Homepage Baukasten Vergleich: Die besten Lösungen für kleine Unternehmen, Blogger & E-Commerce

Homepage Baukasten Vergleich: Die besten Lösungen für kleine Unternehmen, Blogger & E-Commerce

Homepage Baukästen sind zurecht beliebt. Denn ein Homepage Baukasten ermöglicht auch ohne Programmierkenntnisse eine schöne, moderne Website in kurzer Zeit und zu günstigen Kosten aufzubauen. Aber welcher Baukasten ist der richtige? Eine Frage, die sich aus meiner Sicht nicht pauschal anhand von Kriterien wie dem Preis oder einzelnen Features beantworten lässt.

Deshalb beleuchte ich in diesem Artikel verschiedene Anwendungsfälle und bewerte einzelne Homepage Baukasten Angebote in jedem einzelnen Segment. Aus einer längeren Liste von über 30 Angeboten habe ich hier bewusst nur meine Top-Empfehlungen mit aufgenommen. In diesem Artikel geht es also nicht um Vollständigkeit aller Angebote am Markt, sondern um eine qualitative Bewertung. Die meisten der vorgestellten Homepage Baukästen nutze ich selbst in der Praxis oder habe sie in der Vergangenheit genutzt.

Vorweg möchte ich auch erwähnen, dass es nicht das eine optimale Angebot für alle gibt. Deshalb habe ich in diesem Homepage Baukasten Test auch nicht nur die "klassischen" Homepage Baukästen bewertet, sondern die Perspektive erweitert und z.B. auch ein Shopsystem mit einer Page Builder Erweiterung mit in den Vergleich aufgenommen. 

Homepage Baukästen für drei Anwendungsfälle im Vergleich 

In diesem Vergleich gehe ich auf drei unterschiedliche Anwendungsfälle ein und teste Homepage Baukästen 

  • für Firmen und Selbstständige, die einfach nur eine Website als "Visitenkarten" benötigen, deren Business aber primär auch ohne Website funktioniert, 
  • für Blogger und Inbound Marketer, die viel Content erstellen und darüber Kunden, Leads oder Affiliate Einnahmen erzielen möchten, 
  • und für E-Commerce Unternehmen, die physische Produkte verkaufen wollen und auch dafür einen Content-Bereich benötigen, um die Produkte und das Thema bei Google auffindbar zu machen. 

In allen drei Fällen vergleiche ich Content Management Systemen (CMS) und zeige u.a. anhand von Videos, wie sich damit eine Homepage umsetzen lässt. 

Mein Ziel ist es, dir mit diesem Artikel den Weg zu dem für dich passenden Homepage Baukasten zu erleichtern. Wenn du Fragen hast, schreib gerne einen Kommentar.

Geschlossener Homepage Baukasten vs. Open-Source-Software

Wenn ich in diesem Artikel von einem Homepage Baukasten spreche, dann meine ich ein geschlossenes System, was über die vom Anbieter vorgesehene Benutzeroberläche bedient wird. Der Quellcode, die Datenbanken und die Servier Konfigurationen liegen i.d.R. nicht offen und können auch nicht oder nur eingeschränkt von aussen verändert werden. 

Vorteile von geschlossenen Systemen

Ein in sich geschlossenes System läuft rund. Alle Erweiterungen und Funktionen wurden in der Regel perfekt auf einander abgestimmt. Es gibt keine Fehler, keine unnötig langsamen Ladenzeiten der Website und vor allem keinen Bedarf für externe Entwickler. Damit sind geschlossene Systeme wie die hier getesteten Homepage Baukästen super geeignet für alle, die sich auf den Aufbau des eigenen Unternehmens fokussieren möchten, und nicht in technischen Details verlieren. Ausserdem ist der Aufbau eines Businesses günstiger, da keine Entwicklerkosten anfallen müssen.

Nachteile von geschlossenen Systemen

Der große Nachteil ist, dass man nur mit dem arbeiten muss, was angeboten wird. Individuelle Themes oder ganz individuelle Workflows, Designs oder Funktionen sind nur bedingt möglich. Meist wird das über Apps oder Plugins realisiert. Aber auch hier sind die Grenzen die Vorgaben der Hersteller. 

Wer ein Business aufbaut, bei dem die Software selbst ein wichtiges Asset ist, der kommt mit einem Homepage Baukasten nur bedingt ans Ziel.

Ist Wordpress also keine eine Alternative zum Homepage Baukasten?

Auch Wordpress ist ein Content Management System. Allerdings ist Wordpress schon lange nicht mehr die Nr. 1 Lösung, die ich allen sofort empfehlen würde. Obwohl ein Drittel aller Websites im Internet auf Wordpress laufen, ist das Tool gerade für Einsteiger nur noch semi-optimal.

Mit "Wordpress" meine ich vor allem Wordpress.org. Das ist die Open-Source-Variante von Wordpress, die du herunterladen und auf einem Server deiner Wahl installieren kannst. Dafür richtest du eine Datenbank ein und konfigurierst das System anschliessend mit Plugins und Themes nach deinen Wünschen. 

Wordpress.org ist eine schöne Alternative, aber nach dem Verständnis dieses Artikel kein Homepage Baukasten. Trotzdem will ich kurz auf die Vor- und Nachteile von Wordpress.org eingehen.

Vor- und Nachteile von Wordpress.org

Das große Argument für Wordpress ist die große Flexibilität. Es gibt Plugins für quasi "alles" und man kann mit ein paar Klicks aus einer einfachen Website einen Online Shop oder einen Community Plattform erstellen. Wer früher eine schöne Website haben wollten, der musste teure Agenturen bezahlen und für jede Anpassung viel Aufwand in Kauf nehmen. Das hat sich mit Wordpress geändert und das Tool zum beliebtesten System für Websites werden lassen. Der große Nachteil sind aber die Performance und die Fehleranfälligkeit. 

Performance

Wordpress.org ist eine Open Source Software. Jeder kann die Dateien dafür hier herunterladen, nutzen und verändern. Damit die Dateien aber zu einer Homepage werden, sind zwei wesentliche Dinge erforderlich:

  1. Ein Hoster, die einen Online Speicher und eine Datenbank zur Verfügung stellt
  2. Eine Domain

Die günstigsten Angebote für einen Wordpress-Hoster kosten rund 5 Euro im Monat (z.B. bei AllInkl.de) und die Installation ist mit ein paar Klicks erledigt. Eine .de Domain kostet 10 Euro im Jahr. 

Diese Kombination habe ich selbst so mehrfach in der Vergangenheit genutzt, kam aber mit allen Seiten irgendwann an einen Punkt, wo die Performance (die Ladenzeiten) nicht mehr überzeugt haben. Die Seite wurde immer langsamer und verlor dadurch Vergleich zum Wettbewerb wertvolle Google Rankings. Um am Ball zu bleiben musste ein schnellerer, für Wordpress optimierter Hoster wie z.B. Raidboxes, her. Ausserdem bezahlte ich Dienstleister, die meine Seite für schnelle Ladezeiten optimierten (Dateien und Bilder komprimieren, Javascripte zusammenführen, CSS Dateien entschlanken, unnötigen Code ausbauen). Für Entwickler ist das kein Problem, für mich kostetet eine solche Optimierung letztlich aber rund 1000 Euro pro Jahr in der Praxis. Das und die mindestens 15 Euro Hosting pro Monat (30 Euro für eine fully managed Lösung bei Raidboxes) waren dann allerdings alles andere als eine günstige Lösung.

Fehleranfälligkeit

Wordpress.org ist ein offenes System. Die Plugins, die man im Wordpress Plugin-Store und ausserhalb finden kann, wurden nicht alle auf Qualität geprüft. Teilweise wurde dort "schlechter Code" umgesetzt, der im schlechtesten Fall Fehler (Inkompatibilität) oder Sicherheitslücken mit sich bringen kann. Die Folge: Ein falscher Klick und die Website wird nicht mehr angezeigt. Panik steigt auf und die Website ist für Stunden oder noch länger offline. 

Ein großer Stressfaktor, der sich mit geschlossenen Homepage Baukasten Systemen vermeiden lässt. Daher beleuchte ich Wordpress.org in diesem Artikel nicht weiter.

Mit in der Bewertung ist dafür allerdings wiederum Wordpress.com, die geschlossene Variante von Automattic (der Firma hinter Wordpress).

Wordpress.com: Der Wordpress Homepage Baukasten

Wer Fan von Wordpress ist, aber eine geschlossene Lösung nutzen möchte, der kann das unter wordpress.com buchen. Hier werden alle Plugins geprüft und das Hosting für dich übernommen. Die Qualität stimmt, allerdings leidet die Flexibilität. Das Angebot an Plugins und Themes ist deutlich kleiner, dafür stimmt aber die Performance. Wer mit Wordpress.com eine werbefreie Website betreiben möchte, der muss mindesten 8 Euro im Monat bezahlen.

wordpress homepage baukasten

Für wen ist Wordpress.com geeignet?

Wordpress ist bekannt und beliebt und meine Empfehlung für alle, die bloggen wollen und sich von dem gewohnten Umfeld nicht losreissen möchten. Wordpress ist für Blogger gemacht und bleibt dank vieler Themes, einem Page Builder und schönen SEO Funktionen auch als geschlossene Variante beliebt. 

Die große Besonderheit als Wordpress.org - die mehr oder weniger unendliche Erweiterbarkeit mit Hilfe von Plugins und Themes - ist hier allerdings nicht mehr gegeben. Wer eine werbefreie Website möchte, und sein eigenes Theme hochladen will, der muss mindestens 25 Euro im Monat einplanen.  

Homepage Baukasten: Die Wordpress Alternativen

Es gibt viele tolle Homepage Baukästen, die alle auf ihre Art überzeugen. Nicht jeder ist für jeden geeignet. Aus den vielen Angeboten, die mir angeschaut habe, möchte ich dir folgende Homepage Baukästen für unterschiedliche Anwendungsfälle vorstellen und auch gleich meine Empfehlungen hierfür aussprechen.

Für einfache Websites

  • Jimdo Dolphin
  • Jimdo Creator
  • Wix
  • Squarespace

Meine Empfehlung: Jimdo Dolphin

Für Blogger

  • Jimdo Creator
  • Wix
  • Squarespace
  • Chimpify

Meine Empfehlung:
Wix für Einsteiger oder Hobby Blogger, Chimpify für alle, die es ernst meinen

Für E-Commerce Unternehmen

  • Jimdo Creator
  • Wix
  • Shopify in Verbindung mit einem Drag- and Drop Editor

Meine Empfehlung: Shopify in Verbindung mit einer Page Builder App

Unterschiedliche Homepage Baukästen für unterschiedliche Anforderungen

Unternehmen ohne Online Fokus

"Einfache Websites" sind solche, die i.d.R. einmal erstellt und nur unregelmäßig aktualisiert werden. Das können z.B. Homepages für eine Zahnartzpraxis, die KFZ-Werkstatt oder das Immobilien-Büro sein, aber auch "Visitenkarten" für Selbstständige wie Freelancer, Coaches oder andere Dienstleister. 

Der Hauptzweck der Website ist es, mit dem eigenen Namen bei Google gefunden werden zu können und die Besucher z.B. über Öffnungszeiten und das eigene Angebot zu informieren. Wer eine einfache Website betreibt, dessen Geschäftsmodell funktioniert meist ausserhalb der Website. 

Blogger und Inbound Marketer

Blogger leben davon Content zu erstellen und diesen in die Welt zu bringen. Das Geschäftsmodell sind typischerweise Werbeeinnahmen, der Verkauf eigener Produkte (z.B. eBooks) oder Affiliate Marketing Einnahmen. Wie lukrativ das sein kann, kannst du in dieser Case Study nachlesen. 

Ein Homepage Baukasten für Blogger und Inbound Marketer muss also vor allem einfach Blog-Inhalte erstellen können und flexibel genug sein, um den Traffic in Käufe oder Empfehlungen zu verwandeln (Stichwort Inbound Marketing). Dazu gehören nicht nur Klicks, sondern z.B. auch E-Marketing, Popups zur Lead Generation, Landingpages und andere Inbound Marketing Disziplinen. Die Basis für all das ist SEO. D.h. ein Homepage Baukasten muss ebenfalls schnelle Ladezeiten und eine SEO optimierte Seitenstruktur ermöglichen.

E-Commerce Unternehmer

Anders als bei Bloggern liegt der Fokus bei E-Commerce Geschäftsmodellen auf dem Verkauf physischer Produkte. Das können eigene Produkte oder Produkte von Dritten sein (Dropshipping). Natürlich muss es in einem Shop auch Seiten und Content (z.B. per Blog) geben, aber vor allem muss der Shop auch verkaufen können. Das bedeutet nicht nur Umsatz zu machen, sondern auch Folgeprozesse wie die Versandabwicklung und die Rechnungsstellung berücksichtigen.

Normalerweise ist Online Shop Software eine andere Kategorie als ein Homepage Baukasten, aber für diesen Vergleich möchte ich dennoch eine reine Shop Software mit aufnehmen, bei der sich dank einer Zusatz-App alle Seiten und Blogposts wie in einem Homepage Baukasten erstellen lassen. Es ist quasi das beste aus beiden Welten und bei mir persönlich auch so im Einsatz.

Jimdo Dolphin Homepage Baukasten Test

Jimdo hat mit Dolphin den einfachsten Homepage Baukasten für einfache Websites erstellt. Entgegen der anderer Homepage Baukästen (inkl. dem eigenen Produkt Jimdo Creator), muss man mit Dolphin die Seite nicht selbst bauen, sondern lässt automatisch erstellen. Alles, was man dafür tun muss, ist ein paar Fragen zu beantworten. 

Jimdo selbst sagt, dass man mit Dolphin eine Website in 3 Minuten online und in 1 Stunde "fertig" bekommt. Das habe ich getestet:

Für wen eignet sich Jimdo Dolphin?

Jimdo Dolphin ist perfekt für alle, die mit wenig Aufwand eine Präsenz im Internet erzielen wollen. Das kann eine private einfache Website sein oder z.B. eine Website für ein Offline Business wie z.B. eine Arzt-Praxis oder eine Bäckerei oder ein Selbstständiger, der seine Dienste und Referenzen dort aufzeigen will (z.B. Yoga-Lehrer, Coaches oder sonstige Freelancer).

Jimdo Dolphin ist hingegen nicht geeignet für Blogger oder alle, die mit der Website selbst ein Geschäftsmodell betreiben wollen. Das Tool eignet sich nicht zum Bloggen (um eventuelle Affiliate Einnahmen zu erzielen) und auch nicht, um etwas zu verkaufen (es ist keine Online Shop Software). 

Der Fokus liegt ganz klar auf einem professionellen Erscheinungsbild, was ohne viel Aufwand erstellt ist. Nicht mehr und nicht weniger. 

Was kostet Jimdo Dolphin?

Wer mit 5 Unterseiten auskommt, der muss 9 Euro im Monat einplanen. Wer mehr braucht und auch in den Genuss einer Design-Analyse kommen möchte, für den werden 19 Euro pro Monat fällig. Dafür, dass keine Agentur mehr bezahlt werden muss und das Hosting schon mit inbegriffen ist, ist das immer noch ein fairer Preis.

Jimdo Creator Homepage Baukasten Test

Wer etwas mehr braucht als bei Dolphin, der ist mit Jimdo Creator besser bedient. Jimdo Creator ist der klassische Homepage Baukasten von Jimdo und gemacht für alle, die mehr brauchen und z.B. auch Bloggen oder etwas verkaufen wollen.

Mit Jimdo Creator wählst du selbst ein Design aus verschiedenen Vorlagen und bearbeitest die Struktur nach deinen Vorlieben. Alle Inhalte müssen selbst eingefügt werden und du hast Einfluss auf das Design (Farben, Schriften). So funktioniert Jimdo Creator in der Praxis:

Vor- und Nachteile von Jimdo Creator

Jimdo Creator ist ein absolut solider Homepage Baukasten und neben Chimpify (und Jimdo Dolphin) der einzige im Test aus Deutschland. Ich war selbst bereits mehrfach im Hamburger Büro zu Besuch und kann für die Firmenkultur nur weitere Pluspunkte geben.

Der große Vorteil von Jimdo Creator ist die einfache Handhabung. Jimdo Creator bietet viele Einstellungen und fertige Layouts, mit denen man gut arbeiten kann. 

Gut finde ich ebenfalls, dass Jimdo eine Shop-Funktion mit anbietet. Wer sich auf dem Gebiet erstmal ausprobieren möchte oder nur ein paar Produkte nebenher online verkauft, für den ist das also eine gute Lösung. Für komplexere Blog-, Produkt- oder Shop-Strukturen ist Jimdo nicht mehr ganz so bequem. 

Einen Abzug gibt es für den im Vergleich recht starren Design-Editor. Die angebotenen Templates sind schön, aber irgendwie sieht man einer Jimdo Seite direkt an, dass sie von Jimdo ist. Wer sich kreativ ausleben möchte beim Seitendesign, der muss auf einen Jimdo Expert setzen und sich etwas entwickeln lassen.

Auch fällt bloggen nicht ganz so einfach wie bei anderen Homepage Baukästen. Jeder Textabschnitt, jedes Bild und jedes anderen Content Snippet müssen nach und nach als Elemente zusammengesetzt werden, bis ein Blogpost entsteht. Das geht zwar, ist aber für den Schreibfluss nicht besonders angenehm.

Hinweis zu Buchhaltung, falls du Produkte verkaufen willst
Wenn du in einem Online Shop etwas verkaufst, dann musst du für die Bestellungen auch Rechnungen erstellen. Meine Empfehlung für Jimdo ist Billbee (Testsieger in meinem Vergleich von Buchhaltungssoftware für E-Commerce).

Jimdo Kosten im Überblick

Jimdo Dolphin kostet 9€ monatlich. Jimdo Creator geht ab 5€ monatlich los. Beides Versionen kannst du allerdings auch vorher unverbindlich und kostenlos testen.

Wix Homepage Baukasten im Test

Wix.com aus Israel gehört zu den beliebtesten Homepage Baukästen. Auch mich hat Wix überzeugt. Das liegt vor allem an der enormen Flexibilität was Design und Funktionalität angeht, aber auch die Erweiterbarkeit mit Hilfe von vielen Apps. Kein anderer Homepage Baukasten kann hier derzeit mithalten. Wie genau das mit dem Design funktioniert siehst du im Video:

Vor- und Nachteile von Wix

Ähnlich wie Jimdo bietet auch Wix eine Option an Produkte über den eigenen Shop zu verkaufen. Hier hierfür bietet Billbee übrigens eine Integration um dort Bestellungen zu verwalten, Paketlabels zu erzeugen und Rechnungen zu erstellen.

Wem der Shop nicht ausreicht, der kann über die Apps von Wix z.B. auch ein Forum, bzw. einen Community Bereich auf seiner Website anbieten. Den größten Vorteil im Vergleich zu den anderen Homepage Baukästen ist die Blogging Funktion. Wix hat es geschafft eine mit Medium.com oder Chimpify vergleichbaren und sehr angenehmen Blogging Editor zu entwickeln, mit dem das erstellen neuer Inhalte richtig Spass macht.

Aufgrund des Vorsprungs beim Design-Editor und den Apps belegt Wix für mich den Platz Nr. 1 in diesem Test in der Kategorie "Homepage Baukasten für angehende Blogger und Inbound Marketer".

Trotzdem gibt es einen kleinen Abzug: Wer eine deutsche .de Domain haben möchte, kann diese nicht direkt in Wix.com registrieren sonst muss diese woanders kaufen (z.B. bei Allnkl) und dann in Wix verknüpfen. 

Ausserdem kommt Wix an seine Grenzen, wenn es darum geht gezielte kleine Funnel aufzusetzen, über die potentielle Leser zu Leads und Kunden werden. An der Stelle macht Chimpify aus meiner Sicht mehr Sinn.

Wix Kosten im Überblick

Wix kann ebenfalls kostenlos und unverbindlich getestet werden. Wer seine Seite mit eigener Domain betreiben will, der muss 4,50 Euro pro Monat bezahlen. Wer auf Werbung verzichten und nicht im Traffic limitiert sein will, der muss mit 8,50 Euro pro Monat kalkulieren. Die Domainkosten kommen hier noch zusätzlich dazu. Damit liegt der Preis für eine werbefreie Website leicht über denen von Jimdo.

Squarespace Homepage Baukasten im Test

Obwohl mich der Homepage Baukasten nicht ganz überzeugt hat, möchte ich ihn dennoch hier mit aufnehmen. Squarespace ist ein Angebot aus den USA, das aus meiner Sicht im Rennen der Homepage Baukästen mit Jimdo und Wix nicht mithalten kann. So sieht Squarespace von Innen aus:

Vor- und Nachteile von Squarespace

Der Einstieg in Squarespace ist einfach und der Fokus liegt ganz klar auf Design. Wenn du Fotograf bist oder ein Business hast, bei dem es mehr um Bilder und weniger um Text geht, dann könnte Squarespace tatsächlich etwas sein.

Die Shop Funktionalität ist zwar vorhanden, aber für Nutzer in Deutschland oder Österreich eigentlich nicht nutzbar: Es fehlt eine schöne Schnittstelle zu einer Rechnungssoftware in Deutschland. Das bedeutet, dass jede Rechnung manuell geschrieben werden muss. Wenn du also nur eine handvoll Bestellungen planst, kann das noch ok sein. Die passende Buchhaltungssoftware findest du dafür hier.

Bei der Blog-Funktion ist Squarespace gleich auf mit Jimdo, aber hinter Wix. Einen Blogpost zu erstellen kann mühsam werden, denn die Elemente müssen einzeln zusammengesetzt werden. 

Für wen eignet sich Squarespace?

Ich würde Squarespace allen empfehlen, die Wert auf ein Bild-lastiges Design legen. Wer nach einem Blogging-Tool oder einem Shop suchst, für den würde ich eher Wix, bzw. Shopify empfehlen.  Wer sich nicht so viel Mühe in der Gestaltung machen möchte, für den empfehle ich Jimdo Dolphin.

Was kostet Squarespace?

Auch hier punktet Squarespace nicht. Der Einstiegstarif geht bei 11 Euro im Monat los. Wer etwas mehr Marketing Tools (und die Shop Funktionalität) nutzen möchte, der muss 17 Euro im Monat zahlen.

Chimpify Homepage Baukasten im Test

Chimpify ist neben Jimdo das zweite Angebot aus Deutschland hier im Vergleich. Chimpify hat deshalb einen Platz in diesem Test, bzw. Vergleich verdient, weil es eine perfekte Lösung für alle Pro-Blogger und Unternehmen ist, die mit ihrer Website größere Schritte gehen und Geld verdienen wollen. Im Fokus steht alles, was mit Inbound Marketing zu tun hat. 

Es geht darum gefunden zu werden und Kunden zu finden. Das bedeutet schöne SEO-optimierte Inhalte und Texte zu erstellen, und die Besucher dann mit Hilfe von Call to Action-Buttons und -Formularen, Popups, E-Mail-Funneln und anderen Tools zu Kunden zu machen. 

Für das Design stellt Chimpify einen sehr flexiblen Design-Editor mit tollen Vorlagen zur Verfügung, mit dem die Seiten bis in den letzten Pixel noch verändert werden können. So flexibel ist keiner bis bisher gezeigten Homepage Baukasten (Shopify mit Page Builder App weiter unten kommt da aber nah dran). 

Chimpify ist übrigens auch bei diesem Blog hier (letsseewhatworks.com) im Einsatz. Wie ich Chimpify in der Praxis nutze, kannst du hier sehen:

Vor- und Nachteile von Chimpify

Der große Vorteil bei Chimpify sind die Gestaltungs-Flexibilität, die superschnellen Ladezeiten und die Tatsache, dass keine weiteren Tools (wie z.B. ein Newsletter-Tool) erforderlich sind. Das macht Chimpify zum komplettesten Homepage Baukasten in diesem Vergleich, was Blogging und Inbound Marketing-Funktionen angeht. Auch was die Ladenzeiten angeht, hat Chimpify im Test Nase vorn. Klicke z.B. einfach mal auf diesem Blog herum und überzeuge dich selbst (z.B. bei unserem Beitrag über das Thema Blog erstellen). Für unsere SEO Rankings hat das Wunder bewirkt.

chimpify page speed

Es gibt auch ein integriertes Newsletter Tool, mit dem du nicht nur regelmäßig an die Leser einen Newsletter schicken, sondern auch Automatisierungen erstellen kannst. So kann ich jedem neuen Newsletter-Signup abhängig vom Thema, bei dem er sich eingetragen hat, ganz individuelle Folge-E-Mails schicken, und zwar ganz automatisch. Ich nutze das Feature so an verschiedenen stellen, wo es für den Leser relevant sein könnte und erzeuge damit neue Newsletter Abonnenten.

Chimpify hat ebenfalls ein Social Media Tool mit integriert. Damit kannst du nicht nur Beiträge planen und teilen, sondern ebenfalls einen Planungskalender erstellen, nach dem Chimpify automatisch Posts veröffentlicht. 

Der Homepage Baukasten ist ausserdem so flexibel, dass man damit auch einen (bezahlten) Membership-Bereich umsetzen kann. Anwendungsfälle sind z.B. ein kostenpflichtiger Kurs oder eine bezahlte Mitgliedschaft oder einfach der Verkauf von Digitalen Inhalten (wie einem EBook).

Bei so vielen Vorteilen muss es doch auch einen Haken geben?! Das stimmt. Was nicht mit Chimpify geht, ist der Verkauf von physischen Produkten. Es gibt keine Shop Funktionalität, und das ist auch gut so! Hier geht es ganz klar um digitale Inhalte. 

Ausserdem erfordert der Einstieg in Chimpify mehr als ein paar Minuten Zeit. Es gibt zwar einen Wordpress Importer und fertige Design-Elemente, die den Einstieg deutlich vereinfachen. In den Design-Editor muss man sich aber dennoch etwas rein fuchsen und basteln, bis alles steht. Falls du irgendwo Fragen hast, kannst du das Team jederzeit auch über einen Chat-Button fragen.

Noch einfacher kommst du mit dem Kurs Chimpify 360° von Jan Schulze-Siebert zum Ziel. 

Für wen ist Chimpify geeignet?

Chimpify ist gemacht für alle, die mit Hilfe ihrer Website Geld verdienen und dafür Inbound Marketing betreiben wollen. Das kann sowohl ein Unternehmen sein, was offline funktioniert und online neue Kunden erreichen möchte (z.B. Selbstständige). Genauso kann das aber auch ein reines online Businesses sein, das z.B. über Kurse oder Affiliate Einnahmen Umsätze macht. Der Unterschied zu jedem anderen Homepage Baukasten im Vergleich sind die besondere Flexibilität, die Integration von Lösungen für z.B. Social Media Marketing und E-Mail Marketing und die extrem schnelle Lade-Performance. 

Was kostet Chimpify?

Das Komplettpaket kommt auch mit einem Komplett-Preis. Nach einem 30-tägigen kostenlosen Test gehen die Tarife ab 49€ Euro im Monat los und es steigt mit steigender Nutzerzahl. Mehr als 500 und weniger als 1000 Kontakte kosten z.B. 99€ monatlich. Die Top-Version mit 15.000 Kontakten kostet z.B. 249€ im Monat. Dafür sparst du dir Kosten für z.B. weitere Tools für Newsletter, Popups, Landingpages, Social Media Planung usw. Das Preismodell ist angelehnt an das von Newsletter-Tools, die ebenfalls mit steigenden Kontakten teurer werden. Wer aber so viele Kontakte hat, dem sollte es eigentlich auch nicht mehr um 249€ gehen. Unterm Strich ist Chimpify damit aus meiner Sicht nicht nur das bessere Tool, sondern auch die günstigere Lösung, wenn man alle Tools zusammenrechnet und mit den Alternativen am Markt vergleicht. Einen schönen Preisvergleich findest du auch auf der Preisseite von Chimpify.

Shopify: E-Commerce Plattform mit Homepage Baukasten Element

Shopify ist eigentlich eine Shop Software, mit der man Produkte verkauft. Warum also sollte Shopify mit in diesen Homepage Baukasten Vergleich aufgenommen werden?

Ganz einfach! Auch E-Commerce Unternehmer müssen Inhalte erstellen, um gefunden zu werden (Stichwort: Inbound Marketing). Um das möglichst elegant zu lösen, gibt es Apps, die Shopify zum einem Homepage Baukasten werden lassen.

Die beiden wesentlichen Bedingungen dafür in diesem Vergleich sind erfüllt:

  • Shopify ist ein geschlossenes System (Zugang besteht nur zu den Theme-Dateien)
  • Mit der App-Erweiterung steht der Editor den gezeigten Homepage Baukästen in nichts nach

Shogun: Die App, die Shopify zu einem Homepage Baukasten macht

Als wir mit unserem Shopify Shop gestartet sind, haben wir sämtlichen Content von unserem Wordpress Blog auf Shopify umgezogen und fortan in Shopify gebloggt. Das war nicht ganz so schön wie mit Wordpress, aber es hat ok funktioniert.

Erst später habe ich die App Shogun gefunden und bearbeite seitdem meine Seiten und Blogpost ganz individuell mit dem Drag and Drop-Editor von Shogun. Wie das funktioniert, kannst du in diesem Video sehen:

Vor- und Nachteile von Shopify in Verbindung mit Shogun

Das Setup mit Shopify ist etwas komplexer als das mit einem einfachen Homepage Baukasten. Dafür bringt die App Shogun eine enorme Flexibilität mit, wenn es darum geht einzelne Blogposts oder Seiten zu modifizieren oder neu zu bauen. 

Besonders gut gefällt mir, dass ich Elemente für bestimmte Bildschirmgröße ausblenden kann und so für jeden Bildschirm mit eigenen Elementen eine individuelle Experience erstellen kann. Auf diese Art kann jeder Blogbeitrag zum Umsatztreiber werden, entweder durch Affiliate Einnahmen oder durch Weiterleitung zu, oder Einbettung von Produkten im eigenen Shop. 

Für wen ist Shopify gemacht?

Shopify ist für alle, die online physische Produkte verkaufen und diese verschicken wollen. In Kombination mit Shogun ist Shopify aber mehr als das und mutiert zum E-Commerce Homepage Baukasten. Damit sind alle E-Commerce Unternehmen angesprochen, die eine Inbound Marketing Strategie verfolgen. Wer also bloggen und verkaufen möchte, der ist mit Shopify und Shogun sehr gut bedient. 

Was die SEO Performance angeht, ist Shopify zwar noch hinter Chimpify, aber schon sehr gut. In unserem Fall haben wir nach dem Wechsel von Wordpress den Traffic innerhalb 2 Jahren ver-5-facht, ohne deutlich häufiger zu bloggen.

Ich würde sogar soweit gehen, dass Shopify und Shogun für alle diejenigen sind, die gezielt mit dem Aufbau von Content anfangen wollen und erst später Produktverkäufe hinzufügen. Bis dahin kann z.B. eine "Informiere mich, wenn das Produkt verfügbar ist"- Funktion genutzt werden, um Leads zu sammeln. Sobald das Produkt verfügbar ist, werden die Leads dann informiert und können kaufen. Das kann eine gute Kaltstart-Strategie sein. Alternativ können die Produkte auch einfach gar nicht angeboten werden.

Was kosten Shopify und Shogun?

Da es sich hier um mehrere Produkte handelt fallen zwei Mal Kosten an.

Um Shopify mit einem Online Shop (einer Website) zu betrieben, fallen 29 USD Dollar pro Monat an. In diesem Tarif kommen nochmal weitere 2% für jede Transaktion an (wenn du dann Produkte verkaufst), wenn du nicht Shopify Payments nutzt. Die komplette Preisübersicht findest du hier.

Shogun kostet in der einfachsten Version 19 USD pro Monat. Damit kannst du bereits Seiten und Landingpages (u.a. auch die Startseite) bauen. Wenn du Blogartikel oder Produktseiten editieren möchtest, ist dafür die Version für 39 Dollar monatlich erforderlich.

Fazit: Viele Homepage Baukasten Angebote für viele Anwendungsfälle

Der Vergleich zeigt ganz gut, dass es nicht den einen Anwendungsfall für alle gibt. Jedes Business ist anders und hat unterschiedliche Anforderungen. 

Wer z.B. einfach nur eine Website für seinen Yoga Kurs oder sein Restaurant benötigt, der ist mit einer sehr einfachen Lösung wie Jimdo Dolphin sehr gut bedient. 

Wer Flexibel sein möchte, mehr bloggen will und z.B. auf Erweiterungen wie ein Forum oder einen einfachen Shop setzen will, dem würde ich Wix empfehlen. Auch Jimdo Creator ist eine solide Lösung, wenn auch etwas weniger Flexibel beim Design und mit etwas komplizierterem Blogging-Feature. Dafür gibt es hier Support aus Deutschland.

(Angehende) Pro-Blogger und Menschen, die Fokus auf Inbound Marketing legen, sollten sich Chimpify anschauen und alle, die physische Produkte verkaufen möchten, denen würde ich Shopify in Verbindung mit Shogun empfehlen.

Das beste ist, dass jeder vorgestellte Homepage Baukasten kostenlos getestet werden kann. Probier also gerne alles aus und schreib deine Erfahrungen gerne in die Kommentare.

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