Wie du wiederkehrende Umsätze mit Abo Commerce Produkten generierst und abrechnest

Wie du wiederkehrende Umsätze mit Abo Commerce Produkten generierst und abrechnest

Noch vor wenigen Jahren hatten Abos einen schlechten Ruf. Man war „gefangen“ von den Firmen, deren Produkte so unattraktiv waren, dass man nicht zum regulären wiederkehrenden Kauf ansetzen mochte. Manchmal schloss man sogar Abos ab, ohne dies bewusst getan zu haben.

Aber dank des Fortschritts im E-Commerce und der Welt des Online Business hat sich diese Ansicht komplett gedreht. Was früher nur in bestimmten Segmenten – wie bei Fitness Studio-Mitgliedschaften oder Telefon-Verträgen – akzeptiert wurde, ist heute in fast allen wirtschaftlichen Bereichen denkbar. Abo-Commerce liegt voll im Trend. Für mich eine sehr positive Entwicklung, denn was früher gefürchtet wurde, dient heute der Bequemlichkeit. Abos können online geschlossen und auch wieder gekündigt werden. Alles ist transparent und unkompliziert.

Abo Commerce als Pricing Modell der Zukunft

Es gibt fast nichts mehr, was es nicht im Abo gibt. Von webbasierten Mitgliederzugängen (z.B. eisy), über regelmäßige Lebensmittellieferungen (z.B. Oh!Saft) bis hin zu verschiedenster Software (z.B. easyPEP) wird heute quasi alles im Abo angeboten. Immer mehr Produkte sind virtuell verfügbar, immer mehr online Kanäle tun sich auf, um die eigenen virtuellen oder physischen Produkte zu verkaufen.

In diesem Beitrag möchte ich weniger auf die Vorteile als Konsument eingehen, sondern die Brille des Unternehmers aufsetzen. Abo Commerce ist nämlich auch als Unternehmenszweck attraktiv. Wer mit wiederkehrenden Umsätzen arbeitet, dessen Messgrößen für ein erfolgreiches Business verschieben sich von KPIs wie „Warenkorbgröße“ oder den „Costs per Umsatz“ in Richtung „Churn Rate“ (Kündigungsrate), „Customer Lifetime Value“ und „Customer Acquisition Costs“.

Ich bin überzeugt von Abo Commerce und wende es auch bei FastBill und künftig bei Happy Coffee an. Unsere Software bei FastBill kostet je nach Tarif 9€, 29€ oder 49€ pro Monat. 

Diese beiden Beispiele machen aber eines deutlich: Es sind bzw. waren zu Beginn sehr kleine Unternehmen, für die ich eine Abo-Lösung finden musste. Denn die Alternative war irgendwann nicht mehr hinnehmbar: Jeden Monat hunderte Rechnungen per Hand zu erstellen, zu verschicken, zu prüfen ob bezahlt wurde, und den Kunden danach einen weiteren Monat freizuschalten.

Abo Commerce Produkte EINFACH abrechnen

Es war das Jahr 2012 (oder Ende 2011), in dem wir bei FastBill vor der Herausforderung standen, eine technische Lösung für die automatisierte Abrechnung unserer Abo-Kunden finden zu müssen. Die Erkenntnis: Es gab hierfür zwar bereits einige Anbieter – aber die Komplexität von deren Systemen bzw. die Anforderungen, um sie zum Laufen zu bringen, waren enorm. René, mein Co-Founder bei FastBill, programmierte sich letztlich tagelang die Finger wund, um die Lösung eines Dienstleisters an unser System anzubinden. Auch die Höhe der provisionsbasierten Kosten hat mich überrascht: Manche Anbieter reden gar nicht erst mit mir als potentiellem Kunden, wenn ich nicht mindestens 5-stellige Gebühren pro Monat in Aussicht stellen kann. Einfach war das alles noch nicht. Hier musste eine bessere Lösung her.

Im Falle von FastBill haben wir damals den Integrationsaufwand in Kauf genommen um endlich die laufenden Abos bzw. deren Abrechnung zu automatisieren. Aber es gibt kleinere Projekte, bei denen dieser Aufwand und diese Kosten vielleicht nicht gerechtfertigt wären. Happy Coffee ist so ein Beispiel. Zwar habe ich Großes vor, aber ich starte mit wenigen geringpreisigen Abos im Partner-Bereich, die zunächst abgerechnet werden sollen.

Long story short: Die bisherigen Lösungen sind einfach too much. René und ich sahen, dass das besser gehen muss. Deshalb haben wir uns etwa 2 Jahre nach Start unserer FastBill-Mission dazu entschieden, ein neues Produkt zu erschaffen – mit dem Abo-Abrechnungen so einfach sein würden, wie wir es uns selbst gewünscht hatten.

Das Ergebnis kann sich heute sehen lassen: Monsum … Ein einfaches, voll-automatisiertes System, mit dem jedes Unternehmen unkompliziert und schnell Abos abrechnen kann, ohne groß programmieren zu müssen und enorme Kosten einzuplanen.

FastBill Automatic Dashboard
Monsum Dashboard

Ihr merkt, es wird emotional. Aber ich bin heute auch stolz, diese Lösung mit geschaffen zu haben. Ich denke, dass es für viele eine Hilfe sein wird und (wie für uns) genau die Lösung bietet, die bisher nicht da war. Deshalb will ich diesen Beitrag nutzen um vorzustellen, was Monsum macht und kann, und wie es für jeden einfach und schnell einsetzbar ist.

Was ist Monsum?

Unser Anspruch ist nicht weniger als die vollständige Automatisierung von wiederkehrenden Abrechnungsprozessen für Online Businesses. Egal ob du eBooks, Software, oder einen Community Zugang verkaufst.

Folgende Prozessschritte in der Abo Abrechnung werden abgedeckt:

  1. Kunden und Abos verwalten
  2. Zahlungen einziehen
  3. Rechnungen schreiben und versenden

Im Detail kann natürlich noch mehr gemacht werden: 

Abo-Verwaltung

  • Hierzu zählt alles, was den Preis bestimmt, den ein Kunde an einem bestimmten Punkt bezahlen soll. Beispiele sind Rabatte, die Anwendung internationaler Steuerlogiken (z.B. innergemeinschaftliche Lieferung oder Reverse Charge), Zahlpausen usw. Das System errechnet automatisch, wann wer was mit welcher Zahlungsart zahlen soll.

Zahlungsabwicklung

  • Gezahlt werden kann das Abo über verschiedene Zahlungsmethoden: z.B. Kreditkarte, Lastschrift, PayPal, oder auch Rechnung. Aber auch andere Methoden sind denkbar, z.B. lokale Zahlungsarten in bestimmten Ländern. Monsum integriert hierfür verschiedene Zahlungsanbieter wie z.B. Heidelpay, Paymill, Adyen, oder auch PayPal direkt (eine vollständige Übersicht findet ihr hier).
  • Hinweis: Um diese Zahlungsarten nutzen zu können, muss jeder Nutzer auch einen Account beim PSP (Payment Service Provider) eröffnen. Die Zugangsdaten (Credentials) werden dann bei Monsum hinterlegt, den Rest übernimmt das System.
  • Zahlungen ohne PSP: Wer möchte (und so werde ich auch bei Happy Coffee starten), kann auch ganz ohne PSP starten. In dem Fall kann man zwar lediglich die Zahlungsarten „Rechnung“ und „SEPA Lastschrift“ anbieten, aber ich denke für den Start des Geschäfts kann das schon ausreichen. Statt eine automatische Abwicklung über den Payment-Dienst zu beauftragen, erhält man von FastBill einen SEPA Export, den man – ähnlich wie bei der früheren Sammellastschrift – beim Online Banking einreichen kann. Ob die Zahlungen eingegangen sind oder nicht, lässt sich entweder durch manuellen Blick aufs Konto oder durch den integrierten Bankabgleich festellen.

Rechnungsstellung

  • Nach der Zahlung wird die Rechnung automatisch erstellt und versendet, auf Wunsch auch per Post. Falls es Probleme gibt, ein Kunde z.B. die Rechnung nicht bezahlt, verarbeitet Monsum diese Information ebenfalls und erstellt z.B. eine Mahnung bzw. erzeugt eine Erinnerungs-Mail für den Kunden.
  • Das System bietet neben einem Vorlageneditor auch umfangreiche Möglichkeiten um z.B. E-Mails zu konfigurieren.
FastBill Automatic - Entscheide, welche E-Mails verschickt werden sollen
Monsum – Entscheide, welche E-Mails verschickt werden sollen

 

Wie läuft ein Buchungsprozess ab?

Bilder beschreiben mehr als Worte, deshalb habe ich folgenden Screencast gedreht, in dem ich einmal durch das Tool führe:

Ist ein Produkt also angelegt, gibt es ein Buchungsformular, über welches das Abo vom Kunden später gebucht werden kann. Dieses lässt sich ganz nach Belieben an das eigene Design anpassen und konfigurieren (z.B. welche Felder abgefragt werden sollen).

Wer es etwas individueller will, der kann sich an der Programmier-Schnittstelle (API) bedienen, also die Formulare selber bauen und die Informationen direkt an das FastBill System übermitteln.

Jetzt LIVE eine Testbuchung durchführen

Wer mal eine Testbuchung durchführen möchte (keine Sorge, du kaufst nichts, wirklich nicht!), der folge diesem Link und buche das Produkt „LSWW Test-Abo“. Im Anschluss bekommst du dann eine Mail mit der Rechnung (die ungültig ist und die du wegwerfen kannst). Das Abo kündigt sich nach einem Monat wieder automatisch. Nochmals der Hinweis für alle Skeptiker: Hierbei handelt es sich nur um ein Beispiel, es werden keine Gelder eingezogen! Bitte verwendet am besten die Zahlungsart „Rechnung“, dann müsst ihr auch keine Zahlungsdaten eingeben. SEPA Lastschrift geht auch. Hier müsst ihr aber echte Kontodaten eingeben, sonst klappt´s nicht. Auch hier findet KEINE echte Buchung statt! Es würde euch aber zeigen, wie das mit den SEPA Mandaten funktioniert.

FAQ zu Monsum

Es gibt sie, die Frequently Asked Questions. Ein paar davon will ich schon mal vorweg aufgreifen:

  • Was ist mit SEPA Lastschriften?
    Ja, Monsum kann auch SEPA Lastschriften abwickeln. Einfach eine Gläubiger-ID bei der Bundesbank beantragen (kostenlos und schnell online). Monsum erzeugt automatisch ein SEPA Lastschrift Mandat und stellt die Lastschriftdaten entweder per Export für´s Banking zur Verfügung oder zieht diese automatisch über einen PSP ein.
  • Sind Zahlungen ohne Zahlungs-Gateway möglich?
    Ja. Rechnungszahlungen und manuelle SEPA Einzüge sind möglich. Die Bank muss das aber unterstützen, bitte vorher klären.
  • Und was kostet das Ganze?
    Die Nutzung von Monsum kostet ab 99€ / Monat ohne irgendwelche Umsatzabhängigen Kosten (ausser Payment Gebühren, die direkt an den PSP zu zahlen sind). Wenn du einen PSP verwenden willst, dann kommen die Gebühren für die jeweilige Zahlungsart hinzu. Die meisten PSPs haben ihre Gebühren nicht transparent auf der Website stehen. Eine Kreditkartenbuchung kostet aber ca. 2,5% – 2,95% Disagio plus ca. 0,35€ fix. Eine automatisierte Lastschrift kostet bei Paymill z.B. 0,19€. Paymill und PayPal legen ihre Gebühren transparent offen. Kosten für FastBill entstehen erst, sobald die erste echte Zahlung abwickelt wird. Davor bist du im Testmodus und kannst alles nach belieben und ohne Zeitdruck ausprobieren.
  • Sind Auslandszahlungen möglich?
    Ja, FastBill Automatic unterstützt auch die Abrechnung im Ausland. Mehrere Sprachen, Währungen und Steuerlogiken sind bereits integriert.

 

Du willst es mal ausprobieren? Dann melde dich einfach und unverbindlich an: https://monsum.com oder schreib mir.

 

Artikelbild: Thomas Galvez (Lizenz: CC BY 2.0)

4 Kommentare

  • Wie läuft die Integration zu verschiedenen Communitys aus. Gibt es Plugins zu Digimember oder anderen Membership Plattformen? Oder muss man alles per Hand einrichten?
  • Das wäre aktuell noch ein manueller Schritt. FastBill Automatic schickt dir bspw. eine Mail bei einem neuen aktiven Nutzer / oder einem inaktiven (weil z.B. die Zahlung nicht erfolgt ist). Dann müsste der Nutzer selbst angelegt / deaktiviert werden. Ein Plugin wär super. Wenn es jemand machen will, helfe ich gerne mit. Hier gibt´s die API: http://www.fastbill-automatic.com/api/

    ToDos:
    1. Push Notification von FastBill Automatic verarbeiten (Kunden-ID inkl. Name und Mailadresse, Abo-Status (aktiv oder inaktiv)) / Doku: http://www.fastbill-automatic.com/content/dokumentation/FBA_Notifications_DE.pdf
    2. Kunde anlegen / Updaten mit eine Rolle zuordnen (aktive oder inaktive Rolle).


    Alles andere machen dann die Membership Plugins.
    Vielleicht sollte ich das selbst einfach mal beauftragen irgendwo ;-)
  • Bald gibt es mit http://billing-forms.de/ ein Plugin für Wordpress, welches du z.B. für eine Memberverwaltung nutzen kannst.

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