Bloggen: Die Basis für ein solides Online Business

Bloggen kann so viel mehr als nur ein Hobby sein. Wer es richtig angeht, der kann mit Bloggen auch seinen Lebensunterhalt verdienen oder sogar ein richtig ordentliches Online Business aufbauen. Hier bekommst du Tipps rund um das Bloggen, wo es los geht und wie sich damit Geld verdienen lässt. 

Bloggen: Die Grundlagen

Blogger werden klingt für viele immer noch nach einer brotlosen Kunst. Dabei kann es schnell zum Vollzeit Job werden, der sich nach einer Weile auch auszahlen kann. Wie in jedem anderen Job steigen die Einnahmen (bzw. das Gehalt) und mit jedem Text wird man etwas schlauer (bekommt mehr Erfahrung). Ein Blog ist ausserdem eine wunderbare Möglichkeit Menschen zu erreichen. 

Bis zum Pro-Blogger mit relevanten Einnahmen ist es allerdings ein manchmal steiniger, aber vor allem langer Weg. Aber wer nicht anfängt, der kommt auch nicht zum Ziel. Denn gerade zu Beginn ist viel Zeit erforderlich, die erstmal niemand bezahlt. 

Die gute Nachricht ist aber: Wer bloggen möchte, der kann damit so einfach wie nie zuvor starten. Programmier- oder Designkenntnisse sind dafür nicht erforderlich. Es gibt mittlerweile so viele Tools und Plattformen (auch nahezu kostenlose), über die du sehr einfach einen Blog erstellen kannst. Denn so viel ist dafür garnicht nötig. Du brauchst:

1. Eine Idee für deinen Blog

Überlege dir ein Thema (nicht zu breit), in das du dich gerne mit deinem Blog vertiefen möchtest. Da du dich als Blogger in der Zukunft häufig mit diesem Thema beschäftigst, sollte es idealerweise etwas sein, was dir Spaß macht (z.B. Reisen, Kaffee, Backen, etc.). Je spezieller das Thema ist, desto eher sind Erfolge sichtbar. Statt "Reisen" wähle lieber "Reisen nach Norwegen" oder "Reisen mit Familie nach Norwegen" oder "Reisen für Fallschirmspringer". Sind alle Themen in der gewählten Nische dann irgendwann aufgeschrieben, kannst du immer noch thematisch breiter werden. Jeder klarer das Konzept des Blogs ist, desto hoher ist die Chance eine Stimme für das Thema in der Zielgruppe (und auch bei Google) aufzubauen. Das wird dann besonders wichtig, wenn es irgendwann darum geht Geld mit dem Bloggen zu verdienen. 

2. Eine Domain (und ein Name)

Jeder Blog braucht eine Domain, über die er erreicht werden kann (z.B. die von diesem Blog ist letsseewhatworks.com). Die Domain kann ein Phantasiename oder auch etwas Beschreibendes sein. Je besser der Name schon beschreibt, was der Leser dort erwarten kann, desto weniger musst du auf deinem Blog erst erklären, worum es geht. Der Name sollte also gut überlegt sein. Idealerweise lässt die Domain ein wenig Flexibilität zu, sodass du dich thematisch nicht zu sehr einschränkst. www.familien-reisen-norwegen.de macht es schwer, ggf. auch Einzel-Reisende anzusprechen. Ganz kryptische Namen lassen sich nur schwer einprägen. Der Name bleibt (erstmal) stehen und sollte daher gut überlegt sein.

3. Einen Blog erstellen, bzw. ein CMS (Content Management System)

Das CMS ist die technische Basis für deinen Blog. Hier schreibst und gestaltest du deine Inhalte. Das weltweit bekannteste Blog-System ist Wordpress. Es gibt aber auch geschlossene Systeme und Plattformen wie z.B. Chimpify (nutze ich auf diesem Blog) oder einfache Homepage Baukästen mit Blog-Funktion wie Jimdo, Wix oder andere (hier findest du eine Übersicht über Homepage Baukästen mit Blog Funktion). Aber auch mit einem Shopsystem wie Shopify kann man z.B. bloggen. Das macht z.B. besonders dann Sinn, wenn man z.B. eigene Produkte verkauft. Welches System das richtige ist hängt davon ab, was du mit deinem Blog vorhast. 

Lesetipp

Was kostet Bloggen?

Bloggen kostet in erster Linie Zeit und nur sehr wenig Geld. Zeit, die zum Schreiben benötigst, Zeit für die Recherche und Zeit, um dich mit anderen Bloggern zu vernetzen (Blogger Relations).

Die tatsächlichen Kosten für Technik und Infrastruktur lassen sich fast an einer Hand abzählen. Diese hängen auch davon ab, ob du deinen Blog selbstständig hosten möchtest oder einfach ein fertiges CMS kaufst, bei dem du dich einfach nur einloggst und drauf los bloggen kannst. Was du allerdings immer brauchst, ist ein Computer und eine Internet Verbindung, um Zugang zum System zu haben.

Um selbst einen Blog zu hosten brauchst du eine Domain, die es für rund 12€ im Jahr gibt) und einen Hoster, der die Server zu Verfügung stellt. Ein günstiger Hoster bietet für den Start ein sog. Shared Hosting ab 3€ / Monat an. In dem Fall teilen sich mehrere Website einen Computerprozessor, bzw. Festplattenplatz. Das ist günstig, macht deine Website beim Laden aber auch langsamer. Besonders, wenn ein paar mehr Besucher auf die Seite kommen, wird das irgendwann ein Thema. Wenn dein Blog also wächst und die Performance entsprechend steigen muss, gehen die Preise für entsprechendes Hosting bei etwa 15€ / Monat los. Idealerweise hast du zu dem Zeitpunkt schon ein paar Einnahmen mit dem Blog, die die Kosten dafür decken. Eine Empfehlung in Deutschland ist z.B. Raidboxes

Geschlossene Systeme zum Bloggen sind schnell und auch nicht teuer 

Wenn dir die technische Wartung und Pflege zu aufwändig oder kompliziert ist und du ein fertiges, optimiertes und schnelles System haben willst, dann bekommst du z.B. Wix.com schon ab 4,5€ / Monat, bzw. ab 8,50€ ohne Werbung. In solch einem System ist alles drin: Hosting, Domain, Designs, Newsletter, eine Shop Funktion, usw... 

Aber auch Wordpress gibt es als fertig gehostetes System, falls du das vielleicht schon kennst. Die kommerzielle Version von Wordpress (Wordpress.com) gibt es ab 5€/Monat. Die Kosten für eine Domain sind dort ebenfalls bereits enthalten. Auch fallen die zusätzlichen Kosten für einen Hoster nicht mehr an. Auf Kostenseite sind geschlossene und offene Systeme also mehr oder weniger gleichauf. Wer wirklich einfach nur bloggen und sich nicht mit Technik auseinander setzen möchte, dem steht mit Wordpress.com oder einem Homepage Baukasten wirklich nichts mehr im Wege. Wie einfach das geht, zeige ich dir am Beispiel von Wix.com:

Nachteile von geschlossenen Blog Systemen

Ja, man kann super schnell mit Wix, Jimdo oder Wordpress.com starten und drauf los bloggen. Nachteile gibt es vor allem zwei:

  1. Unflexibilität in der Gestaltung
  2. Aufwand bei einem späteren Tool-Wechsel

Homepage Baukästen kommen meist mit einem bestimmten Set an Themes (Design Vorlagen) und Plugins, bzw. Apps (funktionale Erweiterungen). Eine Übersicht dazu findest du hier. Wer mehr möchte und sich seine Designs und Funktionen selbst frei zusammen setzen will, der kommt mit einem Homepage Baukasten möglicherweise schnell an die Grenzen.

Dieser vermeintliche Nachteil kann aus meiner Erfahrung aber auch ein Vorteil sein. Ich selbst habe mich in frühen Blogger-Jahren häufig sehr viel Zeit mit dem technischen Setup und Designs beschäftigt. Dabei muss der Fokus eigentlich ganz klar auf dem Bloggen selbst liegen. Lieber zwei Jahre auf einem fertigen System bloggen und einfach nur Content erstellen, als sich von vorn herein in zu viel technischem Setup verfrickeln und am Ende das Schreiben vergessen. Zeit für Individualität kannst du dir auch später noch nehmen. Anfangen und Schreiben haben erstmal Priorität!

Ein zweiter Nachteil ist, dass Homepage Baukästen nicht wollen, dass du später wieder gehst. Wordpress Plugins, mit denen du deinen Content mit wenigen Klicks einfach z.B. zu Wordpress, Shopify, Chimpify oder sonst wohin überführen kannst, gibt es nicht immer. Im schlimmsten Fall stehen dir also Copy & Paste Tage und Nächte bevor, wenn du dich an einem gewissen Punkt dafür entscheidest, mit einem anderen System weiter zu bloggen. Kein KO-Kriterium für Homepage Baukästen also. Hunderte Texte zu kopieren ist sicherlich nervig, aber auch wieder sinnvoll! Denn Bloggen bedeutet auch, regelmäßig Inhalte zu sichten, auf Aktualität zu prüfen und ggf. anzupassen, um sie dann wieder neu zu veröffentlichen. So ein regelmäßiges SEO Audit gehört auch zum Bloggen dazu.

Das Beste aus beiden Welten: Chimpify (meine Empfehlung)

Chimpify ist ein deutsches Unternehmen und Blog System, was das Beste aus beiden Welten vereint: Flexibilität und Performance. Wer es mit dem Bloggen ernst meint und bereit ist 49€ im Monat zu bezahlen, der ist hier auf jeden Fall richtig. Langfristig ist das auch die günstigere Lösung, da weitere Kosten für Tools u.a. für Newsletter, Popups, Hochleistungs-Hosting, einem Membership Bereich usw. wegfallen. In dem Video führe ich dich gerne einmal durch:

Bloggen für unregelmäßige Hobby Blogger

Wenn du nicht regelmäßig zu einem bestimmten Thema bloggen und dir auch keine Marke aufbauen willst, sondern einfach nur einen Ort suchst, um ab und zu Blog-Texte mit einer Meinung zu veröffentlichen, dann frag doch gerne mal andere Blogger, ob du einen Gastbeitrag schreiben darfst. Alternativ könnte auch medium.com vielleicht das Richtige für dich sein, das Youtube für Texte. Genau wie bei den anderen Sozialen Netzwerken können Leser deine Texte finden, dein Profil abonnieren, die Texte teilen oder kommentieren. Der Vorteil: Du brauchst keine eigene Domain und musst auch keine Marke aufbauen, sondern erreichst die Menschen, die sich ohnehin regelmäßig auf medium.com tummeln.

Was gehört zum Bloggen noch dazu?

Bloggen, also regelmäßig Texte schreiben, ist für die meisten Menschen schon Herausforderung genug. Wer professioneller Blogger werden will und mit seinem Blog Geld verdienen will, der sollte mehr machen als nur Texte zu schreiben. Zum beliebtesten Geschäftsmodell für Blogger zählt Affiliate Marketing. Aber es gibt auch andere Wege online Geld zu verdienen, für die alle letztlich Bloggen sinnvoll ist. Egal, für welches Geschäftsmodell du dich entscheidest, diese Punkte sind überall zu beachten:

1. Schreibe für Menschen und nicht für Maschinen

Suchmaschinenoptimierung (SEO) gehört zum Bloggen einfach dazu! Du kannst die tollsten Texte auf deinem Blog haben, wenn diese aber niemand findet, wird sie auch keiner lesen. Daher sollten Blog Texte SEO optimiert geschrieben werden, sodass Google diese gut findet und regelmäßig Leser auf den eigenen Blog schicken kann. Der Traffic von Google ist kostenlos, sofern der Blogtext gut rankt. Den Aufwand um solche Text zu erstellen und deinen Blog zu optimieren, musst du allerdings in Vorleistung erbringen. Denn die Kunst ist, deine Blogtexte in die Suchergebnisse zu bringen. Das dauert manchmal Jahre (wenn du bei Null startest) bis du signifikante Besucherzahlen von Google erhältst.

Lesetipp

2. Bloggen bedeutet auch sozial zu sein 

Wer bloggen will, der sollte heute mehr machen, als einfach nur Texte zu schreiben. Social Media Profile zu haben ist schon mehr oder minder Pflicht. Ob ein Gruppe bei Facebook, eine Instagram Seite, einen Youtube Kanal und vielleicht noch eine Pinterest Seite - all das kostet zwar kein Geld, aber ebenfalls Zeit. Das muss nicht alles auf einmal passieren. Suche dir am besten zunächst einen Kanal aus, der dir gut liegt und versuche auch hier regelmäßig neue Inhalte zu veröffentlichen und so zusätzliche Leser zu erreichen. Professionelles Bloggen bedeutet auf mehreren Kanälen aktiv zu sein.

Lesetipps:

3. Mache deine Blog Leser zu Stammlesern

Bloggen bedeutet unterhalten. Mit jedem Text gibst du ein Stückchen Wissen weiter und lieferst damit Mehrwert für deine Leser. Jeder interessanter die Inhalte sind, desto höher ist die Chance, dass dieser Leser regelmäßig wiederkommt. Damit der Besucher nicht von selbst drauf kommen muss, kannst du ihm z.B. anbieten ihn per E-Mail über deinen Newsletter regelmäßig über neue Inhalte informieren (mache ich z.B. unter jedem Blogbeitrag). Auch hierfür gibt es fertige System wie mailchimp.com oder der deutsche Anbieter cleverreach.de. Setze auf jeden Fall von Beginn an auf ein solches System. Bis zu 250 Kontakte und 1000 E-Mails pro Monat ist Cleverreach z.B. kostenfrei!

Mit Bloggen Geld verdienen

Vom Bloggen leben zu können ist ein Traum. Nicht selten ist die Motivation für einen Blog zumindest eine gewisse berufliche Freiheit zu erreichen. Ob man diese dann als Digitaler Nomade ausleben oder einfach nur weniger/anders arbeiten möchte, ist ganz subjektiv und unterschiedlich. Bloggen ist aber in jedem Fall eine gute Basis dafür. Die wichtigste Erkenntnis beim Bloggen sollte aber sein: 

Ein Blog ist kein Produkt. Ein Blog ist ein Marketing Kanal. 

Geld bezahlen Kunden nur dann, wenn sie eine Gegenleistung erhalten. In der Online Welt (rund um das Bloggen) kann das z.B. ein digitales Produkt (z.B. ein ein online Kurs) oder auch einfach eine Dienstleistung sein (z.B. Social Media Beratung oder Coaching). Genau so kann ein Blog aber auch zu einem Online Shop oder Einzelhandelsgeschäft gehören, in denen physische Produkte gekauft werden können.

Mit Bloggen baust du erstmal einen Marketing Kanal auf, mit dem du meist über Google neue potentielle Kunden erreichst. Die Leser zu Kunden zu machen ist eine zweite Disziplin, die du angehen kannst, sobald dein Blog steht.

Lesetipps:

Mein Fazit zum Bloggen

Bloggen ist super. Egal, wofür man es später nutzen will, es ist immer eine gute Basis. Die wichtigste Frage ist das Thema, über das gebloggt werden soll. Damit die Chancen auf langfristige Sichtbarkeit bei Google und in der potentielle Zielgruppe hoch bleiben, sollte das Thema nicht zu sehr zu oft wechseln. Regelmäßigkeit und Qualität der Inhalte sind entscheidend!

Bei der passenden Software hingegen ist die Entscheidung für ein bestimmtes Tool nicht ganz so kritisch. Wechseln geht immer, auch, wenn das mit (viel) Aufwand verbunden ist.

Mit Bloggen lässt sich auch Geld verdienen. Geld sollte allerdings am Anfang keine Priorität haben. Wichtiger ist, den Blog erstmal auf die Strasse zu bringen. Ein passendes Geschäftsmodell findet sich auch später noch.

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