ständige „ja“ ( jedes 7. Wort!) machen das Zuhören fast unerträglich.
    Auf der Suche nach Substanz finde ich viel Widersprüchliches.
    Einerseits will er immer ‚lean‘ sein und ist stolz auf seinen Bootstrapping Ansatz, um im nächsten Satz damit anzugeben, dass Hr. Kofler ihm Spielgeld zur Verfügung gestellt habe.

    Er begründet die Abkehr von der Eigenmarke hin zum Reseller (Fremdmarken-Verkauf) damit, dass er mehr Kontrolle über Marketing, Positionierung und andere Entscheidungen hätte. Besser kann man Fakten nicht verdrehen.

    Abschätzig spricht er über Händler, die selbst Produkte auf Plattformen verkaufen („wenn ich ein paar Tsd Euro machen will, dann verkaufe ich irgendwelche Hundeleinen oder Thermobecher“). Nur sind dies genau die Händler, denen er seinen Reseller-Service anbietet. Autsch!

    Zu guter letzt springt er auf jeden Trendzug auf, der schnelles Geld verspricht und denkt sich danach aus, wieso dies eine nachhaltige Idee sei oder gar etwas „großes“ sei. So erahnt man schnell, dass Lars Müller mit all diesen Geschäftsmodellen sicherlich geschickt Geld verdienen wird. Seine eigene Glaubwürdigkeit in jedem einzelnen Bereich existiert m.E. nicht.

    So wird er weiterhin auf Trends aufspringen, bestehendes kopieren, es als etwas Neues darstellen und sich als großen innovativen, disruptiven Unternehmer sehen. Auweia!

  • Hey Henning,

    vielen Dank für deine sachliche Kritik zu mir.

    LG
    Lars


  • Hey Henning,

    ich lass deinen Kommentar einfach mal so stehen. Mir persönlich ist egal, wer wie von sich in welcher Form redet und wie oft jemand "ja" sagt. Ich bin immer Fan von Ergebnissen und bin dankbar für das, was Lars (immer wieder) verrät. Alles andere ist halt - wie so oft im Leben - Geschmackssache.
  • Es sind halt zwei verschiedene Ansätze: Manche wollen Geld verdienen, suchen sich ein passendes Produkt aus und vermarkten das. Diese Leute sind häufig in so vielen Branchen unterwegs, dass sie weder von Nahrungsergänzungsmitteln noch Hundeleinen vertiefte Kenntnisse haben. Müssen sie auch nicht, denn die Herstellung der Waren übernimmt jemand anderes. Ich respektiere das, denn eine Marke aufzubauen und ein Produkt gut zu vermarkten ist eine beachtliche Leistung.

    Andere haben eine Vision und entwickeln daraufhin ein Produkt. Ein bekannter stellt Gewürzmischungen her. Lieferanten suchen, probieren, mahlen, mischen, abfüllen, verpacken... Eine riesige Arbeit. Es reicht mittlerweile zum Leben, aber von 1000 Euro Gewinn pro Tag ist er weit entfernt. Dafür steht er mit Leib und Seele hinter seinem Produkt und möchte keine Thermobecher verkaufen, auch wenn die mehr einbringen würden.

    Ich sehe beide Ansätze als legitim an. Vielleicht ist es etwas ungerecht, dass die Variante "Verkäufer" so viel mehr verdient, aber so ist das Leben.

Was denkst du?

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