Kanada LLP: Die steuer- und bürokratiefreie Firma für Digitale Nomaden und ortsunabhängige Unternehmer

Unternehmenssteuern nerven Dich? Du hast kein Bock mehr auf den ganzen Papierkram? Die Buchhaltung willst Du wenn überhaupt nur noch für Deinen eigenen Durchblick machen? 

Ach... man wird ja noch träumen dürfen! Außer im Taka-Tuka-Land oder Dubiosistan wird es eine solche Unternehmensform nicht geben, die das ermöglicht. 

Aber was, wenn doch…?

Jetzt spitz die Ohren oder ziehe Deine Lesebrille an! Denn heute verrate ich Dir mein Geheimnis: Es geht um die Kanada LLP.

Naja okay, tatsächlich ist es mittlerweile schon ein öffentlich bekannter Geheimtipp. Denn ich habe schon zahlreichen Digitalen Nomaden und ortsunabhängigen Unternehmern dabei geholfen auch eine solche Firmengründung durchzuführen.

Die eierlegende Wollmilchsau, von der ich hier schreibe, ist übrigens eine Kanada LLP. Diese Limited Liability Partnership ist im Gegensatz zur Kanada LP in manchen Provinzen dieser weltweit respektierten G7-Industrienation auch voll haftungsbeschränkt. Goldene Eier legende Wollmilchsau trifft’s wohl eher ;-D

Okay, genug der rosa-roten Lesebrille. Bitte wieder absetzen! Das mit den goldenen Eiern nehme ich zurück. Natürlich gibt es wie bei jedem Offshore-Konstrukt auch bei der Kanada LLP ein paar Kleinigkeiten, die wir besprechen müssen. Dennoch stehen die Chancen sehr gut, dass diese Rechtsform für Dein Unternehmen eine smarte Lösung ist.

Kommen wir also zu den Hard Facts:

Offshore und trotzdem reputabel

Deutsche Kunden sollten keine Probleme mit einer Rechnung von einer Kanada LLP haben. Denn das deutsche Finanzamt ist hier nicht kritisch. Auch wenn es ähnlich klingt, Kanada ist schließlich nicht Panama!

Mir sind von meinem eigenen Business und denen meiner Klienten noch keine Geschäftskunden bekannt, die eine Rechnung einer Kanada Firma abgelehnt hätten. Wieso auch? Immerhin ist Kanada ein wichtiger Markt mit einem stabilen Rechtssystem basierend auf dem weltweit beliebten Common Law. Außerdem gilt Kanada ja nicht gerade als Steuerparadies und ist im Kampf gegen eben solche bei internationalen Abkommen gerne mit dabei.

Als Drittland außerhalb der EU ist die Thematik mit der Umsatzsteuer leicht geklärt. Einfach den folgenden Vermerk auf Deine B2B-Rechnungen schreiben und Deine Pflicht ist getan: 

Auf die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers nach § 13b UStG wird hingewiesen. Der Steuersatz beträgt 19 %.

Da Du als echter Nomade ja keinen Wohnsitz hast, solltest Du wenigstens eine Firma haben. Diese nutzt Du dann einfach als Vehikel für die Anmeldung bei diversen Dienstleistern: Denn ein „CEO of an international company“ mit der Firmen-Kreditkarte hat es beim Mietwagenverleih eben deutlich leichter als ein „obdachloser Backpacker“. Und wenn Du irgendwo kein Touri-Visum bekommst, dann probiere es stattdessen mal als Geschäftsmann mit Business-Visum. Die eigene Firma macht’s möglich!

Aber zu mindestens für die beruflichen Angelegenheiten wirst Du um eine Firma nicht herumkommen. Denn eine Adresse a la „Am Strand 12, 12345 Bali“ wird das deutsche Finanzamt definitiv bei der nächsten Steuerprüfung Deines Kunden bemängeln. Damit kommst Du also nicht weit.

Keine Steuern mit der Kanada LLP

Apropos Räuber, in Kanada ist die Steuerthematik zu vernachlässigen. Die LLP ist eine sogenannte Flow-Through-Struktur. Das bewirkt, dass solange Du selbst in Kanada keine Kunden hast, Du für Deine internationalen Geschäfte keine Steuern in Kanada bezahlen oder verrechnen musst. Dementsprechend gibt es hier auch keinen Papierkram. Steuererklärung und Buchhaltung ade!

Wenn Du klassischer Auswanderer bist, musst Du Dich natürlich in Deinem neuen Heimatland über lokale Steuergesetze selbst informieren. Das Stichwort für Google heißt hier „CFC-Laws“.

Als Perpetual Traveler ohne Wohnsitz und Lebensmittelpunkt in Deutschland, fällst Du ohnehin nicht mehr unter die deutsche Steuerpflicht.

Bedingt keine Steuern in Deutschland

Falls Du (oder auch Dein Partner) jedoch noch in Deutschland ansässig bist, musst Du natürlich Deine Gewinne aus der Kanada LLP (auch: Canada LLP) auch ordentlich bei der Steuererklärung angeben. Auch muss die Firmenbeteiligung innerhalb von einem Monat beim Finanzamt gemeldet werden, da dies sonst eine Ordnungswidrigkeit darstellt.

Laut Außensteuergesetz kannst Du oder Dein Partner jedoch ggf. von einer Freigrenze von 80.000 Euro profitieren. Falls Dein Partner Dir nur pro Forma bei der Firmengründung hilft, kannst Du ja seinen Anteil auf 1 Promille setzen. Dann wird er je nach Erfolg Deines Business vermutlich nicht über die Freigrenze kommen.

Je nach Geschäftsmodell und Regulierungen in Deiner Branche mag es sich sogar noch lohnen, das Business auf dem Papier nach Kanada zu ziehen, selbst wenn Du fest in Deutschland verwurzelt bist. Doch für die (legalen) Details muss hier natürlich der Einzelfall betrachtet werden.

Voraussetzungen

Wie gesagt ist eine Buchhaltung und Berichte in der Praxis nicht nötig. Allerdings müssen LLPs sich jährlich bei der Regierung melden. Dies ist jedoch ein sehr banal gehaltenes Reporting und wird normalerweise von Deiner Gründungsagentur übernommen.

Ebenso das benötigte „Registered Office“. Dies ist die offizielle juristische Anschrift Deines Unternehmens, wo auch das öffentliche Register der Partner physisch hinterlegt sein muss. Dieses Registered Office ist aber nicht mit einer Post-Anschrift oder gar mit einer Niederlassung zu verwechseln. Beide solltest Du ohnehin nicht in Kanada haben, damit ja nicht der Verdacht aufkommt, dass Deine Firma in Kanada Geschäfte tätigt. Wir wollen ja nicht steuerpflichtig werden. Wo kommen wir denn da hin? ;-)

Wie mein Beispiel zeigt, braucht die Kanada LLP in der Praxis keinen Standort. Noch braucht sie ein Geschäftskonto bei einer klassischen Bank. Meine Firma hat auch nach über einem Jahr weder Geschäftskonto noch Niederlassung. Für die meisten anderen Online-Unternehmer wird dies ebenfalls der Fall sein.

Finanz-Infrastruktur

Aber kein Geschäftskonto zu besitzen, bedeutet heutzutage keinesfalls, dass Du nicht dennoch ein IBAN-Konto auf dem Namen Deiner Firma in Deinen Rechnungen angeben kannst. Zahlungsdienstleister wie TransferWise schaffen hier Abhilfe. Tatsächlich können meine Kunden den Unterschied zwischen TransferWise und einer regulären Geschäftsbank von außen gar nicht erkennen.

Kein Mindestkapital nötig

Für die Gründung einer LLP ist kein Mindestkapital oder eine dauerhafte Kapitaleinlage nötig. Zwar sollte offiziell am Anfang ein Grundkapital von etwa 1000 US-Dollar eingezahlt werden, de facto geschieht dies jedoch nur auf dem Papier. Weder ich noch meine Kunden haben sie jemals eingezahlt. Denn diese Einlage kann direkt nach der Gründung sowieso wieder ausgezahlt werden. Von daher beschränkt sie sich in der Realität auf zwei imaginäre Buchungssätze in der ebenso imaginären Buchhaltung. Und da soll noch mal jemand meinen, dass die imaginären Zahlen aus dem Mathematik-Unterricht fürs echte Leben keine Relevanz hätten! :-D

Generell steht auch im notwendigen Partner-Vertrag einiges an offiziellem Bla-Bla. Immerhin handelt es sich hier um eine richtige Partnership, die mitunter auch große Firmen verwenden. Da muss natürlich alles für Dich und Deinen Partner ordentlich geregelt sein. So sind bspw. offiziell jährliche Treffen der Partner angesagt. Wenn Du aber mit einem guten Freund oder Ehepartner Deine Firma gründest, könnt Ihr Euch das ja schenken.

Einziger relevanter Nachteil

Der Nachteil einer LL-Partnership ist eben, dass Du unbedingt einen Partner brauchst. Dies kann zwar auch eine juristische Person sein und im Partner-Vertrag kann genau festgehalten werden, dass sie nichts zu sagen hat. Aber Du brauchst sie.

Am besten fragst Du also einen guten Kumpel oder Verwandten, dem Du vertraust, ob er seinen Namen für die Gründung der LLP hergibt. Im Gegenzug kriegt er dann ja einen festgelegten Gewinnanteil ab.

Dank der Haftungsbeschränkung seid Ihr ja auch gegenseitig abgesichert, wenn der andere Partner Mist baut und Ihr davon nichts wisst. In manchen kanadischen Provinzen gibt es auch eine vollumfängliche Haftungsbeschränkung vergleichbar mit einer deutschen GmbH gegenüber Drittpersonen wie beispielsweise schwierigen Kunden.

Eingebauter Abmahn-Anwaltsfilter

Im Übrigen machen sich Abmahn-Anwälte auch seltener die Mühe, Dich in Kanada zu verklagen. Dies passt nicht in ihr sehr effizientes und optimiertes Massen-Abmahnen. Kanada fällt eben aus dem Schema. Wenn Du also nicht gerade was ganz Furchtbares angestellt hast, wirst Du Deine Ruhe von solchen nervigen Gaunern haben. Dementsprechend entspannt kannst Du dann auch einige Sachen angehen. Deine Firma ist die Letzte, die verklagt wird. Vorher sind eine ganze Reihe deutscher Unternehmen dran. DSGVO lässt grüßen. Natürlich solltest Du Dich immer an alle Gesetze halten.

Einfache Gründung

Im Gegensatz zu vielen anderen Jurisdiktionen ist die Gründung, sofern Du eine gescheite Agentur erwischst, sehr simpel. Melde Dich am besten bei mir und ich vermittle Dich an meine Agentur. Denn mit der falschen Agentur kann es auch sehr leidvoll werden, wie ich bei meinem ersten Anlauf erfahren musste:

So hatte ich zunächst eine Agentur genutzt, die sehr langsam war. Sie wollten alle möglichen Dokumente von mir, die unnötig sind. Aber das wusste ich damals leider noch nicht. Als dann aber nach Monaten endlich alles in trockenen Tüchern schien, haben sie mir dann ohne Nennung von Gründen abgesagt und wollten mich nicht mehr als Kunde bedienen. Ich vermute es lag an meinem nomadischen Lifestyle, der für sie wohl doch noch sehr suspekt vorkam.

Meine jetzige Agentur war hier jedoch viel aufgeschlossener und sie führen mit ihren Klienten auch keinen Papierkrieg. Es werden lediglich ein Identifikations- und Anschriftsnachweis beider Partner benötigt, wobei der Anschriftsnachweis auch beispielsweise eine Webhost-Rechnung sein kann, die an das Scan-Postfach eines Dienstleisters adressiert ist.

Alles für die Gründung nötigen Dokumente dürfen eingescannt und per E-Mail an die kanadische Agentur gesendet werden. Ein persönliches Erscheinen ist für die Gründung nicht nötig.

Auch aller weiterer Papierkram läuft online ab. Kopien und Originale von Gründungsdokumenten erhältst Du einige Wochen nach Gründung per Post. Mit der Firma loslegen kannst Du aber schon, sobald Du den Scan des Registrations-Dokumentes per E-Mail erhältst.

Der zeitliche Flaschenhals im gesamten Gründungsprozess ist die Namensprüfung durch die Behörden, die manchmal echt langsam arbeiten. Für einen kleinen Betrag kann hier aber ein Speed-Up beantragt werden, sodass die Gründung schon innerhalb einer Woche geschehen kann. Mein persönlicher Rekord war die Gründung für einen Klienten innerhalb von 3 Tagen.

Kosten

Kommen wir nun zur Gretchen-Frage aller ach so tollen Dinge im Leben. Was kostet das Ganze?

Tatsächlich ist das Ganze mit aktuell etwa 1999 Euro Gründungskosten ein ziemliches Schnäppchen, was dieses Firmenkonstrukt gerade für Beginner nochmal umso attraktiver macht. Und dabei ist auch schon das erste Jahr des Registered Office mit drinnen, was jedes Jahr nochmal knapp 499 Euro Kosten im Jahr verursacht.

Somit ist die Kanada LLP eine der, wenn nicht sogar die günstigste Option der steuer- und bürokratiefreien Offshore-Firmen.

Fazit

Solange Du also ein normaler Online-Unternehmer bist, lohnt es sich auf jeden Fall einmal das Kanada-Konstrukt in Erwägung zu ziehen. Solange Du also keine in Kanada lizenzpflichtige Tätigkeiten (z.B. Mediziner) ausführst und Dein Dropshipping-Produktportfolio keine Drogen oder Kriegswaffen beinhaltet, sollte eine Kanada LLP für Dich kein Problem sein ;-)

Für eine individuelle Beratung zur Internationalisierung verschiedener Lebensbereiche oder die Gründung einer Kanada LLP kannst Du Dich gerne bei mir melden.

Schon über 5.000 Leser haben den LSWW Newsletter abonniert. 

Erhalte kostenlose Marketing Tipps und Infos direkt in dein Postfach. Ca. 1x pro Monat.

Kostenlos für dich. Du kannst dich jederzeit wieder abmelden.

56 Kommentare

  • Lieber Dennis,

    Danke für deinen Artikel!
    Wir sind auch gerade dabei eine LP zu gründen. Aktuell sind wir noch in Deutschland gemeldet und werden uns im Dezember in Deutschland komplett abmelden, um dann als perpetual Traveller zu leben.
    Jetzt stellt sich mir die Frage, wie es bei der LP Gründung mit einer Wohnsitz Adresse aussieht? Wenn wir bei der Gründung die deutsche Adresse angehen und uns dann abmelden, hat das steuerliche Konsequenzen in Deutschland? wie geht man danach damit um, wenn man keine meldeadresse mehr hat? Stellt das ein Problem für die kanadische LP dar?

    Vielen Dank & Liebe Grüße aus Albanien,
    Justin
  • Hey Justin,

    wir vermitteln nur LLPs, keine LPs. Sie bieten keine volle Haftungsbeschränkung und auch die Steuerfreiheit ist in manchen Provinzen mit diesem Modell zweifelhaft (siehe auch: https://de.liberated.blog/business/reputables-offshore-unternehmen/). Ich kann Dir also keine verbindliche Auskunft zu diesem Konstrukt geben.

    Generell gilt aber die Regel: Solange Du bei Privatunternehmen eine deutsche Postadresse angibst, bedeutet das nicht, dass es eine deutsche Meldeadresse oder gar Steuerwohnsitz sein muss. Meist wird wirklich nur einfach nach einer Postanschrift gefragt. Wenn Du ganz sicher gehen willst, besorgt Dir z.B. ein Postfach, dann kannst Du immer argumentieren, dass Du ja in einem Postfach nicht wohnen kannst (siehe dazu; https://de.liberated.blog/auswandern/caya-post-oder-dropscan/).

    Liebe Grüsse
    Dennis
  • Wo hast du deine LLP gegründet? hast du jemanden dafür Engagiert? Wieso geht dein Button *persönliche Beratung* nicht? Liebe Grüße
  • Hey Saskia,

    ja, wir vermitteln zu unseren Partnern in Kanada. Kannst Du mir bitte sagen, auf welcher Seite genau der Button nicht funktioniert?

    Liebe Grüße
    Dennis
  • Hey Dennis,

    weißt du zufällig eine Anlaufstelle, wo ich nachsehen kann welche Firmendienstleistungen besondere Aufmerksamkeit in Kanada erhalten?
    Ich denke zB über eine IT Security Dienstleistung nach. Manche Länder lassen das nicht, oder nur mit besonderen Genehmigungen zu.

    VG
  • Hey Stefan,

    ich denke nicht, dass IT Security in Kanada unter die lizenzpflichtigen Geschäfte fällt. Bei der Gründung muss aber sowieso der Geschäftszweck im Formular angegeben werden. Das erfragt unsere Partneragentur absichtlich, damit sie eben im Zweifelsfall eine Warnung aussprechen können. Ich würde also einfach durch die Agentur prüfen lassen, ob die darin ein Problem bestehen könnte.

    Liebe Grüße
    Dennis
  • Ich möchte CBD in der EU dropshippen und frage mich, ob die LLP damit ein Problem bekommen könnte, da CBD in Kanada Lizenzpflichtig ist.
  • Hey Nicole,

    das ist eine sehr detaillierte Frage. Da würde ich lieber passen und auf einen Anwalt in Kanada verweisen. Solange es kanadischen Boden nicht erreicht, sollte es nach meinem Empfinden kein Problem sein, aber ja, diese Themen sind oft lizenzpflichtig. Von daher ist mein Empfinden keine solide Basis.

    Liebe Grüße
    Dennis
  • Ich danke dir für die schnelle und auch kompetente Antwort.
    Sonnige Grüße aus Mallorca
  • Hallo Dennis.
    Auf der Suche nach einer Offshore Firmenform bin ich gerade auf deine Seite und der Kanada LLP gestoßen. Ich bin nicht mehr irgendwo gemeldet und lebe zur Zeit auf Mallorca. Nun stellen sich mir folgende Fragen.
    Zur Gründung einer Kanada LLP benötige ich einen Partner. Angenommen, mein Partner ist aber noch in Deutschland gemeldet, hat das steuerliche Konsequenzen oder kann das Konstrukt so durchgezogen werden, wie du in deinem Artikel beschrieben hast. Oder passend zu der Frage, wie sieht es aus, wenn ich Kinder habe, die sich gerade in Deutschland selbstständig machen wollen. Kann ich sie in irgendeiner Art in die Kanada LLP integrieren, so das sie von ihr (steuerlich) profitieren und ich als Gesellschafter nicht (steuerlichen oder auch buchhalterisch) benachteiligt werde?
    Ich freue mich auf deine Antwort und wünsche dir weiterhin alles gute und noch viel Erfolg. 🙏🏻👍
    Michael
  • Hallo Michael,

    nein leider ist es in Deutschland problematisch. Derjenige hat dann die ganz normale deutsche Steuerpflicht auf Auslandseinkommen. Das einzige, was Du machen kannst, ist den deutschen Partner nur auf 1 Promille Anteil zu reduzieren, dann sollten wenigstens die anteiligen Gewinne und somit Steuern gering bleiben bzw. fallen dann ggf. unter steuerfreie Grenzen. Aber dann hat Dein Partner keinen Vorteil davon, sondern bietet Dir nur diesen Freundschaftsdienst an.

    Viel Erfolg,
    Dennis
  • Hallo Dennis!

    Ich würde gerne gemeinsam mit einer Freundin eine Kanada LLP gründen. Allerdings haben wir eine kanadische Kundin, die wir unbedingt behalten möchten. Wie sieht es denn dann steuertechnisch aus? Muss dann auf das Gesamteinkommen Steuern gezahlt werden oder nur auf das kanadische? Und muss ein Wohnsitz angemeldet werden oder welche bürokratischen Dinge kämen dann auf uns zu?
  • Hey Manu,

    das wird dann eher nachteilig, da dann die ganze Buerokratie aktiviert wird. Es gibt aber auch noch andere Loesung. Am besten kontaktierst Du mal meinen Kollegen auf Liberated.blog und wir koennen Dir auch Loesungen in einem anderen Land anbieten, die aehnlich sind.

    Liebe Gruesse
    Dennis
  • Hi Dennis!

    Danke für deine schnelle Antwort. Wir wissen, dass eine andere Möglichkeit zwei US LLCs wären, wir fühlen uns aber sicherer, wenn wir irgendwo ein bisschen Steuern zahlen - also lieber Steuern auf das kanadische Einkommen statt die Verwaltungsgebühren für die US LLC. Außerdem hätten wir das Unternehmen gerne gemeinsam.
    Wir würden uns jedoch für die US LLCs entscheiden, wenn das mit den Steuern in Kanada zu kompliziert würde.
    Aber was würde denn passieren mit einem kanadischen Kunden? Welche bürokratischen Schritte kämen auf uns zu?
  • Hey Manu,

    dann rate ich Euch lieber zu einer US LLC. Die kann man auch zu zweit fuehren. Wir koennen Euch auch hier an eine gute Agentur vermitteln. Bei kanadischen Kunden wird man eben fuer diese steuerpflichtig, was dann ja zwecks Nachweis die ganze Buchhaltungspflicht verursacht.

    Liebe Gruesse
    Dennis
  • Lieber Dennis

    Wir haben eine LTD in Canada. Was ist denn der Unterschied zur LLP?

    Liebe Grüsse
    Anna-Marie
  • Hey Anna-Marie,

    ich weiss nicht, welches Konstrukt Ihr genau habt. Ist ja häufig auch von Provinz zu Provinz unterschiedlich. Ihr solltet aber selbst am besten wissen, was Euer Konstrukt bietet. Ich würde mir folgende Fragen stellen: Ist es steuerfrei? Haftungsbeschränkt? Gibt es keinen Buchhaltungsaufwand?
    Wenn das alles mit "Ja" zu beantworten ist, dann gibt es wohl kaum essentielle Unterschiede.

    Liebe Grüße
    Dennis
  • Hallo Dennis,

    ich bin mir nicht sicher, ob du mir hier helfen kannst oder vielleicht jemanden kennst der sich hier auskennt und mir helfen kann ;)

    Wir (also meine Familie und ich) wollen ab Aug. 2021 erst einmal ein Jahr ins Ausland (geplant ist natürlich für immer, aber familiär müssen wir das erstmal auf 1 Jahr begrenzen).

    Ich bin aktuell fest angestellt und nebenberuflich selbstständig.

    Hier zu meinem aktuellen Plan bzw. meine Gedanken:
    - Gründung LLP in Kanada
    - Absprache aktueller fester Arbeitgeber > 1 Jahr aus dem Ausland zu arbeiten (bereits das GO erhalten)

    Jetzt haben sich aber einige Fragen aufgetan, die ich, bevor ich mit dir bzgl. Der Gründung einer LLP spreche klären möchte ;)

    1. (Privat / Festanstellung) Ich muss einen Wohnsitz in DE behalten, da ich noch fest angestellt bin (ich bin aber min 1 Jahr nicht in DE, habe aber eine Meldeadresse)
    2. (Selbstständig / Freiberuflich) > Brauche ich ein Konto außerhalb DE für meine Firma in Kanada?
    3. (Selbstständig / Freiberuflich) – Alle Einnahmen muss ich „normal“ Versteuern?

    Ich bin hier ein wenig Lost, vielleicht kannst du mir hier weiterhelfen?
    Vielen Dank
    Gruß
    Marco

  • Hey Marco,

    Zu 1) Wieso fragst Du Deinen Arbeitgeber nicht, ob Du auf Rechnung arbeiten kannst? Dann kannst Du Dich komplett abmelden und der Arbeitgeber spart Buerokratie und Sozialabgaben.
    Zu 2) Ja, Du musst Dir fuer die Firma eine finanzielle Infrastruktur bauen. Ich empfehle aber TransferWise mit EUR IBAN Konto. Das ist easy fuer Deine Kunden in DE.
    Zu 3) Solange Du noch in Deutschland gemeldet bleibst, lohnt sich eine Kanada LLP steuertechnisch nicht. Du muesstest das als Auslandseinkommen versteuern. Dann kannst Du ja einfach weiter normal angestellt arbeiten und vom "Homeoffice" arbeiten (wo auch immer das Homeoffice dann ist^^).
  • Hi Dennis,
    Danke für die guten Infos bis hierher.
    So wie ich das verstehe ist die Kanada LLP eine gute Variante als Freelancer, der mit den Gedanken spielt, mitsamt Familie Deutschland zu verlassen
    Ich würde die LLP dann mit meiner Frau als Partner heißen und könnte das alles aus Deutschland vorbereiten, damit ich das dann, falls es dazu kommt, schon mal zwischen den Füßen weg habe.
    Und falls nicht verstehe ich das als gute Möglichkeit den Aufwand für die Buchhaltung zu reduzieren und evtl. sogar Steuern zu sparen. Sehe ich das so richtig?
  • Hey Kai,

    ja, die Kanada LLP ist sicherlich ein gutes Sprungbrett fuer Digitale Nomaden und teilweise auch fuer Auswanderungswillige. Die Steuern und Buchhaltung kannst Du bzgl. kanadischer Seite reduzieren bzw. eliminieren. Das bringt aber nichts, solange Du noch in Deutschland gemeldet und somit steuerpflichtig bist. Aber als Vorbereitung auf jeden Fall sinnvoll. Schau gerne auch mal auf unserem Blog vorbei fuer naehere Informationen.
  • Hallo Dennis, hast Du Lösungen für ne Kreditkarte für ne Kanada LLP wenn man n Transferwise Konto hat? Paypal hat bei uns auch noch nicht geklappt. Da deutsche Bürger, kanadische Firma, Belgisches Konto und Wohnsitz in Paraguay nicht in deren Systeme passt.
  • Gruess Dich. Mit Stripe wuerde das gehen. Die verlangen aber im KYC noch eine 9-stellige Business-Number, die meist nicht standardmaessig dabei ist und hier nachbeantragt werden kann: https://www.canada.ca/content/dam/cra-arc/formspubs/pbg/rc1/rc1-19e.pdf
    Habe auch gehoert, dass 9x die Null funktionieren soll. Ein juengster Versuch mit hat aber nicht mehr geklappt. Haben sie wohl spitz gekriegt ;-)
  • Naja, aber residiere deshalb bereits wegen Steuerverbilligung und allg. Kostenverbilligung un der Dominik. Republik. wobei eine LLP in Kanada leider von unserer Handelsplattform űber FBA Amazon nicht akzeptiert wurde, da es in Kanada kein richtiges öffentliches Handelstegister gibt. Deshalb mussten wir auf USA ausweichen, wo es nun als LLC mit Steuerverlagerung auf unseren dominikanischen Repräsendanten zum Nulltarif funktioniert hat. Soviel zum Standort Kanada sowie kanadischer LP oder LLP.
  • Nun, wie ich bereits in einem anderen Kommentar geschrieben habe, koennen einzelne Organisationen ein aufwendigeres KYC befuerworten. Dass die LLP standardmaessig in keinem Handelsregister auftaucht, ist ja eine Staerke und kein Nachteil. So bleibt das weitgehend anonym und unbuerokratisch. Wie ich aber in dem anderen Kommentar auch gesagt habe, kann man im Zweifelsfall dem auch Abhilfe schaffen, indem man eine Steuernummer/Business number beantragt. Dann ist das ganze auch viel offizieller (aber eben mit dem erwaehnten kleinen buerokratischen Mehraufwand). Waere ja sonst auch absurd. Es wuerde ja sonst heissen, dass kein Unternehmen in ganz Kanada mit Amazon zusammenarbeiten koennte.
  • Ok
  • Wir mussten deshalb jedenfalls die Kanada LLP kostenpflichtig wieder abmelden, weil Kanada kein einsehbares, őffentliches Firmenregister hat. Auch eine sog. Business Nr. oder Steuer Nr. hat uns da nicht weiter geholfen. Fűr uns als Amazonhändler war die Kanada LLP deshalb leider nur raus geschmissenes Geld. Auch Transferwise wollte uns damals auf die LLP kein Konto eröffnen, weil die Identität der LLP als Firma nicht nachvollziehbar war . Soviel zu der von Dir hochgelobten kanadischen LLP Partnership
  • Hey Bernd,

    ich weiss nicht, warum Du hier so rumflamest.
    1. Hast Du eine LP und keine LLP gegruendet. Da geht es schonmal los.
    2. Hast Du eine in Ontario gegruendet und nicht, wie ich in meinen Artikeln sage, in British Columbia. (Wichtig wegen Haftungsbeschraenkung usw.)
    3. Hast Du nicht mit uns gegruendet. Ich berate meine Kunden auch dahingehend, wie sie am besten beim KYC von TransferWise vorgehen. Bisher hat es noch jeder bekommen (obwohl es deutlich komplizierter geworden ist).
    4. Es gibt oeffentliche Register usw. Dazu muss man aber die Business Number beantragen. Das bieten wir aber standardmaessig nicht mit an, da damit mehr Buerokratie verbunden ist. Es ist also ein Vorteil und kein Nachteil. Wer die aber aufgrund eines bestimmten Geschaeftsmodells oder wegen bestimmter KYC doch braucht, kann sie sich nachtraeglich beantragen.
  • Eine LLP nur um bei Interactive Brokers traden zu können ist wohl auch nicht nötig oder bringt keine zusätzlichen Vorteile im Investment Bereich.
  • Hey Bernd,

    och da waere ich mir gar nicht so sicher. Denn die Politik laesst sich ja immer neue Steuern einfallen. Bspw. waere eine Finanztransaktionssteuer ein enormer Knospenfrevel, den man mit Auslandsfirma leicht umgehen kann.
  • Hi Bernd,

    das ist auch nicht das Ziel.

    Ich schrieb "Ist es möglich die LLP als Fund zu verwenden" - sprich nicht nur meine privaten Investments darüber zu verwalten. Privat nutze ich IB sowieso bereits.

    VG
  • Hi Dennis,

    sehr interessant.

    Ich hätte eine Frage zur Verwendung der Canada LLP als Investment Fund. Ist es möglich die LLP als Fund zu verwenden und ebenfalls ein Konto bei einem reputablen Broker wie bspw. Interactive Brokers dafür er eröffnen? Das würde mich sehr interessieren.

    Danke und viele Grüße
    Benjamin
  • Hi Benjamin,

    an sich geht das. Kann aber sein, dass entsprechende Broker dann auch ein etwas haerteres KYC betreiben. Dies kann zur Folge haben, dass sie eine Steuernummer wollen. Diese ist standardmaessig nicht dabei, kann aber einfach nach-beantragt werden. Sie ist an sich nicht dabei, da mit der Steuernummer ein kleiner Aufwand an Buerokratie hinzukommt. Diese haelt sich zwar stark in Grenzen, solange man nicht steuerpflichtig ist, kann aber trotzdem nerven. Deswegen haben wir sie standardmaessig nicht mit dabei, um die Buerokratie moeglichst gering zu halten.
  • Hallo Dennise,

    kann ich mit dir mal ein Telefonat führen?
    Möchte gerne dieses Paket kaufen um die Firma in Canada anzumelden!

    Ganz liebe Grüße

    Serrano
  • Hallo Dennis,

    Danke für den Artikel. Das hört sich wirklich gut an. Ich lebe in Paraguay.
    Wenn ich mit einer kanadischen LLP Dienstleistungen für deutsche Kunden erbringe (in Deutschland oder im Internet), brauche ich dann eine kanadische und/oder deutsche Mehrwertsteuernummer?

    Ich habe Firmen- und Privatkunden.
    Bei "Reverse Charge" muss ich ja eigentlich meine MWSt-Nummer (deutsche oder kanadische?) mit draufschreiben, die ich aber ja nicht habe. WENN ich mir eine kanadische MWSt-Nummer besorge, bin ich dann dort auch MWSt.-pflichtig?
    Kann ich bei Rechnungen an Privatkunden einfach netto, ohne MWSt. oder Reverse Charge in Rechnung stellen?

    Im Detail ergeben sich dann ja doch viele Fragen, die entscheiden, wie praktikabel das Modell ist.

    Viele Grüße

    Frank


  • Hallo Frank,

    Du brauchst nur eine dt. MwSt Nummer, wenn Du an Privatkunden verkaufst (hier bietet sich auch ein Zwischenhaendler an, wie bspw. Digistore fuer digitale Produkte - dann brauchst Du wiederum keine). Denn fuer Geschaeftskunden genuegt das Reverse Charge mit kleinem Verweis auf UStG 13b in der Rechnung. Gerne kannst Du Dich bei uns auf Liberated.blog melden und wir gehen Deine Fragen alle durch.

    LG
    Dennis
  • Mal einige Fehler in dem Artikel enthalten...§ 9 AStG und 80.000€ haben mit einer Personengesellschaft wie der LLP oder LP ja mal null gemein. Und wie verhält es sich mit der erweitert beschränkten Steuerpflicht bei betriebsstättenlosen Einkünften? Melde pflichten nach DAC6? Sollte man erwähnen...
  • Hey Michael,

    ich bin, da nicht in der EU, nach DAC6 nicht meldepflichtig. Ob die 80.000 EUR Vorteile auch auf eine LLP oder LP anwendbar sind, muss wie gesagt ein deutscher Steuerberater pruefen. Auch ob die LLP vom dt. Finanzamt als Personen- oder Kapitalgesellschaft eingestuft wird. Denn sie ist ja ein in Deutschland unbekanntes Zwitterwesen.

    Liebe Gruesse,
    Dennis
  • Thema Wegzugssteuer: Wer kennt sich da aus, wenn man aus Deutschland wegzieht und die hiesige Einzelfirma auflöst? Da gibt es angeblich diese sog. Wegzugssteuer oder auch Entstrickung genannt auf bisherige unversteuerte Rücklagen oder stillen Reserven. Oder wenn durch Reinvestituonen die Steuer bisher immer aufgeschoben würde, weil keine Gewinnausschüttung oder Entnahme erfolgte. Wer kann hierzu Info geben inwieweit sich dann Nachversteuerung wegen Wegzug ins Ausland vermeiden oder wenigstens minimieren lässt, wenn er zumindest nicht nur aus steuerlichen Gründen erfolgte, sondern durch allgemeine schlechte Situation in Deutschland sowie wesentlich höhere Kosten bei einer deutschen GmbH Gründung sowie deutsches Abmahnwesen usw Grüsse Bernd
  • Wir haben keine LLP, sondern eine kanadische LP gegründet, wo eine Person für alle Positionen in der Firma reicht. Natürlich nicht aus Deutschland mit Mehrfachbesteuerung aufs gleiche Geld (Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Soli) sowie zusätzlich extreme Bürokratie. Grüsse Bernd
  • Hey Bernd,

    ja, das kann man machen. Bin mir aber nicht sicher, wie korrekt dieses Konstrukt ist, da eine Partnerschaft mit sich selbst ja etwas am Zweck der Partnerschaft vorbei geht. Aber ich habe schon haeufiger gehoert, dass dies in manchen Provinzen tatsaechlich durchgeht. Was alle Provinzen aber gleich haben, ist, dass LPs nur fuer einen Partner Haftungsbeschraenkung vorsehen. Selbst bei den LLPs gibt es nur in 3 Provinzen eine Full-Shield Haftungsbeschraenkung im Gegensatz zu einer blossen Partial Shield.

    Liebe Gruesse,
    Dennis
  • Ich habe bisher immer gedacht der Leistungserbringer wäre Steuerschuldner der Umsatzsteuer und muss deshalb in jeden Land wohin er liefert eine entsprechende USt Nr. haben? Und nicht der Leistungsempfänger als Privatperson.
  • Hi Bernd,

    ja das ist richtig bei Privatpersonen. Bei Geschaeftskunden kann man aber nach UStG 13b die Steuerschuld umkehren. Fuer Privatkunden empfehle ich daher einen Operative Agent zwischenzuschalten, wenn man sich mit der Thematik nicht beschaeftigen moechte. Fuer digitale Produkte bspw. Digistore oder Elopage.

    Liebe Gruesse
    Dennis
  • Wer wäre die Agentur, welche eine Kanada LLP gründet als Gründungshelfer ? Grüsse Bernd
  • Okay, Denis, wer wäre Deine Agentur, welche die Gründung einer Kanada LLP abwickelt und ggf auch hinterher als Substanz vor Ort betreut ? Wir, ich und Geschäftspartner, betreiben Onlinetrading über Amazon Logistik-und Vertriebssystem London als Vertragshändler. Hierzu könnten sich die Canadá LLP eignen. Ich selbst residiere in der Dominikanischen Republik, wobei mit Kanada meines Wissens ein Doppelbesteuerungsabkommen besteht, was zusätzliche Vorteile bedeuten könnte. Grüsse Bernd Freudinger adelbernd@gmail.com
  • Hallo Dennis, soweit ich es hier verstanden habe, lohnt sich diese Struktur am besten für Online Unternehmer ohne physische Produkte. Wie verhält es sich hier für Online Händler mit physischen Produkten? Was würdest du hier empfehlen?
  • Hey Mihail,

    an sich besteht hier kein Unterschied. Auch physische Produkte kannst Du mit der Kanada LLP vertreiben. Allerdings solltest Du immer die Regelungen im Land Deiner Kunden beachten.
    Bei Privatkunden in Deutschland heißt das zum Beispiel, dass Du die ganze Umsatzsteuer-Thematik beachtest. Wenn Du da keinen Bock drauf hast, kannst Du es wie bei den digitalen Produkten (z.B. bei Digistore) auch durch Dienstleister durchführen lassen. Google dazu mal das Stichwort "Operative Agent". Solche Probleme hast Du aber mit jeder Firma in einem Drittland, das in die EU verkaufen möchte. Es ist nicht Kanada-spezifisch.

    Liebe Grüße,
    Dennis
  • Hallo Denis,

    vielen Dank für deine Antwort. Naja die Umsatzsteuer-Thematik ist klar. Ich frage mich wie es dann mit dem Einkauf der Ware aussieht. Ich meine ich muss dann ja als kanadische Firma die Ware auch verzollen, obwohl ich selbst hier bin und in der EU die Ware einkaufe. Kennst du dich damit aus?
  • Hey Mihail,

    Du musst natürlich immer beim Import verzollen. Was die EU (oder jeder andere Markt) da an Richtlinien hat, musst Du individuell für Dein Produkt prüfen. Solange Du es aber nicht nach Kanada importierst, musst Du es dort auch nicht verzollen.

    Liebe Grüße,
    Dennis
  • Bedeutet das (auch bei Wohnsitz in BRD) jetzt konkret bei 75.000 Euro Gewinn - keine Steuer in Deutschland?
  • Hey Martin,

    wenn ich AStG 9 richtig verstehe, dann kannst Du, sofern Du nicht mehr als 10% der Firma (und somit des Gewinn) als Partner hast, bei konkret 75.000 Euro Gewinn noch steuerfrei rauskommen. Ich bin aber kein deutscher Steuerberater und wuerde das lieber noch mal von einem gegenchecken lassen. Aber ein Partner in Deutschland muss ja ohnehin kaum Steuern zahlen, wenn man ihm z.B. nur 0.1% Anteile gibt. Das ist auch eine Loesung, wenn es nur darum geht, dass ein deutscher Kumpel seinen Namen bereitstellt.

    Liebe Gruesse
    Dennis
  • hello, hello, kurze Frage zum Thema: in Deutschland registriert (soll auch so bleiben), gibt es eventuell 80.000 EUR Freibetrag. D.h. ich würde bei 100.000 EUR nur für die 20.000 Differenz Steuern bezahlen? Besten dank für eine kurze Erklärung.
  • Hi Patricio,

    hierfuer ist AStG § 9 relevant: https://www.gesetze-im-internet.de/astg/__9.html

    Sorry, ich glaube ich habe die falsche Terminologie verwendet. Es muss Freigrenze heissen. Waehrend bei einem Freibetrag die 80.000 abgezogen werden, musst Du leider hier doch auf die vollen 100.000 Steuern zahlen, sofern Du die 80.000 uebersteigst.

    Liebe Gruesse
    Dennis
  • Ist das ein Werbeartikel oder ein ausgewogener Blogbeitrag. Für mich hört es sich mehr nach Ersterem an um Dienstleistungen anzupreisen.
  • Hallo Sandra,
    ich finde das ist eine falsche Dichotomie. Auch Werbung kann ja objektiv und ausgewogen sein. Und ich habe mir alle Muehe gemacht, dies moeglichst zu sein :-)
    Liebe Gruesse,
    Dennis
  • @Sandra 🙈 mit dem Mindset ist dieser ganze Artikel für dich Perlen vor die Säue, denn mit so wenig Verständnis für Content und Wert wirst du eh nie ein Steuerproblem haben und solltest... ach egal... Ohne Worte... Es wird immer Leute geben, denen man zeigt das man über's Wasser laufen kann und die dann laut schreien; "Ahhh er kann nicht mal schwimmen..." eine echte Seuche diese Menschen... und @Dennis Danke für die Mühe und die Informationen!

Was denkst du?