Hört auf zu verkaufen, fangt an zu empfehlen – 5 Tipps vom Profi für mehr Affiliate Erfolg

Hört auf zu verkaufen, fangt an zu empfehlen – 5 Tipps vom Profi für mehr Affiliate Erfolg

LetsSeeWhatWorks.com ist eine Plattform für Unternehmer, auf der ich nicht nur ich meine eigenen Erfahrungen teile, sondern auch die Meinungen und Sichtweisen anderer Unternehmer Platz haben. Heute freue ich mich daher, dass Eugen Falkenstein von adgoal seine Top 5 Affiliate Tipps verrät, besonders weil ich in meinem Projekt recommend.to gerade selbst eine SaaS-Lösung für einfaches Empfehlungsmarketing gründe und die Relevanz des Themas hoch ist. Falls  du auch mal einen Gastbeitrag schreiben möchtest, dann schau mal hier. Los geht´s Eugen.


An das Thema Affiliate kann man als Blogger, Webseiten- oder Forenbetreiber auf verschiedene Weisen herangehen. Man kann einfach loslegen, dies und das probieren. Danach Statistiken auswerten und von dem einen mehr oder weniger machen. Das Vorgehen ist natürlich legitim und wir wollen niemanden davon abhalten. Bei adgoal haben wir aber in den letzten Jahren die Erfahrungen gemacht, dass es nicht nur die Auswertung von Zahlen ist, die zum Erfolg führt, sondern man auch einige grundlegende Dinge beachten bzw. im Hinterkopf behalten sollte. Hier also unsere fünf Tipps.

Tipp 1: Hört auf zu verkaufen – fangt an zu empfehlen.

Einer der größten Fehler, den Ihr als Webseitenbetreiber oder Blogger machen könnt: Mit aller Gewalt verkaufen zu wollen. Oder anders formuliert: Gier frisst Hirn. Es bringt Euch und Euren Leser wenig, wenn Ihr massig Produkte vorstellt oder übertrieben lobpreist und das Ganze mit ein paar Affiliate-Links garniert. Was Leser brauchen, und nach unserer Erfahrung am besten funktioniert, sind klare und fundierte Empfehlungen. Gern auch Tests von mehreren Produkten – inklusive Bewertung. Es gibt einen Grund, warum Amazon-Rezensionen so beliebt sind. Sie geben Käufern eine Orientierung und eine Entscheidungshilfe. Und nebenbei sind sie ein hocheffektives Marketing-Tool – für Amazon.

Also, gebt Euren Lesern diese Entscheidungshilfen. Welches Produkt oder Service findet Ihr gut? Warum und welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht? Welche (kleinen) Schwächen hat es? Für wen ist es besonders geeignet? Für wen ein anderes? Welches ist das? Wo bekommt der Leser diese Produkte am günstigsten (nicht am teuersten wg. Provision)? Wo bekommt er den besten Service? etc.

Und wenn Ihr all das in dieser Form nicht leisten könnt, dann recherchiert, bezieht Euch auf Erfahrungen Dritter oder bietet Euren Lesern einen Überblick, der ihnen bei der Entscheidung hilft. Kurzum: Bietet Service und Orientierung statt schwammigen Werbetexten und schnell gesetzten Affiliate-Links.

Tipp 2: Geht mobile – es bringt Euch 30 bis 40 Prozent mehr Affiliate-Einnahmen

Man mag es kaum glauben, aber es gibt immer noch Websites und Foren, die nicht für die mobile View auf Smartphones und Tablets optimiert sind. Wir können es nicht oft genug sagen: Wer Responsive Design und mobile Webseiten ignoriert, der verliert. Leser und Geld.

Wir gehen von 30 bis 40 Prozent zusätzlicher Einnahmen aus, die sich Webseitenbetreiber ohne mobile Lösung entgehen lassen. Denn: Affiliate-Links gehören zu den effektivsten mobilen Werbeformen überhaupt. Weder Leser noch Werbeblocker ordnen sie als störend ein – im Gegenteil. Und wenn Affiliate-Links mobil nicht funktionieren, dann gibt es auch keine Einnahmen. So einfach, so bitter.

Außerdem: Seit dem 21. April dieses Jahres berücksichtigt Google die optimierte Darstellung für Mobilgeräte im SEO-Ranking (siehe auch). Für viele Standardlösungen wie z.B. WordPress, Joomla, vBulletin, phpBB gibt es mittlerweile fertige responsive Templates, mit denen man seine Seite sehr einfach für die mobile Darstellung umsetzten kann. Wer das nicht kann oder den eventuellen Aufwand scheut, der sollte zu einer schnellen Lösung wie Tapatalk greifen – einer unserer Kooperationspartner. So oder so, kümmert Euch um das Thema Affiliate und Mobile – es zahlt sich aus.

Tipp 3: Macht Eure Website, Euer Blog zu einem Mini-Forum.

Dieser Tipp geht ein wenig in Richtung des ersten – jedoch mit einem etwas anderen Ansatz. Auch hier geht es um Erfahrungen und Empfehlungen. Allerdings um die, die Eure Leser auf Eurer Seite beisteuern können. Zum Beispiel in Form einer durch Euch angeregten Diskussion oder Kommentaren generell.

Zugegeben, dafür braucht man ein gewisses kommunikatives Talent. Wer dieses Talent hat oder es sich aneignet, der wird sehen, dass Leser mit sehr guten Tipps und Links kommentieren. Diese Links wiederum sind nicht nur gute Empfehlungen für andere Leser, sondern auch für Euch von Vorteil – Ihr könnt sie nämlich in Euer Affiliate-Konzept einbinden.

Wichtig ist nur, dass Ihr beim (An-)Moderieren nicht in die unsägliche Social-Media-Manager-Tonart verfallt: „Ich trinke Kaffee. Was trinkt Ihr?“ – Etwas tiefgründiger, provokanter und zielführender darf es schon sein. Oder anders gesagt: Sorgt dafür, dass eine gute und für andere Leser hilfreiche Diskussion oder Ergänzung Eures Artikels zustande kommt. Am besten mit Links und Verweisen, die Services, wie wir, automatisch ohne weiteren Aufwand für Euch in Affiliate-Links umwandeln.

Tipp 4: Das richtige Maß für Affiliate-Links – weder spammen noch geizen

Viel hilft viel – oder weniger ist mehr? Weder das eine noch das andere. Denn es kommt immer darauf an, wie sinnvoll Ihr die Links für Eure Leser einbindet. Und natürlich, wie Eure Seite oder Eure Blogartikel konzipiert sind.

Handelt es sich zum Beispiel um Fließtexte, dann können es gern – als grobe Faustregel – zwei bis drei Links pro 300 Wörter sein (das entspricht dieser Textlänge). Dass man nun nicht in jedem zweiten Satz einen Affiliate-Link setzen sollte, dürfte sich schnell erschließen. Es sieht nicht nur optisch nach Spam aus, zu viele Links stören auch den Lesefluss und die Leselust. Und Ihr wollt ja, dass Eure Leser bleiben bzw. gern wiederkommen.

Wenn Ihr aber umfangreichere Inhalte mit mehreren Produkten und in Tabellenform erstellt (Bestenlisten, Preisvergleiche, Schnäppchentipps etc.), dann macht es natürlich Sinn, dort geballt Links zu den Bezugsquellen einzusetzen.

Zusammengefasst kann man also sagen: Wenn Ihr möglichst viele Links unterbringen wollt, dann überlegt Euch vor allem ein Format, das Euren Lesern wirklich weiterhilft.

Tipp 5: Die berühmte Nische finden – wie und welche?

Im Idealfall solltet Ihr Euch bei dem Thema, für das Eure Seite eine beliebte Anlaufstelle sein soll, gut auskennen und auch eine gewisse Leidenschaft hegen. Das erhöht automatisch den „Trust“ Eurer Seite. Leser merken es einfach, wenn jemand für ein Thema brennt.

Außerdem macht es Sinn, sich thematisch soweit zu spezialisieren, dass man sich nur mit einer sehr spitzen Themen- oder Produktgruppe beschäftigt. Ein schönes Beispiel hierfür ist die Website Werkzeugkoffer-Tests von Peer Wandiger, der die Seite als Challenge betreibt und regelmäßig über die Entwicklung in seinem Hauptblog berichtet. Statt eine allgemeine Werkzeug- oder Handwerker-Seite zu betreiben, setzt er gezielt und nur auf Werkzeugkoffer(-Tests). Und genau so findet man seine Nische. Man sucht sich ein übergeordnetes Thema und spezialisiert sich darin bis zu einer noch sinnvollen Unterkategorie.

Und wer sich nun fragt, welche Themengebiete besonders beliebt sind und welche Nische am meisten Erfolg verspricht: Laut unseren Erfahrungen sind das vor allem die Bereiche Tiere, Computer, Haushaltsgeräte – insbesondere der Bereich „Weiße Ware“ – und alles rund um Preisvergleiche, Verbraucherseiten und Tipps. Wer also in diesen Bereichen seine Nische sieht bzw. findet und die oben angeführten Tipps beherzigt, dürfte gute Chancen in Sachen Affiliate-Einnahmen haben.

Und als Fazit für diesen Artikel: Es gibt den bekannten Satz von Helmut Markwort aus einem Fokus-Werbespot. Er lautet: „Fakten, Fakten, Fakten. Und immer an den Leser denken. – In Sachen Affiliate würden wir ihn ein wenig abwandeln: Tipps, Tipps, Tipps – und immer an die Leser denken. Dann haben alle etwas von Affiliate-Marketing.

Artikelbild: (c) lunamarina (TONO BALAGUER SL) / File Purchase Agreement No.29384929

3 Kommentare

  • Guten Tag liebe Mitleser,
    vielen Dank für diesen informativen Beitrag. Die hier genannten Strategien lassen sich nicht nur für Affiliate umsetzen, sondern auch beim Verkauf von Produkten können diese Tipps hilfreich sein. Als ich mich im Internet über weitere Verkaufsstrategien informiert habe, bin ich auf die sogenannte Verkaufstrainingsakademie gestoßen. Vielleicht könnte dies für den einen oder anderen ebenfalls interessant sein.
  • Super Artikel! Hatte teilweise den Eindruck das Protokoll von unserem letzten Strategie Workshop zu lesen :-)

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