Wie die Digitale Nomaden Konferenz (DNX) entstanden ist: Von der Nachfrage zur Dachmarke!

Wie die Digitale Nomaden Konferenz (DNX) entstanden ist: Von der Nachfrage zur Dachmarke!

Wie alles begann …
Bevor das DNX Event wurde, was es heute ist, hatten wir beide einen klassischen 9-to-5-Job in Berliner Online-Startups. Wir waren in unseren Jobs erfolgreich, sind die Karriereleiter rauf geklettert und äußerlich betrachtet ging es uns verdammt gut. Kein Wunder also, dass unsere Freunde uns verwundert ansahen, als wir ihnen erzählten, dass wir gerade unsere Jobs gekündigt hatten. Doch warum genau? Was war es, das uns fehlte? Ganz einfach: Nach insgesamt sieben Jahren im Berufsleben hatten wir keine Lust mehr, jeden Morgen um dieselbe Zeit aufzustehen. Wir hatten keine Lust mehr, jeden Tag in derselben Straßenbahn zu sitzen, am gleichen Arbeitsplatz zu sein und die gleichen Leute zu sehen. Unser größter Traum war: Freiheit, Selbstbestimmtheit und die Möglichkeit, das Potential, das in uns schlummerte, voll ausleben zu können.
Kurz: Wir wollten unser bestes Ich zum Vorschein bringen. Koste es was es wolle.

Nach der Kündigung. Und jetzt?

Unser Plan, wie die Zukunft denn nun genau aussehen sollte unterschied sich allerdings ein wenig später. Ich war mein Leben lang reisebegeistert und wollte daher erst mal ein paar Monate eine Auszeit in Südostasien unternehmen. Da ich ein Sicherheitsdenker bin, hatte ich sogar schon einen Vertrag für die Zeit danach unterschrieben: ein halbes Jahr auf einem Schiff als Landausflugsmanagerin. Nicht unbedingt ein Job für die Karriereleiter – aber immerhin auch kein Bürojob.
Marcus wiederum hatte überhaupt nicht ans Reisen gedacht. Inspiriert durch Berlin und die Startup-Welt dachte er direkt daran, sich als Freelancer im Online-Marketing selbständig zu machen.

Kennengelernt hatten wir uns übrigens Jahre vorher schon. Wir wurden ein Paar als wir beide bei der Online-Jobbörse StepStone in Düsseldorf angestellt waren – Marcus als International Online Marketing Manager und ich als Event- und Communication-Managerin. Unsere Vorstellungen davon, wie es nach den Kündigungen weitergehen sollte, waren nicht schlecht – nur noch nicht perfekt, um unsere Beziehung aufrechterhalten zu können.

Irgendwie kamen dann die Dinge zusammen: Wir kamen auf die Idee, dass Marcus mich ja auf meinem Asien-Trip begleiten könnte. Schließlich hatte er ja zur selben Zeit gekündigt. Gesagt getan! Unser Erfolgsrezept war schon immer, dass wir beide neuen Ideen gegenüber jederzeit aufgeschlossen sind – nach dem Motto: Say YES more!
So fanden wir uns also kurze Zeit später auf Koh Lanta in Thailand wieder, wo es mittlerweile einen der bekanntesten Coworking-Spaces in Thailand gibt: das KoHub.

Arbeiten von unterwegs – unser Start ins Digitale Nomadentum

Da wir ein volles Arbeitspensum gewohnt waren, dauerte es gar nicht so lange, bis wir wieder richtig Lust hatten, etwas zu tun und produktiv zu werden. Mittlerweile waren wir auf den Philippinen angekommen. Wir klappten unsere Laptops auf – und Marcus begann bereits sich um seine ersten Kunden zu kümmern. Da ich wiederum nichts zu tun hatte, half ich ihm dabei, seinen Service zu schärfen. Wir überlegten gemeinsam: Was könnte er alles konkret anbieten? Wie soll sein Brand heißen? Wie die Webseite aussehen? Wie hoch die Preise sein?

Gar nicht viel später, immer noch unterwegs, nahmen wir schon erste Freelancing-Aufträge an und starteten unseren Reiseblog Travelicia, der heute über 70.000 Besucher im Monat hat.

Spätestens, als das Geld von unserem ersten Auftrag tatsächlich auf dem Konto einging hatte auch ich Feuer gefangen: Wir könnten einfach so weitermachen und das Reisen und Arbeiten verbinden! Doch das war nicht unsere einzige Erkenntnis. Uns wurde außerdem klar, dass unsere Skills perfekt zusammenpassen und wir auch beruflich ein super Team sind. High Five!

Da wir beide unheimlich gerne neue Leute kennenlernen, machten wir uns auf die Suche nach anderen „Nomaden“. Wir vernetzten uns nicht nur online, sondern auch im „Real-Life“ sehr früh mit Gleichgesinnten.

Connecting the Dots – und das organische Wachstum

Doch wie kam es dann irgendwann zur DNX?
Die Idee und der Startschuss zur „DNX – Die #1 Konferenz für Digitale Nomaden & Online-Unternehmer“ kam uns auf der der Insel Caye Caulker in Belize.

Eigentlich schmissen wir einfach alles in einem Topf, was wir unserem Leben gelernt und gemacht hatten:

Wir hatten einen Lifestyle gefunden, der zu uns passt und den wir lieben.
Wir sind gute Netzwerker. Neben Kontakt zu anderen Digitalen Nomaden haben wir auch viele Kontakte in der Online-Marketing-Szene.
Wir hatten jede Menge Reiseerfahrung und Erfahrungen zum Arbeiten von unterwegs.
Es gab eine große Nachfrage zu Infos über diese Art zu leben. Das merkte man nicht zuletzt an den Fragen die andere uns stellten.
Wir haben langjährige Erfahrungen im Eventmanagement und Online-Marketing.

Das „X“ in DNX stand mal für „Expo“ bzw. „Konferenz“. Nun ist es zu Recht zur „Experience“ geworden – denn die DNX ist nicht mehr nur eine Konferenz. DNX steht mittlerweile für ein ganzes Lebensgefühl mit verschiedensten Projekten.

Die DNX Markenwelt ist komplett organisch gewachsen. Angefangen mit unseren ersten Posts auf unseren privaten Facebook Profilen, bis hin zu dieser großen Digitale Nomaden Bewegung von der wir ein Teil sein dürfen.
Über die Jahre ist DNX ein internationaler Brand mit über 10.000 Eventteilnehmern, Fans und Followern weltweit geworden – verteilt auf verschiedene Kanäle wie Newsletter, Facebook, Twitter oder Instagram. Wir haben mittlerweile ein ortsunabhängiges Remote-Team aufgebaut, das aus 15 Leuten besteht – die über die ganze Welt verteilt sind.

Und los geht’s: Die allererste DNX in Berlin & die Sache mit dem „Earlybird“

Die Idee war da, also fingen wir mit der Planung an. Als Location hatten wir uns das betahaus Berlin ausgesucht. Wir hatten keine Ahnung, wie viele Leute kommen würden und haben erst mal einen Raum für 50 Leute gebucht – ganz nach dem Lean-Startup-Prinzip.

Als die Tickets dann in den Verkauf gingen, waren sie nach zwanzig Minuten restlos ausverkauft. Natürlich kam der Erfolg nicht von irgendwoher, wir hatten uns durch unsere Online-Präsenz über die Zeit schon eine gute Reichweite aufgebaut. Also hieß es für uns: Wir brauchen mehr Platz!

Am Tag darauf stand uns dann die komplette dritte Betahaus-Etage zur Verfügung. Nach nur drei Tagen waren erneut alle insgesamt 200 Tickets weg – alle zum Early-Bird-Preis, was unsere Kalkulation etwas ins Schwanken brachte.

Und dann kam der DNX-Stein ins Rollen

Die erste DNX war am Ende ein voller Erfolg. Direkt im Anschluss gab es eine riesige Nachfrage, so dass wir gleich die zweite DNX für den folgenden Oktober ansetzten. Dieses Mal zogen wir die ganze Sache von Anfang an professioneller und größer auf: mit Tickets für 350 Leute, einem Main-Event, einer fetten DNX Party und einem Workshop-Teil, alles an insgesamt zwei Tagen.

Genau wie nach der ersten DNX, war die Nachfrage wieder enorm groß. Klar das wir uns dann dachten: Alle guten Dinge sind drei! Wir planten das nächste Event für den Mai 2015. Ganze 500 Leute kamen zur dritten DNX. Wir erweiterten das Event aus auf drei Tage, indem wir das erste Mal ein Pre-Event mit einplanten.

Leicht verändert haben wir das DNX-Format dann Im Oktober 2015. Hier probierten wir, eine kleinere, aber dafür intensivere Konferenz umzusetzen: Drei Tage, 250 Leute, ein großer Workshop-Teil und Mastermind-Gruppen.

Nun sind schon zwei Jahre ins Land gegangen und die fünfte DNX steht in den Startlöchern. Wir haben eine neue Location, Platz für 450 Teilnehmer und das Ganze in einer Art Festival-Charakter mit einer Dauer von vier Tagen aufgezogen – mit verschiedenen DNX Pre-Events in Berlin, einem Main-Event mit Talks, einer großen Networking Party in einem der angesagtesten Clubs in Berlin und einem ganzen Tag für Workshops.

Erst Deutschland, dann die Welt: DNX GLOBAL

In einer Weltstadt wie Berlin, lag es nicht fern, dass auch Leute aus der ganzen Welt auf unser Event aufmerksam wurden. Wir wurden gefragt: „When do you do one in english?“ So entstand die internationale DNX GLOBAL – Digital Nomad Conference mit englischsparchigen Talks und Workshops. Sie fand erstmalig im Sommer 2015 in Berlin statt, mit 450 Leuten.

Auch hier ließ die zweite Runde nicht lange auf sich warten: Schon im März 2016 fand eine weitere DNX GLOBAL in Bangkok statt – an vier Tagen mit insgesamt 300 Teilnehmern. Es war ein Haufen Arbeit, das erste Mal eine Konferenz in einem anderen Land aufzuziehen. Aber es war ein unglaubliches Erlebnis und wir haben eine Menge gelernt.

Zusammen unterwegs: DNX CAMPS

Wie auch schon bei der DNX und der DNX GLOBAL brachten uns Nachfragen auf die Sache mit den DNX CAMPS – Coliving and Coworking for Digital Nomads. Ab 2015 starteten wir damit – und zwar weltweit in den schänsten Spots der Erde. Bisher gab es DNX CAMPS in Tarifa (Spanien), Lissabon (Portugal), Jericoacoara (Brasilien) und Koh Lanta (Thailand). Weitere auf Lemnos (Griechenland), in Kalifornien (USA) und erneut in Jericoacoara (Brasilien) sind in der Planung.

Noch viel mehr DNX: DNX JOBS, DNX STORIES, DNX PODCAST

Unsere Community wuchs und wuchs und wuchs. Soviel Arbeit, wie dahintersteckte, so sehr freuen wir uns heute, was daraus für ein „lebendes Netzwerk“ entstanden ist. Und noch immer trudeln so viele Nachfragen nach Informationen ein!

Wir überlegten, was wir noch für die Community tun könnten. Da wir beide einmal bei einer Online-Jobbörse angestellt waren, kam uns die Idee, DNX JOBS, die erste kostenlose Jobbörse für ortsunabhängiges Arbeiten zu starten. In Kürze wird es auch die DNX STORIES geben – hier erzählen Teilnehmer von ihrem ganz persönlichen Weg ins ortsunabhängige Arbeiten. Außerdem haben wir einen DNX Podcast mit der kostenlosen Show LIFE HACKZ zu spannenden Themen rund um Life Hacking und (Online)-Unternehmertum.

Markenaufbau – unser Erfolgsrezept:

  1. Wir hatten einen klaren USP und eine klare Positionierung. Eine Konferenz rund um das Thema Digitale Nomaden, ortsunabhängiges Arbeiten und Reisen gab es noch nicht – wir waren die ersten und hatten eine klare Spezialisierung.
  2. Wir sind authentisch – eben weil Werte wie Freiheit, Selbstbestimmung und Nachhaltigkeit nicht nur Teil unserer Produkte sind, sondern weil wir sie auch selbst leben.
  3. Wir haben eine klare Mission: Die Arbeitswelt der Zukunft zu verändern, alte Konventionen aufzubrechen und den Menschen einen individuelleren Lebensstil zu ermöglichen, der zu ihnen passt. All das ist auch in unserem Produktauftritt erkennbar.
  4. Wir schaffen Top-Qualität: Daher werden unsere Produkte sehr oft weiterempfohlen. Mittlerweile haben wir viele treue Fans und Kunden, die immer wieder zu unseren Events kommen und mit denen wir viel in Kontakt stehen. Wir sind für unsere Leute da und haben eine eigene DNX Community aufgebaut in der sich die Teilnehmer gegenseitig supporten.
  5. Wir haben unser Ohr am Markt und achten darauf, immer am Puls der Zeit zu bleiben.
  6. Wir haben uns von Anfang an zum Ziel gesetzt, den besten Service zu liefern. Immer. Dazu gehören z. B. überraschende Zusatz-Services und eine sehr gute Kundebetreuung.
  7. Wir achten stets auf ein wiedererkennbares, state-of-the-art-Branding und -Design. Unsere Kunden sollen sich emotional angesprochen fühlen und sich mit DNX wohl fühlen.
  8. Wir sind immer da wo, unsere Zielgruppe ist. Schließlich sind wir selbst auch die Zielgruppe unseres eigenen Produkts.

 

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