Wieviel es kostet einen eigenen Blog zu erstellen, ohne selbst zu basteln (am Beispiel von LSWW)

Wieviel es kostet einen eigenen Blog zu erstellen, ohne selbst zu basteln (am Beispiel von LSWW)

- HINWEIS: Dieser Beitrag ist nicht mehr aktuell, zeigt aber dennoch gut unsere Herangehensweise in 2014. Heute nutzen wir Chimpify für unsere Blog, was wir nur empfehlen können - 

Du stehst am Anfang einer Idee oder hast vielleicht schon etwas auf die Beine gestellt, was aber noch von niemandem so richtig zur Kenntnis genommen wurde? Du hast etwas, was du der Welt mitteilen willst und möchtest dein Projekt/deine Firma/dein Vorhaben bekannter machen? Mit einem eigenen Blog kannst du mit wenigen Mitteln maximale Aufmerksamkeit schaffen und deine avisierte Zielgruppe ansprechen. Indem du deinen Namen zur „Social Trademark“, also zur sozialen Marke machst, wirst du auffindbarer im Netz, erreichst mehr Menschen und kannst deine Vision zu einer erfolgreichen Realität werden lassen.

Am Beispiel von „LetsSeeWhatWorks“ zeige ich Dir, wie ich bei meinem Blog vorgegangen bin: vom Design über die Entwicklung bis hin zum Newsletterversand. Anhand einer Step-­by­-Step­Anleitung möchte ich dir einige Tipps für das Grundsetup eines Blogs geben, die für mich gut funktioniert haben und mit denen du recht einfach und mit geringem Budget deinen Namen zur Marke machen kannst.

1000€ Budget für LSWW – Warum nicht kostenlos?

Am Anfang hatte ich eine Idee und 1.000€ Budget. Damit ausgestattet habe ich mich daran gemacht, einen Blog zu entwickeln, der die Kategorien Geschäftsmodelle, Marketing, Gründung und Startup Lifestyle mit spannenden, authentischen Beiträgen bedient, anhand praktischer Beispiele aus meinem Leben als Gründer und geschrieben aus meiner ganz persönlichen Perspektive. Ein Herzensprojekt also, welches etwas Besonderes sein sollte.  Natürlich kann man einen Blog auch mit Minimalaufwänden umsetzen, d.h. mit kostenlosen Standard WordPress Themes und händischem Gebastel. Warum das jedoch aus meiner Sicht nicht reicht und wie du mit 1000€ deine Web­Visitenkarte zu deiner Show machst, zeige ich dir im Folgenden. ­­­­­­­

Warum nicht einfach ein Standard­Theme nutzen? Das Auge klickt mit!

Bevor ich ins Details gehe, möchte ich noch einmal herausarbeiten, dass die Online Präsenz enorm wichtig ist. Meist hast du nur einen ersten Eindruck, um deine Leser zu überzeugen. Wenn du also selbst die Marke bist (z.B. als Dienstleister oder Experte), dann benötigst du die richtige Bühne. Stell dir deine Website als Bühne vor. Nicht nur ein schönes Foto, sondern die Bühne entscheidet darüber, wie der Gesamtauftritt wahrgenommen wird.

Ein zweiter guter Grund für ist die technische Basis. Ich selbst habe bereits mit vielen kostenlosen Themes (Templates bei WordPress) meine Erfahrungen gemacht. Sie alle waren auf den ersten Blick ok und erfüllen ihre Aufgabe. Sobald es aber um Erweiterungen, Anpassungen und Besonderheiten (wie z.B. Responsive Themes) geht, machen die kostenlosen Varianten schnell schlapp. Deshalb: Plane ein Budget und hol’ das meiste aus deinem Blog raus. Ob die 1000€ oder weniger sein müssen, kannst du selbst entscheiden.

Mit diesem Budget ist LetsSeeWhatWorks.com entstanden

Wie habe ich nun aus einer Idee und 1.000€ den LetsSeeWhatWorks­Blog erstellt? Welche Schritte musst du unternehmen, bis Du Dein Vorhaben in einem Blog darstellen kannst, damit eine große Reichweite erzielst und deinen Namen zur Marke machst? Und was tust du, wenn Dein Budget weitaus geringer ist als 1.000€? Lass’ dich von den folgenden Erfahrungswerten, die ich bei der Erstellung meines LetsSeeWhatWorks­Blogs gesammelt habe, inspirieren und wähle davon aus, was für dich – und dein Budget – am besten passt.

Kurz und knapp: Kassensturz

Meine 1.000€ habe ich folgendermaßen ausgegeben: 600€ für das Blogdesign, 120€ für die Entwicklung des Blogs, $197 für das Grund­Theme des Blogs und $97 für das Newsletter­Plugin. Bei jeder dieser Optionen wäre auch eine geringere – und in manchen Fällen sogar gar keine – Summe möglich gewesen. Schauen wir uns meine Auswahl und mögliche Alternativen mal genauer an.

Das Design

555€ netto habe ich mir das Blogdesign kosten lassen, der größte Posten auf der Liste. Für mich war es von Anfang an wichtig, dass mein Blog ansprechend aussieht und auch grafisch das transportiert, was ich mit dem Blog ausdrücken und erreichen will. Das Design habe ich über die Plattform designenlassen.de realisiert. Das Besondere bei dieser Vorgehensweise ist, dass man seinen Auftrag als Design­Wettbewerb einstellt. Das heißt, dass man als Auftraggeber mit ein paar wenigen Worten beschreibt, was man haben möchte.

In meinem Fall hieß das Stichwort also „Logo und Design für Gründerblog gesucht,“ daneben habe ich noch etwas detaillierter erklärt, worum es in meinem Blog geht und auf wen er ausgerichtet ist. Nachdem ich die Deadline und das von mir veranschlagte Budget angegeben hatte, ging es auch schon los mit den Einreichungen. Schon nach wenigen Tagen hatte ich fünf Designvorschläge für meinen Blog erhalten. Am Ende des veranschlagten Zeitraums (bei mir waren es 37 Tage) habe ich den Gewinner ausgesucht.

Was ich im Übrigen dabei gelernt habe: Timing ist alles! Den Design­ Wettbewerb hatte ich über Weinachten ausgeschrieben, deshalb war es auch kein Wunder, dass zunächst nur fünf Designvorschläge zustande kamen.

Der urhebende Designer bekam das Preisgeld und überließ mir sein Design zur weiteren Verwendung. Diese Art der Auftragsvergabe war für mich gleich in mehrerer Hinsicht attraktiv: zum einen sichert es die Qualität der angebotenen Arbeit, denn die Bewerber konnten immer sehen, welche Vorschläge ihre Mitbewerber eingereicht hatten. Konkurrenz spornt an und da jeder Designer bessere/schönere/besondere Designs kreieren möchte als seine Mitbewerber, konnte ich aus einer Vielzahl qualitativ hochwertiger Designs das für mich passende Design auswählen.

Zum anderen lässt designenlassen.de es auch zu, dass ein Designer gleich mehrere Designs einreicht, was die Anzahl an wertvollen Arbeiten erhöhte. So konnte ich gleich sehen, welcher Designer sich besonders viel Gedanken gemacht hat, um das Thema meines Blogs gut grafisch umzusetzen. Auch nach der Übergabe war der Designer, bzw. in meinem Fall die Designerin noch gut erreichbar und hat z.B. bei Kleinigkeiten wie einem Favicon kostenlos nachgearbeitet. Alle Daten wurden auch als PSD übergeben, aus denen ich weitere Grafiken für z.B. Facebook und Co. selbst erzeugen konnte.

Die Entwicklung

Weitere US $180 habe ich für die Entwicklung des Blogs veranschlagt. Einen passenden Anbieter habe ich bei Elance gefunden. Elance ist eine Vermittlungsplattform, auf der man als Auftraggeber seine Projekte weltweit ausschreiben kann. Somit kann man aus einem internationalen Pool von Fachkräften genau den Experten auswählen, der sein Projekt am besten oder kostengünstigsten umsetzen kann – es handelt sich im Gegensatz zu designenlassen.de also nicht um einen Wettbewerb, sondern um eine Ausschreibung.

Damit hat man eine deutlich höhere Chance an einen passenden Leistungsanbieter zu geraten als wenn man sein Projekt nur national ausschreiben würde. Außerdem entfällt durch Elance die lästige aktive Suche nach einem Freelancer für die Entwicklung seines Vorhabens. Dabei helfen einem Bewertungen und Erfahrungen anderer Auftraggeber, ein gutes Gefühl zu bekommen. Man schreibt auf der Plattform lediglich sein Projekt aus, setzt ein Budget fest und wartet auf die Angebote.

Ein Developer aus Pakistan hat von mir schließlich den Zuschlag erhalten, um den LSWW­ Blog zu entwickeln, d.h. das vorhandene Design umzusetzen. Aus aus seinem Angebotsschreiben ging klar hervorging, dass er genaue Vorstellungen hatte, wie er meine Idee zu dem von mir genannten Budget umsetzen wollte. Die Zusammenarbeit hatte mir übrigens so gut gefallen, dass ich diese Freelancer mittlerweile auch für weitere Projekte engagiert hatte. Andere wiederum hatten mich nicht überzeugt (lange Wartezeiten und zu wenig Output in der Zeit), sodass ich mich von diesen wieder verabschiedet habe. Künftig verlasse ich mich auf die Bewertungen bei Elance.

Das Blog­Theme

Damit der Programmierer nicht von Null anfangen musste, habe ich mir bei diythemes.com für $197 ein Blog­ Grundtheme (ein Framework) namens „Thesis“ gekauft. Auf diesem Theme konnte der Programmierer dann aufbauen. Das Thesis­Theme war für mich das passende, da es einige Vorteile mitbringt: Thesis ist ein Framework, auf dem die Oberfläche dann in einem sog. Skin aufgebaut wird. Diese Anweisung hatte ich bei Elance natürlich mit berücksichtigt.

Warum Thesis?

Thesis bietet maximale Flexibilität ohne jedes Mal in den Code einzugreifen. Vieles lässt sich per Drag and Drop einrichten. Der entscheidende Punkt waren jedoch SEO Vorteile. Das Framework bietet viele Vorteile, die ein besseres Branding und bessere Suchmaschinen Optimierung ermöglichen.

Das Hosting

Gehostet wird LetsSeeWhatWorks von bluehost.com. Für ca. $90 Dollar im Jahr bietet bluehost den wohl besten Hosting­Service weit und breit. Hinzu kommt die einfache 1­Klick WordPress ­Installation und die automatische Backup ­Funktion, die auch im Falle eines Seiten­Crashes für eine schnelle Wiederbelebung sorgt. Insgesamt dauert die Einrichtung etwa 20 Minuten, dann ist der Blog fertig um befüllt zu werden….auch für nicht Entwickler und Experten!

Bei bluehost bekomme ich auf meine Hilfeanfragen immer schnelle und kompetente Antwort. Hinweis: Solltest du sensible oder personenbezogene Daten in Deutschland verarbeiten wollen, solltest du lieber einen Hoster in Deutschland auswählen. Für einen Blog ist das Hosting in den USA jedoch völlig problemlos.

Das Newsletter­ System

Kommunikation mit Lesern ist mir wichtig. Damit ich meine Newsletter in einem WordPress­ Plugin erstellen und verwalten, wollte ich gleich von Beginn an ein ordentliches Newsletter­ System mit einer Vielzahl an Optionen verwenden. Um die Adressen abzufragen auf der Seite nutze ich das Plugin OptinSkin entschieden und dafür $97 ausgegeben. Wie auch beim Thesis Theme habe ich hier jeweils mehr ausgegeben, weil ich eine Lizenz für mehrere Seiten wollen. Einzelseiten ­Lizenzen sind günstiger. Überzeugt hat mich an OptinSkin die technisch einwandfreie Umsetzung des Plugins und die damit verbundene Funktionalität des Newsletters (vor allem die Integration in Mailchimp und die Möglichkeit Skins zu nutzen). Damit stand einem erfolgreichen Newsletter­ Versand nichts mehr im Wege.

Um die Newsletter zu versenden, greife ich auf Mailchimp zurück. Mit Mailchimp kann ich Newsletter nicht nur an meinen Verteiler versenden, sondern auch nachverfolgen, was wann wie oft geklickt und gelesen wird. Mailchimp gibt es in einer kostenfreien und einer kostenpflichtigen Version, wobei für die überwiegende Zahl der Blogs die kostenlose Version ausreichend sein dürfte. Sie bietet fast den vollen Funktionsumfang und kann es mit jedem anderen Profi­Tool aufnehmen.

Kostenlose Alternativen für Hosting und Themes

Für Design, Entwicklung, Blog­Theme, Hosting und Newsletter­Plugin habe ich also insgesamt etwa 1.000€ ausgegeben. Wenn Dein Budget kleiner ausfällt oder Du Dich erst einmal nur ausprobieren möchtest mit einem eigenen Blog, gibt es einige interessante, kostenfreie oder kostengünstige Alternativen für Design oder Hosting.
Unter der Vielzahl an kostenlosen Themes, die es gibt, kann ich besonders Woothemes empfehlen. Im Bereich kostenlose Themes gehören sie zu den anspruchsvollsten und besten Themes und stechen aus der Masse an Gratis­themes positiv heraus.

Falls Du Deinen Blog, zumindest vorerst, kostenlos hosten möchtest, dann kannst Du dies zum Beispiel auf WordPress.com oder Jimdo tun. Mit der Kombination aus CMS (Content Management System) und Hosting fährt man anfangs gut, weil WordPress es einem recht einfach macht, seinen Blog zu erstellen und einzurichten. Der Nachteil: Du hast keine Möglichkeit externe Plugins zu installieren und musst mit dem auskommen, was WordPress oder Jimdo an Funktionen anbieten.

Hinweis: Ganz Kostenlose Varianten laufen nie auf einer eigenen Domain. Man hätte also sowas wie „meinblog.jimdo.com“. Ist nicht zu empfehlen. Der Branding­ Effekt geht dadurch verloren. Das kann man mal machen, um sich mit den Systemen vertraut zu machen. Wer es aber ernst meint, der sollte aber auf jeden Fall in Hosting und eine eigene Domain investieren.

Mein Fazit

Wenn Du mit dem Gedanken spielst, Dich sich selbst zur Marke zu machen oder einen Blog zu starten, dann solltest Du dies einfach tun. Lass’ Dich nicht lange von Bedenken oder budgetären Einschränkungen aufhalten sondern leg’ einfach los! Denn selbst mit einem kleinen Budget lässt sich Dein Vorhaben nach Deinen Vorstellungen realisieren. Ich habe für LSWW ca. 1.000€ ausgegeben – 1.000€ die meiner Meinung nach sehr gut investiert sind. Aber auch mit einer weitaus kleineren Summe lassen sich Blogideen bereits gut umsetzen.

Also, leg los! Gerne gebe ich dir auch Feedback zu deiner Seite. Einfach den Link als Kommentar posten. Es lohnt sich!

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