Die geheime Traffic-Quelle, die kaum einer nutzt

Die geheime Traffic-Quelle, die kaum einer nutzt

Die meisten Blogger und Online Marketer verschenken Traffic Potential, vermutlich völlig bewusst…ich auch. Dabei ist das Ziel eines jeden Bloggers oder Online Marketers doch gleich: schnell guten Traffic zu bekommen.

Spricht man diese Leute auf die geplanten Traffic-Quellen an, kommt meistens „nur“ SEO heraus. Kein schlechter Kanal, aber eben ein langfristiger. Dieser Blog erhielt bereits nach drei 3 Monaten ca. 50 Leser am Tag per SEO Traffic, also organische Suchanfragen. Kein schlechter Wert für die Zeit. Aber: Es gibt Tage, da kamen zur selben Zeit auch über 400 Menschen und mehr auf diesen Blog.

Schonmal über mehr Interaktion mit anderen Bloggern durch Kommentare nachgedacht? Nicht nur hier und da, sondern proaktiv als Marketing Kanal?

Vielleicht gehörst du ja auch zu Menschen die sagen

„In anderen Blogs kommentieren? Das wird ohnehin nur als Spam gesehen und bringt nichts“

Weit gefehlt. Auch wenn Kommentar-Traffic deine SEO Ergebnisse nicht wirklich beeinflusst (man weiss es nicht genau), geht es hier aber um etwas anderes:

 

Es geht um echte Interaktion mit echten Menschen

 

Ehrlich gesagt wundert es mich, dass viele Blogger und Marketer so schlecht über Kommentare denken, denn ich habe komplett andere Erfahrungen mit Blog-Kommentaren gemacht. Erst kürzlich konnte ich mit nur einem Kommentar meinen Traffic um täglich 66% erhöhen. In diesem Beitrag möchte ich dir deshalb zeigen, wie ich das anhand dieses einen Beispiels geschafft habe und worauf es beim Kommentare schreiben ankommt.

 

Die nackte Wahrheit – Das hat’s gebracht:

Am 07.07.2014 hinterließ ich folgenden Antwortkommentar auf t3n zu diesem Beitrag mit einem Link zu meinem Blog.

Traffic durch Kommentare
Mein Kommentar im t3n Artikel: Echte Interaktion

 

Daraufhin erhielt ich innerhalb von 24 Stunden…

  • 85 Klicks
  • 4 neue Newsletter Abonnenten
  • eine deutlich niedrigere Bouncerate (Absprungrate) von nur 37,65% im Vergleich zu anderen Kanälen
  • eine überdurchschnittlich lange Besuchszeit

… und das alles nur durch den einen Kommentar!

Kommentar Traffic im Blog
Die Ergebnisse aus dem Kommentar-Traffic können sich sehen lassen

 

 

Grundlegendes: Woher kommt der Traffic?

Traffic ist nicht immer gleich Traffic. Das Ziel von Online Marketern oder Bloggern (gerade in der Startphase eines Blogs) sollte es sein viel, aber vor allem guten Traffic zu generieren. Es geht also darum Menschen auf deine Seite zu bringen, die mit deinem Thema oder Produkt etwas anfangen können. 8 von 10 Käufern sind besser als 1 von 100.

Ganz generell lassen sich 3 unterschiedliche Traffic-Quellen unterscheiden:

  • Social Traffic
  • SEO Traffic
  • Direct/Referral Traffic

Wie du SEO Traffic generierst habe ich dir bereits in diesem Beitrag über erklärt. Was Performance Traffic (Ads) angeht, hatte ich hier bereits mal was über internationale Facebook Werbung geschrieben.

In diesem Beitrag möchte ich jedoch über Direct/Referral Traffic sprechen. Also jenen, der dadurch entsteht, dass ein Besucher durch einen externen Link auf deinen Blog kommt, für den du idealerweise nicht bezahlt hast.

 

Qualität statt Quantität

Blog Kommentare sind anspruchsvoller als du vielleicht denken magst. Am Anfang steht die Auswahl, auf welchem Blog und unter welchem Artikel du kommentieren möchtest. Achte hierbei besonders auf den thematischen Zusammenhang. Geh‘ auf das ein, was in dem Blog beschrieben wird. Ein Blog der nur einmal über ein zu dir passendes Thema schreibt könnte zwar passen, es ist aber empfehlenswerter wenn du dich dauerhaft mit dem Blogger auseinander setzt und ihm / ihr regelmäßig folgst und das auch zeigst. Mach dich sichtbar!

Das gilt auch für Blogs, die nicht die beste Google Platzierung haben, aber trotzdem zu deinem Thema passen. Wer weiß, was aus denen noch wird… Denn auch wenn Google deinen Link nicht unbedingt indexiert, erreichst du mit jedem Kommentar auch eine höhere Sichtbarkeit für die Zielgruppe und vor allem für den Blogger selbst.

 

Be the first to comment! Oder: Wer zu spät kommend verpasst den guten Traffic

Immer up to date sein, das ist die Devise. Wenn du als 724ster einen Kommentar ganz unten hinterlässt, wird niemand ihn lesen. Das Thema ist durch und der Blogger selbst bekommt nur noch organischen Traffic ab. Auch hier gibt es gute Artikel (gerade bei t3n und Co.), aber das ist eher die Ausnahme. Achte also darauf vor allem die Beiträge zu kommentieren, die „jungfräulich“ sind, also erst wenige bis garkeine Kommentare haben und vor allem GANZ FRISCH gebloggt wurden.

So findest du Blogs 1: Google Alert

Um möglichst frische Blogs zu finden kann dir ein Google Alert gut helfen. Richte ihn ein, sodass er bei für dich relevanten Keywords anschlägt und dir sofort meldet, wo die frische Quelle ist. Zwar gibt es auch hier Verzögerungen (bis zu 12 Stunden), und auch nicht alle Keywords/Blogs werden darüber gefunden, aber es ist ein Anfang.

So findest du Blogs 2: Newsletter abonnieren

Besser funktioniert es, wenn du die Top 20-50 Blogs für dich identifizierst, die Newsletter abonnierst und regelmäßig in den Blogs vorbei schaust.

Du kannst auch in regelmäßigen Abständen nach deinen Keywords googlen und schauen, welche Seiten gut ranken. Achte hier dabei allerdings darauf, dass du einen anonymen Browser verwendest. Google schmeisst dir sonst immer wieder dieselben Ergebnisse raus.

So findest du Blogs 3: Google Blogsearch

Auch zu empfehlen, um vor allem Blogs mit Kommentarfunktionen zu finden: Google Blogsearch! Seit die Funktion aus dem Hauptmenü bei Google verschwunden ist bleibt sie Kennern vorbehalten.

So findest du Blogs 4: WordPress Explore (by Tags) – gut für englische Blogs

Von dem weltgrößten Blogging CMS WordPress gibt es auch eine Bezahlveriante. Trotzdem gibt es auch hier schon extrem viele Blogs die regelmäßig guten Content verfassen. Wie du die findest? Ganz einfach: Geh auf https://wordpress.com/tags/ und suche nach Tags oder Keywords die zu dir passen.

 

Egal, woher du den Blog findest, neben der Aktualität spielt auch die Regelmäßigkeit deiner Kommentare eine Rolle. Zeige dem Blogger, dass du ein aktiver Leser bist und dich regelmäßig mit qualifizierten Kommentaren einbringst. Das steigert deine Authentizität gegenüber dem Blogger und den Lesern.

 

Wie sieht ein guter Blog-Kommentar aus?

Neben der sorgfältigen Platzierung der Beiträge ist auch die Aufmachung des Kommentars an sich sehr wichtig. Gehe immer auf den Artikel und evtl. auch bereits vorhandene Kommentare ein. Ein Kommentar sollte immer auch ernst gemeint sein und nicht nur zur Link-Platzierung dienen. Sollte es garkeinen Ansatzpunkt für einen Kommentar geben, ist es meist besser komplett darauf zu verzichten.
Es gibt auch Blogger, die nur selten oder überhaupt keine Kommentare mit Links genehmigen. Akzeptieren sie es und du setzt zu viele Links, folgt meist eine Sperrung des Accounts. Deshalb die oberste Kommentier-Regel:

Do not spam!

Schreibe auch regelmäßig Kommentare ohne Link. Schenke Zuspruch und mach dich auf eine positive Art sichtbar. Schleime nicht immer nur, sondern bringe dich konstruktiv ein. Versuche durch deinen Kommentar den Text zu komplettieren und sowohl dem Autor als auch anderen Lesern und Kommentieren einen Mehrwert zu liefern.

Kommentare sollten nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz sein.

Unter manchen Artikeln entstehen in den Kommentaren rege Diskussionen. Darauf solltest du reagieren und (sofern du dir das zutraust) immer mit in die Diskussion einsteigen. Wie gesagt, nicht jeder Kommentar muss einen Link enthalten. Im Idealfall bietet dir der Blog eine Abo-Funktion für neue Kommentare, sodass du per E-Mail darüber benachrichtigt wirst.

Gravatar, echter Name und Profil URL

Du bist ein Mensch! Und alle anderen Leser und Schreiber von Blogs sind es auch. Es gibt keinen Grund dich zu anonymisieren!

Fast jeder Blog läuft auf WordPress. Und WordPress hat standardmäßig eine Gravatar-Funktion eingebaut. Gravatar ist ein Service aus dem Hause Automattic, der Firma hinter WordPress, der es ermöglicht ein Profilbild mit deiner Mailadresse zu verknüpfen. Jedes Mal, wenn du also in einem Blog kommentierst, erscheint dein Profilbild im Kommentar neben deinem Namen. Probier es doch hier in diesem Blog gleich mal aus! Erst bei Gravatar anmelden, und dann Kommentar posten.

Ebenso verbreitet wie die Gravatar Funktion ist die URL Funktion. Hinterlege überall deine URL. Dein Name wird damit automatisch verlinkt. Manche versuchen auch hier noch auf Keywords zu optimieren (z.B. Christian von LetsSeeWhatWorks). Besser ist es aber einfach deinen Namen hier zu hinterlassen.

Verwende auch unbedingt deinen, oder zumindest einen echten Namen. Die Zeiten von „Mäuschen92“ sind vorbei. Versuche dich in echter Interaktion mit echter Identität!

Die Reichweite deines Kommentars erhöhst du außerdem, wenn du ihn über deine Social Kanäle streust. Mach deine Freunde auf eine Diskussion aufmerksam und animiere mit einzusteigen. So werden deine Freunde ab und zu mal wieder darauf hingewiesen, dass du bloggst oder ein Produkt verkaufst. Wichtig, wichtig, denn das sind deine liebsten Promotoren!

Es lohnt sich also doch!

An diesem Beispiel kannst du gut erkennen, dass es sich doch lohnt, auf einem Blog zu kommentieren. Denn kaum eine Quelle liefert mehr interessierte (!) Leser zu deinem Themenschwerpunkt, als ein entsprechender Blog.

Und nun bist du gefragt! Versuch´s gleich mal und kommentiere unter diesem Blog. Schreibe mir über deine Erfahrungen und zeig mir, auf welchen Seiten du bereits mit Kommentaren regelmäßig arbeitest. 

Ich bin gespannt!

38 Kommentare

  • Ein sehr hervorragender Post, der alles ausgezeichnet zusammen fasst. Ich habe mich damals auch durch alle DebütantGreenhorn-Guides gelesen bevor ich dann nutzliche Mitteilung gefunden habe. Bei mir ist es immer so, dass ich die meisten Vorschläge für mehr Spanne zwar kenne, aber dann doch nicht umsetzte. So einen Essay zu lesen motiviert dann wieder - habe ich gedacht und bin weiter gesurft. Sowas ist äußerst hilfreich! Aber es gibt noch ein Frage dazu - Virtuelle Datenräume . Es ist vor allem schön zu wissen, dass alle mal klein angefangen habe. Das ist zwar eigentlich klar, aber wird gern vergessen.
  • Hi Christian, klasse Beitrag.
    Ich wollte nur darauf hinweisen das es zu Punkt: "So findest du Blogs 4" auch eine deutsche Seite gibt.
    https://de.wordpress.com/tags/

    Viele Grüße
  • Danke nochmal für den Link Christian. Als quasi Neublogger sind das qualitativ wertvolle Tipps. Mal schauen was sich in einem Monat erreichen lässt.

    MfG
    Marco
  • […] kommen über verschiedene Kanäle auf deine Website. Die 3 Top Kanäle sind dabei Organic Traffic, Referral Traffic und Direct Traffic. In diesem Fall interessiert jetzt mal nur letztere Quelle. Der Direct Traffic […]
  • Toller Artikel und ja, die meisten Blogger unterschätzen die Macht der Kommentare.

    Und klar, Avatar ist Pflicht!

    Gruß
    Matthias
  • Guter Artikel! Dann test ich mit diesem Kommentar auch gleich mal mein Gravatar-Bild.
  • […] Die geheime Traffic-Quelle, die kaum einer nutzt. Die meisten Blogger und Online Marketer verschenken Traffic Potential, vermutlich völlig bewusst…ich auch. […]
  • Hi Christian,

    vielen Dank für den wirklich sehr informativen Beitrag.
    Gravatar probiere ich hiermit auch direkt einmal aus :-)

    Lieben Gruß
    Christian
  • Hi Christian,

    vielen Dank, hervorragender Beitrag! Er vereint die Essenz die ich mir umständlich über mehrere andere Blogs angelesen habe. Ich versuche das möglichst alles umzusetzen und besser zu werden. Vor allem der Tipp mit den Google Alerts ist toll, da bin ich bisher nicht drauf gekommen!

    Schöne Grüße,
    Stefan
  • Hallo Christian,

    total interessant, dass ich Deinen Artikel gerade jetzt entdecke. Mir ist nämlich eben beim Auslesen meines Traffics aufgefallen, dass ein Kommentar, den ich letztens auf einem Blog hinterlassen habe, mir einiges an neuen Lesern bescherte.
    Ich hab mich schon gewundert, warum ich darüber so selten etwas lese. Stimme Dir daher voll zu.
    Kommentare rocken!

    Also, wichtiger Artikel! Hut ab und mach weiter so!

    Sabrina
  • Hallo Christian,

    der Tipp mit der Interaktion in den Kommentaren gefällt mir wirklich gut. Hätte nicht gedacht, dass eine Antwort so viel in Bewegung setzt.

    Gruß

    Steven
  • Hallo Christian,

    in einem Punkt muss ich wohl noch üben: "jungfreulich" ist die Kommentarliste hier offensichtlich nicht mehr.

    Beste Grüße
    Holger
  • Hi,
    tatsächlich ist das kommentieren und das damit verbundene Offpage-SEO nicht zu vernachlässigen. Wie du auch richtig festhälst: Klarnamenpflicht über alle Blogs hinweg - ohne geht es nicht.
    Was hältst du allerdings von Kommentar-Communitys wie Disqus, wo man zwar den Social-Media-Login nutzt und damit reale Identitäten unterstützt (Stichwort: Spam-Kommentar), aber möglicherweise SEO-Potenzial an Drittseiten verschenkt?
  • Sehr auffschlussreicher Artikel und, was nicht erstaunt, auch mit wertvollen Kommentaren, die den Beitrag noch komplettieren. Bin über die Google Suche mit "gutefrage.net als trafficquelle" auf diesen Artikel gestossen, weil ich primär herausfinden wollte, wie gutefrage.net als Trafficquelle gesehen wird. Als Ergänzung zum Artikel kann ich hier gutefrage.net als weitere wervolle Trafficquelle mit überdurchschnittlich hoher Konversionsrate sehr empfehlen. Wichtig ist dabei, dass man sein Profil mit den richtigen Keywords in gutefrage.net möglichst sorfältig ausfüllt und sich bei den Experten-Anfragen aktiv beteiligt.

    Ein weiterer Punkt möchte ich erwähnen, der hier im Artikel nur am Rande erwähnt wurde: Nach den kürzlichen Google updates (Panda, etc) ist das klassische SEO im Gebiet der hart umkämpften Keywords (z.B. money-keywords) m. E. kaum mehr unter vertretbarem Aufwand machbar. Umso wertvoller sind Traffic Quellen ausserhalb des klassischen SEO-Bereichs.
  • Vielen dank für die Tipps !
  • Danke. Das sind viele gute Tipps in deinem Text. :)

    Ich würde aber auch eher dazu tendieren Links zum eigenen Blog im Kommentar komplett wegzulassen. Das wurde schon so dermaßen oft in Extra-Postings oder Blogger-Gruppen als Spam verschrien, dass bei den allermeisten da die Alarmglocken sofort losklingeln - und oft wohl aus Prinzip nicht draufgeklickt wird.

    Ansonsten habe ich hin und wieder beobachtet, dass es Leute gibt, die möglichst viele Absätze und/oder Zeilenumbrüche in ihre Kommentare einbauen, damit sie länger und damit gehaltvoller aussehen. Etwa so: ;)

    "Danke Christian,
    das ist ein wirklich toller Beitrag!
    Deine Tipps haben mir sehr weitergeholfen.
    Und ich werde sie auf jeden Fall versuchen umzusetzen.

    Ich freue mich auf weitere Artikel von dir.
    Mit den besten Grüßen!
    Und lass' es dir gut gehen,
    Sarah Maria"
  • Auch schon spät, aber vielleicht trotzdem noch hilfreich...

    Frageseiten wie Quora oder gute Frage bieten auch immer die Möglichkeit zu bestimmten Themen seine Hilfestellung anzubieten. Dabei hat man auch direkt eine recht große Reichweite und kann gleich seine Antwort bewerten lassen... Links sind meines Wissens nach auch weniger problematisch als in Blogs...

    Netter Nebeneffekt, man sieht direkt welche Themen interessant sind und kann entsprechende Blogartikel verfassen...
  • @Christian: Der Unterschied ist, dass wir die Bearbeitung dokumentieren können (so wie bei Ticketing: Uns gegenseitig Artikel zuweisen, intern kommentieren, Status "wurde kommentiert" setzen usw.) und im gleichen Tool auch die Wirkung sehen (Besucher auf unseren Seiten, die über die Links kamen). Ansonsten ist der technische Hintergrund sehr ähnlich zu Google Alerts (glaube ich, bin eh kein Entwickler ;) ... und der Rest ist natürlich streng geheim und echt heisser Scheiss :)

    @Nic: Nee, erstmal nicht, ist auch noch zu beta und unser Fokus ist auf unserem Produkt. Aber im Moment bekommen wir die Frage häufiger, wenn wir darüber jemandem erzählen. Der Bedarf nach strukturierter Kommunikation scheint riesig zu sein. Vielleicht machen wir doch noch mal was draus, mal schaun. - Wobei ich den Anderen hier nur nochmals zustimmen kann: Bitte nicht Google anschmeissen und überall irgendwas hinschreiben, um damit vordergründig zu "verkaufen", das wird nichts.
  • Hi Christian,

    schöner Beitrag - und ich mache gleich den ersten Fehler, hier nicht mehr taufrisch und nicht als Erster zu kommentieren. ;) Dennoch ein paar Tipps von einem langjährigen Blogger:

    - Lass das mit den Links im Kommentartext oder wenn, dann sei absolut sparsam damit und verweise nur auf Links, die nicht zu deinen eigenen Projekten führen. Das wird sowohl von Blogbetreibern wie auch von Lesern meist sofort als Eigenwerbung erkannt und nicht gerne gesehen. Die meisten Blogs filtern zu viele Links im Kommentartext übrigens heraus und du landest sofort auf der Spamliste. Bei einigen Blogs, für die ich schreibe, schmeißen wir manchmal solche Kommentare auch heraus, weil wir Eigenwerbung nicht wollen. Deswegen: Du fährst sicherer, wenn du das lässt.
    - Wogegen dafür eigentlich kaum jemand etwas hat: Wenn du den Link zu deiner Seite direkt in das dafür vorgesehene Feld beim Kommentieren eingibst. Das wird eigentlich immer geduldet und dein Name wird dann im Kommentar damit verlinkt. Das dient vielen Kommentatoren als Linkbuilding. Pass allerdings hier genau auf, für welches Angebot du wirbst, denn:
    - Google straft zu offensichtliches und übermäßiges Linkbuilding mittlerweile ab. Wir erhalten mittlerweile wöchentlich Anfragen von Agenturen, die uns bitten oder auffordern, früher einmal gesetzte Links in den Kommentaren doch bitte herauszunehmen, weil sie sich damit ihren Traffic versauen. Wir als Blogbetreiber reagieren dann nur in den seltensten Fällen mit einer positiven Antwort, weil es uns Zeit kostet. Manchmal sind wir so nett und nehmen die Links einfach raus, manchmal denken wir uns "Ist doch euer Problem, eigene Schuld". Mir hat sogar einmal jemand Geld dafür angeboten, dass ich den Link zu einer Website von ihm entferne und ein früherer Chef von mir hat zum Schluss auf solche Anfragen geantwortet mit: "Machen wir gerne! Überweisen Sie uns für den Aufwand, der uns dadurch entsteht, aber bitte €...". Wird vielleicht auch nicht mehr lange dauern, bis hier die ersten Abmahnungen kommen. Lange Rede, kurzer Sinn: Nichts tun, was du später einmal bereuen könntest.
    - Viel strenger würde ich übrigens noch sehen, was du oben schreibst: Kommentiere nicht um des Kommentierens Willen, denn das fällt auf, einmal dem Blogbetreiber (der das vielleicht noch duldet, wenn es nicht Überhand nimmt), aber auch den anderen Lesern. Schalte dich nur in eine Diskussion ein, wenn du wirklich Lust hast, über das Thema zu diskutieren. Machst du das nur um des Eigenmarketings Willen, bist du schneller unten durch als du "piep" sagen kannst.

    Kurz zusammengefasst: Kommentieren ist gut und kann das Selbstmarketing verbessern. Aber weniger ist eindeutig mehr. Happy commenting! :)
  • Moin Jürgen, super Beitrag von dir! Vielen Dank.
    Ich freu mich immer besonders, wenn sich jemand meldet, der von der Materie auch was versteht und dem ganzen hier einen echten Mehrwert bringt.

    Ich werde deine Tippps auf jeden Fall beherzigen.

    Übrigens kamen diese "Entfernt meinen Link"-Menschen auch auf uns (FastBill) schon zu. Geld hat mir aber leider noch niemand geboten ;-)
  • @Christof: Und stellt Ihr das tool zur Verfügung? ;-)
  • Jetzt bin ich hier zwar spät dran, aber ich habe was Interessantes: Wir haben uns ein kleines Tool geschrieben, mit dem wir Key-Word-basiert für unser Geschäft (Shop-System aus der Cloud) interessante Artikel aufgelistet bekommen. Und: Wir messen den Effekt (zählen die Besucher über diese Comments). Ergebnis: Nach 2 Wochen, in denen 2 Personen wochentäglich 1h mit dem Tool verbrachten (immer schön Morgens: "First Comment wins") und gemeinsam täglich im Schnitt 10 Kommentare verfassten, hatten wir in der Spitze über 50 zusätzliche Besucher täglich. Und guter Seiten-Effekt: Wir bekommen viel mehr mit, was in unserer Szene so passiert. Letzter Punkt: t3n ist auch für uns das wirksamste Medium zum Kommentieren, die haben einfach eine Riesen-Reichweite - aber Vorsicht: Überall nur zu schreiben "Toller Artikel ... lies mal meinen Blog" wäre Kontraproduktiv (und widerspricht ja auch dem Tenor von Christians Artikel). Also:
    Bis bald - hier und anderswo :)
  • Klingt wirklich gut und sinnvoll! Was genau nutzt das Tool von euch denn als Quelle? Oder anders gefragt: Wo ist der Unterschied zu einem Google Alert?
  • PS: im Artikel steht: "Seit die Funktion aus dem Hauptmenü bei Google verschwunden ist, bleibt sie Kennern vorENthalten." Es soll aber sicher "vorBEhalten" heißen, oder?

    Und noch ne Frage, falls nicht zu sehr OT: Ich habe eine G+-Seite angelegt und nun schlägt Herr Google mir vor, diese mit meinem WP-Blog zu verknüpfen, indem ich Code dort einfüge. Wie mach ich das denn? Bin da leider völlig unbeleckt und war von WP so angetan, weil es gerade keine besonderen Codier-Kenntnisse zu erfordern schien...
  • Gut aufgepasst ;-) Ich hab´s korrigiert.

    Wegen G+: Ja, solltest du unbedingt machen. Bis vor kurzem wurden dadurch Suchergebnisse mit deinem Profilbild angereichert. Das ist zwar nicht mehr da, aber die Menschen in deinen Kreisen bei Google bekommen deine persönlichen Artikel immer noch bevorzugt ausgeliefert, wenn sie etwas suchen.

    Es lohnt sich aus meiner Sicht auf jeden Fall. Wie das geht, erfährst du hier ganz gut zusammengefasst: https://plus.google.com/authorship oder auch hier: http://www.virante.org/blog/2013/06/14/relauthor-or-relpublisher-which-should-i-use/
  • Soo, dann transferieren wir doch gleich mal in die Praxis... Ich bin sehr dankbar für die aufschlussreichen Infos, da ich mit meinem Blog http://www.trick17a.de (alles, was das Leben leichter macht) ein absoluter Beginner bin. Was mich jetzt noch interessieren würde: Egal, ob mit oder ohne Gravtar, wenn man kommentiert, hat man ja meist die Möglichkeit eine Webseite mit anzugeben. Funktioniert die dort eingetragenen URL auch für die Suchmaschinen-Optimierung oder nur die links im eigentlichen Kommentartext? Vielen Dank schonmal vorab.
  • So einfach und naheliegend! Und spätestens jetzt nicht mehr _geheim_. ;)
  • Hi Christian,

    danke für den Tipp. Jetzt kommt das große Problem für mich, es gibt wenige "anständige" Blogs die aus der Bauwirtschaft kommen.


    Meistens sind die Blogs über Tech, Startups oder Diäten :), aber sehr wenig aus der Bau-Branche.

    Grüße aus Belgrad,

    Aleks Basara
  • Toller Tipp mit dem Gravatar, kannte ich vorher nicht. Mal sehen, ob's klappt :-)

    Und ansonsten kann ich es bestätigen, die t3n-Kommentare sind eine vernünftige Traffic-Quelle. Ich hoffe nur, die werden jetzt nicht zugespamt nach solchen Artikeln ;-)
  • Das geht schnell mit den Kommentaren. Aber ich würde mich freuen wenn die Quote noch besser wird. Derzeit 2 von 3 Kommentaren noch ohne Bild und einer ohne Link ;-)

    @Marianne: Danke für dein Feedback! Es freut mich, dass dir meine Beiträge einen Mehrwert bringen.
  • Toller Tipp mit dem Gravatar, wusste ich vorher nicht. Mal sehen ob es klappt :)

    Aber grundsätzlich kann ich's bestätigen, die Kommentare bei t3n sind eine vernünftige Traffic-Quelle.
  • Das ist ein sehr ansprechender Blogbeitrag. Ich bin jetzt schon zum zweiten Mal auf diesen Blog über Twitter gestossen und konnte jedes Mal etwas wertvolles mitnehmen.

    Ich wünsche weiterhin viel Erfolg und bin bereits gespannt auf den nächsten Blogeintrag.

    Viele Grüsse

    Marianne
  • Hey Marianne,

    gerade bin ich noch mal über deinen Kommentar gestolpert. Vielen Dank für dein Feedback. Das ist genau der Grund, warum ich das hier mache. Freut mich, wenn du etwas mitnehmen kannst.
  • Ein sehr guter und ausführlicher Artikel, der Startups sicher hilft ihren Traffic zu erhöhen.

    Wenn Ihr mehr über andere Interessante Startups erfahren wollt, könnte dies hier Interessant sein: http://www.crinox.com/tag/startup
  • Toller Beitrag Christian, und gleich mal umgesetzt, in dem ich Dir einen Kommentar schreibe :-)

    Beste Grüße
    Christoph

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