Blog erstellen: Wie du erfolgreich deinen Blog startest und was das kostet

Du wolltest schon immer einen Blog erstellen und mit dem Schreiben vielleicht sogar deinen Lebensunterhalt verdienen? So fängst du am besten an.

Blog erstellen

Ich wollte schon immer einen Blog erstellen und habe neben LetsSeeWhatWorks tatsächlich bereits den ein oder anderen Blog gestartet. Immer mit dem Ziel, dass ich irgendwann und irgendwie Profit (z.B. via Affiliate Marketing) daraus ziehen kann. Auch, wenn eine Idee zu Beginn noch sehr grob und weit entfernt von „ausgereift“ ist, bin ich dennoch relativ impulsiv in der Entscheidung einen Blog erstellen zu wollen. Und ich würde es immer wieder tun.

Warum? Ganz einfach. Weil einen Blog zu erstellen fast nichts kostet und auch Nicht-Experten in sehr kurzer Zeit einen professionellen Blog starten können. Das betrifft sowohl das nötige Investment, als auch die Zeit. Zumindest am Anfang. Seit Jahren schwirren selbsternannte Gurus durch die Online Welt, die “Content Marketing” rufen damit auch recht haben. Längst geht es nicht mehr nur um ein gutes Produkt, sondern um nachhaltige, möglichst große Sichtbarkeit. Und die kommt nun mal nicht von ungefähr.

In der Internet-Welt gibt es derzeit rund 179 Mio. Blogs. Auch, wenn nur die wenigsten davon heute als erfolgreiches Online Business bezeichnet werden können, haben alle eines gemeinsam: 

Sie haben alle irgendwann mal beschlossen einen Blog eröffnen zu wollen.

Bekannte deutsche Beispiele, die ich seit Jahren lese und gerne hervorhebe sind z.B: Cachy´s Blog Stadt-Bremerhaven (Start 2005), Sascha Pallenberg´s Blog Mobilegeeks (2012 gestartet, heute 25.000 tägliche Besucher), t3n.de (2005 gestartet, heute über 70.000 Besuche am Tag), Planetbackpack.de (2012 gestartet, heute knapp 4000 tägliche Besucher), selbstaendig-im-netz.de (2007 gestartet, heute über 5000 Leser pro Tag), Kassenzone.de (2008 gestartet, heute knapp 700 tägliche Leser).

Sie alle, also die Leute dahinter und Initiatoren, leben heute gut oder sehr gut von Ihren Blogs.

Teilweise stecken sogar richtige Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern und einem ganzen Redaktionsteam dahinter. Teilweise sind es aber nach wie vor einzelne Blogger, die ein gutes und stabiles Gehalt bekommen, entweder durch den Verkauf von Werbeplätzen, als kommerzielle Empfehler (Affiliate Marketing) oder von Berater-Gebühren, die dank der Marke über den Blog möglich sind.

Tipp: Wenn du einen Blog erstellen willst, dann ist es enorm wichtig die SEO Grundlagen von Anfang an zu beherrschen. Falls du neu im Thema bist, schau dir mal diesen SEO Guide an. Nur so kommt langfristiger Traffic zu stande, den du dann früher oder später gut vermarkten kannst.

Einen Blog erstellen kostet (fast) nichts

Man hört immer wieder, dass einen Blog zu erstellen lange dauert. Aber irgendwo muss man nun mal anfangen. Das Gute ist, man braucht weder große Investitionen, noch tiefgreifende technische Kenntnisse um mit dem Blog erstellen loszulegen. Ein Blog muss auch nicht von vorn herein fertig durchdacht, ausdesigned und bis ins kleinste Detail fertig sein. Ein Blog ist vielmehr ein Brutkasten für Ideen und der Ort, an dem man sich über die nächsten Monate und Jahre selbst verwirklichen kann. Ein Business muss sich entwickeln.

Die Analogie zu einem Pflanzensamen finde ich hier ganz passend. Diesen planzt du ein und sorgst fortan für genug Wasser, eine angenehme Umgebung und viel Licht. Je nachdem, wie gut du das anstellst, wächst der Blog schneller oder langsamer, wird gerade oder krumm, groß oder kleiner. Einen Blog erstellen ist heute zu Tage ein Kinderspiel und erfordert quasi null technische Kenntnisse.

Wie kann ich einen Blog erstellen? 5 Tipps zum erfolgreichen start

1: Du brauchst nicht viel, nur die Passion, die du bereits hast

Wenn du über etwas bloggen willst brauchst du nicht viel. Lediglich eine Idee, womit du dich thematisch beschäftigen willst. Das können persönliche Themen wie z.B. Kochen, Kunst oder Bücher sein, aber auch fachliche Dinge. Bei LetsSeeWhatWorks ist das Thema “Unternehmertum”, weil ich Bock drauf habe! Die Grundidee reicht zunächst. Ist der erste Beitrag erst einmal geschrieben, fängt das Wachstum und die Entwicklung an.

Happy Coffee habe ich z.B. gestartet, weil ich das Thema Kaffee und vor allem nachhaltigen Konsum und fairen Handel weiter in den Vordergrund stellen möchte. Nach mehreren Jahren habe ich dann den Blog in ein Shopsystem überführt und so ein erfolgreiches E-Commerce Business aufgebaut.

2: Ein Blog muss reifen, wie guter Wein

Altern ist gut, zumindest in der Blog-Welt. Es gibt harte Zahlen wie das Domainalter, aber auch die Zeit, die es einfach braucht um ab und zu mal einen Beitrag zu schreiben. Alles ist wichtig, alles ist relevant um nachhaltig die Reichweite zu erzielen, die auch die anderen geschafft haben. Denn: Der meiste Traffic kommt über Google Suchergebnisse. Zusätzliche Marketingaktionen können diesen Effekt deutlich erhöhen, aber Google ist die Nr. 1. Um um den Traffic zu bekommen, müssen folgende Grundregeln beachtet werden:

  • Schreibe guten und relevanten Content (mit Herzblut und gut lesbar)!
  • Schreibe regelmäßig
  • Beachte die SEO Basics (Hier ein SEO Guide für Anfänger)
  • Erzähl‘ anderen davon, z.B. beim Netzwerken (damit du Backlinks bekommst)

Wer nicht die Initiative ergreift, der wird in diesen Reifeprozess nie starten. Also, anfangen, loslegen, reifen lassen!

3: Mit einem Blog baust du deine Marke auf

Eine Marke entsteht nicht über Nacht. Brand Management ist ein langwieriger Prozess und Schritt zwei nach dem Blog erstellen. Ein Beispiel, welchen Wert eine Marke bringt, zeigt z.B. Apple. Du hörst diesen Namen und denkst an Qualität, Einfachheit, Schönheit, Funktionalität. Wenn mich jemand fragt, warum ich Apple Geräte benutze, dann ist meine Antwort: Weil es einfach funktioniert.

Was Steve Jobs mit Apple als Marke geschafft ist natürlich die oberste Königsklasse. Aber das Prinzip funktioniert auch im kleinen. Wer mich zum ersten Mal kennenlernt, der bekommt schnell den Eindruck, dass ich irgendwas mit Startups und Unternehmertum mache. Eine gute Sache, denn Markenbildung erzeugt einen Vertrauensvorsprung, bei Kunden, Geschäftspartnern, Investoren, Bloglesern, und und und …

Und dann wird der Wert der Marke richtig deutlich.

Wenn du einen Blog erstellen willst, solltest du dir darüber im klaren sein, dass das meist mit einem großen Stück Persönlichkeit verbunden ist. Betreibe deshalb auch unbedingt Blogger Relations mit anderen Bloggern, um deine Sichtbarkeit zu erhöhen. Ein Blog lebt von seinen Autoren (es können auch mehrere sein). Diese werden automatisch zur Social Trademark und stehen dann auch für ihr Thema. Dein Blog ist deine Markenhaut. Fülle sie nach und nach mit Themen, die deine Marke ausmachen.

4: Traffic = Geld

Es gibt ein paar Grundgesetze im Internet. Eines davon ist: Die wahre Währung im Internet ist Traffic. Wenn du erstmal jeden Monat tausende Besucher auf deinem Blog hast, dann kannst du diesen auch einfach zu Geld machen.

Modelle gibt es dafür viele: Affiliate, Werbung, Produkte, oder du sammelst mit Freebies einfach erstmal Newsletter Abonnenten… die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. 

Aber eure Opas und Väter hatten recht:

Von nichts kommt nichts.

Deine Roadmap für ein erfolgreiches Online Business, einen erfolgreichen Blog sieht also wie folgt aus:

  1. Blog erstellen, Thema fixieren
  2. Traffic erzeugen
  3. Monetarisieren (zu Geld machen)
  4. Skalieren (entscheide, wie groß du wachsen willst)

Content: Mehr Traffic (Blog erstellen)Löschen

5: Einen Blog erstellen dauert nur 15 Minuten und kostet nur wenige Euro im Monat

Ein Argument, dass vor allem in den letzten Jahren zugelegt hat. Es ist wirklich einfach geworden einen Blog zu erstellen und es erfordert keine Fachkenntnisse mehr. 

Wo kann ich einen Blog erstellen?

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Dabei muss es nicht immer das beliebteste Blog CMS WordPress sein, auch Alternativen wie ChimpifyJimdoWix oder Squarespace helfen dir in 2 Minuten einfach loszustarten. Diese Möglichkeiten möchte ich hier vorstellen, um zu zeigen wie einfach du einen Blog erstellen kannst. Meinen umfangreichen Homepage Baukasten Vergleich kannst du hier finden.

CMS Anbieter:1. WordPress2. Chimpify3. Jimdo4. Wix5. Squarespace

WordPress – Der Marktführer

WordPress ist der unangefochtene Marktführer im Bereich Content-Management-Systeme. Ungefähr ein Drittel aller Webseiten werden mit WordPress veröffentlicht. WordPress hat den Vorteil, dass es eine riesige Community gibt und dementsprechend wurde für jeden Anwendungsfall und jedes Problem schon eine Lösung gefunden. Der Nachteil besteht darin, dass WordPress verhältnismäßig komplex ist und es zu Sicherheitsproblemen kommen kann. Deshalb bin ich bei LetsSeeWhatWorks auch von WordPress auf Chimpify umgestiegen. Chimpify ist nämlich im Gegensatz zu WordPress ein geschlossenes System und leichter zu bedienen.  

Lesetipp:

Hosting Anbieter, falls du mit Wordpress einen Blog erstellen willst

WordPress an sich ist kostenlos, aber für das Hosting eines WordPress Blogs fallen Kosten an.

1. Raidboxes – Super Wordpress Hoster aus Deutschland (nutze ich auch)

Es gibt recht viele Wordpress Hosting Angebote, aber Raidboxes aus Münster hat sich auf die Fahne geschrieben, die beste Wordpress Lösung in Deutschland anzubieten. Das Angebot umfasst z.B. einen kostenlosen Umzugsservice und ein kostenloses SSL Zertifikat (damit deine Seite auf https läuft). Und das alles schon ab 9€ pro Monat.

Tipp: Nutze den kostenlosen Wordpress Umzugsservice und schau mal, wie schnell dein Blog bei Raidboxes läuft. Das ist 2 Wochen kostenlos und wird dir auf einer temporären Raiboxes Subdomain bereit gestellt. Falls du dich nach 2 Wochen nicht dafür entschieden hast zu bleiben, werden deine Daten einfach wieder gelöscht.

Hier geht´s zum Wordpress Umzugsservice

2. All Inkl – Bekannter Hoster aus Deutschland 

Der Anbieter All Inkl aus Deutschland ist recht bekannt, und bietet ebenfalls an eine vorinstalliertes Wordpress an. Das Hosting und die Performance sind nicht so optimiert wie bei Raidboxes, dafür können aber alle Tarife 3 Monate kostenlos getestet werden. Danach geht´s ab 4,95€ pro Monat los.

Hier geht´s zum Angebot von AllInkl

Chimpify – Die All-in-One Lösung für Blogging und Inbound Marketing (hier bei LetsSeeWhatWorks im Einsatz)

Chimpify ist die Lösung für anspruchsvolle und professionelle Blogger. Bei Chimpify bekommst du kein Wordpress, sondern ein ganz neu entwickeltes System von dem Team aus Deutschland. Dort bekommst du neben einem superschnellen Blog System auch Tools für E-Mail Marketing, Podcasting und SEO mit dazu.

Aber Chimpify ist so teuer…

Das stimmt nicht ganz. Genau genommen wird es sogar günstiger. Da wir zum Zeitpunkt des Umzugs von Wordpress und Mailchimp bereits über 4000 Newsletter Abonnenten hatten, war der Preis schnell gerechtfertigt.

Nein, wenn du es mit deinem Blog ernst meinst, dann nicht. Hier mein Vergleich.

Alte Kosten (vor Chimpify): Mailchimp + Hosting + SSL Zertifikat + OptinMonster (oder Leadpages) + Performance Optimierung + Theme (allein Mailchimp waren schon 65€ / Monat, alles zusammen knapp 100€ + SEO Tool)

Neue Kosten (mit Chimpify): ab 25€ / Monat (bis 250 E-Mail Abonnenten)

Jimdo – Drag´n Drop Blog-Baukasten aus Deutschland, extrem einfache Handhabung

Ebenfalls sehr empfehlenswert und für einige Seiten im Einsatz bei mir ist Jimdo. Das Hamburger Unternehmen hat mittlerweile über 20 Mio Nutzer und ist aus dem Startup Alter längst raus gewachsen. Wer einen einfachen Homepage-Baukasten sucht, der sollte Jimdo unbedingt mal ausprobieren

Hier kannst du Jimdo kostenlos testen.

Wenn du erstmal nur eine Website brauchst (ohne Blog und Shop), dann ist Jimdo Dolphin meine Empfehlung. „Website erstellen in 3 Minuten“ lautet das Versprechen der Hamburger. Hier kommst du zu deiner Dolphin Seite.

Wix – Website Baukasten mit tollen Blog-Funktionen und schönem Design

Wix ist – ähnlich wie Jimdo – ein Website Baukasten. Vorteile sind im Vergleich ein noch flexibleres Design und viele Erweiterungsmöglichkeiten wie z.B. ein eigenes Forum. Deshalb ist Wix für mich der beste Website Baukasten.

Squarespace – Einfacher Einstieg, aber wenig Luft nach oben

Im Vergleich der Homepage Baukästen habe ich mir auch Squarespace angeschaut. Ansich ein solides Tool, das besonders bei Design und SEO ein paar Punkte sammelt. Insgesamt liegt Squarespace für mich aber im Vergleich eher hinter Wix und Jimdo.

Hier geht´s zum Testbericht.

Wieviel es kostet einen eigenen Blog zu erstellen?

Ich habe 1000€ am Anfang ausgegeben und es war ein Fehler, aus dem ich gelernt habe. Das ist allerdings schon Jahre her und war zu den Zeiten, in denen Homepage Baukästen noch nicht weit verbreitet waren. Deshalb habe ich mich damals für WordPress entschieden. Später bin ich allerdings auf Chimpify umgestiegen.

Wer am Anfang steht, der hat meist nur begrenzte Mittel. Wer ganz kostenlos starten möchte und das Bloggen vielleicht erstmal ausprobieren will, dem empfehle ich ganz klar Jimdo oder Wix.com. Jimdo ist kostenlos und kann prima genutzt werden, um ein erstes Gefühl zu bekommen.

Wer es allerdings bereits ernst meint und weiß, was er will, der sollte ein wenig Startbudget mitbringen, wenn auch nicht sehr viel. 100€ können schon viel bewirken. Denn ein Blog ist mehr als nur eine Website mit Texten. Wenn du einen eigenen Blog erstellen willst, dann kannst du deinen Namen zur „Social Trademark“, also zur sozialen Marke machen. Du wirst auffindbar im Netz (SEO Kenntnisse vorausgesetzt), erreichst mehr Menschen und kannst deine Vision zu einer erfolgreichen Realität werden lassen.

Am Beispiel von „LetsSeeWhatWorks“ möchte ich dir zeigen, wie ich mit WordPress vorgegangen bin, als ich diesen Blog erstellen wollte, und zwar vom Design über die Entwicklung bis hin zum Newsletterversand, und was ich daraus gelernt habe.

Step-by-Step Anleitung zum WordPress Blog erstellen

Warum dieser Blog nicht kostenlos war (und sein sollte)

Am Anfang hatte ich eine Idee und 1.000€ Budget. Damit ausgestattet habe ich mich daran gemacht, einen Blog zu entwickeln, der die Kategorien Geschäftsmodelle, Marketing, Gründung und Lifestyle mit spannenden, authentischen Beiträgen aus meinen Erfahrungen bedienen sollte. Als weitere Unterstützung wollte ich auch einen Bereich mit Tools haben, der für alle hilfreich ist. Ein Herzensprojekt also, welches etwas Besonderes sein sollte. Dieser Blog durfte Geld kosten. Ich dachte: natürlich kann man einen eigenen Blog auch mit Minimalaufwänden erstellen, d.h. mit kostenlosen Standard WordPress Themes und händischem Gebastel. Aber wenn ich schon extra gespart habe, warum nicht „premium“ werden.

Das Auge klickt mit!

Meist hast du nur einen ersten Eindruck, um deine Leser zu überzeugen. Wenn du also selbst die Marke bist (z.B. als Dienstleister oder Experte), dann benötigst du die richtige Bühne. Stell dir deine Website als Bühne vor. Nicht nur schöne Fotos und Grafiken, sondern auch die Bühne entscheidet darüber, wie der Gesamtauftritt wahrgenommen wird.

Ein weiterer guter Grund für ein wenig Investment ist die technische Basis. Ich selbst habe bereits mit vielen kostenlosen Themes (Templates bei WordPress) meine Erfahrungen gemacht. Sie alle waren auf den ersten Blick ok und erfüllten ihre Aufgabe. Sobald es aber um Erweiterungen, Anpassungen und Besonderheiten (wie z.B. Responsive Themes) geht, machen die kostenlosen Varianten schnell schlapp.

Deshalb: Plane ein Budget und hol’ das meiste aus deinem Blog raus. 1000€ waren dabei allerdings viel zu viel.

1.000€ hatte ich investiert, um den LetsSeeWhatWorks­.com Blog zu erstellen. Im Nachhinein viel zu viel, aber vielleicht sind in der Auflistung ein paar gute Learnings dabei.

Die 1000€ Kosten haben sich folgendermaßen verteilt:

  • 600€ für das Blogdesign
  • 120€ für die Entwicklung des Blogs
  • $197 für das Grund­Theme des Blogs
  • $97 für das Newsletter­Plugin

Bei jeder dieser Optionen wäre auch eine geringere – und in manchen Fällen sogar gar keine – Summe möglich gewesen. Schauen wir uns meine Auswahl und mögliche Alternativen mal genauer an.

Das Blog Design – lieber einfach Premium Theme kaufen

555€ netto habe ich mir das Blogdesign kosten lassen, der größte Posten auf der Liste. Für mich war es von Anfang an wichtig, dass mein Blog ansprechend aussieht und auch grafisch das transportiert, was ich mit dem Blog ausdrücken und erreichen will. Das Design habe ich über die Plattform designenlassen.de realisiert. Das Besondere bei dieser Vorgehensweise ist, dass man seinen Auftrag als Design­ Wettbewerb einstellt. Das heißt, dass man als Auftraggeber mit ein paar wenigen Worten beschreibt, was man haben möchte.

In meinem Fall hieß das Stichwort also „Logo und Design für Gründerblog gesucht,“ daneben habe ich noch etwas detaillierter erklärt, worum es in meinem Blog geht und auf wen er ausgerichtet ist. Nachdem ich die Deadline und das von mir veranschlagte Budget angegeben hatte, ging es auch schon los mit den Einreichungen. Schon nach wenigen Tagen hatte ich fünf Designvorschläge für meinen Blog erhalten. Am Ende des veranschlagten Zeitraums (bei mir waren es 37 Tage) habe ich den Gewinner ausgesucht.

Der beste Designer bekam das Preisgeld und überließ mir sein Design zur weiteren Verwendung. Der Ablauf ist wirklich toll. Allerdings hatte ich die Umsetzung des Themes völlig unterschätzt. Es wäre einfacher gewesen direkt ein Premium Theme zu kaufen was technisch bereits super läuft, ohne dass ich selbst was machen muss. Bei professionellen Theme Entwicklern wie StudioPress gibt es zahlreiche zuverlässige Premium Themes im Angebot. 

Die Entwicklung – hätte ich mir sparen können, hätte ich auf ein Premium Theme gesetzt

Weitere US $180 habe ich für die Entwicklung des Blogs veranschlagt. Einen passenden Anbieter habe ich bei Elance gefunden. Elance ist eine Vermittlungsplattform, auf der man als Auftraggeber seine Projekte weltweit ausschreiben kann. Somit kann man aus einem internationalen Pool von Fachkräften genau den Experten auswählen, der sein Projekt am besten oder kostengünstigsten umsetzen kann – es handelt sich im Gegensatz zu designenlassen.de also nicht um einen Wettbewerb, sondern um eine Ausschreibung.

Damit hat man eine deutlich höhere Chance an einen passenden Leistungsanbieter zu geraten als wenn man sein Projekt nur national ausschreiben würde. Außerdem entfällt durch Elance die lästige aktive Suche nach einem Freelancer für die Entwicklung seines Vorhabens. Dabei helfen einem Bewertungen und Erfahrungen anderer Auftraggeber, ein gutes Gefühl zu bekommen. Man schreibt auf der Plattform lediglich sein Projekt aus, setzt ein Budget fest und wartet auf die Angebote.

Ein Developer aus Pakistan hat von mir schließlich den Zuschlag erhalten, um den LSWW­ Blog zu entwickeln, d.h. das vorhandene Design umzusetzen. Aus aus seinem Angebotsschreiben ging klar hervorging, dass er genaue Vorstellungen hatte, wie er meine Idee zu dem von mir genannten Budget umsetzen wollte. Die Zusammenarbeit hatte mir übrigens so gut gefallen, dass ich diese Freelancer mittlerweile auch für weitere Projekte engagiert hatte. Andere wiederum hatten mich nicht überzeugt (lange Wartezeiten und zu wenig Output in der Zeit), sodass ich mich von diesen wieder verabschiedet habe. Künftig verlasse ich mich auf die Bewertungen bei Elance.

Das Blog Theme

Damit der Programmierer nicht von Null anfangen musste, habe ich mir bei diythemes.com für $197 ein Blog­ Grundtheme (ein Framework) namens „Thesis“ gekauft. Auf diesem Theme konnte der Programmierer dann aufbauen. Das Thesis­Theme war für mich das passende, da es einige Vorteile mitbringt: Thesis ist ein Framework, auf dem die Oberfläche dann in einem sog. Skin aufgebaut wird. Diese Anweisung hatte ich bei Elance natürlich mit berücksichtigt.

Wie gesagt, rückwirkend war das ein Fehler. Wenn du einfach $59 für ein Theme ausgibst, reicht das in so ziemlich allen Fällen am Anfang völlig aus. Auch einen Blick wert ist das Bloggo Theme aus Österreich, was speziell für Blogger gemacht wurde.

Das Blog Hosting

Gehostet wurde LetsSeeWhatWorks bei AllInkl, als es noch auf Wordpress lief. Wie oben schon erwähnt sind wir mittlerweile auf Chimpify umgezogen.

Das Newsletter­ System

Kommunikation mit Lesern ist mir wichtig. Damit ich meine Newsletter in einem WordPress­ Plugin erstellen und verwalten, wollte ich gleich von Beginn an ein ordentliches Newsletter­ System mit einer Vielzahl an Optionen verwenden. Um die Adressen abzufragen auf der Seite nutze ich das Plugin OptinSkin entschieden und dafür $97 ausgegeben. Wie auch beim Thesis Theme habe ich hier jeweils mehr ausgegeben, weil ich eine Lizenz für mehrere Seiten wollen. Einzelseiten ­Lizenzen sind günstiger. Überzeugt hat mich an OptinSkin die technisch einwandfreie Umsetzung des Plugins und die damit verbundene Funktionalität des Newsletters (vor allem die Integration in Mailchimp und die Möglichkeit Skins zu nutzen). Damit stand einem erfolgreichen Newsletter­ Versand nichts mehr im Wege.

Um die Newsletter zu versenden, greife ich auf Mailchimp zurück. Mit Mailchimp kann ich Newsletter nicht nur an meinen Verteiler versenden, sondern auch nachverfolgen, was wann wie oft geklickt und gelesen wird. Mailchimp gibt es in einer kostenlosen und einer kostenpflichtigen Version, wobei man die kostenlose Version bis zu 2000 Newsletter Abonnenten nutzen kann. Würde ich auf jeden Fall wieder so machen!

Bei Chimpify ist das Newsletter System bereits integriert, sodass keine zusätzlichen Kosten entstehen. 

Mein Fazit

Wenn Du mit dem Gedanken spielst, Dich sich selbst zur Marke zu machen oder einen Blog erstellen zu wollen, dann mach´s einfach! Lass’ Dich nicht lange von Bedenken oder budgetären Einschränkungen aufhalten sondern leg’ einfach los! Denn selbst mit einem kleinen Budget lässt sich Dein Vorhaben nach Deinen Vorstellungen realisieren. Ich habe für LSWW ca. 1.000€ ausgegeben, aber es geht auch mit 100€. Würde ich selbst heute einen Blog erstellen, wäre dies sicher mehr als ausreichend. Rückblickend bin ich froh, dass ich von WordPress auf Chimpify gewechselt bin, da es sich um eine geschlossene Marketing- Plattform handelt. Dadurch fallen keine Kosten für zusätzliche Marketingtools an und die Bedienung ist kinderleicht.  

Wenn der Blog steht, schau dir unbedingt auch diesen Artikel zum Thema SEO an und diesen mit ein paar Blogger-Inspirationen, wie man auch 6-stellige Umsätze mit seinem Blog verdienen kann.

Viel Spaß mit deinem Blog!

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