Bei Amazon verkaufen: Erfahrungen aus der Praxis mit Kaffeebohnen

Bei Amazon verkaufen: Erfahrungen aus der Praxis mit Kaffeebohnen

Geschäftsmodelle, um mit Kaffee Geld zu verdienen, gibt es viele. Eines davon habe ich jetzt selbst ausprobiert. Seit wenigen Tagen ist es soweit. Ich habe mein erstes Produkt bei Amazon online. Zum ersten Mal verkaufe ich ein eigenes Produkt über den Amazon Marketplace. Auch der Versand wird über Amazon über den Service Versand durch Amazon abgebildet.

Wer kann bei Amazon verkaufen?

Bei Amazon verkaufen kann jeder, auch wenn der Weg teilweise holprig sein kann. Wer dafür einmal alles eingerichtet hat, der kommt dafür in den Genuß maximaler Prozessautomatisierung. In diesem Beitrag möchte ich meine guten und schlechten Erfahrungen mit den Verkaufsmöglichkeiten bei Amazon teilen, und über Überraschungen und die Zukunft reden. Ein Bericht aus der Praxis.

Mein Produkt: Kaffeebohnen

In diesem Beitrag geht weniger darum ein Produkt zu erschaffen, sondern ausschließlich um die nötigen Schritte, um dieses Produkt bei Amazon verkaufen zu können.

Mein Produkt sind Kaffeebohnen, die ich unter der Marke Happy Coffee anbiete. Die Marke selbst existiert schon länger und wurde bislang als Blog betrieben. Nun gibt es insgesamt 2 Varianten – Kaffee und Espresso – die jeweils in zwei Größen verfügbar sind – 500g und 1000g. 4 Produkte insgesamt, die ich über das Tool Sellercentral von Amazon verwalte und anbiete. Bevor ich mich über den ersten Euro Umsatz freuen konnte, musste ich jedoch ein paar Schritte gehen.

Schritt 1: Anmeldung und Einrichtung

Wer über Amazon verkaufen will, der braucht einen Account für das Tool Sellercentral von Amazon. Wer bereits einen Amazon Konto hat (z.B. zum Einkaufen oder als Affiliate), der kann diesen Account nutzen und erweitern. Hier können Händler alles machen, was mit dem Verkauf zu tun hat. Produkte einstellen, Kundenfeedback anschauen, Nachrichten an Kunden schreiben, Umsätze und Absätze auswerten, usw.

Ein wirklich mächtiges Tool.

Schritt 2: Produkte anlegen

Um ein Produkt bei Amazon verkaufen zu können, muss dieses zunächst erfasst werden. Amazon bietet dafür den Bereich „Lagerbestand“, in dem Produkteigenschaften wie Bilder und eine Beschreibung hinterlegt werden können, bevor das Produkt ins Amazon Lager geschickt wird. Die Produktbeschreibung teilt sich in 6 Bereiche auf:

  • Wichtige Informationen, z.B: Produktname, Marke, EU Richtlinien für Spielzeuge,etc.)
  • Angebot, z.B. Zustand, Preis, Angebotspreis, Verkaufsstart
  • Bilder, bis zu 9 Stück
  • Beschreibung, inkl. Attribute, die ich dem Produkt zuordnen kann
  • Suchbegriffe
  • Weitere Details, wie z.B. Inhaltsstoffe, Bio Zertifizierung, Art und Umfang der Verpackung (das Kleingedruckte sozusagen)

Alle Felder sind recht einfach verständlich und nur die wenigsten müssen tatsächlich gefüllt werden. Bei den Bildern macht Amazon jedoch recht strenge Vorgaben. Zumindest muss das Produkt im Hauptbild 85% des Bildes einnehmen. Das Bild darf auch nur das Produkt zeigen. Requisiten sind nur sehr begrenzt erlaubt. Logos und Wasserzeichen auch nicht. Der Hintergrund muss weiß sein.

Auch verlangt Amazon eine Auflösung von mind. 1000 Pixeln an der längsten Seite. und mind. 500 Pixel auf der kürzesten (damit der Zoom gut funktioniert).

Damit es am Anfang erst mal losgehen kann, habe ich es mir einfach gemacht und die ersten Prdouktbilder selbst vor weißem Papier geschossen und für ein paar Euro beim Service pixelz.com freistellen lassen. Mittlerweile habe ich bessere Bilder bekommen (danke noch mal für die Unterstützung von TheWatchstore.de an dieser Stelle). Wer also möchte, der kann die Bilder und auch die Beschreibung jederzeit noch ändern.

Bis zu 9 Bilder lassen sich hochladen.
Bis zu 9 Bilder lassen sich hochladen.

Schritt 3: Produkte anliefern

Um ein Produkt in das Amazon Lager zu schicken, muss die Lieferung zunächst vorbereitet werden. Im Menüpunkt „Anlieferplan“ lassen sich Sendungen vorbereiten und die Versandlabels bequem online kaufen. Der Anlieferplan wird für die hinterlegten Produtke erstellt, sodass die Zuordnung direkt erfolgt, sobald die Lieferung im Lager ankommt.

In meinem Paket wog jedes der Pakete mehr als 15kg und musste daher zusätzlich mit dem Aufkleber „Schwergewicht“ versehen werden.

Die Pakete selbst wurden nicht unterschieden. Ich habe meine 4 Produkte jeweils in ein Paket gepackt. Die UPS Aufkleber hatten jedoch keinen Bezug zum Inhalt.

Etwas verwundert war ich, dass ich den UPS Aufkleber nur via Amazon beziehen konnte. Mein Lieferant bietet nämlich an die Artikel kostenfrei zu verschicken. Sollte sich das nicht ändern lassen, zahle ich unnötigerweise doppelt.

Ein paar Tage nach dem Versand bekam ich per E-Mail den Hinweis, dass wir Ware angekommen und zugeordnet sei. Der Warenbestand wurde automatisch angepasst. Endlich konnte ich bei Amazon verkaufen. Toll.

Sonderfall Lebensmittel

Etwas überrascht hatte mich die Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel. Zum einen musste diese Kategorie erst freigeschaltet werden, bevor ich dort Produkt anlegen durfte. Zum anderen ist es nötig Lebensmittelprodukte jeweils mit einem Amazon-Barcode zu bedrucken. Entgegen meiner Erwartungen ist ein eigener Barcode (EAN Code) nicht erforderlich. Zwar habe ich einen (für den Einzelhandel), aber bei Amazon braucht man das nicht.

Der Nachteil hieran ist, dass dieser Barcode nicht im Design meiner Kaffeelabels berücksichtigt werden kann. Pro Anlieferung werden die Labels neu erstellt. Amazon bietet an die Artikel selbst zu etikettieren und fertig anzuliefern. Die Alternative ist, dass Amazon die Etiketten für 15 Cent pro Stück aufklebt. Bei fast 100 Kaffeepackungen kommen so schnell mal 15€ zusammen. Immerhin wurde der Aufkleber ordentlich und an der vorgesehenen Stelle angebracht.

Ein weiterer Nachteil ist, dass Amazon ein Mindesthaltbarkeitsdatum erfordert. Viel lieber hätte ich das Röstdatum auf das Produkt gedruckt, um die Frische zu demonstrieren. Tatsächlich nutzt Amazon das Datum aber auch, um bald ablaufende Ware frühzeitig aus dem Verkauf zu nehmen.

So darf ein Produkt, was nicht mindestens noch 90 Tage haltbar ist, nicht mehr zur Einlagerung angeliefert werden. Ist ein Produkt nur noch 45 Tage oder weniger haltbar, dann wird es an den Hersteller/Verkäufer zurückgeschickt und darf nicht mehr über Amazon verkauft werden. Alles kein Problem, wenn man einen stabilen Absatz erkennen kann.

Was kostet es bei Amazon zu verkaufen?

Amazon liefert einen komplett automatisierten Prozess, vom Verkauf bis zum Versand. Wirklich toll, wenn man bedenkt, dass alles vollautomatisiert läuft. Allerdings ist dieser Service nicht ganz günstig.

Die Produktverwaltung in der Seller-Central. Alles ist übersichtlich und aufgeräumt.
Die Produktverwaltung in der Seller-Central. Alles ist übersichtlich und aufgeräumt. Die Gebühren werden auf einen Blick sichtbar.

Zwar habe ich zuvor mit dem Amazon Kalkulator hin und her gespielt und gerechnet. Die tatsächlichen Kosten wurden allerdings erst mit dem ersten Verkauf sichtbar. Überraschend teuer, muss ich sagen. Damit dies deutlich wird, will ich hier zur Übersicht mal alles am Beispiel einer 500g Packung Espressobohnen auflisten (Stand Nov 2015).

• Versandkosten für die Anlieferung via UPS (anteilig): 31 Cent
• Kosten für´s Etikettieren: 15 Cent
• Verkaufsgebühr bei Verkauf über den Marketplace (15%): 2,67€
• Gebühr für Versand durch Amazon: 3,55€ (Versandkosten bei Verkauf ausserhalb de Amazon Marketplace und „manuellem Versandauftrag“: 4,70€ (davon 1,60€ Auswählen und Verpacken und 3,10€ Gewichtsgebühr). Detaillierte Gebüren für Versand durch Amazon findest du hier.

Es fällt ausserdem eine Grundgebühr für den Poweranbieter-Tarif von 39€ pro Monat an (Anteil pro Verkauf abhängig von der Menge). Das lohnt sich bereits ab 40 verkauften Einheiten pro Monat, da ohne diesen Tarif 99 Cent pro Produkt aufgeschlagen werden. Weiterhin bietet der Poweranbieter-Tarif den Vorteil, dass man in allen Kategorien verkaufen kann. Auch für den Kaffeeverkauf war das Upgrade von Beginn an erforderlich. Weitere Kategorien, die eine Freigabe erfordern, sind Bekleidung, Bier & wein, Computer Zubehör, Drogerie Produkte, Elektronik Zubehör, Parfümerie, Schmuck, Spirituose und Uhren. Zusätzlich gibt es ein paar mehr Reports, die Möglichkeit in anderen Märkten zu verkaufen (UK, Spanien, Frankfreich und Italien), und die Optionen per „1-Click Verkauf“ bei Amazon verkaufen zu können.

Rechne ich alle Gebühren zusammen, ist verkaufen bei Amazon recht teuer. Ein Grund für mich weitere Kanäle auszuprobieren, da die Marge hier doch recht gering ist.

Dennoch ist Amazon selbst ein wichtiger Akquisekanal. Die Kunden sollen das Produkt nicht nur über die Website von Happy Coffee finden, sondern über Amazon selbst.

Mehr Umsatz mit Amazon SEO

Amazon SEO ist der neue Trend, mit dem Anbieter ihre Produkte bei Amazon gut platzieren wollen. Eine gute Idee, immerhin haben hier die Suchenden die Kreditkarte bereits hinterlegt und wollen irgendetwas kaufen.

Wie auch bei Google SEO gibt es Dinge, die man tun kann um die Sichtbarkeit zu erhöhen. Die wichtigsten sind:

  • Super-URLs erstellen (man gibt das Such-Keyword mit, z.B. „Kaffeebohnen“). Hier gibt´s z.B. eine Anleitung, bzw. ein Tool. So soll Amazon beigebracht bekommen, dass die Suche nach dem Keyword zum eigenen Produkt gehören soll.
  • Produkttitel und -beschreibungen optimieren
  • Keywords ausfüllen
  • Aktiv Bewertungen einholen (Zumindest ist es nicht verboten die bestehenden Kunden auf eine Bewertung anzusprechen. Man sollte keine positive Bewertung einfordern. Das wäre illegal und kann eine Abmahnung von Amazon zur Folge haben.)
  • Gute Bilder verwenden
  • Amazon Prime als Versandoption anbieten
  • Die Story richtig gestalten
  • Angebote nutzen (Gutscheine oder Preisreduktion)

Mein Setup für Rechnungen und Umsatzsteuern

Ich nutze FastBill für die automatische Rechnungsstellung. Wie das genau funktioniert, wie das mit dem Umsatzsteuern funktioniert und was all das kostet, habe ich in diesem Beitrag separat erklärt.

Bei Amazon verkaufen: Mein Fazit

Ich glaube jeder kann Produkte bei Amazon verkaufen. Ist wirklich nicht schwer. Wer nicht alle Amazon FAQ bis in letzte Detail lesen möchte, für den möchte ich hier noch mal meine „Überraschungen“ (gute und schlechte) zusammenfassen. Vielleicht ist das eine Hilfe für alle, die bei Amazon verkaufen möchten.

  • Lebensmittel müssen extra gekennzeichnet werden. Den Barcode gibt Amazon vor. Eine Integration ins Design ist nicht möglich.
  • Bei Lebensmitteln muss ein Mindesthaltbarkeitsdatum drauf stehen (MHD, kein Produktionsdatum)
  • Lebensmittel gehören zu einer Kategorie, für die ich den Powertarif für 39€ pro Monat buchen musste.
  • Die Aufkleber kommen immer von Amazon. Man kann sie zwar aufkleben oder die 15 Cent pro Aufkleber von Amazon aufkleben lassen.
  • Man hat direkten Kontakt zu Kunden. Die (verschlüsselte) E-Mail und die Adresse stehen zur Verfügung. Amazon bietet sogar Vordrucke an, um z.B. eine Bewertung anzufragen. Ich wär dafür ausgegangen, dass die Kunden nicht so bekannt sind.
  • Versand mit Amazon Prime geht nur mit kostenlosem Versand. Man kann zwar eine Gebühr erheben, allerdings läuft das dann ohne Prime.
  • Amazon hat Bio Zertifizierte Lager. Super für Happy Coffee!
  • Amazon bietet einen super Kundenservice. Innerhalb von Sekunden wird man zurückgerufen und bekommt innerhalb weniger Stunden eine schriftliche Auskunft, auch Sonntags!

Um die hohe Verkaufsgebühren zu umgehen, kann übrigens auch nur der Versand per Amazon genutzt werden. Per CSV Datei oder manuell lässt sich ein Versand aus dem Amazon Lager recht einfach anstossen. Die Kosten sind dann jedoch etwas höher, als beim Verkauf über Amazon.

Etwas schade finde ich, dass Amazon nur wenig „Economies of Scale“ bei größeren Versandmengen ermöglicht. Die Umstellung Anfang August 2015 auf das Gewichtsabhängige Preismodell macht es schwer ein schwere Produkt in größeren Mengen anzubieten.

Der Versand von 1 x 1KG Kaffee kostet 1,60€ Pick & Pack zzgl. 3,10€ Versand (4,70€). Bei 2 x 1KG sind es 3,20€ + 4,45€ (7,65€). Bei 5 x 1KG Packungen sind es schon 8,00€ für Pick & Pack zzgl. 4,45€ Versand (12,45€). Spätestens bei dieser Menge wäre jeder andere Logistiker günstiger.

Ein Blick nach vorne

Die Automatisierung ist großartig und ein guter Start, um bei Amazon verkaufen zu können. Dennoch plane ich weitere Distributionskanäle ausserhalb von Amazon aufzubauen (aka eigener Shop). Die Gebühren von 15% sind einfach krass und jenseits von dem, was für online Payment typischerweise fällig wird. Dafür ist die Marge bei Kaffee einfach nicht hoch genug. Für alle anderen Produkte – besonders die mit einer hohen Marge – kann sich das bei Amazon aber sehr gut lohnen.

Noch eine Option: Verkauf über Amazon und eigener Versand

Die Option können alle die nutzen, die bereits eine eigene Logistik-Infrastruktur aufgebaut haben. Jedes Produkt lässt sich einfach auf „Versand durch Händler an“ umstellen, auch wenn noch eigene Ware im Lager liegt. Diese ist dann einfach keinem aktiven Produkt zugeordnet und bleibt im Lager liegen. Wer diese Option wählt, der bekommt sogar einen Packzettel vom Amazon erstellt. Auch dieser Weg scheint recht einfach und ist definitiv einen Versuch wert.


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51 Kommentare

  • Danke für den Artikel! Könntest du die Bedingungen für den Verkauf von Lebensmitteln teilen? Wie wird dir diese Kategorie freigeschaltet? Und brauche ich auch einen Barcode, wenn ich den Versand selbst übernehme? Wenn ich Produkte anbiete, die standardmäßig kein Verfallsdatum habe (z.B. Wein), muss dies trotzdem gemacht werden? Vielen Dank
  • Hey Alex,

    die genauen Bedingungen checkst du am besten bei Amazon direkt. Von der Barcode Pflicht kannst du dich befreien lassen, wenn du eine eigene Marke anmeldest. Und was das Verfallsdatum angeht: Amazon richtet sich hier 100% nach den jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen. Wenn der Wein auch ausserhalb von Amazon keine MHD braucht, dann braucht er es auch nicht bei Amazon. Bei Kaffee machen das viele falsch. Das Gesetz verlangt ein MHD, die meisten Röster drucken aber keines drauf (meist nur ein Röstdatum).
  • Schöner Artikel. Allerdings finde ich ihn etwas zu Oberflächlich. Wäre interessant mal ein paar Zahlen zu sehen, inwiefern sich das Ganze rentiert.
  • Hey Jan,

    in dem Artikel ging es um den Start, nicht darum zu zeigen, ob es sich rentiert. Das ist auch sehr vom Produkt und der künftigen Entwicklung abhängig. Nach bald 2 Jahren als Seller auf AMZ kann ich sagen, dass es schnell hoch und langsam wieder runter geht mit den Sales bei AMZ. Amazon ist super für den Start, aber zu unvorhersehbar, um sich alleinig darauf zu stützen. Ich verfolge mittlerweile auch eine Strategie ausserhalb von Amazon, die ebenfalls aufgeht. Die Mischung ist für Happy Coffee ein funktionierendes Szenario.

    Unterm Strich rentiert es sich für mich. Wenn du ein paar Zahlen sehen willst, kannst du ja auch hier mal stöbern: https://letsseewhatworks.com/author/lmueller
  • Hi,Christian,
    Ich bin in amazon registriert, ich wollte einen Artikel zu verkaufen
    aber wenn ich das Angebot betrete, fragen sie mich nach der Kreditkartenummer
    Ich habe nur Bankkonto un pay pal
    gibt es keine andere alternative?
    L.G.S.G
  • Hey Serafino,

    schreib doch mal dem Amazon Support. Ich denke Lastschrift müsste auch gehen. Bin mir aber gerade nicht 100% sicher.
  • Danke. Das ist der erste brauchbare Artikel zum Thema. Hab schon viel gelesen. Wir möchten unseren ersten Fotokalender über FBA abwickeln, fanden bei ersten Recherchen den Service aber ziemlich teuer. Ich denke, wir werden auch nach etwas anderem suchen. Hast Du schon Alternativen gefunden??
  • Hey Monika,

    ich nutze mittlerweile ein eigenes Lager, würde aber für den Start auf jeden Fall FBA empfehlen. Ist einfach und unkompliziert und preislich günstiger (ich zahle jetzt mehr).
  • Alles gut gestaltet dort und ich mache schon eine Weile mit,aber Vorsicht falls man vorhat z.B. Verkäufe in Spanien zu machen!Es gibt grosse Unterschiede in den Erwartungen der Kunden und eine Übersetzung der Kommunikation durch den "Verkäuferservice" findet NICHT statt,obwohl die jew. "sellercentral"-Seiten in deutsch aufzurufen sind.Überhaupt ist der Serice eher bescheiden und wehe,man trifft auf einen Käufer,der unmittelbar nach Belieferung einen "Garantiefall" eröffnet so wie mir passiert,da kann man sich gleich vom Artikel UND Erlös verabschieden.....
  • Ich habe einen Artikel, den ich über Kleinanzeigen nicht losgeworden bin, dort verkaufen wollen. Wegen der horrenden Amazon-Gebühren war der Preis dort fast doppelt so hoch wie bei meiner online geschalteten Kleinanzeige.
    Leider Gottes wurde der Artikel dann tatsächlich zum teuren Preis bei amazon gekauft. Dummerweise hatte ich zwischenzeitlich das Konto gewechselt und beim normalen Amazon-Konto auch aktualisiert, ohne zu wissen, dass das Verkäuferkonto davon getrennt ist. Mein Geld wurde daher ins Nichts überwiesen. Um das Problem möglichst schnell aus der Welt zu schaffen, wollte ich mit amazon in Kontakt treten. Und hier fingen die Probleme an. Im Endeffekt hätte ich mir das sparen können, es war vollkommen fehlinvestierte Zeit und das Geld habe ich noch immer nicht, weil...
    ...es 1. nur ein Kontaktformular gibt, keine Telefonnummer
    ...2. die Mitarbeiter schlecht deutsch sprechen/schreiben, wahrscheinlich das Problem auch gar nicht verstanden haben
    ...3. immer neue Mitarbeiter sehr oberflächlich mit demselben Fall befasst werden
    ...4. keiner von ihnen irgendetwas an den vorgefertigten Prozessen ändern kann, mir das aber nicht gesagt wurde, sondern ich unnötig zu lauter Einstellungsänderungen aufgefordert wurde, bevor dann Amazon schrieb: Hey, unsere Zahlung an Sie ist fehlgeschlagen, sowas Blödes, aktualisieren Sie doch mal Ihre Kontodaten. JA ACH WAS!! HABE ICH GERADE SCHON ZIG MAL!
    Ich bin grad echt sauer über all die fehlinvestierte Zeit und die unfähigen Mitarbeiter, Amazon sollte lieber einen fähigen bezahlen als hundert unfähige...
  • Hey Lexlo,

    tut mir leid zu hören. Manchmal hängt es wirklich bei Amazon im Support. Die Mitarbeiter dort gehen halt Standardprotokolle durch, aber sind hilfsbereit. Ich selbst frage in solchen Fällen einfach häufiger nach und schreibe ggf., dass ich die Antwort noch nicht ausreichend ist.
    Ich drück dir die Daumen, dass du bald dein Geld bekommst.
    Viele Grüße
    Christian
  • Vorsicht vor Amazon ! Die zocken ab bis einem schlecht wird und zum Schluss schnappen die sich deine Lieferanten !! Und leider ist die Justiz in deren Besitz !
  • ;-) Diese Aussage ist ein Bisschen wie "Vorsicht vor dem Internet! Die hören alles ab und wissen alles über dich um es gegen dich zu verwenden".

    Also wie mit allem im Leben muss man auch bei Amazon die Spielregeln kennen und beachten. Vielleicht willst du etwas weiter ausführen, wo du abgezockt wurdest (oder verkaufst du garnicht selbst?). Erzähl uns etwas mehr von deinem Fall, dann können wir drüber diskutieren.
  • Ich wollte einen Artikel bei Amazon Seller verkaufen...hatte mir ein Basiskonto angelegt (dazu einfach auf Button "Basiskonto" gedrückt und weiter gemacht). Das Ende vom Lied war, dass nach einem Monat eine Monatsgebühr von 40 Euro bei mir abgezogen wurde, noch kein Artikel verkauft und auch niemand auf meine Anfragen geantwortet hat. Warum? Mein neu angelegtes Konto war auf "Professionell" gestellt. Juhu...tolle Sache. Habe nur drauf bezahlt! Und die Moral von der Geschicht: Selber Schuld, wenn man nicht nochmal alles kontrolliert und jeden einzelnen Schritt, Button und Unterlink anklickt. Danke AMAZON SELLER CENTRAL!
  • Hallo Christian,

    Amazon FBA ist nicht leicht und als Anfänger macht man viele Fehler. Du hast einen tollen Artikel geschrieben, der sicherlich vielen helfen wird!

    Man sucht eben ständig nach neuen Infos, um sich weiter zu verbessern. Ich habe bestimmt alle Fehler gemacht, die man als Anfänger machen kann :-(

    Seit ich einen ausführlichen Amazon FBA Kurs gemacht habe, sehe ich endlich Land. Ohne Know-How funktioniert dieses Geschäft eben auch nicht.

    Liebe Grüße
  • Hallo Sarah,
    an welchem Kurs hast du teilgenommen?
  • Hi Leute
    Echt tolle Artikel hier. Ich hab es auch mit Amazon fba versucht. Ganz ehrlich als Anfänger würde ich einen Kurs oder Seminar empfehlen. Es ist einfach zu viel was man wissen muss. Hilfreich für mich war das amz Training. Hier erfährt man wirklich alles was man braucht. Es ist auch vollkommen für Anfänger tauglich. Bin selbst einer:-)
    www.was-ist-fba.de
    Hier findet man den Kurs von den Profis
  • Man kann immer das Haar in der Suppe suchen.

    Das Verhängnis vieler AMZ Seller ist, dass sie nicht den Sprung übers Wasser schaffen(wollen) FBA in Amerika ist lukrativ, wenn man weiss wie es läuft. http://fba-in-amerika.gr8.com/ Ich möchte nur eines klarstellen: Ein eigenes Label ist Pflicht! Der Kampf um den Warenkorb ist den kleinen Fischen zu eigen.
  • Ja, kann sein. Hätte ich auch Lust drauf, müsste mir aber vor Ort eine komplette Supply Chain neu aufbauen, da ich den Kaffee nicht erst auf DE in die USA shippen kann. Mal sehen... Europäische Märkte, vor allem England, sind ja auch attraktiv.
  • Hallo,

    deine Geschichte ist aber noch nicht zu Ende! Leider weißt du und andere Händler das aber nicht!
    Der Ablauf bzw das Ende der Strategie bei Amazon ist: das der Händler entfernt wird und nur noch Amazon verkauft. Solltet Ihr einen Beweis verlangen, sucht mal nach bose! Hier verkauft nur noch Amazon und auf lange Sicht, machen sie das bei jedem Produkt!

    Man darf nicht der Verlockung erliegen, von seinem z.B. web Shop die Produkte bei Amazon zu verkaufen. Natürlich steigt der Umsatz bis Amazon den Sack zu macht, davon gibt es jetzt schon tausende Fälle.

    Meine Hoffnung ist, dass durch den Macht- bzw. Monopolmißbrauch letztendlich Amazon zum Verhängnis wird.
    Gruß Silvio
  • Ja, kann sein, aber mittlerweile bin ich 1 Jahr dabei uns es geht konstant nach oben. Eine eigene Marke bei einem Verbrauchsgut zu haben ist schon mal nicht schlecht. Wer einfach nur Dritte Ware verkauft, wird man schnell als Händler ersetzt.
  • Sehr ausführlicher Beitrag! Der größte Nachteil auf Amazon ist in meinen Augen, dass man keine Möglichkeit hat, an die E-Mails der Kunden zu kommen. Vergleichbar groß sind aber die Vorteile.

    Liebe Grüße und weiter so!
    Johannes Ungerer
  • ja, das ist schon doof, aber es gibt Lösungen wie feedbackz.com, mit denen du dennoch deine Kunden anschreiben kannst.
  • Hallo Christian,
    mich würde auch, wie mein Vorredner interessieren, wie es mit den rechtlichen Geschichten geregelt ist. Ich verkaufe momentan nur auf Dawanda und da ist alles super easy und einfach gelöst. Bei Amazon bin ich da etwas überfordert.
    LG Tina
  • Hi Christian.

    Wie sind eigentlich die Themen Widerrufserklärung, Datenschutzerklärung, Impressum etc. bei Amazon geregelt? Sind das, bis auf das Impressum, Standard-Erklärungen, die sich an der momentanen Rechtsprechung orientieren und um die sich Amazon kümmert? Oder muss man hier selbst aktiv werden, speziell auch, wenn man plant im Ausland zu verkaufen. In dem Fall sind ja für jedes Land angepasste Versionen notwendig. Man hört ja immer wieder von Abmahnungen beim Verkauf über Amazon und im speziellen auch bei FBA.
  • Hallo Christian,

    ich lese viel zum Thema Private Label & Co. auf Amazon - aber der Verkauf von Kaffebohnen mit einer eigenen Marke ist da echt schon eher urig - cool. Wünsche Dir damit viel Erfolg!

    Vielleicht hilft auch Dir oder den Lesern hier unsere Zusammenstellung zu den wichtigsten Amazon SEO KPI´s weiter:
    http://www.shopdoc.de/amazon-seo-ranking-optimierung/

    Wir haben hier alles so kurz und knackig, aber auch umfangreich und ausführlich genug zum Thema Amazon Optimierung zusammengestellt.
  • Danke dir! Urig = Cool? Kenne das Wort nicht ;-) Danke auf jeden Fall für den Hinweis zu den KPIs.
  • Eine Frage: Fällt Kaffee nicht unter Lebensmittel? Braucht man da nicht eine Berechtigung für den Verkauf? Weiß das jemand?


    Grüße.
  • Ja, da hast du recht. Eine Freischaltung für die Kategorie ist erforderlich.
  • Vielen Dank für deinen Artikel. Leider ist es von außen schwer nachzuvollziehen, wie viel am Ende bei kleineren Produkten übrig bleibt. Wenn z.B. das Produkt nur 5€ kostet. Grüße.
  • Hi Christian,



    wirklich spannendes Thema. Überlegen auch gerade ein paar Artikel mit FBA am Markt zu testen. Wobei das Margenthema teils wirklich abschreckt. Wir sind allerdings noch nicht ganz so weit wie du. Mir stellen sich immer wieder ein paar Fragen und vielleicht hast du ja die ein oder andere passende Antwort:
    1. Wie muss die Ware von uns vor Einlagerung bei Amazon verpackt sein? Produktverpackung oder bereits vorverpackt in Versandkartons.
    2. Wir haben ein noch nicht existierendes Produkt. Müssen wir vorab für den Verkauf auf Amazon eine EAN generieren und anbringen oder kümmert sich, wie du schreibst Amazon selbst darum?
    3. Was passiert, wenn der Kunde das Produkte auspackt, die Verpackung beschädigt und dann Retour schickt?
    Ich fände es super interessant, wenn du deine Erkenntnisse, wie man zum einen die Verkaufserfolge auf Amazon steigern, aber auch alternative Verkaufswege angehen kann, noch einmal zu einem geeigneten Zeitpunkt teilen würdest.


    Gruß aus Rotterdam!
  • Was möchtest du denn verkaufen? Ich würde sagen, dass es keine besonderen Verpackungsbedingungen gibt, die es nicht woanders auch gäbe. Du solltest das Produkt so verpacken, wie es dann in einem Amazon Paket liegen sollte. Das Amazon Paket kommt aber immer noch drum herum.


    2. Man braucht nicht für alle Produkte eine EAN bei Amazon. Du kannst dich davon auch befreien lassen. Bei Lebensmitteln brauchst du garkeine eigene EAN. Da gibt Amazon das Ding vor.


    3. Ich glaube der Fall funktioniert nicht. Dann gibt es keine Retoure, bzw. wird die abgelehnt. Bei Nicht-Lebensmitteln macht Amazon das. Bei Lebensmitteln musst du die Retouren selbst abwickeln.


    Für mich steht jetzt schon fest, dass ich nicht nur Amazon mache. Werde weiter berichten...
  • Trägt Amazon oder du als Verkäufer die Versandkosten wenn ein Prime-Kunde bestellt?
  • Ich selbst zahle immer eine Pauschale für den Versand. Der Käufer muss entweder ein Prime Abo haben (dann zahlt er nichts extra), oder er hat es nicht und Amazon lässt sich nochmal bezahlen.
  • "Um die hohe Verkaufsgebühren zu umgehen, kann übrigens auch nur der Versand per Amazon genutzt werden." Kannst du das vielleicht etwas näher erläutern? Danke
  • Gerne. Damit ist gemeint, dass ich den Verkauf nicht zwingend über Amazon machen muss. Ich kann z.B. auch über meinen eigenen Online Shop oder auf der Strasse verkaufen, und dann den Versand bei Amazon anstossen. In dem Fall würde ich nur Versandkosten zahlen, aber nicht ide 15% für das Payment.
  • Moin Christian,
    Ich mache ein ähnliches Projekt wie HappyCoffee, aber nur ein anderes Produkt. Das mit der Marge ist wirklich ein Manko...die Marge ist leider bei fast allen Lebensmitteln gering...Ich habe mir da schon sehr viel Gedanken gemacht. Ich schreibe dich in Kürze per Mail an....

    Ich glaube du wärst ein guter Sparringparter in dem Bereich ... =)
    LG
    Sven
  • Grundsätzlich ist es ja möglich, jedes auf Amazon angebotene Produkt in die eigene Website einzubinden und pro Verkauf Provision zu kassieren. Wenn Du Deinen Kaffee von Amazon auf happycoffee.org einbindest, würde die Provision Dir einen Teil der Verkaufsgebühr zurückbringen oder würdest Amazon Dir die Provision vom Gewinn abziehen?
  • ;-) schöne Idee. Ich glaube man kann sich aber selbst nicht werben. Amazon erlaubt ja nicht mal Bewertungen aus meinem direkten Umfeld.
  • Wäre noch die Frage ob es nicht optimaler Wäre auf den "Luxuszug" aufzuspringen.

    Teurer verkaufen = höhere Marge

    Da muss allerdings das gesamte Marketingkonzept mitspielen und auch dem Kunden vermitteln, dass die Ware Luxus ist.
  • ja, hab ich auch schon überlegt. Der Markt lässt sich nicht ganz so einfach segmentieren. Ich bin schon recht weit im Premium Segment. Da drüber müsste man wahrscheinlich mit Gold-Verpackungen anfangen, aber das entspricht nicht meiner Philosophier vom Produkt. Ich wollte immer ein sehr gutes Produkt, was möglichst viele Menschen kaufen wollen (und können).

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