Blog erstellen: Wie du erfolgreich deinen Blog startest und was das kostet

Blog erstellen: Wie du erfolgreich deinen Blog startest und was das kostet

Ich wollte schon immer einen Blog eröffnen und habe neben LetsSeeWhatWorks tatsächlich bereits den ein oder anderen Blog gestartet. Immer mit dem Ziel, dass ich irgendwann und irgendwie Profit daraus ziehen kann. Auch, wenn eine Idee zu Beginn noch sehr grob und weit entfernt von „ausgereift“ ist, bin ich dennoch relativ impulsiv in der Entscheidung einen Blog erstellen zu wollen. Und ich würde es immer wieder tun.

Warum? Ganz einfach. Weil einen Blog erstellen kostenlos ist, zumindest fast. Das betrifft sowohl das nötige Investment, als auch die Zeit. Zumindest am Anfang. Seit Jahren schwirren selbsternannte Gurus durch die Online Welt, die “Content Marketing” rufen damit auch recht haben. Längst geht es nicht mehr nur um ein gutes Produkt, sondern um nachhaltige, möglichst große Sichtbarkeit. Und die kommt nun mal nicht von ungefähr.

In der Internet-Welt gibt es derzeit rund 179 Mio. Blogs. Auch, wenn nur die wenigsten davon heute als erfolgreiches Online Business bezeichnet werden können, haben alle eines gemeinsam:

Sie haben alle irgendwann mal beschlossen einen Blog eröffnen zu wollen.

Bekannte deutsche Beispiele, die ich seit Jahren lese und gerne hervorhebe sind z.B: Cachy´s Blog Stadt-Bremerhaven (Start 2005), Sascha Pallenberg´s Blog Mobilegeeks (2012 gestartet, heute 25.000 tägliche Besucher), t3n.de (2005 gestartet, heute über 70.000 Besuche am Tag), Planetbackpack.de (2012 gestartet, heute knapp 4000 tägliche Besucher), selbstaendig-im-netz.de (2007 gestartet, heute über 5000 Leser pro Tag), Kassenzone.de (2008 gestartet, heute knapp 700 tägliche Leser).

Sie alle, also die Leute dahinter und Initiatoren, leben heute gut oder sehr gut von Ihren Blogs.

Teilweise stecken sogar richtige Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern und einem ganzen Redaktionsteam dahinter. Teilweise sind es aber nach wie vor einzelne Blogger, die ein gutes und stabiles Gehalt bekommen, entweder durch den Verkauf von Werbeplätzen, als kommerzielle Empfehler (Affiliates) oder von Berater-Gebühren, die dank der Marke über den Blog möglich sind.

Tipp: Wenn du einen Blog erstellen willst, dann ist es enorm wichtig die SEO Grundlagen von Anfang an zu beherrschen. Falls du neu im Thema bist, schau dir mal diesen SEO Guide an. Nur so kommt langfristiger Traffic zu stande, den du dann früher oder später gut vermarkten kannst.

Einen Blog erstellen kostet (fast) nichts

Man hört immer wieder, dass einen Blog zu erstellen lange dauert. Aber irgendwo muss man nun mal anfangen. Das Gute ist, man braucht weder große Investitionen, noch tiefgreifende technische Kenntnisse um mit dem Blog erstellen loszulegen. Ein Blog muss auch nicht von vorn herein fertig durchdacht, ausdesigned und bis ins kleinste Detail fertig sein. Ein Blog ist vielmehr ein Brutkasten für Ideen und der Ort, an dem man sich über die nächsten Monate und Jahre selbst verwirklichen kann. Ein Business muss sich entwickeln.

Die Analogie zu einem Pflanzensamen finde ich hier ganz passend. Diesen planzt du ein und sorgst fortan für genug Wasser, eine angenehme Umgebung und viel Licht. Je nachdem, wie gut du das anstellst, wächst der Blog schneller oder langsamer, wird gerade oder krumm, groß oder kleiner. Einen Blog erstellen ist heute zu Tage ein Kinderspiel und erfordert quasi null technische Kenntnisse.

Wie kann ich einen Blog erstellen? 5 Tipps zum erfolgreichen start

1: Du brauchst nicht viel, nur die Passion, die du bereits hast

Wenn du über etwas bloggen willst brauchst du nicht viel. Lediglich eine Idee, womit du dich thematisch beschäftigen willst. Das können persönliche Themen wie z.B. Kochen, Kunst oder Bücher sein, aber auch fachliche Dinge. Bei LetsSeeWhatWorks ist das Thema “Unternehmertum”, weil ich Bock drauf habe! Die Grundidee reicht zunächst. Ist der erste Beitrag erst einmal geschrieben, fängt das Wachstum, die Entwicklung an.

Happy Coffee habe ich z.B. gestartet, weil ich das Thema Kaffee und vor allem nachhaltigen Konsum und fairen Handel weiter in den Vordergrund stellen möchte. Wir provozieren gerne und wollen das Konsumverhalten der Menschen nachhaltig verändern.

2: Ein Blog muss reifen, wie guter Wein

Altern ist gut, zumindest in der Blog-Welt. Es gibt harte Zahlen wie das Domainalter, aber auch die Zeit, die es einfach braucht um ab und zu mal einen Beitrag zu schreiben. Alles ist wichtig, alles ist relevant um nachhaltig die Reichweite zu erzielen, die auch die anderen geschafft haben. Denn: Der meiste Traffic kommt über Google Suchergebnisse. Zusätzliche Marketingaktionen können diesen Effekt deutlich erhöhen, aber Google ist die Nr. 1. Um um den Traffic zu bekommen, müssen folgende Grundregeln beachtet werden:

  • Schreibe guten und relevanten Content (mit Herzblut und gut lesbar)!
  • Schreibe regelmäßig
  • Beachte die SEO Basics (Hier ein SEO Guide für Anfänger)
  • Erzähl‘ anderen davon, z.B. beim Netzwerken (damit du Backlinks bekommst)

Wer nicht die Initiative ergreift, der wird in diesen Reifeprozess nie starten. Also, anfangen, loslegen, reifen lassen!

3: Mit einem Blog baust du deine Marke auf

Eine Marke entsteht nicht über Nacht. Brand Management ist ein langwieriger Prozess und Schritt zwei nach dem Blog erstellen. Ein Beispiel, welchen Wert eine Marke bringt, zeigt z.B. Apple. Du hörst diesen Namen und denkst an Qualität, Einfachheit, Schönheit, Funktionalität. Wenn mich jemand fragt, warum ich Apple Geräte benutze, dann ist meine Antwort: Weil es einfach funktioniert.

Was Steve Jobs mit Apple als Marke geschafft ist natürlich die oberste Königsklasse. Aber das Prinzip funktioniert auch im kleinen. Wer mich zum ersten Mal kennenlernt, der bekommt schnell den Eindruck, dass ich irgendwas mit Startups und Unternehmertum mache. Eine gute Sache, denn Markenbildung erzeugt einen Vertrauensvorsprung, bei Kunden, Geschäftspartnern, Investoren, Bloglesern, und und und …

Und dann wird der Wert der Marke richtig deutlich.

Wenn du einen Blog erstellen willst, solltest du dir darüber im klaren sein, dass das meist mit einem großen Stück Persönlichkeit verbunden ist. Betreibe deshalb auch unbedingt Blogger Relations mit anderen Bloggern, um deine Sichtbarkeit zu erhöhen. Ein Blog lebt von seinen Autoren (es können auch mehrere sein). Diese werden automatisch zur Social Trademark und stehen dann auch für ihr Thema. Dein Blog ist deine Markenhaut. Fülle sie nach und nach mit Themen, die deine Marke ausmachen.

4: Traffic = Geld

Es gibt ein paar Grundgesetze im Internet. Eines davon ist: Die wahre Währung im Internet ist Traffic. Wenn du erstmal jeden Monat tausende Besucher auf deinem Blog hast, dann kannst du diesen auch einfach zu Geld machen.

Modelle gibt es dafür viele: Affiliate, Werbung, Produkte, oder du sammelst mit Freebies einfach erstmal Newsletter Abonnenten… die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. 

Der einfachste Weg ist sicherlich Blogfoster, eine Plattform, die für dich die Akquise von Werbepartnern übernimmt. Am besten einfach hier kostenlos anmelden und schauen, ob was geeignetes für dich dabei ist.

Aber eure Opas und Väter hatten recht:

Von nichts kommt nichts.

Deine Roadmap für ein erfolgreiches Online Business, einen erfolgreichen Blog sieht also wie folgt aus:

  1. Blog erstellen, Thema fixieren
  2. Traffic erzeugen
  3. Monetarisieren (zu Geld machen, z.B. über Blogfoster)
  4. Skalieren (entscheide, wie groß du wachsen willst)

Wie du mehr Traffic auf deinen Blog bekommst

Mehr Traffic? Trag dich hier ein und erhalte 4 Maßnahmen, mit denen du mehr Traffic auf deinen Blog bekommst, dauerhaft.                       

5: Einen Blog erstellen dauert 15 Minuten und kostet gerade mal 3,60€ / Monat

Ein Argument, dass vor allem in den letzten Jahren zugelegt hat. Es ist wirklich einfach geworden und erfordert keine Kenntnisse mehr. Dabei muss es nicht immer das beliebteste Blog CMS WordPress sein, auch Alternativen wie Jimdo helfen dir in 2 Minuten einfach loszustarten.

Wo kann ich einen Blog erstellen?

Es gibt unendliche Möglichkeiten Ein paar Möglichkeiten möchte ich hier vorstellen, wie du einfach einen Blog erstellen kannst:

Jimdo – Drag´n Drop Blog-Baukasten, extrem einfache Handhabung

Ebenfalls sehr empfehlenswert und für einige Seiten im Einsatz bei mir ist Jimdo. Das Hamburger Unternehmen hat mittlerweile über 20 Mio Nutzer und ist aus dem Startup Alter längst raus gewachsen. Wer einen einfaches Homepage-Baukasten sucht, der sollte Jimdo unbedingt mal ausprobieren.

Chimpify - Die All-in-One Lösung für Blogging und Inbound Marketing (hier bei LetsSeeWhatWorks im Einsatz)

Chimpify ist die Lösung für anspruchsvolle und professionelle Blogger. Auch wir setzen mit LSWW auf Chimpify. Hier bekommst du kein Wordpress, sondern ein ganz neu entwickeltes System von dem Team aus Deutschland. Dort bekommst du neben einem superschnellen Blog System auch Tools für E-Mail Marketing und SEO mit dazu. Da wir zum Zeitpunkt des Umzugs von Wordpress und Mailchimp bereits über 4000 Newsletter Abonnenten hatten, war der Preis schnell gerechtfertigt. 

Aber Chimpify ist so teuer...

Nein, wenn du es mit deinem Blog ernst meinst, dann nicht. Hier mein Vergleich.

Alte Kosten (vor Chimpify): Mailchimp + Hosting + SSL Zertifikat + OptinMonster (oder Leadpages) + Performance Optimierung + Theme (allein Mailchimp waren schon 65€ / Monat, alles zusammen knapp 100€ + SEO Tool)

Neue Kosten (mit Chimpify): 82,50€ / Monat (im Jahresabo)

Auf dieser Chimpify Seite wurde das auch schön zusammengefasst:

Chimpify Blog erstellen Preise

Hier geht´s zu Chimpify

Raidboxes - Bester Wordpress Hoster aus Deutschland

Es gibt recht viele Wordpress Hosting Angebote, aber Raidboxes aus Münster hat sich auf die Fahne geschrieben, die beste Wordpress Lösung in Deutschland anzubieten. Das Angebot umfasst z.B. einen kostenlosen Umzugsservice und ein kostenloses SSL Zertifikat (damit deine Seite auf https läuft). Und das alles schon ab 9€ pro Monat. 


Tipp: Nutze den kostenlosen Wordpress Umzugsservice und schau mal, wie schnell dein Blog bei Raidboxes läuft. Das ist 2 Wochen kostenlos und wird dir auf einer temporären Raiboxes Subdomain bereit gestellt. Falls du dich nach 2 Wochen nicht dafür entschieden hast zu bleiben, werden deine Daten einfach wieder gelöscht. 
Hier geht´s zum Wordpress Umzugsservice

All Inkl - Bekannter Hoster aus Deutschland 

Der Anbieter All Inkl aus Deutschland ist recht bekannt, und bietet ebenfalls an eine vorinstalliertes Wordpress an. Das Hosting und die Performance sind nicht so optimiert wie bei Raidboxes, dafür können aber alle Tarife 3 Monate kostenlos getestet werden. Danach geht´s ab 4,95€ pro Monat los.
Hier geht´s zum Angebot von AllInkl.


 Tipp: Blog erstellen kostenlos

Mit Jimdo kann auch ganz kostenlos getestet werden. Wenn du dir nicht sicher bist und dich fragst, wie kann man einen Blog kostenlos erstellen, dann ist Jimdo genau die richtige Alternative für dich. Du bekommst dann zunächst eine Domain wie MEINBLOG.jimdo.com. Ist auf Dauer nicht zu empfehlen (da der Reifeprozess der Domain nicht anfangen kann), aber es ist eine tolle Möglichkeit um das System gut kennen zu lernen.

Wenn du bereit bist 60€/Jahr für deinen Blog zu investieren, dann bekommst auch etwas Anständiges, mit Wunsch-Domain und Support. 

blog-erstellen-jimdo

Kurs Tipp: Das Blog Camp, Lerne wie du Besucher bekommst und mit deinem Blog Geld verdienst

Ein persönliche Empfehlung von mir: Das Blog-Camp.de von Conni und Sebastian. Zwei sehr erfolgreiche Blogger haben sich die Mühe gemacht die Essentials für erfolgreiches Bloggen zusammengestellt. Der Kurs umfasst derzeit 9 Module und führt dich einmal durch alle Themen durch, die dich zu einem erfolgreichen Blogger machen. Hier bekommst du Antworten zu Fragen wie „welches Bloggingsystem“, „wie bekomme ich Traffic auf meinen Blog“ und „wie verdiene ich Geld“.

Die 169€ sind zwar viel, aber lohnenswert. Hier geht´s zum Blog-Camp.

Lerne alles, was du zum Bloggen lernen musst.

Nutze deine Chance und fang an. Einen Blog erstellen ist wirklich kein Hexenwerk. In 2 Jahren wirst du über diesen Moment schmunzeln und dich freuen. Und wenn doch etwas dazwischen kommt: Was kannst du verlieren? 60€ und ein wenig Zeit. Das Risiko solltest du eingehen können.

Learnings: Warum 100€ kosten für den Blog Start auch gereicht hätten

Wieviel es kostet einen eigenen Blog erstellen zu wollen?

Ich habe 1000€ am Anfang ausgegeben und es war ein Fehler, aus dem ich gelernt habe. Wer am Anfang steht, der hat meist nur begrenzte Mittel. Wer ganz kostenlos starten möchte und das Bloggen vielleicht erstmal ausprobieren will, dem empfehle ich ganz klar Jimdo. Jimdo ist kostenlos und kann prima genutzt werden, um ein erstes Gefühl zu bekommen.

Wer es allerdings bereits ernst meint und weiß, was er will, der sollte ein wenig Startbudget mitbringen, wenn auch nicht sehr viel. 100€ können schon viel bewirken. Denn ein Blog ist mehr als nur eine Website mit Texten. Wenn du einen eigenen Blog erstellen willst, dann kannst du deinen Namen zur „Social Trademark“, also zur sozialen Marke machen. Du wirst auffindbar im Netz (SEO Kenntnisse vorausgesetzt), erreichst mehr Menschen und kannst deine Vision zu einer erfolgreichen Realität werden lassen.

Am Beispiel von „LetsSeeWhatWorks“ möchte ich dir zeigen, wie ich vorgegangen bin, als ich diesen Blog erstellen wollte, und zwar vom Design über die Entwicklung bis hin zum Newsletterversand, und was ich daraus gelernt habe.

Step-by-Step Anleitung zum Blog erstellen

WARUM dieser Blog nicht NICHT KOSTENLOS war (und sein sollte)

Am Anfang hatte ich eine Idee und 1.000€ Budget. Damit ausgestattet habe ich mich daran gemacht, einen Blog zu entwickeln, der die Kategorien Geschäftsmodelle, Marketing, Gründung und Lifestyle mit spannenden, authentischen Beiträgen aus meinen Erfahrungen bedienen sollte. Als weitere Unterstützung wollte ich auch einen Bereich mit Tools haben, der für alle hilfreich ist. Ein Herzensprojekt also, welches etwas Besonderes sein sollte. Dieser Blog durfte Geld kosten. Ich dachte: natürlich kann man einen eigenen Blog auch mit Minimalaufwänden erstellen, d.h. mit kostenlosen Standard WordPress Themes und händischem Gebastel. Aber wenn ich schon extra gespart habe, warum nicht „premium“ werden.

Das Auge klickt mit!

Meist hast du nur einen ersten Eindruck, um deine Leser zu überzeugen. Wenn du also selbst die Marke bist (z.B. als Dienstleister oder Experte), dann benötigst du die richtige Bühne. Stell dir deine Website als Bühne vor. Nicht nur ein schönes Foto, sondern die Bühne entscheidet darüber, wie der Gesamtauftritt wahrgenommen wird.

Ein weiterer guter Grund für ein wenig Investment ist die technische Basis. Ich selbst habe bereits mit vielen kostenlosen Themes (Templates bei WordPress) meine Erfahrungen gemacht. Sie alle waren auf den ersten Blick ok und erfüllten ihre Aufgabe. Sobald es aber um Erweiterungen, Anpassungen und Besonderheiten (wie z.B. Responsive Themes) geht, machen die kostenlosen Varianten schnell schlapp.

Deshalb: Plane ein Budget und hol’ das meiste aus deinem Blog raus. 1000€ waren dabei allerdings viel zu viel.

1.000€ hatte ich investiert, um den LetsSeeWhatWorks­.com Blog zu erstellen. Im Nachhinein viel zu viel, aber vielleicht sind in der Auflistung ein paar gute Learnings dabei.

Die 1.000€ Kosten haben sich folgendermaßen verteilt:

  • 600€ für das Blogdesign
  • 120€ für die Entwicklung des Blogs
  • $197 für das Grund­Theme des Blogs
  • $97 für das Newsletter­Plugin

Bei jeder dieser Optionen wäre auch eine geringere – und in manchen Fällen sogar gar keine – Summe möglich gewesen. Schauen wir uns meine Auswahl und mögliche Alternativen mal genauer an.

DAS Blog DESIGN – hätte ich mal lieber ein Premium Theme gekauft

555€ netto habe ich mir das Blogdesign kosten lassen, der größte Posten auf der Liste. Für mich war es von Anfang an wichtig, dass mein Blog ansprechend aussieht und auch grafisch das transportiert, was ich mit dem Blog ausdrücken und erreichen will. Das Design habe ich über die Plattform designenlassen.de realisiert. Das Besondere bei dieser Vorgehensweise ist, dass man seinen Auftrag als Design­ Wettbewerb einstellt. Das heißt, dass man als Auftraggeber mit ein paar wenigen Worten beschreibt, was man haben möchte.

In meinem Fall hieß das Stichwort also „Logo und Design für Gründerblog gesucht,“ daneben habe ich noch etwas detaillierter erklärt, worum es in meinem Blog geht und auf wen er ausgerichtet ist. Nachdem ich die Deadline und das von mir veranschlagte Budget angegeben hatte, ging es auch schon los mit den Einreichungen. Schon nach wenigen Tagen hatte ich fünf Designvorschläge für meinen Blog erhalten. Am Ende des veranschlagten Zeitraums (bei mir waren es 37 Tage) habe ich den Gewinner ausgesucht.

Der beste Designer bekam das Preisgeld und überließ mir sein Design zur weiteren Verwendung. Der Ablauf ist wirklich toll. Allerdings hatte ich die Umsetzung des Themes völlig unterschätzt. Heute läuft LSWW auf einem Premium Theme vom Themeforest, was technische bereits super läuft, ohne dass ich selbst was machen muss.

DIE ENTWICKLUNG – hätte ich mir sparen können, hätte ich auf ein PRemium Theme gesetzt

Weitere US $180 habe ich für die Entwicklung des Blogs veranschlagt. Einen passenden Anbieter habe ich bei Elance gefunden. Elance ist eine Vermittlungsplattform, auf der man als Auftraggeber seine Projekte weltweit ausschreiben kann. Somit kann man aus einem internationalen Pool von Fachkräften genau den Experten auswählen, der sein Projekt am besten oder kostengünstigsten umsetzen kann – es handelt sich im Gegensatz zu designenlassen.de also nicht um einen Wettbewerb, sondern um eine Ausschreibung.

Damit hat man eine deutlich höhere Chance an einen passenden Leistungsanbieter zu geraten als wenn man sein Projekt nur national ausschreiben würde. Außerdem entfällt durch Elance die lästige aktive Suche nach einem Freelancer für die Entwicklung seines Vorhabens. Dabei helfen einem Bewertungen und Erfahrungen anderer Auftraggeber, ein gutes Gefühl zu bekommen. Man schreibt auf der Plattform lediglich sein Projekt aus, setzt ein Budget fest und wartet auf die Angebote.

Ein Developer aus Pakistan hat von mir schließlich den Zuschlag erhalten, um den LSWW­ Blog zu entwickeln, d.h. das vorhandene Design umzusetzen. Aus aus seinem Angebotsschreiben ging klar hervorging, dass er genaue Vorstellungen hatte, wie er meine Idee zu dem von mir genannten Budget umsetzen wollte. Die Zusammenarbeit hatte mir übrigens so gut gefallen, dass ich diese Freelancer mittlerweile auch für weitere Projekte engagiert hatte. Andere wiederum hatten mich nicht überzeugt (lange Wartezeiten und zu wenig Output in der Zeit), sodass ich mich von diesen wieder verabschiedet habe. Künftig verlasse ich mich auf die Bewertungen bei Elance.

DAS BLOG­THEME

Damit der Programmierer nicht von Null anfangen musste, habe ich mir bei diythemes.com für $197 ein Blog­ Grundtheme (ein Framework) namens „Thesis“ gekauft. Auf diesem Theme konnte der Programmierer dann aufbauen. Das Thesis­Theme war für mich das passende, da es einige Vorteile mitbringt: Thesis ist ein Framework, auf dem die Oberfläche dann in einem sog. Skin aufgebaut wird. Diese Anweisung hatte ich bei Elance natürlich mit berücksichtigt.

Wie gesagt, rückwirkend war das ein Fehler. Wenn du einfach $59 für ein Theme ausgibst, reicht das in so ziemlich allen Fällen am Anfang völlig aus. Auch einen Blick wert ist das Bloggo Theme aus Österreich, was speziell für Blogger gemacht wurde.

DAS Blog HOSTING

Gehostet wurde LetsSeeWhatWorks bei AllInkl, als es noch auf Wordpress lief. Wie oben schon erwähnt sind wir mittlerweile auf Chimpify umgezogen.

DAS NEWSLETTER­ SYSTEM

Kommunikation mit Lesern ist mir wichtig. Damit ich meine Newsletter in einem WordPress­ Plugin erstellen und verwalten, wollte ich gleich von Beginn an ein ordentliches Newsletter­ System mit einer Vielzahl an Optionen verwenden. Um die Adressen abzufragen auf der Seite nutze ich das Plugin OptinSkin entschieden und dafür $97 ausgegeben. Wie auch beim Thesis Theme habe ich hier jeweils mehr ausgegeben, weil ich eine Lizenz für mehrere Seiten wollen. Einzelseiten ­Lizenzen sind günstiger. Überzeugt hat mich an OptinSkin die technisch einwandfreie Umsetzung des Plugins und die damit verbundene Funktionalität des Newsletters (vor allem die Integration in Mailchimp und die Möglichkeit Skins zu nutzen). Damit stand einem erfolgreichen Newsletter­ Versand nichts mehr im Wege.

Um die Newsletter zu versenden, greife ich auf Mailchimp zurück. Mit Mailchimp kann ich Newsletter nicht nur an meinen Verteiler versenden, sondern auch nachverfolgen, was wann wie oft geklickt und gelesen wird. Mailchimp gibt es in einer kostenlosen und einer kostenpflichtigen Version, wobei man die kostenlose Version bis zu 2000 Newsletter Abonnenten nutzen kann. Würde ich auf jeden Fall wieder so machen!

MEIN FAZIT

Wenn Du mit dem Gedanken spielst, Dich sich selbst zur Marke zu machen oder einen Blog erstellen zu wollen, dann mach´s einfach! Lass’ Dich nicht lange von Bedenken oder budgetären Einschränkungen aufhalten sondern leg’ einfach los! Denn selbst mit einem kleinen Budget lässt sich Dein Vorhaben nach Deinen Vorstellungen realisieren. Ich habe für LSWW ca. 1.000€ ausgegeben, aber es geht auch mit 100€. Würde ich selbst heute einen Blog erstellen, wäre dies sicher mehr als ausreichend.

Wenn der Blog steht, schau dir unbedingt auch diesen Artikel zum Thema SEO an und diesen mit ein paar Blogger-Inspirationen, wie man auch 6-stellige Umsätze mit seinem Blog verdienen kann.

Viel Spass mit deinem Blog!

34 Kommentare

  • Danke für die guten Tipps. Ich habe jetzt auch mich endlich getraut mit meinem eigenen Blog: froehlichede.wixsite.com/edeline
  • […] Bereich Crowdfunding sind folgende Länder Vorreiter: USA, Kanada, UK, Australien und Deutschland. Blogs, Magazine und Facebook-Seiten aus diesen Ländern, die gezielt unsere Zielgruppe ansprechen, werden […]
  • […] Vor einigen Jahren habe ich den affenblog gegründet und ihn zu Deutschlands größtem Blog über professionelles Bloggen mit 10.000 Abonnenten aufgebaut. Das Thema „Inbound Marketing“ und unsere Plattform ist […]
  • […] Blogger zu werden ist zurecht sehr beliebt. Es braucht nicht viel. Jeder kann Bloggen. Man muss nur ein Thema und ein wenig Zeit mitbringen um zu starten. Falls zu mehr zum Thema Blog erstellen suchst, schau mal hier vorbei. […]
  • […] haben unseren Verlag mit einer Vision gegründet. Es gibt unter Autoren (egal ob Blogger, Schubladenschreiber, Selfpublisher o.ä.) viele unentdeckte Talente, die nicht wissen, wie sie ein […]
  • […] wöchentlich die besten Artikel rund um das Thema SEO kurz angerissen und als neuer Beitrag im Blog veröffentlicht. Die Regelmäßigkeit sorgt dafür, dass das Lesen des Wochenrückblicks zum Ritual […]
  • Hi Christian,
    Danke für den tollen, informativen Beitrag. Ich habe zwar schon eine richtig erfolgreiche Seite aufgebaut, mit der ich Geld verdiene, habe aber gerade einen neuen Blog (http://martinmcfly.de) gestartet. Einfach für mich, um mich abseits des Alltags "austoben" zu können. Ich fange also wieder bei 0 an und das ist schon irgendwie aufregend. Noch mal danke für die Tipps in deinem Artikel! :-)
  • […] Youtube Kanal erstellen ist Trend, so ähnlich wie es vor ein paar Jahren noch das Blog erstellen war. Heute ist deshalb der Tag, an dem ich nicht nur bei LetsSeeWhatWorks über meine Erfahrungen […]
  • Als Kommunikations Designerin kann ich allen zukünftigen Startups und Blog-Neugründer nur empfehlen : NIE NIE NIE NIE NIEMALS auf solche Plattformen wie designenlassen.de seine Marke designen zu lassen! 600€ für ein komplettes Blogdesign mitsamt Logo ist nach europäischem Standard ein Hungerlohn. Es ist genau diese Art Plattform, die uns Designern, die versuchen wollen in ihrer Selbstständigkeit nach 3-5 Jahren Studium zu überleben, durch Preisdumpings von irgendwelchen "Pseudo-Designern" , regelrecht UNMÖGLICH macht! Öffentlich zuzugeben, sein Projekt dort reingestellt zu haben, wirkt auf die Designbranche ungefähr so, als würde man einem Tierschützer sagen dass man 30 Chinchilla gehäutet hat nur um einen Schal draus zu machen.

    Gutes Design und gutes Marketing funktioniert nur durch Kundennähe und regelmässige Betreuung! Also bitte, wer sich selbstständig machen will, sollte darauf achten dies nicht auf Kosten anderer zu tun. Wer sich kein professionelles Gesamtpaket leisten kann (das normalerweise weit aus über 600€ bei einem professionellen Designer oder DesignAgentur vor Ort liegt), sollte an deutschen Hochschulen nach Designstudenten Ausschau halten. Damit unterstützt man wenigstens die Nachwuchsdesigner, die erste Erfahrungen in der Selbstständigkeit suchen.
  • Der von dir beschriebene Weg ist sicherlich einer, der gegangen werden kann. Zu MailChimp ist zu sagen, dass a) die ksotenlose Version nicht alle Funktionen bereitstellt, b) kein Support geleistet wird und c) die Verwendung nicht der deutschen Gesetzgebung entspricht.

    Natürlich kann man alles selber machen und den Preis gering halten. Zu bedenken ist jedoch, daß WP die wohl verbreiteste Plattform im Internet ist und demzufolge für Jacker EXTREM interessant. Der Aufwand, eine Plattform sicher zu machen, sollte hierbei nicht unterschätzt werden. Gerade kostenlose Plugins undThemes bilden immer wieder ein großes Einfallstor für ungebetene Besucher.

    Meiner Erfahrung nach darf auch die Zeit, die man in einen funktionierenden Blog stecken muss, nicht unterschätzt werden. Hierzu zählt nicht nur die Zeit für das Einrichten und den Aufbau, sondern auch für die (technische) Pflege. Ich selbst gebe lieber "ein paar" Euro im Monat aus und erhalte dafür einen Service, der mir viele Sorgen abnimmt und noch mehr Zeit spart.

    Sicherlich klingt ein Preis zwischen 25 € und 200 € pro Monat viel, rechne ich meine eigene Zeit jedoch mit realistischen 50 € / Stunde, bin ich om günstigsten Fall schon mit einer halben Stunde Zeitersparnis im Monat im grünen Bereich.
  • Vielen Dank toller Beitrag viele Tipps!

    MFG

    Tommaso
  • Danke für die Tipps!
  • Danke für diesen Beitrag. Er hat mich motiviert einen Blog zu erstellen. :)
    LG
    Matze
  • Hey,
    ich kann DomainFactory (http://bitly.com/Domainactory) nur empfehlen. Neben dem OneClick-Wordpress-Support schreiben sie sich ja auch noch CO2-neutrales Hosting auf die Fahnen.
    Der Kundensupport ist wirklich erste Sahne. Ich habe fast alle meine Projekte da und immer, wenn ich einen anderen Anbieter ausprobiere, komme ich trotzdem immer wieder zurück.

    Momentan laufen dort 6 oder 7 Homepages von mir, eine davon RaumZeichner.de, was in der Studienzeit zunächst nur mein Architekturportfolio war und sich nach und nach zum Blog entwickelte. Erst mit etwas Verzögerung kam ein konkretes Thema. Architektur-Studium-Arbeit war zuerst das Thema, das ich verfolgen wollte, inzwischen habe ich mir zur Aufgabe gemacht, die Denkmalpflege an Junge Leute heran zu bringen. Mit den Ressourcen schonend umgehen und die richtigen Materialien verwenden. Materialien aus natürlichen Rohstoffen, so wie sie unsere Ur-Großeltern noch verwendet haben, sind um einiges nachhaltiger und auch besser als die, die es heute im Baumarkt gibt.
    Damals haben Handwerker noch gelernt, ihr Material herzustellen, heute wissen sie kaum noch etwas und ihr Material interessiert sie kaum.
    Das kann so nicht weitergehen und das muss den 'jungen Leuten' (ich zähle mich auch selbst noch dazu) vermittelt werden. So die Idee... Der Blog wächst seit Herbst 2014 langsam, das Thema ist allerdings sehr schwer an Menschen zu vermitteln, die Blogs lesen. Das übliche Klientel für dieses Thema ist 75+ (auch noch etwas, das ich ändern möchte!)

    LG
    Julia
  • […] musst du dich auf dieses Thema einlassen und dich damit umgeben. Zum Beispiel kannst du einen Blog erstellen oder dein Facebook Profil nutzen, aber auch jeder andere Kanal funktioniert, z.B. Instagram, […]
  • bin momentan dabei mir einen blog aufzubauen, größte hürde ist...das theme, und den passenden anbieter zu finden, jimdo erscheint mir sehr einfach, habe selbst mit jimdo meine erste webseite aufgebaut. Wie ist es möglich nach aufbau einer jimdoseite zu wordpress umzusiedeln?
  • Hallo Christian,

    da ich Dich und Deine Aktivitäten doch schon seit Deinen / unseren OTTO - Tagen begleite, habe ich mich gerade an die Umsetzung gewagt und das Pflänzchen beginnt zu wachsen. Viele Tips habe ich bereits wie ein Schwamm aufgesaugt.
    Primär möchte ich erstmal nichts verkaufen sondern lediglich meine Reputation verbessern und ggf. den Grundstein für ein 2.Standbein eroieren.
    Gruß nicht mehr aus Hamburg sondern aus der Partnerstadt Dresden.

    Christoph
  • Hi Christian!

    Guter Artikel und "schreibe regelmäßig" nehme ich mir auch bald zu Herzen ;-)

    Eine Empfehlung bzw. Alternative zu Bluehost: Domainfactory (df.eu) bietet auch einen One-Click Wordpress Installer an. Zwar nicht so hübsch wie der von Bluehost, dafür liegen die Daten in Deutschland. Das ist ja einigen Bloggern auch immer wichtiger.

    Ich bin auf jeden Fall auf die kommenden Artikel in Deinem Blog gespannt. :-)
  • Danke für den Tipp mit df.eu. Dass die Daten in Deutschland liegen ist bei einem Blog aus meiner Sicht nicht so wichtig. So lange es keinen Bereich gibt, in dem persönliche Daten gespeichert werden macht das nichts.
    Werden jedoch personenbezogene Daten verarbeitet, ist der Standort Deutschland auf jeden Fall für deutsche Unternehmen zu empfehlen. Bei FastBill machen wir hier auch keinen Kompromiss!
  • Cooler Artikel Christof! Mal abgesehen von meinen Texten hier finde ich persönliche Ansichten von Autoren sehr wichtig und viel spannender. Ich selbst mache das so bei FastBill, Happy Coffee und auch hier. Als Leser will man wissen, mit wem man es zu tun hat. Es ist einfach spannender wenn jemand persönliche Einblicke gibt.

    Also, mehr davon! Bin gespannt was da noch kommt von dir.
  • Ein Blog kann natürlich das Projekt/Produkt selbst sein, oder nur eine Erweiterung dazu.
    Du schreibst ja öfters mal von Jimdo. Ich muss jagen, mir gefällt die Plattform gar nicht. Zumindest ein größeres Projekt würde ich damit nicht starten.

    PS: Mach doch noch eine Kommentar-Abonnierung hier im Blog, nur so können auch Diskussionen zustande kommen.
  • Moin Jochen,

    ich finde Jimdo ist ein super und einfacher Einstieg, also für alle die, die keine großen Anforderungen haben. Du hast recht, es ersetzt kein Magento für nen Shop und auch kein Wordpress für einen höher frequentierten Blog.

    Danke auch für den Hinweis mit der Abo-Funktion. Werde ich mich kurzfristig drum kümmern.
  • Hi Christian,

    ich kann dir hier nur voll und ganz zustimmen. Ein Blog ist eine super Sache ein Startup oder ein neues Projekt preisgünstig bekannt zu machen. Außerdem kann man so eine tolle Fanbase aufbauen. Auch ich habe für einige (mittlerweile wieder beendete) Projekte zuerst einen Blog gestartet.

    Mein aktuelles Hauptprojekt habe ich vor etwas mehr als sechs Monaten als reines Blogprojekt gestartet. Unter http://www.digitalunternehmer.de schreibe ich über Entrepreneurship, Personal Branding, Virtuelle Assistenten und meine Erfahrungen mit diesen Punkten beim Aufbau von Unternehmen. Ich möchte anderen helfen mit smarten Strategien ihr Unternehmen modern zu führen.
    Mit meinen Hosting-Anbieter bin ich voll und ganz zu frieden. Dies liegt jedoch wahrscheinlich daran, dass ich dies mit meinem anderen Unternehmen selbst hoste ;)

    Gruß
    Jens
  • Danke für deine Meinung, Jens. Es klingt allerdings so, als ich ein Blog aus deiner Sicht "nur" ein Mittel, um ein anderes Projekt bekannt zu machen. Ist nicht der Blog selbst das Projekt?

    Finde die Themen deines Blogs übrigens cool. Viel Erfolg damit!

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